Archiv für Juli, 2011

Gerne haben „interessierte Kreise“ DIE LINKE ohne jede Grundlage des „Antisemitismus´“ (gemeint war konkret die Abneigung gegen Juden) verdächtigt. Dieser Vorwurf wurde festgemacht an einer willkürlichen Gleichsetzung von Juden, Zionismus und Israelischer Regierung. Auf Grund dieser Gleichsetzung wurde die Erkenntnis in weiten Teilen der LINKEn, dass die israelischen Okkupationspolitik und Siedlungspolitik chauvinistisch und rassistisch zu nennen ist, als Judenhass diffamiert. Dabei störte es die Urheber dieser Anschuldigung keineswegs, dass der Widerstand von Jüdinnen und Juden in Israel und der Welt gegen diese Gleichsetzung immer wütender wird. Darüberhinaus versuchte man fast komplett aus der blauen Luft eine „Querfront“ aus Teilen der LINKEn einerseits und rechten, deutsch-nationalistischen Kräften andererseits zu konstruieren. Ein Lehrstück an politischer Schmutz-Kampagne und Diffamierung, vielleicht durch rührige Einflussagententätigkeit ein wenig mit „Substanz“ gefüttert.

Da haben wir die Querfront!

Nicht ganz neu ist die „Querfront“ hingegen zwischen ehemaligen und verwirrten „Linken“, die sich als „Antideutsche“ bezeichnen und auch versuchen, über die Jugendorganisation `solid als BAK Shalom DIE LINKE zum Spielfeld für rechte Wühlarbeit zu machen. Das Gründungsdokument weist den Verein als „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus“ aus, auch vom Antiimperialismus verabschiedet man sich:Das Kernstück des Antiimperialismus ist der Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika, auf die alle Übel der Welt projiziert werden. Im schlimmsten Fall wird die vermeintliche jüdische Dominanz angeprangert. Dies ist die offene Flanke hin zum Antisemitismus“.

War der Ausgangspunkt der „Antideutschen“ insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte der nachvollziehbare Abscheu gegen deutschen Nationalismus, so stellte sich nun bald heraus, dass man gegen zionistischen Ultra-Nationalismus keineswegs etwas hatte, ebenso wenig wie gegen Rassismus und Militarismus, wenn er nur von Israel ausging. Es spielte auch keine Rolle, dass Israel „in Treue fest“ zum rassistischen Apartheid-Südafrika gestanden hatte. Daraus entwickelte sich bald eine zusätzliche Vorliebe für die USA und eine schützende Haltung gegenüber dem Kapitalismus. „Antikapitalismus“ wird in den Texten dieser Truppe nur noch als „regressiver“ Antikapitalismus diffamiert. Alsbald wurde Kritik an der US Kriegspolitik auch schon zusammen mit Antikapitalismus als „Schleichweg“ zum Antisemitismus gebrandmarkt. Konstituiert hatte sich also eine Querfront zwischen ehemaligen Linken und Rechtsaußen, sofern Rechtsaußen nur zionistisch drapiert ist.

Deutsche nationale „Interessen“, die „Staatsraison“ und der Rechts-Zionismus

Auch insbesondere die gesellschaftspolitische Rechte, soweit nicht in dumpfer Nazi-Denke verhaftet und immer noch dem verlorenen Zweiten Weltkrieg nachtrauernd, sympathisierte bald mit dem militanten Zionismus , hier dem Beispiel insbesondere der christlichen Neokonservativen Rechten in den USA folgend. Dabei spielte in Deutschland die Ablasshandels-Politik eine wichtige Rolle, die versuchte, „Vergebung“ für die unglaublichen deutschen Verbrechen durch die Unterstützung der aggressiven Politik Israels an Dritten zu erschleichen. Durch diese Instrumentalisierung der Shoa im Dienste einer prozionistischen Strategie ließen sich große Teile der Sozialdemokratie und der Grünen integrieren. Das geschah nach dem immer gleichen Motto „Dabeisein ist alles!“. Aber man kann nicht übersehen, dass es in meiner Partei, DIE LINKE, auch einige Figuren gibt, die dem Spiel einiges abgewinnen können. Bodo Ramelow und Petra Pau gehören zu den einflussreichsten Förderern des BAK Shalom. So etablierte sich also seit geraumer Zeit ein Bündnis aus sich von ihrer längst vergessenen Vergangenheit her „links“ Gebenden mit Rechten und imperialistischen Kräften sowie dem Rechts-Zionismus. In den USA gibt es natürlich diese Verklammerung von erheblichen Teilen der Demokraten und den Republikanern insbesondere über AIPAC, die Lobby-Organisation der israelischen Regierungs-Politik, ebenfalls. Auch Hillary Clinton ist immer wieder durch ihren engen Kontakt zu AIPAC hervorgetreten, auch, wenn die rein verbalen Ermahnungen und Einlassungen zur israelischen Siedlungs-Politik jetzt mit Theater-Donner aufgenommen werden. Bindeglied dieser unheiligen Allianz ist eben der Rechts-Zionismus.

Von der nicht ungefährlichen „Schmuddel-Ecke“ zum teuflischen Horror

Die ultrarechte und militant anti-muslimische „English Defence Leage“ (EDL), die man in Deutschland als faschistisch bezeichnen würde, hat auch ihre Liebe zum Rechts-Zionismus entdeckt und zeigt Flagge, die Israelische! In England wird gegen den Verein, dessen Mitglieder gern „Pakis aufmischen“, nicht rechtlich vorgegangen, die Bande wird eher als „politische Schmuddel-Ecke“ aufgefasst, was gesellschaftspolitisch milde gesagt als fahrlässig bezeichnet werden könnte. Das auch militante US-Ultras, die Abtreibungsärzte ermorden zu dürfen glauben, und sonstige militante Rechte mit „christlichem Hintergrund“ zum sehr großen Teil ihren „Kreuzzug“ gerne mit dem ultra-zionistischen Konzept verbinden, wurde schon angedeutet, ebenso, dass bedeutende Mitglieder der Demokraten eingebunden sind.

Aber nun haben all die Herrschaften ein Problem: der der geneigten Öffentlichkeit als „irrer Einzeltäter“ präsentierte Attentäter von Norwegen, Anders Breivik, nennt die militanten Anti-Islamisten, die „Anti-Multi-Kulturalisten“ und die Zionisten sowie die fanatischen Anti-Marxisten seine „Waffenbrüder“. Der Täter bekennt sich zu Christlichem Fundamentalismus und fanatischen Eurozentrismus. Er hat auch eine politische Sozialisation durch die Freimauer erfahren. Auch den „geistigen Führer“ der „Achse des Guten“, Henrik M. Broder, hat er gerne zitiert. Ja, eine Querfront wirklich zum Fürchten!

Andreas Schlüter

Internet-Links zum Thema:

http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/

http://www.benjamin-krueger.net/?p=7

http://bak-shalom.de/index.php/2011/07/11/das-iranische-regime-der-arabische-aufbruch-und-die-bedrohung-israels-2/

http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/begriffserklarung-regressiver-antikapitalismus/

http://www.hintergrund.de/201107121647/feuilleton/zeitfragen/sieg-oder-holocaust.html

http://www.youtube.com/watch?v=EUJhHL0dK7E&feature=related

http://www.progressivepress.com/blog-entry/oslo-down-new-world-order

http://www.uri-avnery.de/news/148/17/Der-neue-Antisemitismus

Zu Hillary Clinton u. a.: http://antiwar.com/frank/?articleid=10372

Hier haben wir fast alles zusammen: http://www.pi-news.net/2011/05/ein-leuchtturm-der-hoffnung-und-freiheit/

 

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Zu einem sehr besorgniserregenden Bereich der nicht enden wollenden Geschichte des Terrors gibt ein Buch besonders gute Einblicke: „Nato-Geheimarmeen in Europe, Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung“ von Dr. Daniele Ganser (Orell Füssli Verlag Zürich ISBN 978-3-280-06106-0) (1). Der Autor, ein Schweizer Historiker und Friedensforscher, ist Dozent an der Universität Basel.

http://www.danieleganser.ch/NATO_Geheimarmeen_in_Europa_1211310734.html + http://www.youtube.com/watch?v=sd9o6kohI7I

Aufbauend auf den Erlebnissen und Erfahrungen mit deutscher Besatzung war es Amerikanern und Briten relativ leicht, Menschen in vielen Ländern Europas zu überzeugen, dass man für eine Besetzung (nun als von der UdSSR ausgehend) Vorsorge treffen müsse. Es ging also zuerst einmal vorgeblich darum, „Stay Behind Armeen“ zu schaffen, die etwaigen Besatzern nach der Eroberung das Leben schwer machen sollten. Man könnte dies nun den Gegebenheiten des „Gleichgewichts des Schreckens“ zuschlagen, das ja möglicherweise Europa die Schrecken eines Dritten Weltkrieges erspart haben könnte.

Antifaschistische Tradition?

Indessen spielte die antifaschistische Tradition der ehemaligen Opfer deutscher Besatzung unter den europäischen Ländern bald keine Rolle mehr – auch die westlichen Dienste wussten übrigens frühzeitig, dass eine sowjetische Invasion Westeuropas keineswegs anstand – es ging um anderes, nämlich um den politischen Kampf gegen linke Ideen und Politik. Dafür hatte man keinerlei „Berührungsängste“ gegenüber Faschisten und ehemaligen Kollaborateuren. In Italien hieß dann die Struktur auch „Gladio“ nach dem römischen Kurzschwert, wie auch die italienischen Faschisten gerne an römische Gewaltsymbole anknüpften. So entpuppte sich die wirkliche Aufgabe der geheimen und den „demokratischen“ Kontrollmechanismen komplett entzogenen Strukturen bald als massive Kontrolle der Amerikanischen Regierung über die Politik der europäischen Länder außerhalb des Ostblocks. Im Kampf gegen Linke Ideen und Politik wie gegen nationale Eigenständigkeit beschränkte sich der Kampf nicht auf „Kommunisten“, sondern bezog auch sozialdemokratische Politiker ein, die ebenso auf Todeslisten der NATO-Geheimarmeen landeten.

Frankreichs Sonderrolle

Es war praktisch nur Frankreich, das aus der Situation schließlich die Konsequenz zog und nicht nur die Zentrale der amerikanischen Geheimarmee des Landes verwies, sondern auch aus den Kommandostrukturen der NATO ausscherte, allerdings nicht aus der NATO austrat. Besonders deutlich wurde die gesuchte Nähe zu den deutschen Faschisten natürlich in Deutschland selbst, wo die USA über die Geheimstrukturen nicht nur Klaus Barbie (den „Schlächter von Lyon“) seiner gerechten Strafe entkommen ließen, sondern den Schreckensspezialisten Reinhard Gehlen (den Schöpfer der Organisation „Fremde Heere Ost“) zum Chef des wichtigsten Geheimdienstes der jungen Bundesrepublik Deutschland machten.

„Wehrwölfe“ gegen die Demokratie

Was Ganser nicht thematisiert, was aber auf der Hand zu liegen scheint: insgesamt stellt sich die Entwicklung der Geheimarmeen in der Zeit weniger von den Widerstandsbewegungen gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg als vielmehr von der durch Himmler ins Leben gerufenen „Wehrwolf-Organisation“ inspiriert dar, die nach einer Besatzung durch die Alliierten Angst und Schrecken verbreiten sollte. So ist es auffällig, dass diese trotz allen Fanatismus´ ihrer Schöpfer und Organisatoren nach Kriegsende praktisch nicht in Erscheinung trat. Dies legt den Verdacht nahe, dass, obwohl Himmler selbst nicht mit den Amerikanern „ins Geschäft“ kommen konnte, vielleicht schon dieses Netzwerk frühzeitig von den US-Diensten übernommen und „integriert“ worden sein könnte. Es scheint als „Blaupause“ für Gladio & Co viel glaubwürdiger als z. B. die „Resistance“.

Der „große Bruder“

Letztlich stand entgegen allen Bekundungen, die Freiheit der Menschen gegen die Gefahren des Stalinismus und Post-Stalinismus zu verteidigen, das Bestreben im Vordergrund, die Interessen der Herrschenden in den USA und Großbritannien gegen die Freiheit der Bevölkerung in den betreffenden Ländern zu stellen und die Souveränität der entsprechenden Länder auszuhöhlen. Dabei spielte nicht nur Propaganda, Intrige und Rufmord eine Rolle, sondern insbesondere auch blanker Terror. Allerdings sollte er in den meisten Fällen nicht in seinem Ursprung sichtbar sein. Er sollte in der Regel als „linker“ oder „kommunistischer“ Terror wahrgenommen werden, er war (und ist?) vorwiegend „False Flag“-Terror, also unter falscher Flagge ausgeführter Terror.

Terror

Das Buch liefert (und bestätigt) viele Indizien, dass diverse Anschläge von Brabant in Belgien bis zum großen Bombenanschlag auf den Hauptbahnhof von Bologna (mit über 80 Toten) letztlich das Werk dieses geheimen Netzwerkes waren. Hinzuzufügen ist, dass auch Manches der „RAF-Taten“ nicht frei ist vom Verdacht, noch weitere Hintergründe zu haben.

Gerne wird medial das Thema als mit dem Kalten Krieg beendet dargestellt. Indessen hat der Westen nach seinem Sieg über den Ostblock keinerlei inneren Umbruch erlebt. Aber neben den alten linken Gegnern hat er sich neue Gegener geschaffen. Da gibt es den „Islamismus“, der zwar keinerlei weltpolitische Macht besitzt, aber dennoch mit einem neuen Weltkrieg (genannt Krieg gegen den Terror) bekämpft werden muss und auch in seiner Gefährlichkeit gezeigt werden muss. Nun gehen die USA allerdings mit der islamischen Welt so um, dass zwar mal der eine oder andere Mensch aus diesem Raum zur Gewalt bereit ist. auch Selbstmord-Attentate kommen vor, ob man aber gerade diese aufrichtiger weise als „feige“ bezeichnen kann, ist eine andere Frage. Aber nach den Erfahrungen mit der Wirksamkeit von „False Flag Operations“ kann man sich viele Fragen stellen, was die realen Hintergründe diverser Terror-Angriffe angeht. Schon vor „Nine-Eleven“ haben vermeintliche Terrorangriffe so ausgezeichnete Grundlagen für „beherztes“ weltpolitisches Agieren geliefert, dass man an der alten Kriminalisten-Frage „wem nützt es?“ nicht wirklich vorbei kommt. Ganser weicht ihr nicht aus, verwist aber als Politkwissenschaftler gewissenhaft die  Antwort in die Zukunft.

Nazis am Werk

Allerdings spielten nicht nur Operationen eine Rolle, die linke Politik oder vielleicht heutzutage die islamische Welt in Misskredit bringen und zum Angstobjekt machen soll. Es sind auch Ereignisse eingetreten, die man nach Lage der Dinge diesem Netzwerk zuschreiben muss, und die schlicht Angst und Schrecken verbreiten, die Gesellschaft verunsichern und Überwachungspolitik mit Nahrung versorgen sollten. Auch kann man damit rechnen, dass derartige Strukturen dazu genutzt werden, Druck auf Regierungen auszuüben, sozusagen für Regierungskreise als deutliche Warnungen, ohne das dies für die Medien und die Bevölkerung deutlich wird. Die betreffenden Regierungen werden allgemein nicht geneigt sein, dies an die große Glocke zu hängen, da es ihre Legitimation untergraben würde. Als Beispiel dafür ragt das Münchner Oktoberfest-Attentat heraus. Am 26. September 1980 kostete die Bombenexplosion 13 Menschen das Leben, unter den 213 Verletzten befanden sich viele Schwerverletzte. Die alleinige Täterschaft von Gundolf Köhler, ein rechtsextremes Mitglied der berüchtigten „Wehrsportgruppe Hoffmann“ muss ernsthaft bezweifelt werden, wie Ganser ausführlich darlegt. Viele Hinweise deuten erdrückend auf einen Bezug zum „Gladio“-Netzwerk hin.

Eine weitere „Eisbergspitze“?

 Am 21. Januar machte die Polizei in Becherbach (i. d. Nähe von Bad Kreuznach) den größten Waffen- und Sprengstoffund bei einem „Privatmann“. Zwei Wagenladungen Waffen, unter anderem etwa 40 kg eines Nitroglyzerin-ähnlichen Sprengstoffs sowie rund 120.000 Schuss Munition. Da horcht man in Kenntnis der „Gladio“-Geschichten eben sofort auf. Ein „Spinner“, also letztlich „harmlos“? Die Geschichte wird nicht harmloser durch die Tatsache, dass der Mann mit seinem Sohn und weiteren Tatverdächtigen am „WW-II-Reenacting“, also am „Nachspielen“ von Weltkrieg II-Geschehen im Verbund mit der US-Garnison Bitburg beteiligt waren. Dabei wurden Militärfahrzeuge benutzt, mit denen der Mann auch hin und wieder durch den Ort fuhr. Er wollte eben auf „alt-dörfliche“ Weise die „Wehrhaftigkeit des deutschen Mannes“ demonstrieren, wobei vielleicht das sozialpsychologische Milieu so war, das viel Tarnung gar nicht von Nöten war.

Weitere Vorkommnisse

Auch im saarländischen Beckingen wurden etwa zwei Wochen später rund 100 Schusswaffen, darunter Maschinengewehre und Maschinenpistolen, sichergestellt, daneben gab es auch aus der letzten Zeit diverse ähnliche Vorkommnisse. Die medial durchgängige Deutung, es seien „Messi-ähnliche“ Sammler, die irgendwann den Überblick verloren hätten, überzeugt nicht wirklich.

Die Politik ist aufgerufen, eine Klärung dieser Funde auf mögliche Zusammenhänge wie überhaupt hinsichtlich des damaligen Umfanges wie des möglichen Weiterbestehens dieser Strukturen herbeizuführen. Oder haben wir es noch immer mit einer „Staatsraison“ der „eingeschränkten Souveränität“ zu tun?

Fazit

Wie gesagt könnte uns das Ganze relativ kalt lassen, wenn es sich bei den dem italienischen „Gladio“ entsprechenden Netzwerken nur um Relikte des Kalten Krieges als „Stay Behind Armeen“ handeln würde, die ausschließlich für den Fall eines „Überrennens“ Westeuropas durch die Sowjetunion gedacht gewesen wären. Aber wie Ganser eben überzeugend darstellt, waren diese Netzwerke bald nicht mehr für diesen vorgebliche Zweck gedacht, sondern dienten im Wesentlichen der Bekämpfung „linker Politik“ und der Bekämpfung aller den USA missliebigen politischen Entwicklungen. Diese Netzwerke waren sicher (und sind vielleicht) in Terroraktionen verwickelt, die als „False Flag Operations“  politische Gegner diskreditieren soll(t)en und Unsicherheit erzeugen soll(t)en.

Es ist aber festzustellen, dass auch Terror, der unter festgestellter Beteiligung rechtsextremer Gruppen stattfindet, eben dem Imperium genehm sein kann, denn er lähmt die gesellschaftliche Diskussion und führt linke Politik „zurück in die Gemeinschaft der Demokraten“ aller Couleur und erzwingt den Kuschelkurs gegenüber dem politischen Mainstream. So besteht die Möglichkeit, Regierungen, welche die Neigung zeigen, „aus der Reihe zu tanzen“, zu „warnen“ oder gar zu demontieren. Dies eröffnet eine zusätzliche erschreckende Dimension. Es bleibt abzuwarten, ob Dinge zutage treten, die auch im Falle Norwegens in eine solche Richtung weisen. Als absolut „linientreu“ hat sich Norwegen im transatlantischen Verbund nicht immer gezeigt, besonders markant äußerte sich dies im Ausstieg aus der „Koalition der Willigen“ beim Herbei-Bomben der „Neo-Con“-Demokratie in Libyen und in der Unterstützung der Unabhängigkeit Palästinas. Wenn man an den deutschen „Ungehorsam“ in der Libyen-Frage denkt, mag einem Angst werden. Etwaige „Warnungen“ brauchen sich auch nicht nur an das Land zu wenden, in dem sie stattfinden!

Nachtrag: in Treue fest steht das Vereinigte Königreich mit seinen „Diensten“ an der Seite der USA auch für viele politische Aktionen. Aber auch ein weiteres Land, ehemals engster Verbündeter des Apartheid-Regimes in Südafrika, hat an vielen Stellen der Welt gewirkt, wo die Regierung der USA sich nicht „die Hände schmutzig machen“ wollte, und dieses hält sich auf die Raffinesse seines Geheimdienstes viel zu Gute.

Andreas Schlüter

Unter Betrachtern der weltpolitischen Bühne, soweit sie zumindest eine erhebliche Portion des Bedürfnisses an Objektivität für sich in Anspruch nehmen können, herrscht nicht wenig Uneinigkeit in der Frage, ob das „amerikanische Jahrhundert“ wirklich auf sein Ende drängt, oder ob es einen „Nachschlag“ erhält.

Der britische Historiker Paul Kennedy (in der „DER SPIEGEL“ 2/2004): „…da bin ich eindeutig zuversichtlich. Amerika hat ungeheure intellektuelle und zivile Ressourcen. Auch demografisch sind die USA weitaus besser aufgestellt als die meisten europäischen Länder, die ja in eine finstere Zukunft blicken. Zudem hat die geografische Weite der USA eine eigentümlich psychologische Wirkung: Sie schürt die Vorstellung, dass sich die Menschen und das Land ständig erneuern und neu erfinden können.“ Und weiter: „Die Regierenden in Washington mögen irren, die Generäle Fehler in Bagdad begehen, es wird von Zeit zu Zeit vielleicht einen Anthrax-Anschlag oder einen terroristischen Überfall geben – aber man muss sich schon ein sehr drastisches Szenario ausmalen, damit ein so großes Land mit fast 10 Millionen Quadratkilometern und 288 Millionen Menschen wirklich hart getroffen werden kann.“

Immerhin ist Paul Kennedy Verfasser einer umfangreichen Analyse zum „Reigen der Weltmächte“, von ihm stammt das Buch „The Rise and Fall of the Great Powers“ (New York 1989).

Der französische Historiker Emmanuel Todd hat hingegen schon 2003 den Nachruf auf die Weltmacht als Weltmacht verfasst (Weltmacht USA, Ein Nachruf, München 2003). Er hat nicht nur hinsichtlich der puren machtpolitischen Perspektive ein finsteres Bild entworfen, sondern konstatiert, dass die USA sich von der Demokratie zu einem refeudalisierten, oligarchischen System entwickelt haben. Auf der einen Seite Deindustrialisierung, auf der anderen Seite der Hang zum „theatralischen Mikromilitarismus“ gegen militärisch drittrangige Gegner.

Heute sehen nicht wenige Analytiker das „Chinesische Jahrhundert“ heraufziehen. Vor nicht allzu langer Zeit sahen Betrachter des Weltgeschehens schon Japan die USA in ihrer Weltposition beerben. Und tatsächlich hatte Japan in der Rangfolge der Industrienationen schon den Platz Zwei erreicht. Diesen musste es aber bereits vor der jüngsten Katastrophe an China abtreten. Nun hat jedoch das Desaster mit unabsehbaren Folgen dieses Land endgültig aus dem „Rennen“ geworfen.

Das Geschehen zeigt uns, dass auch eine Weltmacht nicht nur mit den Fährnissen der allgemeinen Weltentwicklung wie der sich zunehmend manifestierenden Klima-Katastrophe konfrontiert ist, nicht nur mit dem Wachsen von Widerstand in der Welt (nachdem es durch den Zerfall der Sowjetunion und des Ostblocks so aussah, als hätten die USA komplett „freie Bahn“), sondern auch Gefahren direkt das eigene Land betreffend konfrontiert sein kann.

In der auf dieser Website durchgeführten Betrachtung der Perspektiven der „Allmacht“ USA wird einer ganzen Reihe von die USA und ihre Zukunft betreffenden Fragen nachgegangen, dazu kommen diverse Beiträge mit zusätzlichem Bezug hierzu. Zeit, dem Leser (auch gerade dem Neuen) hier nochmals einen Überblick zum bisher direkt hierzu Geschriebenen zu verschaffen.

Andreas Schlüter

Bisher direkt zum Thema hier von mir erschienen:

1) https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/24/allmacht-usa-und-kein-ende-1-folge/

2) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/02/allmacht-usa-und-kein-ende-zwischenbemerkung/

3) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/03/allmacht-usa-und-kein-ende-nachbemerkung-zur-zwischenbemerkung/

4) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/10/links-zu-allmacht-usa-und-kein-ende-nachste-folge-bald/

5) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/20/allmacht-usa-und-kein-ende-werkzeuge/

6) https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/01/allmacht-usa-und-kein-ende-das-laboratorium/

7) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/11/allmacht-usa-und-kein-ende-das-nahostliche-laboratorium-arbeitet-weiter/

8) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/16/allmacht-usa-eine-geschichte-des-antifaschismus/

9) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/18/allmacht-usa-und-kein-ende-die-damoklesschwerter/

Weitere Betrachtungen hierzu werden folgen

Ungeachtet der medialen Versuche, den unmenschlichen und brutalen Mörder von nahezu hundert Menschen in Norwegen zum isolierten Einzeltäter zu deuten, muss festgestellt werden, dass Vieles zumindest für ein stützendes Umfeld spricht, egal, ob er vielleicht die Tat letztlich allein umgesetzt haben mag, was auch sehr zweifelhaft erscheint. Fraglos geht dies über sein eigenes bekundetes Gefühl hinaus („Propaganda-Phase“), sich in einem „Wasser“ zu bewegen, das ihm große Sympathie aus bestimmten Kreisen entgegenbringen wird, wofür leider schon erschreckende Anzeichen im Internet bestehen.

Bereits im gestrigen Beitrag angesprochen wurden die professionellen Fotografien von ihm, die teils der Verklärung, teils der martialischen Darstellung dienen. Diese tauchen auch in einer Schrift, die zwar unter dem Namen „Andrew Berwik“ im Netz steht, aber wohl fraglos von ihm stammt, auf. In dieser Schrift, deren elektronische Version dem Autor dieser Zeilen vorliegt, spricht er an einer Stelle von seinen „Mentoren“ in der PCCTS („Pauperes Commilitones Christi Templique Solomonici“), einem dubiosen Orden, der sich mit einer Website müht, sich von ihm zu distanzieren. Es ist natürlich nicht möglich, die Organisation als solche für ihn haftbar zu machen, aber es könnte sehr wohl einzelne Unterstützer geben.

Und ist´s auch Wahnsinn, hat es doch Methode

Aus der unappetitlichen Rassistenschrift geht aber auch hervor, dass der Mann nicht in das Raster des klassischen eng-nationalistischen „Wirrkopfes“ vom „Nazi-Typ“ passt. Daran ändern auch der Größenwahn und alberne Detailversessenheit (so zu „Ordensritualen“ und sonstigem kleinkariertem Unfug) nichts. Bei allem durchaus vorhandenen Hass spricht auf der anderen Seite kaltblütige Rationalität und ausgedehnte Akribie aus den Seiten. Die Menschenverachtung und den Willen, große Menschenzahlen zu opfern, teilt er ja übrigens auch mit strategischen Planern unterschiedlicher aber auch westlicher Provenienz, denen „Kollateralschäden“ kein Kopfzerbrechen machen und die schon aus der Zeit des „Kalten Krieges“ daran gewöhnt waren, mit Millionen Toter zu kalkulieren.

Übrigens wird in der Schrift auch dargestellt, nach welchen Kriterien Anwälte auszuwählen wären, wenn man in die Fänge der Polizei gerät. Eine besondere „Reklame“ für seinen Anwalt.

Wer könnte außerdem hinter ihm stehen?

Wenn man die angesprochene umfangreiche Schrift von weit über tausend Seiten als authentisch ansieht, was man nach dem Stand der Dinge tun muss, dann zeigen sich darin viele Andock-Stellen für Kräfte außerhalb Norwegens. Die gedankliche Spur dieses eurozentrischen „Kreuzfahrers“ führt zu radikalen christlich-rassistischen Zirkeln in den USA. Hassobjekte der Schrift sind Marxisten, „Multi-Kulturalisten“, der Islam und das liberale und fortschrittliche Judentum. Als potentieller Verbündete werden hingegen in der Schrift „konservatives“ Judentum, der Zionismus und Israel gesehen. Vor diesem Hintergrund kann man sich unterschiedliche „Kontakte“ vorstellen, die sich ihm als Verbündete und Unterstützer „angedient“ haben könnten.

Einschub

Zur „operativen Kompatibilität“ eines rassistischen eurozentrischen Gewalttäters mit der Politik Israels fällt mir die Darstellung der Allianz zwischen der fanatischen christlichen Rechten in den USA und der rassistischen und kolonialistischen Politik Israels bei Emmanuel Todd, einem französischen Historiker jüdischer Abstammung, ein. In seinem Buch “Weltmacht Amerika, ein Nachruf“ (dt. Ausgabe München 2003, S. 147) weist er zu Recht darauf hin, dass die bedingungslose Unterstützung für Israels Kolonialpolitik beileibe nicht nur von nicht wenigen amerikanischen Juden sondern gerade auch von der republikanischen christlichen Rechten getragen wird, “sie projiziert in den Nahen Osten ihre Vorliebe für die Art von Ungleichheit, die Amerika gegenwärtig prägt, Denn es kann eine Vorliebe für Ungleichheit und Ungerechtigkeit geben“. (a.a.O., S. 149).

Er geht sogar so weit, das Verhältnis zwischen den USA und Israel mit dem Verhältnis zwischen Nazideutschland und Japan zu vergleichen: “Das spektakulärste Beispiel für eine Identifizierung auf Distanz zwischen zwei Regimen, die nicht nur dem Gleichheitsprinzip ablehnend gegenüberstanden, sondern auch der Idee anhingen, dass die Völker nicht gleichwertig sind, waren indes Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg“ (a.a.O.). Und nochmals zu den USA: “Weil Israel einen schlechten Weg eingeschlagen hat, billigt Amerika, das sich ebenfalls auf einem schlechten Weg befindet, das immer gewalttätiger Vorgehen Israels gegen die Palästinenser“ und “die Unfähigkeit der Amerikaner, in den Arabern Menschen zu sehen, gehört zu der allgemeinen Tendenz, dass der Universalismus in der amerikanischen Gesellschaft schwindet“ (a.a.O., S150 f).

So wird auch in der Schrift von Breivik mit einer gewissen Sympathie von außereuropäischen Kulturen (mit denen er sich aber auf keinenFall vermischen möchte) und Bewegungen gesprochen, die dort im erbitterten Kampf gegen seine Hauptfeinde gesehen werden.

Vorläufige Einschätzung

Man mag es für möglich halten, dass ein Einzelner den Bombenbau, die Platzierung, sowie die eilige Fahrt zur Ferieninsel und dort die berserkerhafte „Tötungsorgie“ an vielen Dutzenden von insbesondere Jugendlichen allein durchgeführt habe. Zweifel sind angebracht. Dass dieser Mann im Vorfeld Unterstützung und Zuspruch erhalten habe, erscheint hochgradig wahrscheinlich. Dass er durch Kontakte auch steuerbar geworden sein mag, wäre eine sehr plausible Denkmöglichkeit.

Das Interesse äußerer Kräfte an ernsthaften Störungen des politischen und gesellschaftlichen Lebens Norwegens könnte sich aus den eigenständigen politischen Positionen Norwegens in verschiedenen Feldern (u. a. Ausstieg aus der „Libyen-Koalition“, relative energiepolitische Unabhängigkeit, abweichende entwicklungspolitische Konzepte, Unterstützung der palästinensischen Unabhängigkeitsbestrebungen in der UN) durchaus ergeben.

Andreas Schlüter

Anhang:

Die bisherigen Beiträge zum Thema auf meiner Website:

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/23/norwegen-shock-and-awe/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/24/oslo-konkrete-fragen-zu-attentat-und-attentater/

Da es unverantwortlich wäre, das gedankliche Gift der monströsen Schrift in falsche Hände gelangen zu lassen, hier nur ein Auszug zu konkreten politischen „Andockstellen“:

“3.78 “Young Europeans Movement – YE” movement – rumours of an emerging mass consolidation of anti-Marxist/anti-multiculturalist forces

I don’t know much about the status of this rumoured consolidation project. One of my mentors from PCCTS told me something about this a few years ago. The intention is to temporarily (through phase 1-3) but indirectly consolidate all anti-Marxist military forces/organisations/cells: 1. Militant cultural conservatives, 2. militant “right wing” liberalists, militant Christian extremists, militant ethno-centrists and other groups. We all agree that multiculturalism is an anti-European/Christian hate ideology designed to exterminate European identities, our cultures/traditions and European nation states. This hate ideology (coupled with suicidal humanist tendencies) is the cause of the current Islamisation (with the exception of certain factions who believe it is due to ZOG…)The problem, I would imagine, is how each faction relates to totalitarian ideas, ethnocentrism and especially our relation to Jews. Some of the factions are pro-democracy, -Christendom, -capitalism, -multiethnicity and pro-Israel/Jews while other groups are strongly against. Who will dominate a future “Young Europeans” movement? The common consensus seems to be that we should focus less on our indifferences temporarily in order to fully focus on securing the survival/safety of our people/cultures/traditions/countries/Christendom. In any case; it is only logical that we save the infighting until after phase 3. We can never allow the cultural Marxists to play divide and conquer with the various factions. It will undoubtfully be certain infighting after the Marxists/suicidal humanists/capitalist globalists have been defeated though. The NS are generally pro Muslim and anti Jewish. They should know that we will defend our right wing Jewish and other non-Muslim minority groups, who have fought by our side with our lives as they will do the same for us. It is still too early to tell how the situation will develop. A relationship is always reciprocal so we, the pro-multi ethnicity and pro-Israel/Jewish factions, do in fact expect future support from all non-Muslim rightwing minority groups and indirect support from the Israeli right wing. We will rely on their support in order to be able to dominate the European right wing for the future -because if we fail, they will lose their only interest groups and allies. At the moment, I’m worried that ethnocentric ideologies will become more dominant in Western Europe the coming decades. The main reason is that the non-ethnocentric factions on the right wing are not getting enough support from their own base and from right wing minority groups (as these minority groups fail to distinguish non-racist right wingers from actual Nazis/racists due to the media propaganda campaigns and their own paranoia. If the cultural Marxist/ suicidal humanist elites had any decency whatsoever they would at least stop the “all nationalists=Nazis, racists campaigns” and perhaps even arrange a gradual controlled re-distribution of power to moderate right wing groups/political parties. Their total and complete reluctance to deal with any traditionalist/nationalist is radicalising an increasing number of people. Due to their propaganda campaigns the obvious result is that people become apathetic and/or are drawn to actual Nazi and racist groups“.

„A relationship is always reciprocal so we, the pro-multi ethnicity and pro-Israel/Jewish factions, do in fact expect future support from all non-Muslim rightwing minority groups and indirect support from the Israeli right wing. We will rely on their support in order to be able to dominate the European right wing for the future -because if we fail, they will lose their only interest groups and allies.“

Seine besonderen Ziele:

“Category A, B and C traitors (politically active cultural Marxists, multiculturalists, capitalist globalists and suicidal humanists) will have their property and funds expropriated by the new cultural conservative regime. The property and funds will be redistributed to individuals based on previous efforts, sacrifices and results: Priority list”

Da die Gefahr besteht, dass das in seiner Schrift enthaltende Gift in falsche Hände gerät, wird hier kein Link angegeben.

Hier versucht man eine Distanzierung:

http://www.pccts.com/

 http://www.quofataferunt.com/index.php?option=com_k2&view=item&id=1152:pccts-pcctscom

Erste Informationen zu einem der Täter von Oslo gelangen an die Öffentlichkeit. Nicht nur Texte, die eine rassistische und chauvinistische Einstellung offenbaren, werden veröffentlicht, sondern auch die Fotos, die der deutlich narzisstisch gestörte Mann hat machen lassen, um sich damit in mediale Heldenpose zu setzen.

Diese Fotos werfen nun erste konkrete und auf die Person bezogene Fragen auf. Wer hat ihn fotografiert, es müssen ein oder auch mehrere fotografische/r Profi/s sein. Zumindest demjenigen, der oder die ihn in martialischer Pose aufgenommen hat, kann dieses ja nicht als normal erschienen sein, es sei denn, es habe sich um eine/n Gesinnungs-Genossen oder –Genossin gehandelt, oder jemanden, der oder die dies vorgab zu sein. Diese Person oder diese Personen hat bzw. haben ihn deutlich in seiner Selbstwahrnehmung bestärkt. Es ist abzuwarten, ob dieser Frage ernsthaft nachgegangen wird.

Link außer Funktion (merkwürdig): http://home.1und1.de/themen/nachrichten/panorama/547x1du-massaker-dauerte-eine-stunde/

Link außer Funktion (merkwürdig):  http://home.1und1.de/themen/nachrichten/panorama/747×496-attentaeter-legt-gestaendnis-ab/

Link außer Funktion (merkwürdig):  http://home.1und1.de/themen/nachrichten/panorama/947x51i-beginn-der-propagandaphase/

Dieser ist noch in Kraft: http://1.bp.blogspot.com/-f70sNxmCcBk/TitOMS2euBI/AAAAAAAADhE/A9Gn5PjQHow/s1600/Oslo-Illuminat.jpg

Die Person des Festgenommenen erscheint weiter nicht zum Rechtsextremen des Nazi-Typs zu passen, schon als Freimaurer kann er nicht leicht in dieses Raster gebracht werden. Dabei kann an seiner grundsätzlich rechtsradikalen Ausrichtung kein Zweifel bestehen. Aber es gibt da andere Varianten, wie eben solche der Art, wie wir sie auch in den USA finden, zumal er auf die christliche Schiene verweist.

Ein „normaler“ Amokläufer?

Der vermeintliche Charakter des typischen Amokläufers, den man in ihm zu sehen glaubt, wird teils schon als im Widerspruch dazu angesehen, dass er sich nach der massenweisen Tötung junger Menschen nicht selbst getötet habe. Mir scheint es eher ein Indiz dafür zu sein, dass er nicht allein stand. Etwaige Leute, die mit ihm in Verbindung gestanden haben könnten, könnten ihm in Aussicht gestellt haben, ihn abzuholen, vielleicht per Hubschrauber, was in der Folge wegen der falschen Erwartung zu einer Überrumpelung durch die Polizei beigetragen haben könnte. Wenn er Unterstützer gehabt haben sollte, wird er die alte Aussage kennen: wenn was schiefgeht, stehen Sie allein!

Aber, wie im vorigen Beitrag (http://t.co/tQiLOAZ) schon geäußert, um seine „Standhaftigkeit“ nicht überzustrapazieren, die er bisher als „Einzeltäter“ an den Tag legt, könnte er „selbstmordgefährdet“ sein!

Andreas Schlüter

Wieder hat das Grauen uns im Griff und nichts kann und darf den klaren Blick auf die furchtbaren Leiden der betroffenen Menschen verstellen, auch, wenn man sich eine ähnliche Betroffenheit für die Opfer des westlichen Bombenkriegs gegen Libyen wünschen würde. Hier wie dort geht es um Terror zur Durchsetzung bestimmter Ziele. Dabei ist es natürlich klar, dass der einzelne Bomberpilot nicht diesen individuellen Tötungswillen haben wird, den der fanatische Berserker, der vor Ort im Feriencamp das entsetzliche Blutbad angerichtet hat, aufwies.

Ein Einzeltäter?

Vernünftigerweise muss man sich mit Deutungen des entsetzlichen Vorgangs noch zurückhalten, zumindest, was den konkreten Ablauf und die vor Ort „tätigen“ Unmenschen angeht. Dass das norwegische Geschehen nicht das Werk eines Einzelnen gewesen sein kann, dürfte allerdings auf der Hand liegen und schon wird ja auch nach einer zweiten Person gefahndet. Über die konkrete Tatausführung hinaus muss es aber Unterstützer gegeben haben. Die Macht der Explosion im Regierungsviertel deutet auf sehr wirksamen Sprengstoff hin, wie er einzelnen Wirrköpfen sicher nicht leicht zugänglich gewesen sein dürfte. Auch die massenhafte Tötung von jungen Menschen auf der kleinen Ferieninsel erfordert in dieser Zahl eine „Vorbereitung“, wie sie durch „Selbstindoktrinierung“ und eigene „Konditionierung“ kaum zustande kommen könnte. Wenn der präsentierte Täter wirklich derjenige ist, der das Blutbad angerichtet hat, dann ist allerdings auch davon auszugehen, dass er intensiv an seiner Selbstinszenierung gearbeitet hat, oder aber daran gearbeitet worden ist. Darauf lassen die merkwürdigen Fotos, die veröffentlicht wurden, schließen. Hier hat sich die „blonde Bestie“ in Szene gesetzt und glaubte offenbar, sich als erschreckende „Ikone“ für Totschlag-Fetischisten präsentieren zu müssen.

Erste Assoziationen

Gerade das Szenario des oder ggf. der „Einzeltäter“ erinnert an das Münchner Oktoberfestattentat von 1980 ( http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberfestattentat ). Damals wurde der Öffentlichkeit auch ein rechtsradikaler Einzeltäter präsentiert. Seine Verbindungen zu anderen Kräften wurden aber immer wieder systematisch verdeckt. Es ist dem Schweizer Historiker Daniele Ganser zu verdanken, dass eine umfängliche Gesamtdarstellung zu den Kreisen, die sich rechtsradikaler Wirrköpfe und Verbrecher im Rahmen größerer politischer Strategien bedient haben, verfügbar ist (http://www.danieleganser.ch/NATO_Geheimarmeen_in_Europa_1211310734.html). Über sein Buch auch auf dieser Website: http://tinyurl.com/65o2w9g . Die „Steuermänner“ des politischen Terrors befanden (vielleicht aber auch befinden) sich in US- und NATO-Kreisen. Mit „False Flag Operations“ beeinflussten sie die Politik vieler europäischer Länder und waren alles andere als zimperlich. So starben bei dem ihnen zugeschriebenen Attentat in Bologna 85 Menschen, 200 wurden verletzt (http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980). Solche Operationen unter „falscher Flagge“ sollten damals oft in erster Linie die linken Bewegungen diskreditieren. Heute stehen eine Reihe von Vorkommnissen für die Vermutung, dass mehrmals die Wut der Menschen in den betreffenden Ländern auf Muslime und die islamische Welt gelenkt werden sollte. Aber gerade auch das Münchner Attentat zeigt, dass den „Steuermännern“ auch ein präsentierter tatsächlich rechtsradikaler Täter nützlich sein kann, obwohl sie sich dieser politischen Personengruppe in hohem Grade bedienen. Übrigens ahnt man auch hier hin und wieder etwas von der Spitze des „Gladio-Eisbergs“: http://tinyurl.com/3vhjwns .

Möglicherweise ein “untypischer” Rechtsradikaler

Unter dem Namen Anders Behring Breivik postete der wahrscheinliche Täter Beiträge an die „Atlas Shrugs“ Website der Tea Party-Dame Pamela Geller. Darin zeigte er sich im Gegensatz zu typischen mittel- und nordeuropäischen Rechtsradikalen als ausgesprochen „philosemitisch“, wie der frühere britische Diplomat Craig Murray herausgefunden hat (http://tinyurl.com/3r4h24x). Wenn diese Erkenntnisse stimmen, dann steht er damit eher in der Tradition rassistischer neokonservativer Kräfte des US-Typs als in der Tradition „klassischer“ Neonazis (siehe auch: http://tinyurl.com/3ob62nk ). Es sei die Vermutung geäußert, dass der Mann sich vielleicht „in der Haft etwas antun könnte“, bevor er zu umfänglichen Aussagen kommt.

War es „nötig“?

Wenn hier nun doch die gedankliche Verbindung – bei aller Vorsicht – zu „Phänomenen wie „Gladio“ hergestellt wird, dann machen diese nur Sinn, wenn die Frage „wem nützt es?“ auch in diese Richtung weisen würde. Gehen wir ihr nach, und zwar im Sinne der „Schock-Strategie“.

Könnte Norwegen durch sein Verhalten dem „Imperium“ Grund gegeben haben, es einer Schock-Behandlung zu unterziehen? Die Regierung des Landes hat immerhin die Frechheit besessen, den Ausstieg aus der „Koalition der Willigen“ im Libyen-Krieg vorzubereiten (http://www.umkreis-institut.de/umkreis-online/brockelt-die-nato-allianz-im-libyen-krieg-20/). Zumindest verbal vertritt Norwegen in der internationalen Politik und „Entwicklungszusammenarbeit“ Positionen, die nicht ganz nach „Konsens“ mit dem Imperium klingen:

„Arme und Reiche werden in eine immer mehr ineinander verflochtene Weltwirtschaft verknüpft, aber die Reichtümer werden falsch verteilt. Die norwegische Entwicklungshilfepolitik wird diese falsche Verteilung der Reichtümer zwischen den Staaten und die ungerechten Verhältnisse, die durch Unterdrückung und Diskriminierung entstehen, herausfordern. Es gehört zur norwegischen Entwicklungshilfepolitik, Staaten in die Lage zu versetzen, ihre eigenen Ressourcen zu verwalten und Individuen zu befähigen, über ihr eigenes Leben zu bestimmen. Norwegens Engagement basiert auf Solidarität und den Kampf gegen Armut – die Jahrtausendziele und eine UN-geführte Welt stehen fest.“, so Norwegens offizielle Deutschlandseite im Internet (http://www.norwegen.no/News_and_events/germany/policy/klimakonflikt/).

Es wäre wahrscheinlich zu kühn, auch die Kontakte norwegischer Firmen zu Syrien als vom Imperium zu inkrimierende Taten zu werten: http://evatic.de/press/post/23-2011-evatic-unterzeichnet-neue-vertr%C3%A4ge-in-nahost . Sicher kann auch der Norwegische Konfliktforscher Galtung allein das Imperium nicht genug aufgebracht haben (http://www.scribd.com/doc/56522636/Libyen-Krieg-Der-Westen-will-nicht-nur-Ol-und-Rache), ebenso wenig wie die Tatsache, dass ein norwegischer Parlamentsabgeordneter der Wikileaks-Gründer Assange für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat, aber Norwegen ist durch günstige Umstände nicht so auf Gedeih und Verderb an die Rohstoffpolitik des Imperiums gebunden, wie dies es gerne hätte: http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/06674.pdf . Es gibt also nur Indizien, dass Norwegen mit seiner sozialdemokratischen (und das bedeutet in Skandinavien immer noch etwas Anderes als SPD in Deutschland) ein wenig aufmüpfig in seinem Verhalten ist. Allerdings haben eine Reihe von norwegischen Politikern, darunter der Vater des jetzigen Norwegischen Ministerpräsidenten, Thorvald Stoltenberg, mit ihrem offenen Brief ehemaliger EU-Politiker zur Notwendigkeit, die HAMAS in Friedensverhandlungen in Nahost einzubeziehen, das Imperium und seinen engsten Verbündeten nicht sonderlich erfreut (http://le-bohemien.net/2011/06/12/nahostkonflikt/ ).

Der allgemeine „Gewinn“

Was könnte das Imperium aus solchen Vorfällen im Allgemeinen nicht nur hinsichtlich Norwegens zu gewinnen haben? Nun, da gäbe es Einiges! Bezüglich der Kommerz-medialen Steuerung großer Bevölkerungsteile hat solche Situation „was“. Die Menschen werden hochgradig verunsichert, lechzen nach Deutung, hohe Zeiten für solche kommerziellen Nachrichtensender wie NTV oder N24 und natürlich für offizielle Regierungsverlautbarungen! Die Terrorismusangst ist die Voraussetzung für weitere Repression und die Einrichtung des „gläsernen Bürgers“. Da mögen zwar „islamistische“ Taten wirkungsvoller sein, aber, wenn das Imperium sie vorspiegeln wollte, gäbe es da immer einen großen Aufwand der Legenden-Spinnerei.

Man kann auch mit Operationen, die vielleicht von Regierungen als vom Imperium kommend eingeschätzt werden können, aber weder zu beweisen noch zu belegen sind, „klar machen“, was alles passieren kann. Das kann eine stille Warnung sein!

Dann gibt es derzeit eine große mediale Aufmerksamkeit auf den widerwärtigen NATO-Krieg in Libyen und auch das widerliche Umgehen mit der Gaza-Flottille hat einige Aufmerksamkeit erregt. Terror und Bedrohung lenkt recht wirkungsvoll von solchen Tendenzen zu eigenständigen Bewertungen ab.

Man nehme sich das Recht!

Wie ungeschminkt sich rechte Medien das Recht nehmen, mit Deutungen zu spielen, haben erste Presse- und Fernsehreaktionen auf die Osloer Anschläge gezeigt. Schamlos wurden die Anschläge Islamisten zugeordnet. Wir sollten uns die Freiheit nehmen, entlang der Frage „wem nützt es“ eigenständig Denkmöglichkeiten abzuklopfen. Das habe ich damals nach dem Polonium-Anschlag auf einen russischen Exilpolitiker im November 2006 gemacht, als die Medien problemlos Putin verdächtigten (Artikel in „DIE LUPE“, erste Seite unten: http://www.dielinke-tempelhof-schoeneberg.de/fileadmin/tempelhof-schoeneberg/lupe/2007/Lupe0701.pdf ), und auch bei diesen Vorgängen sollte die Freiheit offener „Ermittlungen“ bestehen.

Gewissheit ist aber in diesem Felde nur sehr schwer zu bekommen und, ob wir je Genaues erfahren werden, steht dahin.

Andreas Schlüter

Ganz unumwunden erkennen auch marxistische Linke die Fortschrittskraft von Marktwirtschaft und privatem Kapital in einer bestimmten Phase menschlicher Geschichte an. Wohin allerdings die völlige Entgesellschaftlichung aller Lebensbereiche und die totale Entfesselung des Gewinnstrebens führen können, davon legt die Situation und verzweifelte Orientierungslosigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein beredtes Zeugnis ab.

Wie groß war der Medienrummel nach dem Drama in der Erfurter Schule. Mehrmals sind weitere Dramen dieser Art geschehen. Die Fernsehdiskussionen drehten sich in medial eindrucksvollem Kreise. Mögliche Einzelursachen wurden konkurrenzartig gegeneinander gestellt. Was völlig fehlte, war eine Gesamtsicht, die tiefen Ursachen werden geflissentlich übersehen.

Jugendliche werden von Werbung überflutet, die keine berechtigte Produktdarstellung, sondern eine raffinierte psychologische Manipulation ist, die Begehrlichkeit unkontrollierbar zu steigern. Daraus resultiert natürlich auch die erhöhte Bereitschaft zu Ladendiebstählen und sonstiger Kleinkriminalität. Für die Folgen zahlen die jungen Menschen mit belastetem Lebensstart und die Gesellschaft mit teuren Maßnahmen. Um Werbung und Kommerz ging es den Konservativen auch bei der Einführung des Privatfernsehens, das eine Flut “lustvoller“ Gewaltdarstellungen eben dort nach sich zog. All die Jugendlichen, die wenig Grund-lagen hatten, sich als den Helden zu sehen, konnten nun andere Projektionen entwickeln. Das, was in der Frühzeit der Computertechnologie noch eher zu “Pacman“ und “Mario“ reichte, konnte durch aktive Mitwirkung des militärischen Sektors zu lebensechten Blutorgien als “Ego-Shooter“ ausgebaut werden.

Es ist keine Frage, die Mehrheit der jugendlichen Nutzer wird durch diese Spiele nicht zu Killern, wenn sie auch Schaden an ihrer Mitleidsfähigkeit nehmen mögen. Es genügt aber, wenn nur ein Promille oder ein zehntel Promille von ihnen in solcher Gefahr sind, um unsere Gesellschaft und speziell die Schulen zu einem sehr gefährlichen Platz zu machen, denn zu den “Ego-Shootern“ kommen noch all die, bei denen dieses “Training“ zu “einfacher“ erhöhter Gewaltbereitschaft mit Faust oder Messer führt. Folgen wir den amerikanischen Entwicklungen, wird die Gefahr für einen jungen Menschen oder einen Lehrer, einem Ego-Shooter zum Opfer zu fallen, sehr viel größer sein, als Opfer des vermeintlich so bedrohlichen islamistischen Terrors zu werden.

Dass diese mediale Entwicklung nicht nur die Gewaltspirale anheizt, sondern gleichzeitig durch die Kombination von psycho-logisch manipulativer Werbung, Unterhaltung um jeden Preis und neurotischer Vereinzelung lernunfähig und unfähig zu sinnvoller Tätigkeit im Verbund mit anderen Menschen macht, liegt auf der Hand, und die Klagen von Ausbildern und Lehrern haben einen sehr realen Hintergrund.

Schon jetzt nimmt die Fähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Gesprochenes oder Geschriebenes sinnvoll umzusetzen, somit zu lernen, dramatisch ab. Die Schere zwischen den Anforderungen der modernen Technikgesellschaft und der Fähigkeit sowie dem Willen zu lernen, klafft immer weiter auseinander. Fazit kann nur sein, entfesselter und völlig ungezügelter Kommerz zerstört sukzessive die Grundlage der Gesellschaft und gerade auch die der modernen Wirtschaft.  Aber, die Affinität von so „enthirnten“ jungen Menschen zu „Gewalt per Joy-Stick“ nimmt sicher zu. Die Freude per Joystick drückt sich dann im Ausruf „we got `em, we got `em“ aus, wenns ordentlich gekracht hat, sowas kann man zum „Bomben für die Demokratie“ gut gebrauchen.

Andreas Schlüter

„SPIEGEL: Sehen Sie, ein Brite in Amerika, etwa auch die Zukunft Amerikas in trübem Licht?

Paul Kennedy: Nein, da bin ich eindeutig zuversichtlich. Amerika hat ungeheure intellektuelle und zivile Ressourcen. Auch demografisch sind die USA weitaus besser aufgestellt als die meisten europäischen Länder, die ja in eine finstere Zukunft blicken. Zudem hat die geografische Weite der USA eine eigentümlich psychologische Wirkung: Sie schürt die Vorstellung, dass sich die Menschen und das Land ständig erneuern und neu erfinden können.

Die Regierenden in Washington mögen irren, die Generäle Fehler in Bagdad begehen, es wird von Zeit zu Zeit vielleicht einen Anthrax-Anschlag oder einen terroristischen Überfall geben – aber man muss sich schon ein sehr drastisches Szenario ausmalen, damit ein so großes Land mit fast 10 Millionen Quadratkilometern und 288 Millionen Menschen wirklich hart getroffen werden kann.“

Aus einem Spiegelinterview mit dem englischen Historiker Paul Kennedy, in dem er zwar eine deutliche Verschiebung der Gewichte in der Welt prognostiziert, aber dennoch eine optimistische Perspektive für die USA hat.

Sturmgepeitschte See

Nun, so bedrohlich die Politik der USA für die Welt ist, so bedrohlich ist aber auch die Situation der USA selbst. Da gibt es eine ungeheure Auslandsverschuldung, nur leicht von der derzeitigen hassliebeummantelten Kette zwischen China und den USA abgemildert. Da gibt es irrwitzige Kriege, die diese Verschuldung weiter vorantreiben. Da gibt es den drohenden Staatsbankrott, zu dessen Abwendung Obama den Rest an Reformpolitik über Bord zu werfen von den Republikanern gezwungen werden wird. Für viele Millionen US-Amerikaner wird dies noch bitterere Armut bedeuten, mit allen sozialen Konsequenzen gesellschaftlicher Unsicherheit. Aber, man muss befürchten, das wird noch nicht alles sein.

Das Beispiel Japans

Zu „drastischen Szenarien“, wie Paul Kennedy sie in dem Interview anspricht: Wie gefährlich Naturkatastrophen an sich sowie durch den Effekt auf menschliche Technologie nicht nur im Sinne von Hochhäusern sondern gerade bezüglich Nukleartechnischer Anlagen sein können, haben die Ereignisse im ersten Quartal dieses Jahres in Japan gezeigt. Die Auswirkungen auf Japans wirtschaftliche, politische und geostrategische Position in der Welt und der Region werden gewaltig sein. Daran wird auch die bewiesene oder besser zur Schau gestellte „Leidensfähigkeit“ dieser Gesellschaft nichts ändern. Der Umfang der sozialen Kosten ist sowenig absehbar wie der allgemeine wirtschaftliche Rückschlag. Er wird gewaltig sein.

USA: drei Damoklesschwerter

Zu Recht spricht Paul Kennedy auch räumlich im Falle der USA von einem sehr großen Land. Aber, was wenn Gefahren an allen Ecken drohen? Tatsächlich schweben über den USA drei Damoklesschwerter, bezüglich derer keineswegs die Frage lautet „ob“, sondern nur noch „wann“ sie fallen. Diese Gefahren bestehen für die Westküste, das Zentrum der USA und die Ostküste. Sie sind jeweils so ausgedehnt, dass eine allein schon angetan ist, die USA in den Grundfesten zu erschüttern und als Gesellschaft, als Wirtschaftsmacht sowie als militärische Weltmacht auf die Existenzprobe zu stellen. Zwei davon betreffen ausgedehnte wirtschaftliche Zentren, die dritte auch die gesamte Landwirtschaft. Wohl bemerkt, hier ist nicht einmal die Rede von den viel größere Teile der Welt direkt betreffenden enormen Problemen des Klimawandels, der die Landwirtschaft bedroht, der auch in den USA sich mit landwirtschaftlichen Auswirkungen, Überschwemmungen und Tornados bemerkbar macht.

„The Big One“

Am bekanntesten von diesen drohenden Gefahren ist das erwartete große Mega-Beben für den St. Andreas Graben. Hier vereinen sich all die Gefahren, die auf Japan hereingestürzt sind, wie das Beben selbst, Tsunamigefahr und Auswirkungen über mögliche GAUs in naheliegenden Atomkraftwerken. Es hat schon eine Reihe furchtbarer Beben gegeben, so das große Beben von 1906, das San Francisco weitgehend zerstörte. Das, was aber in Aussicht steht, wird wohl nicht nur hinsichtlich der Auswirkungen wegen dichterer Besiedlung und weit höherer Häuser noch viel schrecklicher werden, sondern wird von noch erheblich größerer Stärke vermutet. Die Westküste hat wichtige wirtschaftliche Zentren, beinhaltet enorme Ballungsräume. Als im März dieses Jahres die Beben um den Pazifik-Gürtel tobten, befürchtete man schon das Schlimmste, aber „Entlastungen“ anderswo können es auch verhindert haben. An der traurigen Erwartung der Katastrophe und geologischen Gewissheit hat das nichts geändert.

Die Apokalypse im Herzen der USA

Eine der berühmtesten Regionen und bevorzugten Reise- und Ausflugsziele im Herzen der USA birgt die nächste große Gefahr: die gigantische Magma-Blase unter dem Yellow Stone Nationalpark. Diese ist in der Erdgeschichte regelmäßig etwa alle 600.000 Jahre ausgebrochen und hat mehr als den halben Nordamerikanischen Kontinent verwüstet. Der letzte Ausbruch war vor etwa 600.000 Jahren. Dass dieser Ausbruch stattfinden wird, steht für Geologen fest, die einzige Frage auch hier, in einem Jahr, in zehn Jahren, in hundert oder tausend Jahren? Passiert es aber, dann würde mehr als die gesamte US-Landwirtschaft unter zentimeterdicken Ascheschichten ersticken, abgesehen davon, dass das Weltklima sowie der Flugverkehr in bisher unbekanntem Ausmaß betroffen wären. Sollte es aber eine geologische Beziehung zwischen beiden hier beschriebenen Ereignissen geben, wäre die Katastrophe „perfekt“.

Die Bedrohung der Ostküste

Als wäre all diese noch nicht genug, gibt es ein weiteres Damoklesschwert, das die USA treffen wird, obwohl es weit weg hängt. Bedroht wird durch das Szenario die Herzregion des Neuzeitlichen Amerika, die Ostküste. Die unsägliche Gefahr besteht in einem Vulkan auf der Insel La Palma vor der Westküste Afrikas, der einen instabilen Hang aufweist, der irgendwann ins Meer abrutschen wird. Dabei wird ein gigantischer Tsunami mit ungeheurer Zerstörungskraft entstehen, der unter anderem die Ostküste der USA verwüsten würde. Diese Herz- und Ballungsregion, von der die Entwicklung der neuzeitlichen USA ausgegangen ist, würde im schlimmsten Falle zum Grab von Millionen von Menschen werden. Ein grausiges Szenario, das nur ärgste Zyniker erbauen könnte. Dies würde die von den Siedlern hingemetzelten Indianer nicht wieder lebendig machen und in der allergrößten Zahl auch an dem politischen Tun der USA weitgehend Unbeteiligte dahinraffen.

Was tun?

Derartige Erwägungen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen müssen, sind aber natürlich für die betroffene Gesellschaft bzw. ihre politisch Verantwortlichen nicht zu vermeiden. Die Frage ist natürlich, ob die Politik noch genügend Kraft und Macht hat, ihre Gesellschaft für derartige Ereignisse zu rüsten. Wie ich in vorhergehenden Beiträgen geäußert habe, muss man leider annehmen, dass die wirkliche politische Macht bei den Wirtschaftsmächtigen der USA liegt. Nun, so könnte man sich da fragen, wie stellen sich diese auf die Ereignisse ein, die mit Sicherheit eines Tages zu erwarten sind. Dieser Frage wird hier in weiteren Beiträgen nachgegangen werden.

Einige Links zu den angesprochenen Gefahren:

St. Andreas Graben:

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/152833/index.html

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/mysterioese-erschuetterungen-im-san-andreas-graben/3217574.html

http://www.epochtimes.de/articles/2009/07/10/466702.html

http://de.wikipedia.org/wiki/San-Andreas-Verwerfung

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,750946,00.html

http://www.spiegel.de/sptv/themenabend/0,1518,462145,00.html

Magma-Blase unterm Yellowstone Nationalpark

http://mobil.handelsblatt.com/technologie/4052190

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,384847,00.html

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/gefaehrlicher-gigant_aid_28158.html

http://www.spektrum.de/artikel/1068962&_z=798888

Tsunami an der Ostküste der USA:

http://www.rp-online.de/wissen/umwelt/Hohe-Tsunami-Gefahr-an-der-Ostkueste-der-USA_aid_82055.html

http://www.tsunami-alarm-system.com/phaenomen-tsunami/vorkommen-atlantischer-ozean.html

Andreas Schlüter

Warum nicht sein kann, was nicht sein darf

Wenn man sich erst einmal auf die Wahrheit, oder vorsichtiger gesagt, auf die unnachsichtige Suche nach ihr eingelassen hat, kann es einen schon wild machen, dass so viele Menschen in den „westlichen Industriegesellschaften“ sich mit dem wohlfeilen Mainstream-Geplapper der Massenmedien zufrieden geben, dass so viele Menschen z. B. in Deutschland die Deutungen des Zeitgeschehens und der Konflikte akzeptieren, wie sie von der „Tagesschau“, dem „Heute-Journal“ oder gar den „Nachrichten“ der Kommerz-Sender weitgehend widerstandslos schlucken. Es ist dies auch fraglos ein sehr bedauerlicher Umstand, für den die Meisten, die in diese Falle laufen, ja auch den Preis der Verkennung und damit der systematischen Vernachlässigung ihrer wirklichen Interessen bezahlen. So glauben sie eben, dass der „Krieg gegen den Terror“, „Bomben für die Demokratie“ und die Durchleuchtung des Bürgers nötig sind. Wär das nicht so, wären die Politiker ja Lügner, das darf ja wohl nicht sein!

Warum ist dies aber so?

Vorweg: es war kaum jemals anders, aber, die Informationsquellen sind heute sehr vielfältig. Früher haben recht einfache Deutungssysteme meist religiöser und „nationaler“ Art genügt, um Menschen auf die obrigkeitliche Deutung von Geschehnissen „einzuschwören“. Der Bildungsstand war überwiegend ein recht niedriger und die Arbeitsbelastung noch um Einiges höher. Da war man so kaputt, dass kaum noch Energien für eigene Deutungen übrigblieben. Dennoch haben gerade in der Arbeiterbewegung (insbesondere in „Arbeiterbildungsvereinen“) viele Menschen Anstrengungen auf sich genommen, sich Analysemethoden anzueignen. Heute aber sind alle diese Strukturen aufgelöst. Sie waren aber ein wichtiges Mittel der kulturellen Anpassung an Probleme. Sie waren eine Leistung aus Not und gegen die individuelle Bequemlichkeit erarbeitet.

Die evolutionäre Ausstattung

Unsere „Säfte-mäßigen“ Neigungen sind immer noch von den langen Zeiträumen der menschlichen Evolution, von der viele zig Jahrtausende währenden Phase des Lebens in relativ kleinen Gruppen geprägt. Diese haben zwar schon recht lange Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten gekannt, aber sie waren doch immer erheblich von notwendigem Grundkonsens geprägt. Die äußeren Gefahren waren nicht angetan, individuell zuerst einmal auf den eigenen Kopf zu setzen, oder den Anführern der Gruppe gegenüber auf eigenen Deutungen zu bestehen. Erst die Form der entwickelten kapitalistischen Arbeitswelt erlaubte und erforderte klasseninterne Geistesarbeit, um nicht völlig „über den Tisch gezogen“ zu werden. Nur, die spontanen Neigungen sind immer noch von der langen evolutionären Phase vorher geprägt.

Herrschaftswissen

Genau diese Mechanismen sind auch Gegenstand psychologischer Forschung. Nicht nur die Werbeindustrie macht sie sich zunutze. Aber wir dürfen uns im Politischen Felde die Dinge nicht zu einfach vorstellen. Da wird nicht direkt die Parole ausgegeben (abgesehen von den Bilderberg-Konferenzen, wo an die mediale Funktionselite weitergegeben, was „gesellschaftlich notwendig“ ist), es werden Schreiberlinge langsam und stetig über Gelegenheiten an die „richtige“ Darstellung herangeführt. Dazu gehört in den westlichen Industriestaaten auch die mediale Politik, der großen Zahl der Menschen unter die Haut zu bringen, dass sie die Privilegien, in den imperialen Ländern zu leben und ein bisschen von der Ausplünderung der übrigen Welt mit profitieren zu dürfen, nicht leichtfertig verspielen dürfen. So kommt es, dass die Arbeiter bei Krauss-Maffei brav mitmachen, wenn tödliches „Spielzeug“ an Potentaten verhökert werden soll.

Der brave Kleinbürger

Wie brüchig diese Existenz auch immer sei, eine unglaublich große Zahl von Menschen in den „Metropolen“ ist so in ein kleinbürgerliches Bewusstsein hinein gelockt worden. Das aber funktioniert so, dass man sich in der Identifikation mit den Herrschenden wohl fühlt, sie garantieren vermeintlich diese „privilegierte“ Existenz. So hat sich der Schaffner im Kaiserreich schon mit Kaiser Wilhelm identifiziert, so hat der Werkmeister im „Duzendjährigen Reich“ gebrabbelt, „wenn das der Führer wüsste“ und so ist der nun zum Niedriglohn angestellte Leiharbeiter doch klammheimlich froh, dass Angie mit den Waffengeschäften gegen seinen Jobverlust „ankämpft“. So haben auch SPD-Mitglieder geglaubt, der Schröder wird mit der Privatisierungspolitik schon das Richtige machen und herausgekommen ist, dass Konzernmitarbeiter in den Ministerien die Gesetzesentwürfe zu Gunsten ihrer Arbeitgeber verfassen (Sascha Adamek und Kim Otto, „Der gekaufte Staat“, ISBN 978-3-462-04099-9).

Haussklaven

Bestimmte Muster haben sich wenig verändert. In einer Welt, die in „grüne“ und „rote Zonen“ (wie der Irak, Naomi Klein, „Die Schock-Strategie“ ISBN-10 3100396111 und ISBN-13 9783100396112) eingeteilt ist, die im großen Maßstab in ihrer Brutalität an eine Baumwollpflanzung zur Sklavenzeit erinnert, ist man schon froh, als „Haussklave“ im Herrenhaus, sprich, im insgesamt reichen metropolen Industrieland, werkeln zu dürfen, anstatt auf den Feldern als „Feldsklave“ in wenigen Jahren „abgeschrieben“ zu werden. Und, wie Malcolm X es treffend beschrieben hat, da sagt der Haussklave, wenn der Herr erkältet ist: „wir haben einen Schnupfen“! Und überhaupt, man identifiziert sich lieber mit den vermeintlichen Gewinnern, also mit den Herrschenden, zumal, wenn die dauernd verkünden lassen: wir sind die Guten. Und unter uns sind nicht Wenige, die dann sagen, „wir sind die Grünen“ (was das Gleiche ist). 

So etwa findet die Identifizierung vieler Menschen bei uns satt. Ich aber (wie zum Glück schon eine ganze Reihe anderer Menschen) weigere mich, als Haussklave zu denken und zu funktionieren! Und so möchte ich auch Anderen zurufen: wenn Ihr weiterhin mitmacht, das Land um Euch herum kaputtmachen zu lassen und die Menschen vernichten zu lassen, wird auch irgendwann das Herrenhaus brennen. Vorher aber noch wird auch das weiter wachsende Herrenhaus in grüne und rote Zonen eingeteilt! wacht auf!

Andreas Schlüter

Nicht nur die hergebrachten bürgerlichen Mainstream-Medien pflegen das Bild der USA als Retter vom Faschismus, unter verschämter Umgehung der furchtbaren Opfer von Menschen der damaligen Sowjet-Union bei der Niederschlagung des Mörder-Regimes. Insbesondere auch Pseudolinke vom Schlage des BAK Shalom in der Linksjugend ´solid, der Jugendorganisation der LINKEn, sowie den dubiosen „Antideutschen“ mit ihrer Liebe zu den USA und Israel wird der Vorstellung gehuldigt, dass Anti-Faschismus sozusagen die Liebe zu den USA voraussetzen würde. Nun ist mangelnde Geschichtskenntnis kein Vergehen, wenn man gewillt ist dazuzulernen. Wer der Vorstellung fröhnt, die USA seien sozusagen der „natürliche“ Gegner der Nazis gewesen, kann in den Unterlagen eines Richtigeren belehrt werden.

Tatsächlich ist die intensive Zusammenarbeit großer US-Unternehmen nicht unbeteiligt daran gewesen, Hitler logistisch in die Lage zu seinen große Teile der Welt zerstörenden Angriffskriegen zu führen und den Krieg zu verlängern. Der völkermörderische Tötungswahn der Nazis hatte dazu seine Entsprechung im Rassismus der USA und in den Eugenik-Programmen.

Neben der Förderung der Nazi-Verbrechen durch Teile der US-Wirtschaft standen Sympathien von Teilen der US-Bevölkerung, nicht zuletzt Deutschstämmigen.

Hier eine kleine Link-Sammlung, sicher unterschiedlicher Güte:

US-Wirtschaft + Hitler:

http://www.thirdworldtraveler.com/Fascism/Trading_Enemy_excerpts.html

http://www.thirdworldtraveler.com/Fascism/Support_Hitler_US.html

http://www.karenlyster.com/hitler.html

http://www.historycooperative.org/journals/llt/51/pauwels.html

http://www.reformed-theology.org/html/books/wall_street/chapter_06.htm

http://killercoke.org/reports_coke_nazi.php

http://libcom.org/library/allied-multinationals-supply-nazi-germany-world-war-2

http://emperors-clothes.com/articles/randy/swas5.htm

Speziell zu Großvater Bush + Hitler: http://www.guardian.co.uk/world/2004/sep/25/usa.secondworldwar

http://www.rense.com/general17/bushhitler.htm

http://www.cbsnews.com/stories/2002/03/27/print/main504730.shtml

Giftiger Dialog:

http://uk.answers.yahoo.com/question/index?qid=20100409133407AAo6GRr

Amerikanische Unterstützung: http://rationalrevolution.net/war/american_supporters_of_the_europ.htm

http://www.traces.org/americanbund.html

http://www.aish.com/ho/i/48956701.html

http://www.stonybrook.edu/lihj/IssueFiles/V21_2/Articles/Shaffer/shaffer.html

http://www.insidehighered.com/news/2009/06/17/nazism

Eugenik:

http://www.dnalc.org/view/15434-Eugenics-loses-favor-in-the-U-S-but-gains-support-in-Nazi-Germany-James-Watson.html

http://eileen.250x.com/Main/7_R_Eile/eugenics.htm

Und nach dem 2. Weltkrieg: https://www.cia.gov/library/center-for-the-study-of-intelligence/csi-publications/csi-studies/studies/97unclass/naziwar.html

Und zum Verbündeten Großbritannien:

http://american_almanac.tripod.com/naziroot.htm

Bücher:

http://www.worldcat.org/title/nazi-connection-eugenics-american-racism-and-german-national-socialism/oclc/27935541

 Andreas Schlüter