Mit ‘Antideutsche’ getaggte Beiträge

Stellungnahme gegen die Vorwürfe und Diffamierungen, die gegen mich im Zusammenhang mit meinem Vortrag am OSI am 13. Mai 2015 zum Thema:

„Der Einfluss der US-amerikanischen Machtelite auf die internationale Politik – Verschwörungstheorien und empirische Befunde“

erhoben wurden

antisemit

Frau Dr. Salua Nour hatte mich gebeten, im Anschluss an die Sitzung ihrer Vorlesung zur westlichen Rohstoff-Politik in Afrika am Mittwoch, dem 13. Mai, um 18:00 Uhr meinen Vortrag über die US-Machtelite zu halten. Bereits im Vorfeld gab es von der „OSI-Fachschaftsinitiative“ (OSI/FSI) Proteste gegen meine Person und den Vortrag sowie den Versuch, diesen über die Universitätsinstanzen verbieten zu lassen. Es wurden gegen mich ungeheure Vorwürfe des Antisemitismus‘ und der Vertretung „wilder Verschwörungstheorien“ erhoben. Dabei bezog man sich umfangreich auf meinen Blog „WiPoKuLi“ (was für „Wissenschaft, Politik, Kunst und Literatur“ steht, https://wipokuli.wordpress.com/). Da der Vortrag, mangels rechtlicher Begründung nicht verboten wurde, griff die Gruppe am Ort auf „altgediente“ Störmanöver zurück. Da es eine erhebliche Anzahl von Studenten und Gästen gab, die auf dem Vortrag bestanden, konnte dieser wenigstens unter großen Störungen als „Vortrags-Torso“ präsentiert werden. Unter teils unflätigen und unwürdigen Störungen konnte wenigstens ein Teil des Inhalts vorgestellt werden. Viele der Gäste waren zu Recht schockiert.

Den Vorgang kann man als handfeste Illustration zu dem Buch „Antisemit, ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ von Moshe Zuckermann (den ich persönlich zu kennen die Ehre habe und der zwar nicht erfreut, aber am Vorfall interessiert sein wird) auffassen. Man sollte ihn zu solchen Vorgehensweisen auch ausführlich hören: https://www.youtube.com/watch?v=rEbBvAOoAAY.

Zur politischen Bewertung der Initiatoren dieser Vorgänge vom OSI/FSI noch einige Stimmen:

Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie

und: http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inland/die-linke-von-innen-umzingelt.html

Nicht für die Initiatoren dieser Vorgänge (die ihre Agenda haben), aber für die Menschen, die offenen Geistes sind, aber natürlich von solchen (inhaltlich ungerechtfertigten) Vorwürfen psychologisch beeinflusst werden können, hier Klarstellungen:

Meine Position, Belege und Missinterpretationen

Als in diesem Lande Geborener, an den (neben Widrigem) vorhandenen materiellen und strukturellen Segnungen Teihabender bin ich fraglos auch Erbe geschichtlicher Schuld (völlig eingedenk, welchen Anteil erhebliche Teile der deutschen Bevölkerung am Zustandekommen und Erhalt des verbrecherischen Naziunwesens hatten). Damit bin ich auch Erbe der ungeheuerlichen geschichtlichen deutschen Schuld an der Shoa, ungeachtet weiterer Förderer des Nazi-Unwesens. Es ergibt sich daraus für mich auch das Denken und Leben für ein: „Nie wieder“ soll furchtbares und massenhaftes Unrecht Menschengruppen, wo immer auf der Welt geschehen, insbesondere nicht durch mein Land und das Bündnis, in dem es sich befindet! Mit dieser Haltung fühle ich mich in Bezug auf das von Deutschland so pauschal und unkritisch unterstützte Israel in vollem Einklang mit Nahum Goldmann (ehem. Präsident des Jüdischen Weltkongresses):

Wir müssen begreifen, dass das Leid der Juden, das sie durch den Holocaust erlitten, nicht mehr als Schutzschild dienen kann, und wir müssen ganz sicher davon Abstand nehmen, den Holocaust zur Rechtfertigung unseres Tuns heranzuziehen. Wenn Menachem Begin die Bombardierung des Libanon unter Verweis auf den Holocaust rechtfertigt, begeht er eine Art >Hillul Haschem< [ein Sakrileg], eine Banalisierung der heiligen Tragödie der Shoah, die nicht als Begründung für eine politisch zweifelhafte und moralisch verwerfliche Politik missbraucht werden darf.“ (Chomsky, “Offene Wunde Nahost“, S. 38)

Es liegt für mich auf der Hand, dass die Palästinenser den höchsten Preis für die unsäglichen Verbrechen Deutschlands zahlen. Alles, was von deutscher Seite an Duldung und Unterstützung der Verlängerung ihres Leides geschieht, hat für mich den abstoßenden Charakter einer Art „geschichtlichen Ablasshandels“. Die Anklagen israelischer Paläsinenser-Politik sind keine Relativierung, sondern vermehren für mich die Schuld des eigenen Landes. Überdies hat nach meiner Auffassung, wer Israel geschichtliche Dauer wünscht, die Verpflichtung, zu mahnen und daran zu erinnern, was für Deutschland die Folgen des eigenen Größenwahns und Omnipotenzglaubens waren.

Die erhobenen Vorwürfe des Antisemitismus´ und des Ignorierens geschichtlichen Leids jüdischer Menschen in Europa gehen weit an meiner Position vorbei:

Eines der frühen Opfer eines systematischen europäischen Kolonialismus´, nämlich des Römischen Kolonialismus´, war das jüdische Volk“, aus „Der Nahostkonflikt und Afrika“, S. 4

https://wipokuli.files.wordpress.com/2011/05/nahostkonflikt-und-afrika.pdf

In der Folge entwickelt sich eine Paradoxie der Geschichte, Europa, der Kontinent, der sich nach und nach gänzlich auf einen jüdischen Propheten, Jesus Christus, berief, steigerte sich zu immer mehr Verachtung und Hass auf die frühen Opfer seines Kolonialismus und verurteilte die Opfer zu entrechtetem Nischendasein.“, a.a.o., S. 5

Dass sie durch die Geschichte hin in Kultur und Wissenschaft Europas sehr viel beitrugen, auch im Wissenstransfer aus der islamischen Welt nach Europa, nützte ihnen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Anerkennung recht wenig.“, ebd.

Umso eindrucksvoller ist es, wie gerade der säkulare fortschrittliche jüdische Geist an die Spitze von Aufklärung und Befreiungsdenken in Europa trat. Sensible europäische Intellektuelle haben dies deutlich gespürt und ein Lessing hat diesem Geist in “Nathan der Weise“ ein Denkmal gesetzt. So fand eine Verschmelzung des jüdischen Freiheitswillens mit der allgemeinen Bewegung für Emanzipation und Menschenrechte, für politische Freiheit und soziale Befreiung statt und auch der Blick auf Europas Umgang mit der übrigen Welt wurde klarer.“, a.a.o., S. 6

Je mehr Herzl des so tief sitzenden Antisemitismus gewahr wurde, desto mehr neigte er indessen dem Judenstaatsprojekt zu.“, a.a.o., S. 8

Die entscheidende Entwicklung war aber die Kulmination des europäischen Anti-Judaismus, der in seiner rassistischen Ausprägung im Grunde genommen eher ein virtueller Rassismus ist, der sich auf lächerlichste mikroskopische Unterschiede beruft, und intellektuell sozusagen die selbstentlarvende Ad-absurdum-Führung jeden Rassismus´ ist, seine Kulmination in Deutschland nämlich zum über alle religiösen und sozialen Antagonismen hinausgehenden Hass und Vernichtungswillen des Nationalsozialismus. Dieser machte in absurdester Form die Juden für alle Übel dieser Welt verantwortlich, warf ihnen gleichzeitig Kapitalismus und Kommunismus, Weltverschwörung und Untermenschentum vor, und unterwarf sechs Millionen europäischer Juden “industrieller“ Massenvernichtung.“, ebd.

Die verständlichen Emotionen der Überlebenden verbanden sich mit dem zionistischen Konzept und das nahöstliche Drama nahm seinen Verlauf. Dabei erwies sich leider, dass die Opfer des deutschen und europäischen antijüdischen Rassismus selbst nicht frei vom groben europäischen Rassismus “Nichtweißen“ gegenüber waren.“, a.a.o., S. 9

So scharf meine Kritik an israelischer Politik oft auch sein mag, so wichtig ist es mir, immer wieder darauf hinzuweisen und zu belegen, dass israelische Politik keineswegs „für DIE Juden“ steht, so im zweiten Teil dieses Artikels, der den letzten Gaza-Krieg und das deutsche „Wegschauen“ zum Inhalt hat:

Aber bei alledem gibt es Jüdinnen und Juden, deren Äußerungen systematisch aus dem öffentlichen Diskurs zu Israel ausgeblendet werden, obwohl gerade sie das repräsentieren, was man als den „kritischen jüdischen Geist“ bezeichnen kann, der in der Tat so viel zur Entfaltung des (leider so wenig geschichtswirksamen) Humanismus´ in Europa beigetragen hat! Es kommt einem so vor, als solle nun auch noch das moralische Judentum in Europa vernichtet werden!“. Es folgt eine Vorstellung von Einstein, Erich Fried, Moshe Zuckermann, Felicia Langer, Noam Chomsky, Ilan Pappé, Uri Avnery, Norman Birnbaum, Norman Finkelstein, Evely Hecht-Galinski und Rolf Verleger sowie der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ mit diversen Links:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/07/15/wir-sind-weltmeister-im-wegschauen/

Fraglos sind viele meiner Artikel, die sich mit Politik beschäftigen, „mit Herzblut“ geschrieben, also eine erhebliche Anzahl nicht in klassischem wissenschaftlichem Stil, aber in aller Regel mit umfangreichen Verweisen versehen. Sie haben das gesellschaftliche Ziel aufzurütteln, und daher durchaus oft eine emotionale Sprache. Die politischen Analysen folgen aber gleichzeitig dem Erkenntnisinteresse.

Es ist festzustellen, Wirtschaft und Politik nehmen sich oft die Freiheit der „Einschätzung“, also der Aussagen auf unvollständiger Informationsgrundlage. Es ist nach meiner Auffassung ungerechtfertigt, der Zivilgesellschaft und „Gegenöffentlichkeit“ aufzuerlegen, sich entweder mit den „offiziellen Narrativen“ zu begnügen, oder auf die Findung „gerichtsfester Beweise“ zu warten, was für „informelle“ Handlungen von Regierungen und Geheimdiensten nicht selten das Warten auf den „St. Nimmerleinstag“ bedeuten würde. „So geht auch Hypothesen- und Theoriebildung nicht“! Wichtige Leitlinie sind immer „Ockhams Rasiermesser“ bei Würdigung der Komplexität von Vorgängen, Plausibilität und die Frage „Qui Bono?“, sowie ein Hineindenken in die Grundsätze und Zielsetzungen von Akteuren. Wenn man aber die Betrachtungen nicht aus der Perspektive von Mainstream und „Macht“ betrachtet, werden Analysen aus der Gegenöffentlichkeit immer als „strange“ gewertet werden. Illustriert wird das durch die unzählige Male in Abwandlungen gestellte Frage: „Wer stoppt Putin?“, nie habe ich im Mainstream gelesen: „Wer stoppt die USA?“.

Ein Teil der Anwürfe negiert auch auf dreiste Weise weithin akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse, so der erhobene Vorwurf, ich würde durch „die wilde Behauptung“, Teile der US-Wirtschaft hätten den Nazis mit zur Macht verholfen, und teils durch den Krieg hindurch mit den Nazis zusammengearbeitet, die deutsche Schuld verharmlosen, was ich in keiner Weise tue:

All this doesn´t belittle the German historical guilt and it doesn´t belittle the sacrifices of thousands of GIs who left their lives like millions of Soviet soldiers in the battle against the Nazis, but the believe that the US are the “Motherland of Anti-Fascism” is nothing but a myth, which is also shown by the fascist coup attempt in the US itself: http://en.wikipedia.org/wiki/Business_Plot aus: https://wipokuli.wordpress.com/2013/06/06/d-day-shouldnt-be-forgotten/

Zur Zusammenarbeit von Teilen der US-Wirtschaft mit den Nazis siehe u. a.:

http://azvsas.blogspot.de/2009/05/how-us-capitalism-supported-hitler.html

Besonders wütende Vorwürfe richten sich auch auf meine Darlegungen zu Nine Eleven. Nun spielt Nine Eleven eine zentrale Rolle im gegenwärtigen „westlichen Narrativ“ und im von den USA geleiteten „War on Terror“, der unzähligen Menschen das Leben gekostet hat. Die Ereignisse sind auch Grundlage der Überwachungs- und Sicherheitspolitik. Da ist Frage nach dem Wahrheitsgehalt der offiziellen Darstellung unabdingbar. Hier nun teile ich die Position von vielen Menschen in den USA, der der dortigen Vereinigung von gestandenen Architekten und Ingenieuren (http://www.ae911truth.org/about.html) und z. B. des Schweizer Historikers Daniele Ganser (https://www.youtube.com/watch?v=sDPtiR4EQ2A).

Nach rund acht Jahren intensiven Studiums der Geschehnisse kann ich zu keinem anderen Schluss kommen, als dass es sich um einen „Inside Job“ eines Teiles der US-Machtelite gehandelt haben muss. Nun findet man im Internet dazu viele Darstellungen, derer eine ganze Zahl sich in absurde Spekulationen begeben. Es gibt auch sehr viele Äußerungen, die Israel für die Anschläge verantwortlich machen, was fraglos „Wasser auf die Mühlen“ von „Dumpfdenkern“ ist. Auf der anderen Seite allerdings besteht die Notwendigkeit der politologischen Erklärung des Sonderverhältnisses zwischen Israel und den USA, das sich nicht selten als der „mit dem Hund wedelnde Schwanz“ zu gerieren scheint. Nicht selten wird dies pauschal mit gefährlich dumpfen Deutungen, wie „die Juden regieren die USA“ versehen, was tatsächlich Ausfluss weiter bestehenden Antisemitismus sein dürfte. Die These, die ich in dem Artikel vertrete und mit Indizien untermauere, sagt, durch ausgedehnte Geheimdienstkenntnisse zu diesem „Inside Job“ hat die israelische Machtelite ein gut Stück Erpressungsmacht zur Nahost-Politik der USA gewonnen:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/08/21/usa-und-israel-schmutzige-geheimnisse-und-erpressungsmacht/

Dort ist ausdrücklich gesagt, dass es sich um ein „Spiel“ zwischen den Machteliten handelt:

„Manch Simpel zieht sich gerne auf zweifelhafte Klischees zur US Politik zurück, aber es sollte eines klar sein: es ist ein Spiel zwischen der US-Machtelite und der Machtelite Israels. Es ist inzwischen „amtlich“: kein Land spioniert in den USA soviel wie Israel. Und die US-Machtelite hat sehr viele schmutzige Geheimnisse (http://tinyurl.com/bqqdwmv), und eine Fraktion der Machtelite (die über einige strategische Fragen tief gespalten ist) hat besonders schmutzige Geheimnisse: die Neocon-Fraktion (Neokonservatismus ).“ und:

„Um es gleich zu sagen, ich halte es mindestens für naiv, daraus den Schluss zu ziehen, der Mossad hätte Nine Eleven organisiert. Nicht, dass ich diesem Geheimdienst (wie allen anderen) Skrupel unterstellen würde, aber das hätte er gegen die Interessen der US-Machtelite nicht wagen dürfen.“

Ebenso wird der im Netz nicht seltenen Deutung entgegengetreten, dass die Ermordung Kennedys (die auf Grund diverser Indizien ebenfalls für einen Inside Job halten muss) ein Werk des Mossad sei:

„Da gibt es Leute, die glauben, wegen Kennedys vehementer Gegnerschaft zur Nuklarbewaffnung Israels habe der Mossad selbst ihn umgebracht, Nebbich! Auch wieder nicht wegen moralischer Skrupel hätte der Mossad nicht davon träumen können, sondern, weil Israel zum damaligen Zeitpunkt auf noch schwächeren Füßen stand, und viel wichtiger: Kennedys Gegnerschaft zur Nuklearbewaffnung lag auf der Linie der US-Machtelite insgesamt, während es die Widersprüche Kennedys zu dem Teil der Machtelite („Warrior“) waren, die vor den allergrößten Risiken einer Invasion Kubas (und einer nuklearen Konfrontation mit dem Ostblock) nicht zurückschreckten, waren, die Kennedys Todesurteil nach sich zogen“.

Nun wird – gar nicht mehr so erstaunlicherweise – die sehr kritische Sicht auf die US-Politik von den massiv auftretenden Störern eben auch als „Antisemitismus“ gewertet. Es wird aber besonders übel, wenn man versucht, nicht nur westliche koloniale Untaten der Vergangenheit, die letztlich der Bereicherung des Westens insgesamt dienten (und von denen ich indirekter Weise mit schwerem Gewissen mit „profitiere“), hinter der Shoa und den Problemen des realen Antisemitismus´ zu „verstecken“ (allein König Leopolds „Privatkolonialismus“ hat den Kongo ca acht bis zehn Millionen Tote gekostet, siehe Adam Hochschild, „King Leopold´s Ghost“), sondern auch die imperialen Verbrechen der Gegenwart. Auch die Kriege Ruandas und Ugandas haben den Kongo zwecks Gewinnung des für den Westen so wichtigen Coltans seit 1996 wohl noch einmal die gleiche Zahl an Toten gekostet.

Es wird makaber, wenn besagte Gruppierung die Darstellung der US-Strategie in Afrika und der gesamten südlichen Hemisphäre einfach als „Relativierung“ der deutschen Nazi-Barbarei diffamiert. Da sollte man einmal den US-Think-Tank-Betreiber George Friedman selbst hören, wie er sich darüber äußert, dass Reagan dafür sorgte, dass Iraker und Iraner sich gegenseitig umbrachten: https://www.youtube.com/watch?v=z5SjPLJOjqc .

Und es wird noch schlimmer, wenn man beschimpft wird, weil man darauf aufmerksam macht, dass es in US-Think-Tanks Ideen für den „Rassenkrieg“ (in Fortsetzung des berüchtigten „Project Coast“ – http://www.geschichte-suedafrika.de/story/drdeath.htm – im sterbenden Apartheid-Südafrika, dessen offenster enger Verbündeter Israel war) gibt:

And advanced forms of biological warfare that can target specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.“

from: „Rebuilding America´s Defences“, S. 60,

http://de.scribd.com/doc/9651/Rebuilding-Americas-Defenses-PNA C

Die gegen mich adressierten Anwürfe sind insofern haltlos und unbegründet. Mich treiben sowohl Erkenntnisdrang als auch mein Gewissen, zu recherchieren und zu schreiben. Die Störer des Vortrags haben anhand von gewaltsamen Methoden, die durch Diffamierungen gerechtfertigt wurden, versucht, mich am Reden zu behindern, anstatt mir in einer gewaltfreien Diskussion zu beweisen, dass die von mir zur Debatte vorgelegten Hypothesen zu verwerfen sind.

Andreas Schlüter‏

Berlin, den 16. Mai 2015

PS: Ungestört habe ich dann meinen Vortrag: “Der Einfluss der US-Machtelite auf die Internationale Politik” zuhause auf Video aufnehmen lassen können: https://wipokuli.wordpress.com/2015/06/07/der-einfluss-der-us-amerikanischen-machtelite-auf-die-internationale-politik/

Links:

Fachschaftsinitiave am Otto-Suhr-Institut (OSI/FSI): http://fsiosi.blogsport.de/wir-ueber-uns/

https://wipokuli.wordpress.com/2012/10/21/moshe-zuckermann-wider-den-zeitgeist/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/03/moshe-zuckermann-ein-aufrechter-linker-mahner/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/26/die-jungste-schweinerei-wolffsohn-kettet-judentum-an-kapitalismus/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/03/03/die-linke-und-die-friedensfrage-der-stand-der-dinge/

mishandlung-von-fluechtling

Vor fast fünfundzwanzig Jahren fiel die Mauer, fraglos für Menschen, die durch familiäre Bande zwischen den beiden deutschen Staaten verbunden waren, ein Grund, glücklich zu sein. Auch ist unbestreitbar, dass die Teilung eines Volkes durch Grenzen viele negative Begleiterscheinungen hat (ein Schicksal, dass keine Spezialität Deutschlands war bzw. ist). Ich erinnere mich gut, dass ich bald ein ungutes Gefühl verspürte und ein Aufschäumen nicht nur von Nationalismus, sondern auch von Rassismus und Neofaschismus befürchtete (schon bald ging die Kunde von Neonazis, die aus dem Osten Hamburgs in die neuen Bundesländer strömten – und natürlich auch zurückkamen). Schnell war ich von Sorgen beschwert, da mein Sohn sich afrikanisch-deutscher Abstammung erfreut, und wie seine Mutter potentielles Ziel rassistischer Attacken war (und leider noch ist). Es passierte dann ja auch sehr viel Furchtbares in dieser Beziehung, von dem Einiges in Gestalt der Urheber der rassistischen „NSU-Morde“ jetzt erst (noch nicht wirklich) an die Oberfläche kommt. Da ist noch Vieles aufzuarbeiten (http://tinyurl.com/cyzhuks).

Man verstehe mich nicht falsch, meine Haltung ist weit entfernt von der verirrter ehemalige „Linker“, die sich als „Anti-Deutsche“ auf die Seite us-amerikanischer Machtpolitik und israelischer Kolonialpolitik geschlagen haben und pausenlos das „Vierte Reich“ und einen eigenständigen deutschen Imperialismus an die Wand malen, dabei ist eines der heutigen deutschen Verbrechen das vasallenmäßige Mittun bei westlicher imperialer Kriegspolitik (dirigiert von der US-Machtelite), wenn auch von wirtschaftlichem deutschen Gängeln anderer europäischer Staaten begleitet. Es sind gerade diese „Anti-Deutschen“, die im Verhältnis zwischen „Wessis“ und „Ossis“ dem heuchlerischen „wir waren die Guten“ frönen (http://tinyurl.com/99hh36o). Damit hat meine Skepsis und mangelnd Feierlaune also wahrlich nichts zu tun!

Diese rührt daher, dass die guten Dinge aus beiden deutschen Staaten, im Westen die immerhin doch ein wenig „sozialer“ gefärbte Marktwirtschaft und ein ehemals erheblich besseres Sozialwesen sowie die Zurückhaltung gegenüber kriegerischem Mittun in der Welt, und im Osten die soziale Organisation der Daseinsvorsorge sowie eine ausgeprägte Orientierung am Gemeinwohl verschwunden sind! Die aufflackernde Glitzerwelt verdeckt für einen erheblichen Teil der Öffentlichkeit immer mehr, dass wir uns weiter in Richtung soziale Ausgrenzung und hemmungslosem Neoliberalismus bewegen, kräftig Waffen exportierend (auch noch vermehrt in Krisenregionen). Statt eines Mit- und Füreinanders triumphiert die „Selektion“ à la „Deutschland sucht den Superstar“. Schon mit dem Verzicht auf eine – wie ursprünglich vorgesehene – neue deutsche Verfassung nach der Vereinigung kündigte sich diese verhängnisvolle Entwicklung an, dass nun der Kapitalismus richtig loslegen würde und jedes „Echo“ des Sozialismus´ systematisch ausgeblendet werden würde.

Beschämend aber ist, dass durch Verzicht auf demokratische Souveränität (nicht nur durch die leider real sehr zur Aushebelung von Demokratie angelegte EU – so segensreich grundsätzlich die europäische Entwicklung ist) die Menschen dieses Landes erneut zur Mittäterschaft getrieben werden, zur Mittäterschaft an der Umsetzung us-amerikanischer Allmachtsphantasien! Auch, wenn nun nicht mehr am „deutschen Wesen“ die Welt genesen soll, sondern am us-amerikanischen Wesen angeblich genesen soll (und in Wirklichkeit droht, an diesem zugrunde zu gehen), man ist dabei. Man „ist wieder wer“, ein oftmals nur allzu treuer Vasall. Und Sozialdemokraten treiben mit zur endgültigen Kolonisierung Europas durch die USA, wie sie mit dem Freihandelsabkommen mit den USA, dem „TTIP“, eingeläutet werden soll (http://tinyurl.com/n37zw4r).

Nein, zum Feiern wäre mir zumute, wenn sozial gesinnte Politik den Inländern wie „Ausländern“, den Flüchtlingen vor dem durch den Westen angerichteten Grauen gegenüber „ausbrechen“ würde, wenn die deutsche Politik sozial und friedlich sowie aufrecht gegenüber Verbrechen in der Welt (gerade auch gegenüber denen der „Verbündeten“ wie denen der USA und Israels, http://tinyurl.com/mkfnkjj) werden würde. Wenn auch deutsche Handlanger der US-Spionage wegen Landesverrats im Knast landen würden und der Bespitzelung durch NSA & Co Einhalt geboten werden würde, wenn Snowden hier Asyl bekäme! Wenn die alberne Masche „Privat vor Staat“ auf dem Müll landen würde und gesellschaftliche Verantwortung nicht kleckernde Caritas, sondern staatliche Verantwortung bedeuten würde. Und, wenn es daher auch kein „Abu Graib in NRW“, die Misshandlung und Erniedrigung hilfloser Flüchtlinge durch „private Sicherheitsdienste“ (* welch Hohn!) gäbe!

Ja, dann würde ich mitfeiern!

Andreas Schlüter

*) http://www.rp-online.de/nrw/panorama/nrw-skandal-um-misshandlung-von-fluechtlingen-weitet-sich-aus-aid-1.4561876

Gerne haben „interessierte Kreise“ DIE LINKE ohne jede Grundlage des „Antisemitismus´“ (gemeint war konkret die Abneigung gegen Juden) verdächtigt. Dieser Vorwurf wurde festgemacht an einer willkürlichen Gleichsetzung von Juden, Zionismus und Israelischer Regierung. Auf Grund dieser Gleichsetzung wurde die Erkenntnis in weiten Teilen der LINKEn, dass die israelischen Okkupationspolitik und Siedlungspolitik chauvinistisch und rassistisch zu nennen ist, als Judenhass diffamiert. Dabei störte es die Urheber dieser Anschuldigung keineswegs, dass der Widerstand von Jüdinnen und Juden in Israel und der Welt gegen diese Gleichsetzung immer wütender wird. Darüberhinaus versuchte man fast komplett aus der blauen Luft eine „Querfront“ aus Teilen der LINKEn einerseits und rechten, deutsch-nationalistischen Kräften andererseits zu konstruieren. Ein Lehrstück an politischer Schmutz-Kampagne und Diffamierung, vielleicht durch rührige Einflussagententätigkeit ein wenig mit „Substanz“ gefüttert.

Da haben wir die Querfront!

Nicht ganz neu ist die „Querfront“ hingegen zwischen ehemaligen und verwirrten „Linken“, die sich als „Antideutsche“ bezeichnen und auch versuchen, über die Jugendorganisation `solid als BAK Shalom DIE LINKE zum Spielfeld für rechte Wühlarbeit zu machen. Das Gründungsdokument weist den Verein als „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus“ aus, auch vom Antiimperialismus verabschiedet man sich:Das Kernstück des Antiimperialismus ist der Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika, auf die alle Übel der Welt projiziert werden. Im schlimmsten Fall wird die vermeintliche jüdische Dominanz angeprangert. Dies ist die offene Flanke hin zum Antisemitismus“.

War der Ausgangspunkt der „Antideutschen“ insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte der nachvollziehbare Abscheu gegen deutschen Nationalismus, so stellte sich nun bald heraus, dass man gegen zionistischen Ultra-Nationalismus keineswegs etwas hatte, ebenso wenig wie gegen Rassismus und Militarismus, wenn er nur von Israel ausging. Es spielte auch keine Rolle, dass Israel „in Treue fest“ zum rassistischen Apartheid-Südafrika gestanden hatte. Daraus entwickelte sich bald eine zusätzliche Vorliebe für die USA und eine schützende Haltung gegenüber dem Kapitalismus. „Antikapitalismus“ wird in den Texten dieser Truppe nur noch als „regressiver“ Antikapitalismus diffamiert. Alsbald wurde Kritik an der US Kriegspolitik auch schon zusammen mit Antikapitalismus als „Schleichweg“ zum Antisemitismus gebrandmarkt. Konstituiert hatte sich also eine Querfront zwischen ehemaligen Linken und Rechtsaußen, sofern Rechtsaußen nur zionistisch drapiert ist.

Deutsche nationale „Interessen“, die „Staatsraison“ und der Rechts-Zionismus

Auch insbesondere die gesellschaftspolitische Rechte, soweit nicht in dumpfer Nazi-Denke verhaftet und immer noch dem verlorenen Zweiten Weltkrieg nachtrauernd, sympathisierte bald mit dem militanten Zionismus , hier dem Beispiel insbesondere der christlichen Neokonservativen Rechten in den USA folgend. Dabei spielte in Deutschland die Ablasshandels-Politik eine wichtige Rolle, die versuchte, „Vergebung“ für die unglaublichen deutschen Verbrechen durch die Unterstützung der aggressiven Politik Israels an Dritten zu erschleichen. Durch diese Instrumentalisierung der Shoa im Dienste einer prozionistischen Strategie ließen sich große Teile der Sozialdemokratie und der Grünen integrieren. Das geschah nach dem immer gleichen Motto „Dabeisein ist alles!“. Aber man kann nicht übersehen, dass es in meiner Partei, DIE LINKE, auch einige Figuren gibt, die dem Spiel einiges abgewinnen können. Bodo Ramelow und Petra Pau gehören zu den einflussreichsten Förderern des BAK Shalom. So etablierte sich also seit geraumer Zeit ein Bündnis aus sich von ihrer längst vergessenen Vergangenheit her „links“ Gebenden mit Rechten und imperialistischen Kräften sowie dem Rechts-Zionismus. In den USA gibt es natürlich diese Verklammerung von erheblichen Teilen der Demokraten und den Republikanern insbesondere über AIPAC, die Lobby-Organisation der israelischen Regierungs-Politik, ebenfalls. Auch Hillary Clinton ist immer wieder durch ihren engen Kontakt zu AIPAC hervorgetreten, auch, wenn die rein verbalen Ermahnungen und Einlassungen zur israelischen Siedlungs-Politik jetzt mit Theater-Donner aufgenommen werden. Bindeglied dieser unheiligen Allianz ist eben der Rechts-Zionismus.

Von der nicht ungefährlichen „Schmuddel-Ecke“ zum teuflischen Horror

Die ultrarechte und militant anti-muslimische „English Defence Leage“ (EDL), die man in Deutschland als faschistisch bezeichnen würde, hat auch ihre Liebe zum Rechts-Zionismus entdeckt und zeigt Flagge, die Israelische! In England wird gegen den Verein, dessen Mitglieder gern „Pakis aufmischen“, nicht rechtlich vorgegangen, die Bande wird eher als „politische Schmuddel-Ecke“ aufgefasst, was gesellschaftspolitisch milde gesagt als fahrlässig bezeichnet werden könnte. Das auch militante US-Ultras, die Abtreibungsärzte ermorden zu dürfen glauben, und sonstige militante Rechte mit „christlichem Hintergrund“ zum sehr großen Teil ihren „Kreuzzug“ gerne mit dem ultra-zionistischen Konzept verbinden, wurde schon angedeutet, ebenso, dass bedeutende Mitglieder der Demokraten eingebunden sind.

Aber nun haben all die Herrschaften ein Problem: der der geneigten Öffentlichkeit als „irrer Einzeltäter“ präsentierte Attentäter von Norwegen, Anders Breivik, nennt die militanten Anti-Islamisten, die „Anti-Multi-Kulturalisten“ und die Zionisten sowie die fanatischen Anti-Marxisten seine „Waffenbrüder“. Der Täter bekennt sich zu Christlichem Fundamentalismus und fanatischen Eurozentrismus. Er hat auch eine politische Sozialisation durch die Freimauer erfahren. Auch den „geistigen Führer“ der „Achse des Guten“, Henrik M. Broder, hat er gerne zitiert. Ja, eine Querfront wirklich zum Fürchten!

Andreas Schlüter

Internet-Links zum Thema:

http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/

http://www.benjamin-krueger.net/?p=7

http://bak-shalom.de/index.php/2011/07/11/das-iranische-regime-der-arabische-aufbruch-und-die-bedrohung-israels-2/

http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/begriffserklarung-regressiver-antikapitalismus/

http://www.hintergrund.de/201107121647/feuilleton/zeitfragen/sieg-oder-holocaust.html

http://www.youtube.com/watch?v=EUJhHL0dK7E&feature=related

http://www.progressivepress.com/blog-entry/oslo-down-new-world-order

http://www.uri-avnery.de/news/148/17/Der-neue-Antisemitismus

Zu Hillary Clinton u. a.: http://antiwar.com/frank/?articleid=10372

Hier haben wir fast alles zusammen: http://www.pi-news.net/2011/05/ein-leuchtturm-der-hoffnung-und-freiheit/