„Allmacht USA“ und kein Ende? (Zwischenbemerkung)

Veröffentlicht: Mai 2, 2011 in Politik
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Das Imperium bringt eine weitere Inszenierung,

oder: Osama ist tot, es leben Gaddafi, Assad und Ahmadinedschad!

Rund ein Jahrzehnt lang war der Bärtige das Markenzeichen des „Kriegs gegen den Terror“, dieser sonderbaren Umschreibung für den asymmetrischen Weltkrieg der US Amerikaner. „Sein“ Netzwerk Al Kaida, das in erster Linie ein Produkt und Geschöpf des („geglückten“) Plans vom früheren US „Sicherheitsberater“ Zbigniew Brezinski war, der damaligen Sowjetunion „ihr Vietnam“ zu bereiten und auf dem „Grand Chessboard“ den Zentralplatz des Tri-Kontinents Asien-Europa-Afrika, nämlich Afghanistan, zu besetzten, diente als wohlfeile Rechtfertigung dafür, die Welt mit Krieg zu überziehen. Spektakulärer „Anlass“, Afghanistan zu besetzen und den längst bestehenden Plan zum Einfall im Irak durchzuführen sowie an diversen Schauplätzen mit seinen Vasallen zusammen martialisch aufzutrumpfen, war dann „Nine Eleven“, von dem nicht nur der Paranoia verdächtigte „Verschwörungstheoretiker“ sondern auch vorher im US Staatsdienst Stehende mit diversen Argumenten unterlegt immer wieder behaupten, „this was an inside job“.

Ob der Mann wirklich noch gelebt hat, ob er nun tatsächlich von US-Kräften getötet wurde, oder längst in einer Höhle des afghanisch-pakistanischen Grenzgebiets verblichen ist oder aber tatsächlich irgendwo als „US-Pensionär“ in Sicherheit sitzt (eine zugegebenermaßen kühne, aber nicht völlig absurde Option), wird schwer feststellbar sein. Stark entstellte Fotos eines Leichnams sind nicht unbedingt beweiskräftig und hin und her flitzende Meldungen, wie die von CNN, einer „Seebestattung nach islamischem Brauch“, machen die Sache nicht unbedingt glaubwürdiger.

Einsichtig ist, Osama hat seine Schuldigkeit getan, Osama kann gehen! Längst hat das Imperium gelernt, was nach dem Ende des langfristig so „stabilen“ Kalten Krieges nötig war, nämlich die Welt mit wechselnden Inszenierungen zu bedienen. Da im Westen nicht wie in diversen anderen Ländern die wirkliche Machtelite offiziell auf dem „Thron“ sitzt, sondern hinter dem Vorhang des demokratischen Scheins agiert, wechselt man wohlorganisiert nicht nur die angeblichen Gesichter der „Macht“ psychologisch gut untermauert aus, sondern auch die Paradigmen der offiziellen Handlungsmotive werden publikumswirksam ausgetauscht. Nach der wirkungsvollen, aber letztlich doch medial verbrauchten Klamotte des „Selbstschutzes“, „Krieg gegen den Terror“, ist jetzt eine „altruistischere“ Masche angesagt, man führt wieder Krieg für Demokratie und Menschenrechte! Osama war für das vorherige Motivationstheater der Richtige, aber jetzt hat man Gaddafi, Assad und Ahmadinedschad. Bei Saddam Hussein hatte man noch, wie unglaubwürdig auch immer, eine künstliche Verbindung zum Bärtigen hergestellt.

Wie gefährlich das Netzwerk wirklich ist, dafür legt nicht nur die eigentlich überflüssige und im Prinzip gefährlich an der pakistanischen Souveränität vorbeiagierende Operation Zeugnis ab, sondern auch die geförderten „Volksfeste“ in den USA, die ja eigentlich ein wirklich gefährliches Netzwerk noch gefährlicher machen würden, Weltpolitik als Fußballsiegesfeier! Dabei ist es natürlich klar, die arrogante Selbstinszenierung westlicher Omnipotenz könnte tatsächlich wirklich labile Islamisten zu Wahnsinnstaten verführen, aber a bisserl Terror kann ja selbst unter den geänderten Motivations-Paradigmen gar nicht schaden, denn da muss man eben noch strenger überwachen!

Andreas Schlüter

Kommentare
  1. klaus janich sagt:

    ein selbst gemachter „freund“ (als belzebub gut brauchbar) hat seine brauchbarkeit verloren. nun kann er gehen. es muss ein seltsames gefühl sein mit den usa befreundet zu sein. erschreckt hat mich das primitive siegesgejohle in den usa selbst. osama war schon lange tot (politisch), wer ist der nächste vasall den man loswerden will ?

    • Schlüter sagt:

      Lieber Klaus,
      teile das Erschrecken über die johlenden „Fußballfans“ in vollem Umfange. Das politische Verständnis der „Massen“ in den USA ist sehr zielgerichtet etwa auf dem Niveau großer Teile der Bevölkerung des dt. Kaiserreichs vor dem 1. Weltkrieg gehalten worden!
      Herzliche Grüße

      Andreas

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