Mit ‘Zionismus’ getaggte Beiträge

Stellungnahme gegen die Vorwürfe und Diffamierungen, die gegen mich im Zusammenhang mit meinem Vortrag am OSI am 13. Mai 2015 zum Thema:

„Der Einfluss der US-amerikanischen Machtelite auf die internationale Politik – Verschwörungstheorien und empirische Befunde“

erhoben wurden

antisemit

Frau Dr. Salua Nour hatte mich gebeten, im Anschluss an die Sitzung ihrer Vorlesung zur westlichen Rohstoff-Politik in Afrika am Mittwoch, dem 13. Mai, um 18:00 Uhr meinen Vortrag über die US-Machtelite zu halten. Bereits im Vorfeld gab es von der „OSI-Fachschaftsinitiative“ (OSI/FSI) Proteste gegen meine Person und den Vortrag sowie den Versuch, diesen über die Universitätsinstanzen verbieten zu lassen. Es wurden gegen mich ungeheure Vorwürfe des Antisemitismus‘ und der Vertretung „wilder Verschwörungstheorien“ erhoben. Dabei bezog man sich umfangreich auf meinen Blog „WiPoKuLi“ (was für „Wissenschaft, Politik, Kunst und Literatur“ steht, https://wipokuli.wordpress.com/). Da der Vortrag, mangels rechtlicher Begründung nicht verboten wurde, griff die Gruppe am Ort auf „altgediente“ Störmanöver zurück. Da es eine erhebliche Anzahl von Studenten und Gästen gab, die auf dem Vortrag bestanden, konnte dieser wenigstens unter großen Störungen als „Vortrags-Torso“ präsentiert werden. Unter teils unflätigen und unwürdigen Störungen konnte wenigstens ein Teil des Inhalts vorgestellt werden. Viele der Gäste waren zu Recht schockiert.

Den Vorgang kann man als handfeste Illustration zu dem Buch „Antisemit, ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ von Moshe Zuckermann (den ich persönlich zu kennen die Ehre habe und der zwar nicht erfreut, aber am Vorfall interessiert sein wird) auffassen. Man sollte ihn zu solchen Vorgehensweisen auch ausführlich hören: https://www.youtube.com/watch?v=rEbBvAOoAAY.

Zur politischen Bewertung der Initiatoren dieser Vorgänge vom OSI/FSI noch einige Stimmen:

Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie

und: http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inland/die-linke-von-innen-umzingelt.html

Nicht für die Initiatoren dieser Vorgänge (die ihre Agenda haben), aber für die Menschen, die offenen Geistes sind, aber natürlich von solchen (inhaltlich ungerechtfertigten) Vorwürfen psychologisch beeinflusst werden können, hier Klarstellungen:

Meine Position, Belege und Missinterpretationen

Als in diesem Lande Geborener, an den (neben Widrigem) vorhandenen materiellen und strukturellen Segnungen Teihabender bin ich fraglos auch Erbe geschichtlicher Schuld (völlig eingedenk, welchen Anteil erhebliche Teile der deutschen Bevölkerung am Zustandekommen und Erhalt des verbrecherischen Naziunwesens hatten). Damit bin ich auch Erbe der ungeheuerlichen geschichtlichen deutschen Schuld an der Shoa, ungeachtet weiterer Förderer des Nazi-Unwesens. Es ergibt sich daraus für mich auch das Denken und Leben für ein: „Nie wieder“ soll furchtbares und massenhaftes Unrecht Menschengruppen, wo immer auf der Welt geschehen, insbesondere nicht durch mein Land und das Bündnis, in dem es sich befindet! Mit dieser Haltung fühle ich mich in Bezug auf das von Deutschland so pauschal und unkritisch unterstützte Israel in vollem Einklang mit Nahum Goldmann (ehem. Präsident des Jüdischen Weltkongresses):

Wir müssen begreifen, dass das Leid der Juden, das sie durch den Holocaust erlitten, nicht mehr als Schutzschild dienen kann, und wir müssen ganz sicher davon Abstand nehmen, den Holocaust zur Rechtfertigung unseres Tuns heranzuziehen. Wenn Menachem Begin die Bombardierung des Libanon unter Verweis auf den Holocaust rechtfertigt, begeht er eine Art >Hillul Haschem< [ein Sakrileg], eine Banalisierung der heiligen Tragödie der Shoah, die nicht als Begründung für eine politisch zweifelhafte und moralisch verwerfliche Politik missbraucht werden darf.“ (Chomsky, “Offene Wunde Nahost“, S. 38)

Es liegt für mich auf der Hand, dass die Palästinenser den höchsten Preis für die unsäglichen Verbrechen Deutschlands zahlen. Alles, was von deutscher Seite an Duldung und Unterstützung der Verlängerung ihres Leides geschieht, hat für mich den abstoßenden Charakter einer Art „geschichtlichen Ablasshandels“. Die Anklagen israelischer Paläsinenser-Politik sind keine Relativierung, sondern vermehren für mich die Schuld des eigenen Landes. Überdies hat nach meiner Auffassung, wer Israel geschichtliche Dauer wünscht, die Verpflichtung, zu mahnen und daran zu erinnern, was für Deutschland die Folgen des eigenen Größenwahns und Omnipotenzglaubens waren.

Die erhobenen Vorwürfe des Antisemitismus´ und des Ignorierens geschichtlichen Leids jüdischer Menschen in Europa gehen weit an meiner Position vorbei:

Eines der frühen Opfer eines systematischen europäischen Kolonialismus´, nämlich des Römischen Kolonialismus´, war das jüdische Volk“, aus „Der Nahostkonflikt und Afrika“, S. 4

https://wipokuli.files.wordpress.com/2011/05/nahostkonflikt-und-afrika.pdf

In der Folge entwickelt sich eine Paradoxie der Geschichte, Europa, der Kontinent, der sich nach und nach gänzlich auf einen jüdischen Propheten, Jesus Christus, berief, steigerte sich zu immer mehr Verachtung und Hass auf die frühen Opfer seines Kolonialismus und verurteilte die Opfer zu entrechtetem Nischendasein.“, a.a.o., S. 5

Dass sie durch die Geschichte hin in Kultur und Wissenschaft Europas sehr viel beitrugen, auch im Wissenstransfer aus der islamischen Welt nach Europa, nützte ihnen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Anerkennung recht wenig.“, ebd.

Umso eindrucksvoller ist es, wie gerade der säkulare fortschrittliche jüdische Geist an die Spitze von Aufklärung und Befreiungsdenken in Europa trat. Sensible europäische Intellektuelle haben dies deutlich gespürt und ein Lessing hat diesem Geist in “Nathan der Weise“ ein Denkmal gesetzt. So fand eine Verschmelzung des jüdischen Freiheitswillens mit der allgemeinen Bewegung für Emanzipation und Menschenrechte, für politische Freiheit und soziale Befreiung statt und auch der Blick auf Europas Umgang mit der übrigen Welt wurde klarer.“, a.a.o., S. 6

Je mehr Herzl des so tief sitzenden Antisemitismus gewahr wurde, desto mehr neigte er indessen dem Judenstaatsprojekt zu.“, a.a.o., S. 8

Die entscheidende Entwicklung war aber die Kulmination des europäischen Anti-Judaismus, der in seiner rassistischen Ausprägung im Grunde genommen eher ein virtueller Rassismus ist, der sich auf lächerlichste mikroskopische Unterschiede beruft, und intellektuell sozusagen die selbstentlarvende Ad-absurdum-Führung jeden Rassismus´ ist, seine Kulmination in Deutschland nämlich zum über alle religiösen und sozialen Antagonismen hinausgehenden Hass und Vernichtungswillen des Nationalsozialismus. Dieser machte in absurdester Form die Juden für alle Übel dieser Welt verantwortlich, warf ihnen gleichzeitig Kapitalismus und Kommunismus, Weltverschwörung und Untermenschentum vor, und unterwarf sechs Millionen europäischer Juden “industrieller“ Massenvernichtung.“, ebd.

Die verständlichen Emotionen der Überlebenden verbanden sich mit dem zionistischen Konzept und das nahöstliche Drama nahm seinen Verlauf. Dabei erwies sich leider, dass die Opfer des deutschen und europäischen antijüdischen Rassismus selbst nicht frei vom groben europäischen Rassismus “Nichtweißen“ gegenüber waren.“, a.a.o., S. 9

So scharf meine Kritik an israelischer Politik oft auch sein mag, so wichtig ist es mir, immer wieder darauf hinzuweisen und zu belegen, dass israelische Politik keineswegs „für DIE Juden“ steht, so im zweiten Teil dieses Artikels, der den letzten Gaza-Krieg und das deutsche „Wegschauen“ zum Inhalt hat:

Aber bei alledem gibt es Jüdinnen und Juden, deren Äußerungen systematisch aus dem öffentlichen Diskurs zu Israel ausgeblendet werden, obwohl gerade sie das repräsentieren, was man als den „kritischen jüdischen Geist“ bezeichnen kann, der in der Tat so viel zur Entfaltung des (leider so wenig geschichtswirksamen) Humanismus´ in Europa beigetragen hat! Es kommt einem so vor, als solle nun auch noch das moralische Judentum in Europa vernichtet werden!“. Es folgt eine Vorstellung von Einstein, Erich Fried, Moshe Zuckermann, Felicia Langer, Noam Chomsky, Ilan Pappé, Uri Avnery, Norman Birnbaum, Norman Finkelstein, Evely Hecht-Galinski und Rolf Verleger sowie der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ mit diversen Links:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/07/15/wir-sind-weltmeister-im-wegschauen/

Fraglos sind viele meiner Artikel, die sich mit Politik beschäftigen, „mit Herzblut“ geschrieben, also eine erhebliche Anzahl nicht in klassischem wissenschaftlichem Stil, aber in aller Regel mit umfangreichen Verweisen versehen. Sie haben das gesellschaftliche Ziel aufzurütteln, und daher durchaus oft eine emotionale Sprache. Die politischen Analysen folgen aber gleichzeitig dem Erkenntnisinteresse.

Es ist festzustellen, Wirtschaft und Politik nehmen sich oft die Freiheit der „Einschätzung“, also der Aussagen auf unvollständiger Informationsgrundlage. Es ist nach meiner Auffassung ungerechtfertigt, der Zivilgesellschaft und „Gegenöffentlichkeit“ aufzuerlegen, sich entweder mit den „offiziellen Narrativen“ zu begnügen, oder auf die Findung „gerichtsfester Beweise“ zu warten, was für „informelle“ Handlungen von Regierungen und Geheimdiensten nicht selten das Warten auf den „St. Nimmerleinstag“ bedeuten würde. „So geht auch Hypothesen- und Theoriebildung nicht“! Wichtige Leitlinie sind immer „Ockhams Rasiermesser“ bei Würdigung der Komplexität von Vorgängen, Plausibilität und die Frage „Qui Bono?“, sowie ein Hineindenken in die Grundsätze und Zielsetzungen von Akteuren. Wenn man aber die Betrachtungen nicht aus der Perspektive von Mainstream und „Macht“ betrachtet, werden Analysen aus der Gegenöffentlichkeit immer als „strange“ gewertet werden. Illustriert wird das durch die unzählige Male in Abwandlungen gestellte Frage: „Wer stoppt Putin?“, nie habe ich im Mainstream gelesen: „Wer stoppt die USA?“.

Ein Teil der Anwürfe negiert auch auf dreiste Weise weithin akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse, so der erhobene Vorwurf, ich würde durch „die wilde Behauptung“, Teile der US-Wirtschaft hätten den Nazis mit zur Macht verholfen, und teils durch den Krieg hindurch mit den Nazis zusammengearbeitet, die deutsche Schuld verharmlosen, was ich in keiner Weise tue:

All this doesn´t belittle the German historical guilt and it doesn´t belittle the sacrifices of thousands of GIs who left their lives like millions of Soviet soldiers in the battle against the Nazis, but the believe that the US are the “Motherland of Anti-Fascism” is nothing but a myth, which is also shown by the fascist coup attempt in the US itself: http://en.wikipedia.org/wiki/Business_Plot aus: https://wipokuli.wordpress.com/2013/06/06/d-day-shouldnt-be-forgotten/

Zur Zusammenarbeit von Teilen der US-Wirtschaft mit den Nazis siehe u. a.:

http://azvsas.blogspot.de/2009/05/how-us-capitalism-supported-hitler.html

Besonders wütende Vorwürfe richten sich auch auf meine Darlegungen zu Nine Eleven. Nun spielt Nine Eleven eine zentrale Rolle im gegenwärtigen „westlichen Narrativ“ und im von den USA geleiteten „War on Terror“, der unzähligen Menschen das Leben gekostet hat. Die Ereignisse sind auch Grundlage der Überwachungs- und Sicherheitspolitik. Da ist Frage nach dem Wahrheitsgehalt der offiziellen Darstellung unabdingbar. Hier nun teile ich die Position von vielen Menschen in den USA, der der dortigen Vereinigung von gestandenen Architekten und Ingenieuren (http://www.ae911truth.org/about.html) und z. B. des Schweizer Historikers Daniele Ganser (https://www.youtube.com/watch?v=sDPtiR4EQ2A).

Nach rund acht Jahren intensiven Studiums der Geschehnisse kann ich zu keinem anderen Schluss kommen, als dass es sich um einen „Inside Job“ eines Teiles der US-Machtelite gehandelt haben muss. Nun findet man im Internet dazu viele Darstellungen, derer eine ganze Zahl sich in absurde Spekulationen begeben. Es gibt auch sehr viele Äußerungen, die Israel für die Anschläge verantwortlich machen, was fraglos „Wasser auf die Mühlen“ von „Dumpfdenkern“ ist. Auf der anderen Seite allerdings besteht die Notwendigkeit der politologischen Erklärung des Sonderverhältnisses zwischen Israel und den USA, das sich nicht selten als der „mit dem Hund wedelnde Schwanz“ zu gerieren scheint. Nicht selten wird dies pauschal mit gefährlich dumpfen Deutungen, wie „die Juden regieren die USA“ versehen, was tatsächlich Ausfluss weiter bestehenden Antisemitismus sein dürfte. Die These, die ich in dem Artikel vertrete und mit Indizien untermauere, sagt, durch ausgedehnte Geheimdienstkenntnisse zu diesem „Inside Job“ hat die israelische Machtelite ein gut Stück Erpressungsmacht zur Nahost-Politik der USA gewonnen:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/08/21/usa-und-israel-schmutzige-geheimnisse-und-erpressungsmacht/

Dort ist ausdrücklich gesagt, dass es sich um ein „Spiel“ zwischen den Machteliten handelt:

„Manch Simpel zieht sich gerne auf zweifelhafte Klischees zur US Politik zurück, aber es sollte eines klar sein: es ist ein Spiel zwischen der US-Machtelite und der Machtelite Israels. Es ist inzwischen „amtlich“: kein Land spioniert in den USA soviel wie Israel. Und die US-Machtelite hat sehr viele schmutzige Geheimnisse (http://tinyurl.com/bqqdwmv), und eine Fraktion der Machtelite (die über einige strategische Fragen tief gespalten ist) hat besonders schmutzige Geheimnisse: die Neocon-Fraktion (Neokonservatismus ).“ und:

„Um es gleich zu sagen, ich halte es mindestens für naiv, daraus den Schluss zu ziehen, der Mossad hätte Nine Eleven organisiert. Nicht, dass ich diesem Geheimdienst (wie allen anderen) Skrupel unterstellen würde, aber das hätte er gegen die Interessen der US-Machtelite nicht wagen dürfen.“

Ebenso wird der im Netz nicht seltenen Deutung entgegengetreten, dass die Ermordung Kennedys (die auf Grund diverser Indizien ebenfalls für einen Inside Job halten muss) ein Werk des Mossad sei:

„Da gibt es Leute, die glauben, wegen Kennedys vehementer Gegnerschaft zur Nuklarbewaffnung Israels habe der Mossad selbst ihn umgebracht, Nebbich! Auch wieder nicht wegen moralischer Skrupel hätte der Mossad nicht davon träumen können, sondern, weil Israel zum damaligen Zeitpunkt auf noch schwächeren Füßen stand, und viel wichtiger: Kennedys Gegnerschaft zur Nuklearbewaffnung lag auf der Linie der US-Machtelite insgesamt, während es die Widersprüche Kennedys zu dem Teil der Machtelite („Warrior“) waren, die vor den allergrößten Risiken einer Invasion Kubas (und einer nuklearen Konfrontation mit dem Ostblock) nicht zurückschreckten, waren, die Kennedys Todesurteil nach sich zogen“.

Nun wird – gar nicht mehr so erstaunlicherweise – die sehr kritische Sicht auf die US-Politik von den massiv auftretenden Störern eben auch als „Antisemitismus“ gewertet. Es wird aber besonders übel, wenn man versucht, nicht nur westliche koloniale Untaten der Vergangenheit, die letztlich der Bereicherung des Westens insgesamt dienten (und von denen ich indirekter Weise mit schwerem Gewissen mit „profitiere“), hinter der Shoa und den Problemen des realen Antisemitismus´ zu „verstecken“ (allein König Leopolds „Privatkolonialismus“ hat den Kongo ca acht bis zehn Millionen Tote gekostet, siehe Adam Hochschild, „King Leopold´s Ghost“), sondern auch die imperialen Verbrechen der Gegenwart. Auch die Kriege Ruandas und Ugandas haben den Kongo zwecks Gewinnung des für den Westen so wichtigen Coltans seit 1996 wohl noch einmal die gleiche Zahl an Toten gekostet.

Es wird makaber, wenn besagte Gruppierung die Darstellung der US-Strategie in Afrika und der gesamten südlichen Hemisphäre einfach als „Relativierung“ der deutschen Nazi-Barbarei diffamiert. Da sollte man einmal den US-Think-Tank-Betreiber George Friedman selbst hören, wie er sich darüber äußert, dass Reagan dafür sorgte, dass Iraker und Iraner sich gegenseitig umbrachten: https://www.youtube.com/watch?v=z5SjPLJOjqc .

Und es wird noch schlimmer, wenn man beschimpft wird, weil man darauf aufmerksam macht, dass es in US-Think-Tanks Ideen für den „Rassenkrieg“ (in Fortsetzung des berüchtigten „Project Coast“ – http://www.geschichte-suedafrika.de/story/drdeath.htm – im sterbenden Apartheid-Südafrika, dessen offenster enger Verbündeter Israel war) gibt:

And advanced forms of biological warfare that can target specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.“

from: „Rebuilding America´s Defences“, S. 60,

http://de.scribd.com/doc/9651/Rebuilding-Americas-Defenses-PNA C

Die gegen mich adressierten Anwürfe sind insofern haltlos und unbegründet. Mich treiben sowohl Erkenntnisdrang als auch mein Gewissen, zu recherchieren und zu schreiben. Die Störer des Vortrags haben anhand von gewaltsamen Methoden, die durch Diffamierungen gerechtfertigt wurden, versucht, mich am Reden zu behindern, anstatt mir in einer gewaltfreien Diskussion zu beweisen, dass die von mir zur Debatte vorgelegten Hypothesen zu verwerfen sind.

Andreas Schlüter‏

Berlin, den 16. Mai 2015

PS: Ungestört habe ich dann meinen Vortrag: “Der Einfluss der US-Machtelite auf die Internationale Politik” zuhause auf Video aufnehmen lassen können: https://wipokuli.wordpress.com/2015/06/07/der-einfluss-der-us-amerikanischen-machtelite-auf-die-internationale-politik/

Links:

Fachschaftsinitiave am Otto-Suhr-Institut (OSI/FSI): http://fsiosi.blogsport.de/wir-ueber-uns/

https://wipokuli.wordpress.com/2012/10/21/moshe-zuckermann-wider-den-zeitgeist/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/03/moshe-zuckermann-ein-aufrechter-linker-mahner/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/26/die-jungste-schweinerei-wolffsohn-kettet-judentum-an-kapitalismus/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/03/03/die-linke-und-die-friedensfrage-der-stand-der-dinge/

Am Donnerstag, dem 10. Oktober, wurde von mir dieser Vortrag zum „Nahostkonflikt und Afrika“ gehalten (http://tinyurl.com/psp29cj). Ich freue mich, meinen Lesern hier die Videoaufzeichnung des Vortrags in vier Teilen zugänglich machen zu können.

Leider springt der Film manchmal beim Anklicken weiter, dann mit dem Schieber auf Anfang gehen!

 vortrag-nahost-und-kongo

Der Nahostkonflikt und Afrika, Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=m8FAvbIOLZ4

Der Nahostkonflikt und Afrika, Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=wAuZ9sLHB1A

Der Nahostkonflikt und Afrika, Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=SXMbetYEJf4

Der Nahostkonflikt und Afrika, Teil 4: http://www.youtube.com/watch?v=mAnfw4UfoSc

Andreas Schlüter

Links:

https://wipokuli.files.wordpress.com/2011/05/nahostkonflikt-und-afrika.pdf

https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/17/desinformation-auch-zu-ruanda-und-ost-kongo/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/15/qualende-fragen-und-unerfreuliche-antworten/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/01/allmacht-usa-und-kein-ende-das-laboratorium/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/02/22/crimes-on-congo-part-1-from-destruction-to-destroyed-independence/

Kongo und Ruanda (Englisch): http://www.blackstarnews.com/news/135/ARTICLE/5831/2009-07-03.html

http://uk-africa.blogspot.de/2012/09/the-truth-behind-rwanda-tragedy.html

http://www.fogcityjournal.com/wordpress/1931/reverend-rick-warren-on-trial-in-the-court-of-public-opinion/

Gerne haben „interessierte Kreise“ DIE LINKE ohne jede Grundlage des „Antisemitismus´“ (gemeint war konkret die Abneigung gegen Juden) verdächtigt. Dieser Vorwurf wurde festgemacht an einer willkürlichen Gleichsetzung von Juden, Zionismus und Israelischer Regierung. Auf Grund dieser Gleichsetzung wurde die Erkenntnis in weiten Teilen der LINKEn, dass die israelischen Okkupationspolitik und Siedlungspolitik chauvinistisch und rassistisch zu nennen ist, als Judenhass diffamiert. Dabei störte es die Urheber dieser Anschuldigung keineswegs, dass der Widerstand von Jüdinnen und Juden in Israel und der Welt gegen diese Gleichsetzung immer wütender wird. Darüberhinaus versuchte man fast komplett aus der blauen Luft eine „Querfront“ aus Teilen der LINKEn einerseits und rechten, deutsch-nationalistischen Kräften andererseits zu konstruieren. Ein Lehrstück an politischer Schmutz-Kampagne und Diffamierung, vielleicht durch rührige Einflussagententätigkeit ein wenig mit „Substanz“ gefüttert.

Da haben wir die Querfront!

Nicht ganz neu ist die „Querfront“ hingegen zwischen ehemaligen und verwirrten „Linken“, die sich als „Antideutsche“ bezeichnen und auch versuchen, über die Jugendorganisation `solid als BAK Shalom DIE LINKE zum Spielfeld für rechte Wühlarbeit zu machen. Das Gründungsdokument weist den Verein als „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus“ aus, auch vom Antiimperialismus verabschiedet man sich:Das Kernstück des Antiimperialismus ist der Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika, auf die alle Übel der Welt projiziert werden. Im schlimmsten Fall wird die vermeintliche jüdische Dominanz angeprangert. Dies ist die offene Flanke hin zum Antisemitismus“.

War der Ausgangspunkt der „Antideutschen“ insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte der nachvollziehbare Abscheu gegen deutschen Nationalismus, so stellte sich nun bald heraus, dass man gegen zionistischen Ultra-Nationalismus keineswegs etwas hatte, ebenso wenig wie gegen Rassismus und Militarismus, wenn er nur von Israel ausging. Es spielte auch keine Rolle, dass Israel „in Treue fest“ zum rassistischen Apartheid-Südafrika gestanden hatte. Daraus entwickelte sich bald eine zusätzliche Vorliebe für die USA und eine schützende Haltung gegenüber dem Kapitalismus. „Antikapitalismus“ wird in den Texten dieser Truppe nur noch als „regressiver“ Antikapitalismus diffamiert. Alsbald wurde Kritik an der US Kriegspolitik auch schon zusammen mit Antikapitalismus als „Schleichweg“ zum Antisemitismus gebrandmarkt. Konstituiert hatte sich also eine Querfront zwischen ehemaligen Linken und Rechtsaußen, sofern Rechtsaußen nur zionistisch drapiert ist.

Deutsche nationale „Interessen“, die „Staatsraison“ und der Rechts-Zionismus

Auch insbesondere die gesellschaftspolitische Rechte, soweit nicht in dumpfer Nazi-Denke verhaftet und immer noch dem verlorenen Zweiten Weltkrieg nachtrauernd, sympathisierte bald mit dem militanten Zionismus , hier dem Beispiel insbesondere der christlichen Neokonservativen Rechten in den USA folgend. Dabei spielte in Deutschland die Ablasshandels-Politik eine wichtige Rolle, die versuchte, „Vergebung“ für die unglaublichen deutschen Verbrechen durch die Unterstützung der aggressiven Politik Israels an Dritten zu erschleichen. Durch diese Instrumentalisierung der Shoa im Dienste einer prozionistischen Strategie ließen sich große Teile der Sozialdemokratie und der Grünen integrieren. Das geschah nach dem immer gleichen Motto „Dabeisein ist alles!“. Aber man kann nicht übersehen, dass es in meiner Partei, DIE LINKE, auch einige Figuren gibt, die dem Spiel einiges abgewinnen können. Bodo Ramelow und Petra Pau gehören zu den einflussreichsten Förderern des BAK Shalom. So etablierte sich also seit geraumer Zeit ein Bündnis aus sich von ihrer längst vergessenen Vergangenheit her „links“ Gebenden mit Rechten und imperialistischen Kräften sowie dem Rechts-Zionismus. In den USA gibt es natürlich diese Verklammerung von erheblichen Teilen der Demokraten und den Republikanern insbesondere über AIPAC, die Lobby-Organisation der israelischen Regierungs-Politik, ebenfalls. Auch Hillary Clinton ist immer wieder durch ihren engen Kontakt zu AIPAC hervorgetreten, auch, wenn die rein verbalen Ermahnungen und Einlassungen zur israelischen Siedlungs-Politik jetzt mit Theater-Donner aufgenommen werden. Bindeglied dieser unheiligen Allianz ist eben der Rechts-Zionismus.

Von der nicht ungefährlichen „Schmuddel-Ecke“ zum teuflischen Horror

Die ultrarechte und militant anti-muslimische „English Defence Leage“ (EDL), die man in Deutschland als faschistisch bezeichnen würde, hat auch ihre Liebe zum Rechts-Zionismus entdeckt und zeigt Flagge, die Israelische! In England wird gegen den Verein, dessen Mitglieder gern „Pakis aufmischen“, nicht rechtlich vorgegangen, die Bande wird eher als „politische Schmuddel-Ecke“ aufgefasst, was gesellschaftspolitisch milde gesagt als fahrlässig bezeichnet werden könnte. Das auch militante US-Ultras, die Abtreibungsärzte ermorden zu dürfen glauben, und sonstige militante Rechte mit „christlichem Hintergrund“ zum sehr großen Teil ihren „Kreuzzug“ gerne mit dem ultra-zionistischen Konzept verbinden, wurde schon angedeutet, ebenso, dass bedeutende Mitglieder der Demokraten eingebunden sind.

Aber nun haben all die Herrschaften ein Problem: der der geneigten Öffentlichkeit als „irrer Einzeltäter“ präsentierte Attentäter von Norwegen, Anders Breivik, nennt die militanten Anti-Islamisten, die „Anti-Multi-Kulturalisten“ und die Zionisten sowie die fanatischen Anti-Marxisten seine „Waffenbrüder“. Der Täter bekennt sich zu Christlichem Fundamentalismus und fanatischen Eurozentrismus. Er hat auch eine politische Sozialisation durch die Freimauer erfahren. Auch den „geistigen Führer“ der „Achse des Guten“, Henrik M. Broder, hat er gerne zitiert. Ja, eine Querfront wirklich zum Fürchten!

Andreas Schlüter

Internet-Links zum Thema:

http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/

http://www.benjamin-krueger.net/?p=7

http://bak-shalom.de/index.php/2011/07/11/das-iranische-regime-der-arabische-aufbruch-und-die-bedrohung-israels-2/

http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/begriffserklarung-regressiver-antikapitalismus/

http://www.hintergrund.de/201107121647/feuilleton/zeitfragen/sieg-oder-holocaust.html

http://www.youtube.com/watch?v=EUJhHL0dK7E&feature=related

http://www.progressivepress.com/blog-entry/oslo-down-new-world-order

http://www.uri-avnery.de/news/148/17/Der-neue-Antisemitismus

Zu Hillary Clinton u. a.: http://antiwar.com/frank/?articleid=10372

Hier haben wir fast alles zusammen: http://www.pi-news.net/2011/05/ein-leuchtturm-der-hoffnung-und-freiheit/

 

Ungeachtet der medialen Versuche, den unmenschlichen und brutalen Mörder von nahezu hundert Menschen in Norwegen zum isolierten Einzeltäter zu deuten, muss festgestellt werden, dass Vieles zumindest für ein stützendes Umfeld spricht, egal, ob er vielleicht die Tat letztlich allein umgesetzt haben mag, was auch sehr zweifelhaft erscheint. Fraglos geht dies über sein eigenes bekundetes Gefühl hinaus („Propaganda-Phase“), sich in einem „Wasser“ zu bewegen, das ihm große Sympathie aus bestimmten Kreisen entgegenbringen wird, wofür leider schon erschreckende Anzeichen im Internet bestehen.

Bereits im gestrigen Beitrag angesprochen wurden die professionellen Fotografien von ihm, die teils der Verklärung, teils der martialischen Darstellung dienen. Diese tauchen auch in einer Schrift, die zwar unter dem Namen „Andrew Berwik“ im Netz steht, aber wohl fraglos von ihm stammt, auf. In dieser Schrift, deren elektronische Version dem Autor dieser Zeilen vorliegt, spricht er an einer Stelle von seinen „Mentoren“ in der PCCTS („Pauperes Commilitones Christi Templique Solomonici“), einem dubiosen Orden, der sich mit einer Website müht, sich von ihm zu distanzieren. Es ist natürlich nicht möglich, die Organisation als solche für ihn haftbar zu machen, aber es könnte sehr wohl einzelne Unterstützer geben.

Und ist´s auch Wahnsinn, hat es doch Methode

Aus der unappetitlichen Rassistenschrift geht aber auch hervor, dass der Mann nicht in das Raster des klassischen eng-nationalistischen „Wirrkopfes“ vom „Nazi-Typ“ passt. Daran ändern auch der Größenwahn und alberne Detailversessenheit (so zu „Ordensritualen“ und sonstigem kleinkariertem Unfug) nichts. Bei allem durchaus vorhandenen Hass spricht auf der anderen Seite kaltblütige Rationalität und ausgedehnte Akribie aus den Seiten. Die Menschenverachtung und den Willen, große Menschenzahlen zu opfern, teilt er ja übrigens auch mit strategischen Planern unterschiedlicher aber auch westlicher Provenienz, denen „Kollateralschäden“ kein Kopfzerbrechen machen und die schon aus der Zeit des „Kalten Krieges“ daran gewöhnt waren, mit Millionen Toter zu kalkulieren.

Übrigens wird in der Schrift auch dargestellt, nach welchen Kriterien Anwälte auszuwählen wären, wenn man in die Fänge der Polizei gerät. Eine besondere „Reklame“ für seinen Anwalt.

Wer könnte außerdem hinter ihm stehen?

Wenn man die angesprochene umfangreiche Schrift von weit über tausend Seiten als authentisch ansieht, was man nach dem Stand der Dinge tun muss, dann zeigen sich darin viele Andock-Stellen für Kräfte außerhalb Norwegens. Die gedankliche Spur dieses eurozentrischen „Kreuzfahrers“ führt zu radikalen christlich-rassistischen Zirkeln in den USA. Hassobjekte der Schrift sind Marxisten, „Multi-Kulturalisten“, der Islam und das liberale und fortschrittliche Judentum. Als potentieller Verbündete werden hingegen in der Schrift „konservatives“ Judentum, der Zionismus und Israel gesehen. Vor diesem Hintergrund kann man sich unterschiedliche „Kontakte“ vorstellen, die sich ihm als Verbündete und Unterstützer „angedient“ haben könnten.

Einschub

Zur „operativen Kompatibilität“ eines rassistischen eurozentrischen Gewalttäters mit der Politik Israels fällt mir die Darstellung der Allianz zwischen der fanatischen christlichen Rechten in den USA und der rassistischen und kolonialistischen Politik Israels bei Emmanuel Todd, einem französischen Historiker jüdischer Abstammung, ein. In seinem Buch “Weltmacht Amerika, ein Nachruf“ (dt. Ausgabe München 2003, S. 147) weist er zu Recht darauf hin, dass die bedingungslose Unterstützung für Israels Kolonialpolitik beileibe nicht nur von nicht wenigen amerikanischen Juden sondern gerade auch von der republikanischen christlichen Rechten getragen wird, “sie projiziert in den Nahen Osten ihre Vorliebe für die Art von Ungleichheit, die Amerika gegenwärtig prägt, Denn es kann eine Vorliebe für Ungleichheit und Ungerechtigkeit geben“. (a.a.O., S. 149).

Er geht sogar so weit, das Verhältnis zwischen den USA und Israel mit dem Verhältnis zwischen Nazideutschland und Japan zu vergleichen: “Das spektakulärste Beispiel für eine Identifizierung auf Distanz zwischen zwei Regimen, die nicht nur dem Gleichheitsprinzip ablehnend gegenüberstanden, sondern auch der Idee anhingen, dass die Völker nicht gleichwertig sind, waren indes Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg“ (a.a.O.). Und nochmals zu den USA: “Weil Israel einen schlechten Weg eingeschlagen hat, billigt Amerika, das sich ebenfalls auf einem schlechten Weg befindet, das immer gewalttätiger Vorgehen Israels gegen die Palästinenser“ und “die Unfähigkeit der Amerikaner, in den Arabern Menschen zu sehen, gehört zu der allgemeinen Tendenz, dass der Universalismus in der amerikanischen Gesellschaft schwindet“ (a.a.O., S150 f).

So wird auch in der Schrift von Breivik mit einer gewissen Sympathie von außereuropäischen Kulturen (mit denen er sich aber auf keinenFall vermischen möchte) und Bewegungen gesprochen, die dort im erbitterten Kampf gegen seine Hauptfeinde gesehen werden.

Vorläufige Einschätzung

Man mag es für möglich halten, dass ein Einzelner den Bombenbau, die Platzierung, sowie die eilige Fahrt zur Ferieninsel und dort die berserkerhafte „Tötungsorgie“ an vielen Dutzenden von insbesondere Jugendlichen allein durchgeführt habe. Zweifel sind angebracht. Dass dieser Mann im Vorfeld Unterstützung und Zuspruch erhalten habe, erscheint hochgradig wahrscheinlich. Dass er durch Kontakte auch steuerbar geworden sein mag, wäre eine sehr plausible Denkmöglichkeit.

Das Interesse äußerer Kräfte an ernsthaften Störungen des politischen und gesellschaftlichen Lebens Norwegens könnte sich aus den eigenständigen politischen Positionen Norwegens in verschiedenen Feldern (u. a. Ausstieg aus der „Libyen-Koalition“, relative energiepolitische Unabhängigkeit, abweichende entwicklungspolitische Konzepte, Unterstützung der palästinensischen Unabhängigkeitsbestrebungen in der UN) durchaus ergeben.

Andreas Schlüter

Anhang:

Die bisherigen Beiträge zum Thema auf meiner Website:

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/23/norwegen-shock-and-awe/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/24/oslo-konkrete-fragen-zu-attentat-und-attentater/

Da es unverantwortlich wäre, das gedankliche Gift der monströsen Schrift in falsche Hände gelangen zu lassen, hier nur ein Auszug zu konkreten politischen „Andockstellen“:

“3.78 “Young Europeans Movement – YE” movement – rumours of an emerging mass consolidation of anti-Marxist/anti-multiculturalist forces

I don’t know much about the status of this rumoured consolidation project. One of my mentors from PCCTS told me something about this a few years ago. The intention is to temporarily (through phase 1-3) but indirectly consolidate all anti-Marxist military forces/organisations/cells: 1. Militant cultural conservatives, 2. militant “right wing” liberalists, militant Christian extremists, militant ethno-centrists and other groups. We all agree that multiculturalism is an anti-European/Christian hate ideology designed to exterminate European identities, our cultures/traditions and European nation states. This hate ideology (coupled with suicidal humanist tendencies) is the cause of the current Islamisation (with the exception of certain factions who believe it is due to ZOG…)The problem, I would imagine, is how each faction relates to totalitarian ideas, ethnocentrism and especially our relation to Jews. Some of the factions are pro-democracy, -Christendom, -capitalism, -multiethnicity and pro-Israel/Jews while other groups are strongly against. Who will dominate a future “Young Europeans” movement? The common consensus seems to be that we should focus less on our indifferences temporarily in order to fully focus on securing the survival/safety of our people/cultures/traditions/countries/Christendom. In any case; it is only logical that we save the infighting until after phase 3. We can never allow the cultural Marxists to play divide and conquer with the various factions. It will undoubtfully be certain infighting after the Marxists/suicidal humanists/capitalist globalists have been defeated though. The NS are generally pro Muslim and anti Jewish. They should know that we will defend our right wing Jewish and other non-Muslim minority groups, who have fought by our side with our lives as they will do the same for us. It is still too early to tell how the situation will develop. A relationship is always reciprocal so we, the pro-multi ethnicity and pro-Israel/Jewish factions, do in fact expect future support from all non-Muslim rightwing minority groups and indirect support from the Israeli right wing. We will rely on their support in order to be able to dominate the European right wing for the future -because if we fail, they will lose their only interest groups and allies. At the moment, I’m worried that ethnocentric ideologies will become more dominant in Western Europe the coming decades. The main reason is that the non-ethnocentric factions on the right wing are not getting enough support from their own base and from right wing minority groups (as these minority groups fail to distinguish non-racist right wingers from actual Nazis/racists due to the media propaganda campaigns and their own paranoia. If the cultural Marxist/ suicidal humanist elites had any decency whatsoever they would at least stop the “all nationalists=Nazis, racists campaigns” and perhaps even arrange a gradual controlled re-distribution of power to moderate right wing groups/political parties. Their total and complete reluctance to deal with any traditionalist/nationalist is radicalising an increasing number of people. Due to their propaganda campaigns the obvious result is that people become apathetic and/or are drawn to actual Nazi and racist groups“.

„A relationship is always reciprocal so we, the pro-multi ethnicity and pro-Israel/Jewish factions, do in fact expect future support from all non-Muslim rightwing minority groups and indirect support from the Israeli right wing. We will rely on their support in order to be able to dominate the European right wing for the future -because if we fail, they will lose their only interest groups and allies.“

Seine besonderen Ziele:

“Category A, B and C traitors (politically active cultural Marxists, multiculturalists, capitalist globalists and suicidal humanists) will have their property and funds expropriated by the new cultural conservative regime. The property and funds will be redistributed to individuals based on previous efforts, sacrifices and results: Priority list”

Da die Gefahr besteht, dass das in seiner Schrift enthaltende Gift in falsche Hände gerät, wird hier kein Link angegeben.

Hier versucht man eine Distanzierung:

http://www.pccts.com/

 http://www.quofataferunt.com/index.php?option=com_k2&view=item&id=1152:pccts-pcctscom

Zu Israels Bedeutung für die USA

Die Theorie des Verrückten

Auf Nixon und Kissinger geht ein Konzept zurück, die “Madman Theory“ (Theorie des Verrückten), die Chomsky in seinem Buch “Hybris, die endgültige Sicherung der globalen Vormachtstellung der USA“ (Hamburg 2003, S 261 f) beschreibt. Diese Theorie besagt, dass es von Vorteil sein könne, wenn sich ein Staat als unberechenbar und gewalttätig zeigen würde (bei anderen Staaten spricht man dann von “Schurkenstaaten“). Die Theorie fand auch ihren Niederschlag in einer Studie der US-amerikanischen Strategischen Kommandozentrale von 1995, die vorschlug, dass die USA sich nicht als >>allzu rational und kaltblütig<< präsentieren sollte. >>Dass die USA irrational und rachsüchtig werden können, wenn man vitale Interessen angreift, sollte Teil des nationalen Persönlichkeitsbilds sein, das wir von uns entwerfen.<< zitiert Chomsky (a.a.O.).

Nun ist dies ein Papier der Strategen, aber Politiker sind auf vielfältige Aspekte wie auch der Diplomatie und des demokratischen Scheins angewiesen. Fraglos möchte sich auch die Mehrheit der Amerikaner nicht als “irrational und rachsüchtig“ präsentiert sehen. Da liegt es nahe, die Theorie des “Verrückten“ zu einer Theorie des “durchgeknallten Kampfhundes“ umzuarbeiten, das sein Herrchen nur bedingt unter Kontrolle hat und dessen Leine reißen könnte. Genau dazu haben die USA nun Israel entwickelt und selbst die Stellvertreterregime im Nahen Osten müssen sich mächtig gut mit Washington stellen, damit das Herrchen auch genügend Anstrengungen unternimmt, um die Leine nicht loszulassen, denn der Monsterhund kann recht wild um sich beißen.

Die Theorie vom verrückten Kampfhund

Tatsächlich haben die USA Israel diese Rolle schon 1967 im Sechstagekrieg “auf den Leib geschrieben“, und zwar in einer zynischen Weise, die selbst das Leben eigener Soldaten für nicht viel Wert erachtete. Während des Sechstagekrieges hatten die USA vor der ägyptisch-israelischen Küste ein Schiff mit modernster Aufklärungs-Elektronik, die USS “Liberty“, und eine Lokeed Hercules C 130 im Einsatz.  Dann griffen 15 israelische Jagdflugzeuge das Schiff an, zerschossen sogar noch die Rettungsboote in dem Vorsatz, niemanden entkommen zu lassen, was ihnen aber nicht gelang. Sie mussten sich mit 34 toten Amerikanern und 172 Verletzten “begnügen“. Den Verantwortlichen in Amerika gefiel allerdings der Auftritt des “tollen Hundes“ so gut, dass die Beweise vertuscht wurden und man sich gemeinsam – nach einer Entschädigung von 3.323.500 $ seitens Israels – mit der gemeinsamen Deutung, die Israelis hätten die “Liberty“ mit einem ägyptischen Schiff verwechselt, aus der Affäre zog. Es wird der Verdacht geäußert, dass die USS Liberty Zeuge von Massakern an ägyptischen Kriegsgefangenen durch die Israelis geworden sei. Aber warum dann die komplette Vertuschung? So handelt die Macht in den USA nur, wenn sie sich davon einen strategischen Vorteil verspricht. Es gibt auch die Deutung, dass man den Angriff bei Versenkung der Liberty als angeblichen Angriff Ägyptens ausgeben wollte, um einen Vorwand für die Bombardierung Kairos zu haben (https://www.youtube.com/watch?v=vDR5dfgRhtI ).

Die grauenhafte Wirkung

Oftmals entsteht in der Öffentlichkeit aber das Bild, als sei Israel der Schwanz, der mit dem Hund Amerika wedeln würde. Da Menschen nun andrerseits an solche Verhältnisse auch nicht recht glauben möchten, herrscht Erklärungsnot. Gefährliche Modelle bieten sich an, die demjenigen, der dumpfe Vorurteile hasst, Sorge bereiten müssen. Natürlich sind Menschen, die nicht frei von Dumpf-Denke sind, geneigt den Unfug zu glauben, „die Juden regieren die Welt“. Es speist weiteren Antijudaismus.

„Wem nützt es?“, ist die alte Kriminalisten-Frage. Natürlich der Kapitalmacht, wie bei den Nazis. Nicht von ungefähr war Henry Ford praktizierender Antisemit, der sich auch mit eigenen Schmähschriften „hervortat“. Nun kann es keine Frage sein, das Personal, das die Superreichen der USA ausmacht, sind superreiche weiße angelsächsische Protestanten (White Anglosaxon Protestants = WASPs). Die freuen sich, wenn die dumpfe „Volksdenke“ solche Bilder entwickelt. Aber sie haben ein tolles neues Konzept. Sie steuern nicht direkt Antijudaismus bei, sondern nehmen die Juden in eine tödliche Umarmung, indem sie Schreihälse des Hardcore-Zionismus pushen und ihnen medial jüdische Unterstützung zutreiben. Gleichzeitig pushen sie Antisemitismus im Sinne des Hasses auf die Mehrheit der Semiten, die Araber. Allerdings freuen sich nicht nur die superreichen WASPs über wachsenden Antijudaismus, sondern es gibt Anzeichen dafür, dass auch Hardcore-Zionisten solche Dinge nicht ungern sehen, wie es eine interessante Analyse von Ralf Schoemann nahelegt: http://www.marxists.de/middleast/schoenman/ch06.htm .

Die Image-Wende in der US-Außenpolitik

Nun hat aber die Macht im Imperium entschieden, dass ihre Politik ein neues Gesicht bekommen sollte. Der Auserwählte, Barack Obama, dem ich durchaus unterstellen will, dass er selbst auch die Dinge ein wenig ändern wollte, wird sich erst nach und nach des vollen Umfangs der Fäden, an denen er hängt, bewusst. Hin und wieder erinnert man ihn ein wenig daran, wie unlängst, als das Flugzeug mit seiner Frau an Bord die Landung abbrechen musste, weil ein Militärfahrzeug (sic) auf der Landebahn stand.

Jedenfalls ist der Haupt-Slogan jetzt nicht mehr „Krieg gegen den Terror“, das ist mit Bin Ladens „Tod“, egal ob wirklich oder Fake, „abgeschlossen“, die neue Entwicklung im Nahen Osten fängt man am Besten mit „Kampf für die Demokratie“ ein, was allerdings schon jetzt in „Bomben für die Demokratie“ ausartet. Das Spektakel, das sich zwischen den Adepten des Imperiums der alten Rassistenschule und den neuen Adepten vermeintlicher „Softpower“ abspielt, ist den Mächtigen recht, hält es doch viele gutwillige und gerechtigkeitsliebende Amerikaner in den Fängen der Macht. So, wie in vielen afrikanischen Ländern Menschen auf den Straßen bei der Wahl Obamas tanzten, sind auch noch viele Amerikaner bereit, sich um „ihren“ Präsidenten zu scharren, weil dem Mythos, er sei der „mächtigste Mann der Welt“ aufsitzen, und nicht sehen können, dass er nur der „prächtigste Mann der Welt“ ist, „im Amt“, aber nicht „an der Macht“!

Dass die reale Politik, die die Macht betreibt, in Wirklichkeit unverändert ist, können leider im Westen nur Menschen mit sehr scharfen analytischem Werkzeug sehen, viele Menschen in der übrigen Welt sind da viel instinktsicherer.

Paradigmenwechsel auch bei den Werkzeugen?

Ob die Macht im Imperium auch einen Paradigmenwechsel nicht nur hinsichtlich ihrer Präsentation sondern auch hinsichtlich ihrer Werkzeuge plant, scheint mir sehr zweifelhaft. Zwar hat die Rede Obamas zum Nahen Osten bei oberflächlichen Ohren etwas Derartiges als Erwartung genährt, aber erstens ist der Kampfhund nun mittlerweile auch fürs Herrchen etwas schwer an die Leine zu legen, und zweitens erfüllt das Nahostspektakel viele Zwecke, ist multifunktional! Über diese verschiedenen Funktionen wird demnächst berichtet.

Andreas Schlüter

Zur herrschenden Klasse in den USA:

https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/24/allmacht-usa-und-kein-ende-1-folge/