Mit ‘Sowjetunion’ getaggte Beiträge

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Red Army Monument Treptow Park – Mahnmal der Roten Armee im Treptower Park

End NATO war policy against Russia! – Schluss mit der NATO-Kriegspolitik!

Andreas Schlüter

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8th/9th May: End of World War II 72 years ago!

8./9. Mai: Ende des 2. Weltkriegs vor 72 Jahren!

It is shameful to see that Germany is joining in the NATO military build up against Russia!

Es ist eine Schande mitansehen zu müssen, wie Deutschland sich an der militärischen Einkreisung Russlands durch die NATO beteiligt!

See – Siehe

https://wipokuli.wordpress.com/2016/05/08/71-years-thank-you-red-army-71-jahre-danke-rote-armee/

Andreas Schlüter

Hat sich da einer verplaudert?

1990 standen Außenminister Genscher und der US-Außenminister Baker vor der Kamera und Genscher verkündete, dass nach der Wiedervereinigung das NATO-Gebiet nicht nach Osten ausgedehnt würde (noch nicht einmal das Gebiet der ehemaligen DDR sollte einbezogen werden). Diese Zusicherung ist also filmisch gut dokumentiert, wird allerdings von „interessierten Kreisen“ immer wieder bestritten. Hier ist die Äußerung, vom „Weltspiegel“ dokumentiert (0:15):

genscher-baker-nadio

https://www.youtube.com/watch?v=1nRqiwMgsuM

Etwas ist in dieser Aufnahme erstaunlicherweise (ich beziehe mich da selbst ein) immer wieder übersehen bzw. überhört worden. Genscher unterläuft ein interessanter Freudscher Versprecher. Er spricht vom „Nadio-Verteidigungsgebiet“. Aaaah? Er will sagen „NATO-Verteidigungsgebiet“, aber, was ist „Nadio“? Nun, es gibt nur eine sprachliche Erklärung: er hatte „Gladio“ im Kopf! Das, was mit der NATO eng verknüpft ist, ist Gladio. Die „Gladio-Strukturen“, auch genannt „NATO-Geheimarmeen“ sind von den USA (und Großbritannien) eingerichtet worden, ursprünglich angeblich als „Stay Behind Armeen“ gegen eine sowjetische Invasion. Sie sind das Terrornetzwerk gegen linke Entwicklungen in Westeuropa. Wird es überhaupt genannt, wird gerne gesagt, es sei nur eine Geschichte des Kalten Krieges gewesen, was man bezweifeln kann.

Deutsche Politiker haben immer wieder so getan, als sei dies Phantasie. Aber Genscher hat sich hier wohl verplaudert!

Andreas Schlüter

https://www.youtube.com/watch?v=HtUoPRERbXk

https://www.youtube.com/watch?v=zygPxUFOjKs

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/gladio-100.html

Linksammlung zu Gladio, Geheimdiensten & den Morden des „NSU“: https://wipokuli.wordpress.com/2013/01/24/link-liste-meiner-artikel-zu-gladio-nsu-geheimdiensten-und-staatsorganen/

Deutsche Übersetzung unten!

Thanks, Red Army, thanks for allowing me to grow up in Hamburg without Nazi-Regime! I´ll never forget that the people of the Soviet Union suffered the most terrible losses by the crimes that Nazi-Germany perpetrated! I´ll also not forget that millions of Soviet soldiers carried the bulk to end the Nazi barbary! Thanks also to the soldiers of all the armed forces in the Anti-Fascist coalition! But I´ll also not forget that parts of the US Power Elite did a lot to push the Nazis into power (http://azvsas.blogspot.de/2009/05/how-us-capitalism-supported-hitler.html).

This had two geo-strategic aims: on one side to kick the geo-strategic competitor Great Britain „out of the game“ (GB lateron became the „51st State“) and on the other side to get the Soviet Union bombed „into Stone Age“. The second aim wasn´t „fully reached“, but sinister forces are still „working“ on today Russia (https://www.youtube.com/watch?v=z5SjPLJOjqc, hear George Friedman).

Let´s stand with all people who celebrate the 70th anniversary of Nazism´s defeat as well as the victory of the Red Army and the Anti-fascist Coalition, and let´s join in the demand:

End to Fascism, Racism and Imperialism,

no more wars for world domination and imperial plunders!

Down are some photos from the celebrations

at the Soviet War Monument in Treptow, Berlin

Danke, Rote Armee!

Danke, Rote Armee, danke dafür, dass ich in Hamburg ohne Nazi-Regime aufwachsen konnte! Ich werde niemals vergessen, dass die Sowjetunion furchtbare Verluste durch die Verbrechen Nazi-Deutschlands erlitt, ich werde auch nicht vergessen, dass die Sowjetsoldaten die Hauptlast trugen, die Nazi-Barbarei zu beenden. Danke auch allen Soldaten der anti-faschistischen Koalition! Ich werde aber auch nicht vergessen, dass wichtige Teile der US-Wirtschaftsmacht viel taten, um die Nazis an die Macht zu bringen (http://de.indymedia.org/2007/04/172951.shtml).

Dies hatte zwei Ziele: zum Einen den geostrategischen Hauptkonkurrenten Großbritannien „aus dem Spiel“ zu katapultieren (man spricht heute nicht umsonst von Großbritannien als dem 51. Bundesstaat der USA), zum Anderen, die Sowjetunion „in die Steinzeit zu bomben“. Das zweite Ziel wurde nicht wirklich erreicht, aber „man arbeitet“ weiter am heutigen Russland (https://www.youtube.com/watch?v=z5SjPLJOjqc, man höre bzw. lese hier George Friedman)

Lasst uns mit allen zusammenstehen, die die 70-jährige Wiederkehr des Sieges über das Nazi-Regime durch die Rote Armee und die anti-faschistische Koalition feiern! Lasst uns mit Allen zusammenstehen, die fordern:

Schluss mit Faschismus, Rassismus und Imperialismus!

Schluss mit den Kriegen zur Weltbeherrschung und imperialen Ausplünderung!

Fotos von der Siegesfeier am Sowjetischen Siegesdenkmal in Treptow unten

Andreas Schlüter

Photos – Fotos

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Links:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/05/11/danke-russland-danke-sowjetarmee/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/06/06/d-day-shouldnt-be-forgotten/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/05/11/ein-paar-gedanken-zum-8-mai-gegen-verschwurbelte-romantik/

https://wipokuli.wordpress.com/2015/01/27/internationaler-tag-des-gedenkens-an-die-opfer-des-holocaust-in-auschwitz-ohne-putin-eine-schande/

https://wipokuli.wordpress.com/2014/06/06/d-day-meilenstein-in-der-befreiung-vom-faschismus-und-instrument-der-heuchelei/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/01/30/27-januar-tag-des-gedenkens-tag-der-schande/

https://wipokuli.wordpress.com/2012/09/08/arte-manchmal-ein-lichtblick-die-frechen-franzosen-und-das-imperium/

https://wipokuli.wordpress.com/2012/07/17/us-machtelite-wir-wissen-was-ihr-vor-wahrend-und-nach-dem-zweiten-weltkrieg-gemacht-habt/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/16/allmacht-usa-eine-geschichte-des-antifaschismus/

https://wipokuli.wordpress.com/2014/03/09/20141914-das-grose-erschrecken/

https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/13/list-of-my-articles-on-the-usa/

https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

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Es ist eine Schande: zum 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat man den Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, den Präsidenten des Landes (damals in der Sowjetunion), dessen Soldaten die Hauptlast des Krieges gegen Nazi-Deutschland getragen haben, nicht eingeladen! Grund: er widersetzt sich der aggressiven NATO-Politik zur Einkreisung Russlands!

Im Übrigen gilt, was ich auf diesem Blog am 30. Januar 2013 veröffentlicht habe:

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Todeslager Auschwitz-Birkenau. Dieser Tag, der 27. Januar, ist als Holocaust-Gedenktag nicht nur in Deutschland, sondern auch international dem Gedenken an die sechs Millionen Opfer der systematischen Judenvernichtung durch die Nazis in Europa gewidmet. Es ist richtig, in das Gedenken auch die weiteren Opfer des Nazi-Wahns einzubeziehen. 200.000 bis eine halbe Million Sinti und Roma (1)  fielen dem Rassenwahn und dem Sozialdarwinismus des Horrorregimes zum Opfer. Afrodeutsche (2) in nicht geringer Zahl wurden in KZs umgebracht. Unzählige Menschen wurden wegen ihrer politischen Ansichten oder ihrer sexuellen Orientierung vernichtet. Der Nazi-Kriegsmaschine fielen in Osteuropa wohl an die zwanzig Millionen Menschen zum Opfer. Dies alles ist Grund, als Deutscher mit Scham der Leiden dieser Millionen von Menschen zu gedenken, sich der nationalen Schuld, teils durch massenweise Unterstützung, Wegschauen sowie „Nicht-Wissen-Wollen“, bewusst zu sein, und grimmig „nie wieder“ nicht nur zu denken und zu sagen, sondern auch dementsprechend zu handeln! Solange es die Menschheit und eine kontinuierliche Geschichtsschreibung gibt, wird dieser Schandfleck auf der deutschen Geschichte bestehen!

Schande, die die nationale deutsche Schande nicht mindert, aber auch über die, die daran mitgewirkt haben, die Nazis an die Macht zu bringen, ihre Kriegsmaschine mit zu ölen und den Krieg zu verlängern, was für bedeutende Teile der US-Wirtschaft zutrifft (3). Schande auch über die, die die deutschen Verbrechen als Vorwand und Legitimation für eine rassistische und kolonialistische Politik den Palästinensern gegenüber missbrauchen (4). Schande auch über die, die glauben, sich ablasshandelsmäßig von der nationalen Schuld durch Unterstützung dieser Verbrechen freikaufen zu können (5)!

Schande aber auch über die, die gerne die westlichen Verbrechen insgesamt hinter diesem furchtbaren Geschehen verbergen wollen, den Völkermord an den Indianern, an den australischen Ureinwohnern und die andauernde völkermörderische Plünderungspolitik Afrika gegenüber. Auch die Verbrechen an Menschen in Asien gehören dazu, von der mörderischen Plünderung Indiens über die Opiumkriege wie die massenvernichtenden westlichen Kriege in Südostasien! Der Krieg gegen die „Dritte Welt“ insbesondere als spekulativer „Hungerkrieg“ setzt sich fort (6). Diese Gesamtschuld des Westens mindert die nationale deutsche Schuld nicht, wie einem bei solchen Äußerungen gern als Ziel unterstellt wird, nein, sie addiert sich durch deutsche Beteiligung darauf!

Andreas Schlüter

 

Anhang:

1)      http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/sintiroma/index.html

2)     http://www.maooni.de/gert-schramm-afro-deutscher-ueberlebender-des-kz-buchenwald/

3)      https://wipokuli.wordpress.com/2012/07/17/us-machtelite-wir-wissen-was-ihr-vor-wahrend-und-nach-dem-zweiten-weltkrieg-gemacht-habt/

4)      https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/15/nahost-prufstein-fur-anti-imperialisten/

5)      https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/02/verirrungen-von-verquast-bis-boswillig/

6)      http://www.uweness.eu/kapitalismus-toetet.html

7)      http://www.die-linke.de/nc/dielinke/nachrichten/detail/artikel/30-januar-2013-tag-des-gedenkens-und-der-mahnung/

Weiterer LINK: https://wipokuli.wordpress.com/2014/05/11/danke-russland-danke-sowjetarmee/

Vortragsreihe zu

Weltpolitik und Geostrategie

in sechs Blöcken

von insgesamt zwölf Stunden

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Viele Menschen haben das Empfinden, dass das weltpolitische Geschehen ein absolut unentwirrbares Chaos ist, welches nicht mehr zu durchdringen und zu verstehen ist. Das liegt unter anderem daran, dass von den Mainstream-Medien immer weniger an soliden Hintergrundinformationen geliefert wird. Die neuen Entwicklungen in den USA erhöhen bei vielen Menschen noch das Gefühl der Verunsicherung.

Ein hilfreicher Überblick über die großen Entwicklungslinien des Weltgeschehens und die geostrategischen Leitlinien der Machteliten soll in einer Reihe von sechs Blöcken mit Vorträgen und Gesprächen angeboten werden.

Jeder dieser Blöcke umfasst zwei Stunden.

1. Block: Von der „Wiege bis zur Bahre“

Als der moderne Mensch seine „Wiege“ Afrika verließ, zählte die Menschheit weit weniger Menschen als im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen, vielleicht sogar weniger als 100.000. Gewaltige Schübe der Bevölkerungsentwicklung kamen mit der Sesshaftigkeit, den frühen großen Ansiedlungen und dem Entstehen der „Hochkulturen“ vom Niltal über China bis Mittel- und Südamerika. Insbesondere die Entwicklung Afrikas und Asiens war der Entwicklung Europas lange voraus. Erst mit dem Ende des 15. Jahrhunderts änderten sich diese Verhältnisse und Europa griff nach der Weltherrschaft, sehr zum Nachteil vieler Regionen der Welt. Dabei spielte die Entwicklung der Schifffahrt im Mittelmeer und in Zentraleuropa sowie die Übernahme der „Schießkunst“ aus China eine wichtige Rolle.

Viele bemerkenswerte Kulturen und gewaltige Menschenzahlen fielen dem Expansionsdrang europäischer Mächte zum Opfer. Nordamerika, große Teile Mittel- und Südamerikas sowie Australien wurden von Erdteilen ihrer ursprünglichen Bewohner zu Gebieten vorwiegend europäisch-stämmiger Menschen, die Reste der alten Bevölkerung ins Abseits gedrängt und auf lange einer eigenen Perspektive beraubt. Sklavenhandel und Kolonialismus erlaubten Europa die Ansammlung von Mitteln, die letztlich die industrielle Revolution ermöglichten.

Europa wurde zum absoluten Machtzentrum der Welt, sowohl auf Kosten vieler außereuropäischer Kulturen als auch auf Kosten der Menschen, die zunehmend in Europa in kapitalistische Ausbeutungsverhältnisse gedrückt wurden. Viel von wirklichem Fortschritt in Wissenschaft, Bildung, politischen Verfahren und staatlicher Effizienz ist nicht das Ergebnis „europäischer Werte“, sondern sind Früchte, die weitgehend von anderen Menschen bezahlt wurden.

Die Teilung innerhalb Europas schürte technische und militärische Konkurrenz, was einerseits den Vorsprung der übrigen Welt gegenüber vergrößerte, aber andererseits auch den „Keim des Verderbens“ in sich trug. Das Ende der Vorherrschaft Europas mit seinen widerstreitenden Zentren begann mit dem Ersten Weltkrieg und war danach besiegelt.

2. Block: Die Umkehrung der Verhältnisse

Beim Ende des Ersten Weltkriegs hatte sich die wirtschaftliche Dynamik in hohem Maße auf den Nordamerikanischen Kontinent verlagert. Dieser war nach den Verbrechen an den Ureinwohnern und mit Hilfe von Sklavenarbeit zu einem neuen Zentrum der industriellen Entwicklung geworden. Die Hoffnung vieler Arbeiter in den Industrieländern richtete sich nach Osten auf das große sozialistische Experiment.

Das Verhältnis zwischen der Seemacht Großbritannien und ihrer „Tochter“, der USA, begann, sich umzukehren, was sich im Zweiten Weltkrieg endgültig manifestierte. Gleichzeitig entfaltete sich das Ringen zwischen See- und Landmächten neu, das der britische Geograf Mackinder Anfang des Jahrhunderts beschrieben hatte. In Asien hatte Japan als erste nichteuropäische (See)-Macht den Sprung ins Industriezeitalter geschafft und ein Vorspiel zur Wiedererstarkung Asiens als weiteres Zentrum der Entwicklung der Welt geliefert.

Schon das tödliche Ringen der europäischen Mächte im Ersten Weltkrieg hatte den Widerstandsgeist gegen Kolonialismus und Ausplünderung in den Kolonien der südlichen Hemisphäre inspiriert und das Thema der Demokratie auf die „Weltagenda“ gesetzt. Im Zweiten Weltkrieg gewann auf Seiten der Alliierten in der Konfrontation mit den Achsenmächten und dem völkermörderischen Rassismus Deutschlands der Antirassismus eine medial-gesellschaftliche Bedeutung, an der sich die Kolonialmächte würden messen lassen müssen. Dies traf aber auch in hohem Maße für das neue „Weltzentrum“, die USA, als „Nicht-Kolonialmacht“ zu.

Die Bedrohung der Revolution in der Sowjetunion schon mit westlichen Expeditionstruppen dort noch in den Zwanziger Jahren und die faschistische Invasion ließen aber auch den Stalinismus als autoritäre Reaktion „gedeihen“ und das sozialistische Experiment gleichzeitig schädigen. Dies machte es erheblich leichter, auch den Arbeitern westlicher Länder gegenüber die große Systemalternative zu diskreditieren. Kurze Zeit aber erschien die Welt einig im Triumph über die Nazi-Barbarei.

3. Block: Kalter Krieg und Dekolonisierung

Die Sowjetunion ging, schwer durch den mörderischen Angriff Nazi-Deutschlands mit 20 Millionen Toten und ungeheuren Verwüstungen beschädigt, aus dem Zweiten Weltkrieg als Gegenspieler des Westens hervor. Schon der Abwurf der beiden US-Atombomben auf Japan war eher ein Zeichen an Stalin als eine militärische Notwendigkeit gewesen. Die USA, auf deren Boden kein Krieg stattgefunden hatte, war die „Werkbank der Welt“ geworden. Sie hatten auch weitgehende politische Dominanz über die Kolonialmächte gewonnen, der Frankreich sich am Längsten widersetzte. Eine wichtige Rolle in der Dominanz der USA spielte die Dollar-Hegemonie und das auf den Vereinbarungen von Bretton Woods basierende Finanzsystem.

Die Dekolonisierung ließ die „Dritte Welt“ ins westliche Bewusstsein eintreten. Charismatische und visionäre Führer dieser Bewegung gaben ihr wichtige Impulse, wurden aber oft brutal von westlichen Geheimdiensten „ausgeschaltet“, wie im Falle Lumumbas im Kongo.

Besonders blutig verlief das Ringen um Fortführung westlicher Dominanz nicht nur in Afrika sondern gerade auch in Ostasien (Korea) und Südostasien (Vietnam, Laos, Kambodscha) Frühzeitig ersetzte vielerorts der „Neo-Kolonialismus“ den offiziellen Kolonialismus. „Statthalter“ der übelsten Sorte sorgten dafür, dass die westlichen Industriestaaten statt der jeweiligen Bevölkerungen von den Schätzen der südlichen Hemisphäre profitierten. Trotz der furchtbaren deutschen Verbrechen durfte der westliche Teil des geteilten Deutschlands, die Bundesrepublik Deutschlands, wegen seiner wichtigen Funktion im „Kalten Krieg“ sich frühzeitig wieder an diesem System beteiligen.

Gewaltige Brisanz entwickelte die Auseinandersetzung um die nahöstlichen Ressourcen, zusätzlich durch die Gründung Israels befeuert. Die Entwicklung dort ließ Israel, Saudi-Arabien (das durch seine Mitwirkung an der Festsetzung „Öl für Dollar“ die US-Währung sicherte) und die Türkei als militärische bzw. ökonomische verlängerte Arme der USA (mit teils massiven Tendenzen zur Eigenständigkeit) in der Region entstehen. Immer wieder drohte die atomare Menschheitsvernichtung, nicht nur durch massive offene Krisen wie Berlin und Kuba, sondern auch durch die Gefahr von falsch interpretierten Radarmeldungen.

4. Block: Demokratie oder Herrschaft des Militärisch-Industriellen Komplexes

Von letzterem sprach mahnend in seiner Abschiedsrede der 34. US-Präsident Eisenhower, wahrlich kein „Linker“. Auch Kennedy warnte in einer Rede kurz vor seinem Tode vor Geheimpolitik und letztlich vor „Verschwörungen“. Der US-Autor Fukuyama schwärmte vom „Ende der Geschichte“, wenn weltweit Demokratie nach westlichem Vorbild herrsche. Verschwindet diese in den USA aber praktisch vor unseren Augen?

Viele Indizien sprechen dafür, dass Kennedy eben den Ambitionen dieses Militärisch-Industriellen Komplexes zum Opfer gefallen ist. Die US-Machtelite entzweite sich immer wieder über Strategie und Taktik in dem Streben um die Weltkontrolle, dabei werden die beiden wesentlichen Fraktionen gerne als „Krieger“ und „Händler“ apostrophiert. Die erste, stark im militärisch-geheimdienstlichen Bereich verankerte Fraktion neigte gewaltsamem Vorgehen zu, Kennedy war von mehr Skrupeln gegenüber den Risiken eines „Weltbrandes“ geprägt und wollte im Ost-West-Konflikt stärker auf Technologie, Wirtschaft und Diplomatie setzen. Seine Ermordung beunruhigte selbst den wahrlich „politischen Finsterling“ Nixon so sehr, dass er immer wieder darauf drang, die CIA möge ihm alle Erkenntnisse hierzu zur Verfügung stellen, was schlicht ignoriert wurde. Massive Anzeichen sprechen dafür, dass man ihm Watergate als Operation „unter falscher Flagge“ anhängte, um seine „Neugier“ zu stoppen. Dabei war das Duo Nixon-Kissinger selbst eine Plage für viele Teile der Welt, unter anderem für den Sturz des demokratisch gewählten chilenischen Präsidenten Allende und die anschließenden Massenmorde in hohem Grade verantwortlich. All diese Dinge geschahen weitgehend vor den formaldemokratischen Gremien der US-Gesellschaft verborgen. Diese Tendenzen zur „Geheimpolitik“ in den USA haben sich seitdem eher verstärkt als abgeschwächt.

5. Block: Run auf die Ressourcen und die „Eiserne Seidenstraße“

Immer dramatischer wird das Ringen um Energievorräte und Rohstoffe. Die Endlichkeit der Vorräte tritt weiter auch ins öffentliche Bewusstsein. „Pic Oil“ (der überschrittene Förderhöhepunkt) ist zwar derzeit hinter (vielleicht politisch motivierten) niedrigen Ölpreisen und dem Hype ums „Fracking“ verborgen, aber in den politischen „Think Tanks“ präsent. Von großer Wichtigkeit sind aber auch gerade „seltene Erden“ und besondere Erze wie Coltan für Computer und Handys, dem in den letzten 18 Jahren acht bis zehn Millionen Menschen im Kongo zum Opfer gefallen sind.

Besonders der Aufstieg der „BRICS-Staaten“ (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) führt zur verstärkten Militarisierung im Westen in dem Bestreben, sie vom Zugriff auf diese Reserven fernzuhalten und die Rohstoffländer des Südens von Handelsalternativen abzuhalten, wovon die in Deutschland, in Stuttgart und Rammstein angesiedelte US-amerikanische Militärzentrale US AFRICOM beredtes Zeugnis ablegt. Die „Freihandels-Religion“ soll diese Länder auch insbesondere an eigener Industrialisierung hindern, damit sie zum ewigen Rohstofflieferanten-Dasein verdammt sind. Auch ist es das Ziel der US-Politik, ein engeres Zusammenrücken seines technologischen Hauptkonkurrenten EU und des Energieriesen Russland zu verhindern.

Von besonderer Bedeutung sind natürlich auch die ökologischen Auswirkungen des global entfesselten Neoliberalismus und seiner in vielfacher Hinsicht verschwenderischen Wirtschaftsweise. Der menschengemachte Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen und verlangt eine weit mehr am Allgemeinwohl und an Nachhaltigkeit orientierte Politik, als dies den neoliberalen Machteliten Recht wäre. Schriften neokonservativer „Think Tanks“ in den USA lassen finstere Alternativen einer Politik, die auf „Entvölkerung“ von Rohstoffregionen zielt, befürchten.

Welche Rolle spielt der militante Islamismus? Ist er nur das Ergebnis rückwärtsgewandten Widerstandes gegen „Globalisierung“ und westliche Arroganz oder von westlicher Politik lange gefördert, um erfolgreiche säkulare antiimperiale Bewegungen im Nahen und Mittleren Osten zu zerstören? Die westliche Unterstützung für solche Bewegungen (zumindest im Ursprung) von den Muslim-Brüdern über die Hamas bis zu den Afghanistan-Kämpfern um Bin Laden sowie den Islamisten in Syrien deutet auf etwas anders hin.

Einen besonderen Albtraum für die US-amerikanische Machtelite (die sich die Analysen des britischen Geografen Halford Mackinder vom Beginn des vorigen Jahrhunderts zu eigen gemacht hat)  stellen die chinesischen und russischen Bemühungen um die „Eurasische Kooperation, manifestiert in der „Eisernen Seidenstraße“ dar. Wirtschaftlich wäre dies für die europäische Industrie außerordentlich interessant, würde aber den Einfluss der USA in der Welt drastisch reduzieren.

Der Verdacht drängt sich auf, dass die US-Politik darauf abzielt, mit verdeckter Unterstützung islamistischer Bewegungen im Nahen und Mittleren Osten sowie mit der Unterstützung faschistoider Kräfte in der Ukraine einen „Sperrriegel“ gegen diese Bemühungen zu errichten. Diese Vermutung wird z. B. durch diverse Äußerungen des neokonservativen Analytikers George Friedman (Stratfor) gestützt.

6. Block: Politische Verschwörungen: Theorie oder Wirklichkeit?

Wohl schon lange wurde in der Politik „über Bande gespielt“, also Ziele und Zwecke verschleiert und die Bürger getäuscht. Aber es gibt besonders flagrante Beispiele, die für die Zukunft nichts Gutes ahnen lassen!

Für Operationen „unter falscher Flagge“ (um sie Gegnern anzuhängen) waren schon die Nazis berüchtigt, der Reichstagsbrand (wahrscheinlich) und der angebliche polnische Angriff auf den Sender Gleiwitz sind „berühmte“ Beispiele. Verwandte Operationen sind Unfälle, die als Sabotage oder Angriffe anderer Nationen ausgegeben werden, wie dies für die Explosion der „Maine“ als Auftakt des Amerikanisch-Spanischen Krieges war. Auch glatte Erfindungen oder maritime Zusammenstöße, deren Ort zum Beispiel in internationale Gewässer „verlagert“ wird, sind vorgekommen, wie dies beim „Tonking-Zwischenfall“ der Fall ist.

Eine klassische Vorlage für große False-Flag-Operationen der USA ist das „Project Northwoods“. Die Chefs der vereinigten Stäbe der US-Streitkräfte arbeiteten nach der gescheiterten „Schweinebucht-Invasion“ von Exilkubanern den Plan für eine Reihe von Terroranschlägen innerhalb und außerhalb der USA mit Toten und Verletzten einschließlich einer fingierten Flugzeugentführung und Abschuss aus. Dies sollte einen Vorwand für eine großmaßstäbige Invasion der USA auf Kuba ergeben. Kennedy stoppte das kriminelle wie hochriskante „Spiel“, danach lebte er nicht mehr lange.

Zu trauriger („Insider“)-Berühmtheit sind auch die „NATO-Geheimarmeen“, nach dem italienischen Ableger „Gladio“ genannt, gelangt. Ihre Geschichte wurde u. a. von dem Schweizer Historiker Daniele Ganser gründlich aufgearbeitet. In Italien führte diese Geheimdienstorganisation u. a. die furchtbare Bombenexplosion im Hauptbahnhof von Bologna durch, um sie der italienischen Linken anzulasten.

Tatsächlich ist die Diskussion um die „dunkle Seite des Westens“ zum Beispiel in den USA weit lebendiger als in Deutschland, wo sich nur wenige namhafte Leute an dieses heikle Thema wagen. Es gilt aber, sich intensiv mit den verdeckten Operationen der US Machtelite zu beschäftigen, wenn man diese Welt gerechter und friedlicher machen will. Und da findet sich bei genügend „tiefer Grabung“ noch sehr viel!

Demokratie funktioniert aber nur mit gut informierten Bürgern, die nicht auf wohlfeile „Narrative“ vertrauen, sondern reale Zusammenhänge durchschauen. Der berühmte Politik-Analytiker (und Linguist) Noam Chomsky hat das in seinem Buch „Media Control“ eindringlich beschrieben. Und er sagt sarkastisch: „Terror ist immer das, was die Anderen tun!“.

Bei Bedarf kann das Konzept sowohl gerafft als auch um bestimmte Themen erweitert werden. Haben Sie Interesse, dann treten Sie bitte mit mir in Kontakt, um die Modalitäten zu besprechen.

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Oder: Wer nicht feiert, hat verloren!

Danke, Russland, danke, Sowjetarmee, dass Ihr mir dazu verholfen habt,

in Hamburg ohne Nazi-Regierung aufwachsen zu können!

Ich verbeuge mich vor Euren über zwanzig Millionen Toten

und vor den Siegern über den Faschismus!

Thank you Russia, thank you, Soviet Army

for allowing me to grow up in Hamburg without Nazi Regime!

I bow my head for your over twenty Million victims and for the victorious soldiers!

Einige Impressionen vom 9. Mai

beim Ehrenmal in Berlin, im Treptower Park,

Impressions from the 9th of May in Berlin, Treptow Park:

veteran

mutter

feiernde

ehrende

musik

tor

ueberblick

denkmal

innenraum

festplatz

buehne

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!

Andreas Schlüter

befreiung

Am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg in Europa mit der deutschen Kapitulation offiziell zu ende. Mit vollem Recht fühlten alle Nicht- und Anti-Nazis sich befreit und ich kann nur ebenso froh sein, dass der menschenverachtende „Spuk“, der tatsächlich keiner war, sondern viele Millionen von Menschenleben verschlingende Realität, beendet war, und dies mir ermöglichte, in ein von der Naziherrschaft (leider nicht wirklich von Nazis) befreites Westdeutschland hineingeboren zu werden (1947). An dieser Befreiung haben die Soldaten der Roten Armee die „Hauptlast“ – welch verharmlosendes Wort – getragen. Es war für Deutschland fraglos der „Tag der Befreiung“!

In Perspektive

Man hüte sich aber vor „germano-zentrischer“ Perspektive, vor der Sicht, als wäre es das Ziel gewesen, die Mehrzahl der Deutschen, die leider – als es „gut“ lief – immer wieder dem „Führer“ zujubelten, zu befreien, nein, die Menschen Osteuropas wurden befreit von einem deutschen Okkupationsregime, das für sie Versklavung und Ausrottung, den perpetuierten „Untermenschen-Status“ vorgesehen hatte! Nach den bei Wikipedia eingestellten Zahlen kostete der deutsche Versklavungskrieg gegen Osteuropa allein die Sowjetunion mehr als 11 Millionen toter Soldaten und über 15 Millionen toter Zivilisten (http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg)

Eine ganz schräge Perspektive droht die Szene zu beherrschen, wenn der Blick nach Westen geht. Fraglos hat die materielle Unterstützung der Sowjetunion durch die USA eine Rolle gespielt, aber noch gravierender ist die Unterstützung, die wichtige Teile der US-Wirtschaftsmacht bei der Machtübernahme durch die Nazis gespielt haben! Dies taten sie nur teils aus gedanklicher Kumpanei mit rassistischer und antijüdischer Nazi-Ideologie wie Henry Ford, sondern wesentlich aus der geostrategischen Zielsetzung, durch ein „Blitzkriegs“-fähiges Deutschland den weltpolitischen Hauptkonkurrenten England auf die Plätze zu verweisen und die Systemalternative Sowjetunion zerbomben und zerschlagen zu lassen, um das „Amerikanische Jahrhundert“ zu befestigen (http://tinyurl.com/6798tjr). Die erste Zielsetzung ist erreicht worden, die zweite wurde erst nach dem Kalten Krieg zum Teil erreicht. Allerdings besteht das Ziel weiter, Russland zusammen mit dem „Land der Mitte“, China, daran zu hindern, den der Größe dieser Länder entsprechenden Rang im Weltgeschehen zu bekleiden (http://tinyurl.com/bqqdwmv).

Ist der Faschismus tot?

Nach dem Zweiten Weltkrieg sammelten US-Geheimdienste (und der MI 6) alles an Nazis und Faschisten ein, was nicht in allererster Reihe gestanden hatte, um durch „Geheimarmeen“ alle linke und sozialorientierte Politik in ihrem Machtbereich zu zerschlagen (Gladio, http://tinyurl.com/a3aqv2p). Die oberflächliche Symbolik von Nazitum und Faschismus räumte der Imperialismus als „lernendes System“ irgendwann in die Rumpelkammer, aber die Mittel zur Durchsetzung „neufreiheitlicher“ Auspressung und Knebelung der Mehrzahl der Menschen auf diesem Globus sind keineswegs wirklich andere, wie sehr schön Naomi Klein in „Die Schock-Strategie“ darlegt. Dass dabei auch immer wieder auf schlichten Faschismus zurückgegriffen wird, ist ebenso gut belegt. Vielleicht kann man die neuen Tendenzen am besten als „Konzern-Faschismus“ bezeichnen. Konzerne wie Monsanto (http://tinyurl.com/6x6vxro) und Microsoft spielen dabei eine wichtige Rolle wie die Großbanken, die „too big to fail“ sind, um aus den USA heraus die Welt „fest im Griff“ zu halten (http://www.youtube.com/watch?v=t-XIeb879SY&feature=youtu.be).

Andreas Schlüter

Heute, am 9. Mai, konnte man am Fernsehen Zeuge der eindrucksvollen Siegesparade in Moskau zum 67. Jahrestags des Sieges über Hitlers Nazi-Deutschland werden. Berührend, wenn man sich vorstellt, dass auch noch Menschen daran teilgenommen haben, die selbst die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der barbarischen Nazi-Invasion der damaligen Sowjetunion erlebt haben. Umso mehr versteht man die Ergriffenheit vieler Menschen dort, wenn man weiß, was die Pläne der Nazis für eine eroberte Sowjetunion waren. Aber auch in diesem Land sollte man spüren, dass es die Menschen der damaligen Sowjetunion, insbesondere auch deren Soldaten waren, die die Hauptlast dafür getragen haben, dass wir in diesem Lande ohne das unmenschliche Nazi-Regime aufwachsen konnten. Es war der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der als erster namhafter Politiker in der Bundesrepublik zu Recht vom „Tag der Befreiung“ sprach.

Schuldige und Schuldige

Untilgbar lastet die Tatsache auf der deutschen Geschichte, dass eine ungeheuer große Zahl seiner damaligen Bewohner sich zur Unterstützung des Nazi-Wahns hat verführen lassen und ein Regime unterstützt hat, dass im Namen des deutschen Volkes sechs Millionen europäischer Juden „industriemäßig“ gemeuchelt hat, dazu Hunderttausende Sinti und Roma sowie Angehörige anderer Minoritäten und Ausgegrenzter, dass die Arbeiterbewegung zerschlagen wurde und, dass Antfaschisten gequält und gemordet wurden. Ungeheuer lastet die geschichtliche Verantwortung auf diesem Lande, dass von hier aus Angriffskriege ausgegangen sind, welche große Teile Europas und letztlich der Welt verwüstet haben. Jede Relativierung ist hier nicht nur geschichtsvergessen, sondern auch hochgradig unmoralisch. Das schließt aber die Erkenntnis nicht aus, dass es weitere Schuldige daran gab, dass die Nazi-Kriegsmaschine so effektiv „arbeiten“ konnte.

Da wäre die massive Unterstützung von wichtigen Teilen des US-Kapitals, der US-Politik sowie bestimmten gesellschaftlichen Kräften in den USA, die (fast „naturgemäß“) in einem Lande, dass so sehr auf der weitgehenden Ausrottung der ursprünglichen Einwohnerschaft und der Versklavung von Millionen Afrikaner und dem diese „rechtfertigenden“ Rassismus´ aufbaute, für die „Machtergreifung“ durch die Nazis sowie für die Logistik ihrer Angriffskriege (1). Am katastrophalen Zusammenbruch der sowjetischen Verteidigung in der Anfangsphase des Überfalls war auch Stalin mit seinem starrsinnigen Festhalten am Glauben, Hitler würde ihn nicht angreifen, nicht unbeteiligt. Dies ging so weit, dass er bei dem Vorrücken der Front auf Moskau mit seiner Festnahme und Erschießung durch seine Genossen rechnete. Ungehört waren die Warnungen des deutsch-russischen Spions Richard Sorge (2), der in Diensten der Sowjetunion in Japan arbeitete, verhallt. Gedankt wurden dem die ungehörten Warnungen erst längere Zeit nach seinem Tode Auch die unglaublichen stalinistischen „Säuberungen“ im Offizierskorps der Roten Armee hatten zur desolaten Anfangsphase beigetragen. Jedenfalls war am 8./9. Mai 1945 Schluss mit Nazideutschland, aber nicht Schluss mit den Nazis!

Die geschonten und die „gebrauchten“ Täter

Das Konzept von Teilen des US-Kapitals, Nazi-Deutschland und seinen Kriegs- und Rasenwahn sowohl gegen die Sowjetunion als auch gegen die westliche imperialistische Konkurrenz zu benutzen, setzte sich nach dem Kriege fort. Zwar erfüllte sich die Hoffnung ranghoher Nazis nicht, sie könnten den „Russlandfeldzug“ gleich zusammen mit den Amerikanern und Engländern fortsetzen, zwar wurden die prominentesten Nazis – sofern sie sich nicht durch Selbstmord entzogen – nach den Nürnberger Prozessen hingerichtet oder eingesperrt, aber selbst schlimmste Täter wie Klaus Barbie, der „Schlächter von Lion“ (3) und Adolf Eichmann (4) ließ man ungeschoren entkommen. Politische Täter und Nazitechnokraten wurden in hohem Maße in die Politik „der Freien Welt“ integriert.

Wernher von Braun (5), dessen unter unglaublichen Qualen von Zwangsarbeitern gebaute Raketen London verwüstet hatten, durfte sich an die Spitze des Wettlaufs in den Weltraum setzen, der SS-Mann Hans Martin Schleyer (6), der für die „Arisierung“ der tschechischen Wirtschaft und die Beschaffung von Zwangsarbeitern zuständig war, wurde ein „geachteter“ Wirtschaftsboss, Reinhard Gehlen, der den Angriff auf die Sowjetunion mit vorbereitete und die Organisation „Fremde Heere Ost“ geleitet hatte, wurde für die USA mit dem Aufbau der „Organisation Gehlen“ und später als Kopf des Bundesnachrichtendienstes ein wichtiger Verbündeter. Und der der „Kommentator der Nürnberger Rassegesetze“, Globke (7), wurde gar unter Adenauer Kanzleramtsminister. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Übrigens verfuhr man mit den japanischen Kriegsgegnern in Fernost ähnlich. Schnell wurden sogar japanische Soldaten (deren Rückführung US-Truppen in China „betreuen“ sollten) in den Kampf gegen die ursprünglichen Verbündeten, Maos chinesische Kommunisten, eingesetzt (8).

Sammel-Organisation für Faschos

Aber die Geschichte von Nazitätern, die in die entstehende „Neue Weltordnung“ der vorgeblichen Freiheit integriert wurden, ist vielleicht nicht die erschreckendste Story. Noch viel systematischer fand beim Aufbau der US-gesteuerten NATO-Geheimarmeen (9) quer durch „West-Europa“, also Europa, soweit es nicht im „sozialistischen Lager“ lag, die Integration von Faschisten und Rechtsradikalen, also, den „besten Antikommunisten“, statt. Über dieses unsägliche „Phänomen“ hat der Schweizer Historiker Daniele Ganser ausführlich recherchiert und geschrieben (10). Nur in Italien wurde relativ offen über das dortige „Gladio“-Unwesen gesprochen. In Deutschland wagte von den Politikern nur der leider verstorbene Hermann Scheer (11) über diese verbrecherische Organisation zu sprechen. Diese Geheimarmeen sollen eine „Sache des Kalten Krieges“ gewesen sein. Aber Zweifel sind angebracht.

Der „Schatten“ von Faschismus und „Gladio“

Nicht nur tauchen immer wieder dubiose Waffenfunde auf, die kaum allein durch „Militaria-Messies“ zu erklären sind (12), sondern wir erleben mit Schrecken eine Mordserie durch einen „nationalsozialistischen Untergrund“ (13), dessen Verbindungen zu Teilen des „Verfassungsschutzes“ immer offenbarer werden (14). Da fällt es schwer, an ein rein eigenständiges Phänomen nur von verwirrten und verbrecherischen „ewig Gestrigen“ zu glauben. Es könnte sein, dass hier die Fortsetzung der Faschismus-Instrumentalisierung durch die westlichen Sieger durchschimmert, wie sie auf diesem Blog als Möglichkeit dargestellt wurde (15). Wehe uns, wenn wir das Übel nicht mit der Wurzel ausreißen!

Andreas Schlüter

Links:

1) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/16/allmacht-usa-eine-geschichte-des-antifaschismus/

2) http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sorge

3 http://www.sueddeutsche.de/politik/klaus-barbie-und-der-bnd-der-verlaessliche-nazi-1.1047411

4) http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,738465,00.html

5) http://de.wikipedia.org/wiki/Wernher_von_Braun

6) http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Martin_Schleyer

7) http://www.freitag.de/2006/24/06240601.php

8) http://www.amazon.com/Killing-Hope-Military-Interventions-Since/dp/1567510523, S. 21ff

9) http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio

10) http://www.danieleganser.ch/NATO_Geheimarmeen_in_Europa_1211310734.html

11) http://www.youtube.com/watch?v=DjoaTajFWD0

12) https://wipokuli.wordpress.com/2011/02/14/nachschlag-zu-waren-wir-die-guten-pulver-kurt-nur-ein-spinner/

13) http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund

14) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,804438,00.html

15) https://wipokuli.wordpress.com/2011/11/18/richter-adam-nachdenkliches-zum-hintergrund-der-zwickauer-zelle/

Unter Betrachtern der weltpolitischen Bühne, soweit sie zumindest eine erhebliche Portion des Bedürfnisses an Objektivität für sich in Anspruch nehmen können, herrscht nicht wenig Uneinigkeit in der Frage, ob das „amerikanische Jahrhundert“ wirklich auf sein Ende drängt, oder ob es einen „Nachschlag“ erhält.

Der britische Historiker Paul Kennedy (in der „DER SPIEGEL“ 2/2004): „…da bin ich eindeutig zuversichtlich. Amerika hat ungeheure intellektuelle und zivile Ressourcen. Auch demografisch sind die USA weitaus besser aufgestellt als die meisten europäischen Länder, die ja in eine finstere Zukunft blicken. Zudem hat die geografische Weite der USA eine eigentümlich psychologische Wirkung: Sie schürt die Vorstellung, dass sich die Menschen und das Land ständig erneuern und neu erfinden können.“ Und weiter: „Die Regierenden in Washington mögen irren, die Generäle Fehler in Bagdad begehen, es wird von Zeit zu Zeit vielleicht einen Anthrax-Anschlag oder einen terroristischen Überfall geben – aber man muss sich schon ein sehr drastisches Szenario ausmalen, damit ein so großes Land mit fast 10 Millionen Quadratkilometern und 288 Millionen Menschen wirklich hart getroffen werden kann.“

Immerhin ist Paul Kennedy Verfasser einer umfangreichen Analyse zum „Reigen der Weltmächte“, von ihm stammt das Buch „The Rise and Fall of the Great Powers“ (New York 1989).

Der französische Historiker Emmanuel Todd hat hingegen schon 2003 den Nachruf auf die Weltmacht als Weltmacht verfasst (Weltmacht USA, Ein Nachruf, München 2003). Er hat nicht nur hinsichtlich der puren machtpolitischen Perspektive ein finsteres Bild entworfen, sondern konstatiert, dass die USA sich von der Demokratie zu einem refeudalisierten, oligarchischen System entwickelt haben. Auf der einen Seite Deindustrialisierung, auf der anderen Seite der Hang zum „theatralischen Mikromilitarismus“ gegen militärisch drittrangige Gegner.

Heute sehen nicht wenige Analytiker das „Chinesische Jahrhundert“ heraufziehen. Vor nicht allzu langer Zeit sahen Betrachter des Weltgeschehens schon Japan die USA in ihrer Weltposition beerben. Und tatsächlich hatte Japan in der Rangfolge der Industrienationen schon den Platz Zwei erreicht. Diesen musste es aber bereits vor der jüngsten Katastrophe an China abtreten. Nun hat jedoch das Desaster mit unabsehbaren Folgen dieses Land endgültig aus dem „Rennen“ geworfen.

Das Geschehen zeigt uns, dass auch eine Weltmacht nicht nur mit den Fährnissen der allgemeinen Weltentwicklung wie der sich zunehmend manifestierenden Klima-Katastrophe konfrontiert ist, nicht nur mit dem Wachsen von Widerstand in der Welt (nachdem es durch den Zerfall der Sowjetunion und des Ostblocks so aussah, als hätten die USA komplett „freie Bahn“), sondern auch Gefahren direkt das eigene Land betreffend konfrontiert sein kann.

In der auf dieser Website durchgeführten Betrachtung der Perspektiven der „Allmacht“ USA wird einer ganzen Reihe von die USA und ihre Zukunft betreffenden Fragen nachgegangen, dazu kommen diverse Beiträge mit zusätzlichem Bezug hierzu. Zeit, dem Leser (auch gerade dem Neuen) hier nochmals einen Überblick zum bisher direkt hierzu Geschriebenen zu verschaffen.

Andreas Schlüter

Bisher direkt zum Thema hier von mir erschienen:

1) https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/24/allmacht-usa-und-kein-ende-1-folge/

2) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/02/allmacht-usa-und-kein-ende-zwischenbemerkung/

3) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/03/allmacht-usa-und-kein-ende-nachbemerkung-zur-zwischenbemerkung/

4) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/10/links-zu-allmacht-usa-und-kein-ende-nachste-folge-bald/

5) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/20/allmacht-usa-und-kein-ende-werkzeuge/

6) https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/01/allmacht-usa-und-kein-ende-das-laboratorium/

7) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/11/allmacht-usa-und-kein-ende-das-nahostliche-laboratorium-arbeitet-weiter/

8) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/16/allmacht-usa-eine-geschichte-des-antifaschismus/

9) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/18/allmacht-usa-und-kein-ende-die-damoklesschwerter/

Weitere Betrachtungen hierzu werden folgen