Mit ‘Zweiter Weltkrieg’ getaggte Beiträge

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8th/9th May: End of World War II 72 years ago!

8./9. Mai: Ende des 2. Weltkriegs vor 72 Jahren!

It is shameful to see that Germany is joining in the NATO military build up against Russia!

Es ist eine Schande mitansehen zu müssen, wie Deutschland sich an der militärischen Einkreisung Russlands durch die NATO beteiligt!

See – Siehe

https://wipokuli.wordpress.com/2016/05/08/71-years-thank-you-red-army-71-jahre-danke-rote-armee/

Andreas Schlüter

Mit Moral und Wahrhaftigkeit, aber auch mit Logik haben weder unsere den USA hörigen europäischen Regierungen noch die Medien etwas „am Hut“. Anders ist es nicht zu erklären, dass man die syrische Regierung und Russland quasi zu Verbrechern erklärt. Auf der einen Seite kann man den militanten Islamismus gar nicht genug zur größten Terrorgefahr erklären (und zielt dabei oft letztlich auf die gesamte islamische Welt), auf der anderen Seite klagt man die syrische Regierung und Russland der Zerstörung Aleppos an.

Tatbestand ist, dass der IS und Al Nusra sowie die angeschlossenen Truppen einen wütenden Kampf gegen die sekulare, multiethnische und multireligiöse syrische Gesellschaft führen. Sie sind teils geschaffen, teils gefördert von den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und insbesondere von den engen westlichen Verbündeten Saudi-Arabien und Katar. Davor verschließen die Bundesregierung und die deutschen Mainstreammedien die Augen. Unkenntnis können sie aber nicht vor dem faschistoiden Charakter des IS und Co vortäuschen, vor deren Rückkehrern sie die Gesellschaft nicht genug in Panik versetzen können.

Die einzig legitime ausländische Macht, die an den Kämpfen in Syrien beteiligt ist, ist Russland, dass zusammen mit der rechtmäßigen syrischen Regierung gegen diese quasi-faschistischen Kräfte kämpft.

Ist der Kampf gegen den deutschen Faschismus schon vergessen?

Irgendwie ist das historische Gedächtnis hier unanständig kurz, oder man wählt Maßstäbe frei (nach us-amerikanischem) Belieben. Wenn man aber der Logik dieser Medien folgt, dann war die Befreiung Frankreichs durch die westlichen Truppen also auch ein „Menschheitsverbrechen“? Ein paar Bilder aus den nach der Invasion in der Normandie befreiten französischen Städten:

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Sieht den Bildern aus Aleppo doch gar nicht so unähnlich, oder?!

Andreas Schlüter

Links:

http://www.ksta.de/politik/interview-mit-al-nusra-kommandeur–die-amerikaner-stehen-auf-unserer-seite–24802176

http://www.hintergrund.de/201609054099/politik/welt/der-weg-nach-aleppo.html

http://www.hintergrund.de/201608094081/kurzmeldungen/aktuell1/britische-soldaten-in-syrien.html

http://www.hintergrund.de/201607204058/politik/welt/syrien-moderate-terroristen-enthaupten-kind.html

http://www.hintergrund.de/201608194087/hintergrund/medien/die-hetze-gegen-russland-geht-weiter.html

http://stopwar.org.uk/index.php/news-comment/1431-hidden-horrors-of-the-good-war-that-obama-and-cameron-won-t-be-commemorating-on-the-d-day-anniversary

https://en.wikipedia.org/wiki/Bombing_of_France_during_World_War_II

http://www.alamy.com/stock-photo-world-war-ii-normandy-saint-lo-france-july-1944-second-world-war-ww2-30511315.html

http://www.nachdenkseiten.de/?tag=syrien

http://www.nachdenkseiten.de/?p=12174

http://www.nachdenkseiten.de/?p=32261

http://www.rationalgalerie.de/schmock/obama-ist-zu-lasch-in-syrien.html

http://www.rationalgalerie.de/home/frankreichs-terror-gegen-syrien.html

http://www.rationalgalerie.de/home/luftbruecke-in-den-krieg.html

http://www.rationalgalerie.de/schmock/schweigen-der-ard-aktuell-redaktion.html

http://www.uweness.eu/maerchen-ueber-syrien.html

http://www.uweness.eu/zur-gewalt-in-syrien.html

http://www.uweness.eu/arte-dokumentation.html

http://www.rationalgalerie.de/home/zynismus-als-staatsraeson.html

https://cooptv.wordpress.com/2016/08/23/luftbruecke-in-den-krieg-gruene-treiben-das-schlachten-in-syrien-voran-rationalgalerie/

Deutsche Version unten

I´ve to admit, that the result of the vote on Brexit took me by surprise! In deed I had no doubts that a relatively small majority was against staying inside EU, but since the „51st State“ was always the „long arm“ of the US Empire to influence the policy of the EU I expected „Big Brother“ to do anything possible either to influence the vote or if „necessary“ to organize the rigging of the vote to make GB remain inside. Well, the US Empire isn´t „allmighty“, but they have many means of intervention. So with this official result I had to think again about the whole case! I think I found an explanation why the US Power Elite „allowed“ this to happen.

The close Anglo-Saxon alliance might have some hidden cracks, the dominance in finance capitalism might be a bit more in the City of London than in Wallstreet to the anger of the later:

http://www.nytimes.com/2012/03/04/magazine/how-london-surpassed-wall-street.html?_r=0

And the Brits had done something quite ugly (in the eyes of the US Power Elite) they joined the China-backed Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) which is also connected to the monumental project of the „Iron Silk Road“:

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/banksandfinance/11476533/Joining-Chinas-World-Bank-is-in-UKs-national-interest-depsite-Washington-anger.html

& http://www.businessinsider.com/hank-paulson-on-asian-infrastructure-investment-bank-2015-4?IR=T

& https://www.theguardian.com/us-news/2015/mar/13/white-house-pointedly-asks-uk-to-use-its-voice-as-part-of-chinese-led-bank

& http://business.financialpost.com/fp-comment/john-browne-chinese-bank-challenges-u-s-supremacy

In the Thirties Wallstreet used the Nazis to put the Brits „to their place“ and kick them out of competition via enabeling Hitler to do his „Blitz“ (http://www.reformed-theology.org/html/books/wall_street/, and to destroy the Soviet Union), this time they could have counted on the realistic feeling of many people in GB (and other countries of the EU) that democracy is disappearing and on their feeling, that the EU is also a means of taking democracy and souverainity away (actually Wallstreet likes the disappearance of democracy a lot). The City of London might now understand who´s master and who´s the assistant! But the punishment might have very hard consequences: the Scotts might finally leave the UK, Northern Ireland might become a complicated place again.

And maybe Uncle Sam has come to the conclusion that it´s time to finally blow up the EU, which actually could benefit from the leaving of a member that never was really in. We might see more nasty development in Europe inspired by „Big Brother“! And if the other members of the EU don´t understand, that both together, widening and deepening of the organization, isn´t possible, those forces might succeed.

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This must be „revenged“! – Das erfordert „Rache“!

FT Rachmann UK s risky obsession with US decline – FT.com

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Maybe tomorrow – vielleicht morgen

Deutsche Fassung

Ich muss zugeben, dass mich das veröffentlichte Ergebnis der Abstimmung zum „Brexit“ erstaunt hat! Ich hatte keine Zweifel daran, dass eine knappe Mehrheit der Einwohner Großbritanniens gegen den Verbleib in der EU war, aber, da das Land im Wesentlichen als der verlängerte Arm der USA in der EU operiert, hatte ich erwartet, dass die US-Machtelite alles unternehmen würde, die Abstimmung zum Verbleib hin zu beeinflussen, einschließlich der Möglichkeit, für eine Fälschung des Ergebnisses zu sorgen. Ich habe mich geirrt und musste erneut über den „Fall“ nachdenken! Ich glaube, mir ist klar geworden, warum die US-Machtelite den Brexit „erlaubt“ hat.

Es gibt wohl verborgene Risse in der Angelsächsischen Allianz. In der weitgehenden Hinwendung der beiden Partner zum Finanzkapitalismus gibt es zwischen der Wallstreet und der City of London eine Dominanz der City of London, zum Misvergnügen der Wallstreet:

http://www.nytimes.com/2012/03/04/magazine/how-london-surpassed-wall-street.html?_r=0

Das ist eigentlich schon schlimm genug, aber dann haben die Briten in den Augen des „Großen Bruders“ etwas „Abscheuliches“ gemacht: Sie sind mit anderen europäischen Ländern der von China organisierten „Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank beigetreten, die auch von Bedeutung ist für den Trans-Eurasia-Express, auch unter dem Namen Eiserne Seidenstraße bekannt. Dieses Projekt, das die Zusammenarbeit zwischen China, Russland und Europa stärken soll, ist für die US-Machtelite der pure Horror:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/konkurrenz-zur-weltbank-chinas-entwicklungsbank-gewinnt-partner-in-europa-1.2397043

& http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/06/gegen-china-iwf-haelt-dollar-fuer-die-ueberlegene-weltwaehrung/

In den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts haben die US-Wirtschaftsmagnaten die Nazis gefördert und mit an die Macht gebracht, um Großbritannien aus der imperialen Konkurrenz zu kicken (und um die Sowjetunion zu zerstören):

https://usacontrol.wordpress.com/2009/03/04/buchbesprechung-wall-street-und-der-aufstieg-hitlers/

Dieses Mal konnte man auf das Gefühl vieler Menschen im Vereinigten Köigreich setzen (was Menschen in vielen Ländern der EU teilen), dass die EU, so, wie sie ist, tatsächlich in hohem Maße von mächtigen Wirtschaftsinteressen bestimmt ist, und in hohem Maße zum Demokratie-Abbau misbraucht wird. Diesen Demokratie-Abbau liebt natürlich die US-Machtelite auch und möchte ihn tatsächlich eigentlich durch TTIP befördern. Hier nun haben die Mächtigen der USA neben raren Lippenbekenntnissen der Fraktion des Königreichs, die in der EU bleiben wollte, wohl in vollem Bewustsein die Unterstützung und die Einmischung versagt, die sie sonst jederzeit gegen Verträge und Völkerrecht anzuwenden bereit sind. Nun werden die Briten verstehen, wer Herr und wer Assistent ist!

Auf das Vereinigte Königreich könnten schwere Zeiten zukommen. Es mag zu einem weiterem Referendum in Schottland kommen, das die Unabhängigkeitsfraktion gewinnen könnte, um dann der EU und dem Euro beizutreten. Auch Nordirland mag wieder ein komlizierter Ort werden. Da könnte insgesamt aus Großbritannien Kleinbritannien werden. Ich habe den Verdacht, dass die US-Machtelite dies für einen „gerechte Strafe“ halten könnte.

Aber der indirekte Einfluss der USA durch GB in der EU ist nun auch vorbei. Vielleicht halten die wirklich Mächtigen der USA aber auch den Zeitpunkt für gekommen, die EU, die lange nur ihr Vasallenverein war, aber auch wirtschaftlich und währungstechnisch immer mehr Konkurrenz ist, endgültig zu sprengen:

https://wipokuli.wordpress.com/2015/09/30/von-nine-eleven-zur-sprengung-europas/

Andreas Schlüter

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59396

http://www.ibtimes.co.uk/britain-draws-us-criticism-over-move-join-china-led-asian-infrastructure-investment-bank-1491717

the-germans-to-the-front

Für geschichtsvergessene Idioten: „The Germans to the Front!“

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs liegt fast 102 Jahre zurück, davor baute sich in Europa der Militarismus massiv auf (http://tinyurl.com/lebr9uc). Haben wir nichts gelernt? Fraglos kann man der Bundesregierung keine Kriegslüsternheit unterstellen, aber sie wird uns womöglich durch „Feigheit vor dem Freund“ mit in den Krieg reißen! Nun wird Deutschland wieder gedrängt, den Rüstungswahnsinn in Osteuropa mit zu befeuern:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-fordert-bundeswehr-an-der-nato-ostgrenze-a-1088745.html

Es ist die US-amerikanische Machtelite, in der weitgehend die Neocons dominieren, die den militaristischen Wahnsinn vorantreibt (http://tinyurl.com/zrz87pm). Und vor diesem „Verbündeten“ zieht die Bundesregierung immer wieder „den Schwanz ein“ (http://tinyurl.com/c5sagm6).

Ja, wenn Deutschland nicht mitmacht, oder gar Krisen – wie im Falle der Ukraine gemeinsam mit Frankreich – entschärft, dann drohen manchmal „hässliche Ereignisse“ (http://tinyurl.com/zv9nuex), der „große Bruder“ droht dann auch mal mit der „Beendigung der Zusammenarbeit zur Terrorabwehr“:

https://news.jchk.net/article/7da79d7ead13be0da757545e27b985b5d76290df

& http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/geheimdienste-und-snowden-gabriel-verraet-greenwald-ein-geheimnis-13496416.html

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Schon vergessen?

Aber, Mensch, Merkel, was ist das alles gegen KRIEG?!

Andreas Schlüter

Weitere Links:

Video-Vortrag: “Der Einfluss der US-Machtelite auf die Internationale Politik”: https://wipokuli.wordpress.com/2015/06/07/der-einfluss-der-us-amerikanischen-machtelite-auf-die-internationale-politik/

Meine Beiträge zu den USA: https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

Vortragsreihe zu

Weltpolitik und Geostrategie

in sechs Blöcken

von insgesamt zwölf Stunden

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Viele Menschen haben das Empfinden, dass das weltpolitische Geschehen ein absolut unentwirrbares Chaos ist, welches nicht mehr zu durchdringen und zu verstehen ist. Das liegt unter anderem daran, dass von den Mainstream-Medien immer weniger an soliden Hintergrundinformationen geliefert wird. Die neuen Entwicklungen in den USA erhöhen bei vielen Menschen noch das Gefühl der Verunsicherung.

Ein hilfreicher Überblick über die großen Entwicklungslinien des Weltgeschehens und die geostrategischen Leitlinien der Machteliten soll in einer Reihe von sechs Blöcken mit Vorträgen und Gesprächen angeboten werden.

Jeder dieser Blöcke umfasst zwei Stunden.

1. Block: Von der „Wiege bis zur Bahre“

Als der moderne Mensch seine „Wiege“ Afrika verließ, zählte die Menschheit weit weniger Menschen als im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen, vielleicht sogar weniger als 100.000. Gewaltige Schübe der Bevölkerungsentwicklung kamen mit der Sesshaftigkeit, den frühen großen Ansiedlungen und dem Entstehen der „Hochkulturen“ vom Niltal über China bis Mittel- und Südamerika. Insbesondere die Entwicklung Afrikas und Asiens war der Entwicklung Europas lange voraus. Erst mit dem Ende des 15. Jahrhunderts änderten sich diese Verhältnisse und Europa griff nach der Weltherrschaft, sehr zum Nachteil vieler Regionen der Welt. Dabei spielte die Entwicklung der Schifffahrt im Mittelmeer und in Zentraleuropa sowie die Übernahme der „Schießkunst“ aus China eine wichtige Rolle.

Viele bemerkenswerte Kulturen und gewaltige Menschenzahlen fielen dem Expansionsdrang europäischer Mächte zum Opfer. Nordamerika, große Teile Mittel- und Südamerikas sowie Australien wurden von Erdteilen ihrer ursprünglichen Bewohner zu Gebieten vorwiegend europäisch-stämmiger Menschen, die Reste der alten Bevölkerung ins Abseits gedrängt und auf lange einer eigenen Perspektive beraubt. Sklavenhandel und Kolonialismus erlaubten Europa die Ansammlung von Mitteln, die letztlich die industrielle Revolution ermöglichten.

Europa wurde zum absoluten Machtzentrum der Welt, sowohl auf Kosten vieler außereuropäischer Kulturen als auch auf Kosten der Menschen, die zunehmend in Europa in kapitalistische Ausbeutungsverhältnisse gedrückt wurden. Viel von wirklichem Fortschritt in Wissenschaft, Bildung, politischen Verfahren und staatlicher Effizienz ist nicht das Ergebnis „europäischer Werte“, sondern sind Früchte, die weitgehend von anderen Menschen bezahlt wurden.

Die Teilung innerhalb Europas schürte technische und militärische Konkurrenz, was einerseits den Vorsprung der übrigen Welt gegenüber vergrößerte, aber andererseits auch den „Keim des Verderbens“ in sich trug. Das Ende der Vorherrschaft Europas mit seinen widerstreitenden Zentren begann mit dem Ersten Weltkrieg und war danach besiegelt.

2. Block: Die Umkehrung der Verhältnisse

Beim Ende des Ersten Weltkriegs hatte sich die wirtschaftliche Dynamik in hohem Maße auf den Nordamerikanischen Kontinent verlagert. Dieser war nach den Verbrechen an den Ureinwohnern und mit Hilfe von Sklavenarbeit zu einem neuen Zentrum der industriellen Entwicklung geworden. Die Hoffnung vieler Arbeiter in den Industrieländern richtete sich nach Osten auf das große sozialistische Experiment.

Das Verhältnis zwischen der Seemacht Großbritannien und ihrer „Tochter“, der USA, begann, sich umzukehren, was sich im Zweiten Weltkrieg endgültig manifestierte. Gleichzeitig entfaltete sich das Ringen zwischen See- und Landmächten neu, das der britische Geograf Mackinder Anfang des Jahrhunderts beschrieben hatte. In Asien hatte Japan als erste nichteuropäische (See)-Macht den Sprung ins Industriezeitalter geschafft und ein Vorspiel zur Wiedererstarkung Asiens als weiteres Zentrum der Entwicklung der Welt geliefert.

Schon das tödliche Ringen der europäischen Mächte im Ersten Weltkrieg hatte den Widerstandsgeist gegen Kolonialismus und Ausplünderung in den Kolonien der südlichen Hemisphäre inspiriert und das Thema der Demokratie auf die „Weltagenda“ gesetzt. Im Zweiten Weltkrieg gewann auf Seiten der Alliierten in der Konfrontation mit den Achsenmächten und dem völkermörderischen Rassismus Deutschlands der Antirassismus eine medial-gesellschaftliche Bedeutung, an der sich die Kolonialmächte würden messen lassen müssen. Dies traf aber auch in hohem Maße für das neue „Weltzentrum“, die USA, als „Nicht-Kolonialmacht“ zu.

Die Bedrohung der Revolution in der Sowjetunion schon mit westlichen Expeditionstruppen dort noch in den Zwanziger Jahren und die faschistische Invasion ließen aber auch den Stalinismus als autoritäre Reaktion „gedeihen“ und das sozialistische Experiment gleichzeitig schädigen. Dies machte es erheblich leichter, auch den Arbeitern westlicher Länder gegenüber die große Systemalternative zu diskreditieren. Kurze Zeit aber erschien die Welt einig im Triumph über die Nazi-Barbarei.

3. Block: Kalter Krieg und Dekolonisierung

Die Sowjetunion ging, schwer durch den mörderischen Angriff Nazi-Deutschlands mit 20 Millionen Toten und ungeheuren Verwüstungen beschädigt, aus dem Zweiten Weltkrieg als Gegenspieler des Westens hervor. Schon der Abwurf der beiden US-Atombomben auf Japan war eher ein Zeichen an Stalin als eine militärische Notwendigkeit gewesen. Die USA, auf deren Boden kein Krieg stattgefunden hatte, war die „Werkbank der Welt“ geworden. Sie hatten auch weitgehende politische Dominanz über die Kolonialmächte gewonnen, der Frankreich sich am Längsten widersetzte. Eine wichtige Rolle in der Dominanz der USA spielte die Dollar-Hegemonie und das auf den Vereinbarungen von Bretton Woods basierende Finanzsystem.

Die Dekolonisierung ließ die „Dritte Welt“ ins westliche Bewusstsein eintreten. Charismatische und visionäre Führer dieser Bewegung gaben ihr wichtige Impulse, wurden aber oft brutal von westlichen Geheimdiensten „ausgeschaltet“, wie im Falle Lumumbas im Kongo.

Besonders blutig verlief das Ringen um Fortführung westlicher Dominanz nicht nur in Afrika sondern gerade auch in Ostasien (Korea) und Südostasien (Vietnam, Laos, Kambodscha) Frühzeitig ersetzte vielerorts der „Neo-Kolonialismus“ den offiziellen Kolonialismus. „Statthalter“ der übelsten Sorte sorgten dafür, dass die westlichen Industriestaaten statt der jeweiligen Bevölkerungen von den Schätzen der südlichen Hemisphäre profitierten. Trotz der furchtbaren deutschen Verbrechen durfte der westliche Teil des geteilten Deutschlands, die Bundesrepublik Deutschlands, wegen seiner wichtigen Funktion im „Kalten Krieg“ sich frühzeitig wieder an diesem System beteiligen.

Gewaltige Brisanz entwickelte die Auseinandersetzung um die nahöstlichen Ressourcen, zusätzlich durch die Gründung Israels befeuert. Die Entwicklung dort ließ Israel, Saudi-Arabien (das durch seine Mitwirkung an der Festsetzung „Öl für Dollar“ die US-Währung sicherte) und die Türkei als militärische bzw. ökonomische verlängerte Arme der USA (mit teils massiven Tendenzen zur Eigenständigkeit) in der Region entstehen. Immer wieder drohte die atomare Menschheitsvernichtung, nicht nur durch massive offene Krisen wie Berlin und Kuba, sondern auch durch die Gefahr von falsch interpretierten Radarmeldungen.

4. Block: Demokratie oder Herrschaft des Militärisch-Industriellen Komplexes

Von letzterem sprach mahnend in seiner Abschiedsrede der 34. US-Präsident Eisenhower, wahrlich kein „Linker“. Auch Kennedy warnte in einer Rede kurz vor seinem Tode vor Geheimpolitik und letztlich vor „Verschwörungen“. Der US-Autor Fukuyama schwärmte vom „Ende der Geschichte“, wenn weltweit Demokratie nach westlichem Vorbild herrsche. Verschwindet diese in den USA aber praktisch vor unseren Augen?

Viele Indizien sprechen dafür, dass Kennedy eben den Ambitionen dieses Militärisch-Industriellen Komplexes zum Opfer gefallen ist. Die US-Machtelite entzweite sich immer wieder über Strategie und Taktik in dem Streben um die Weltkontrolle, dabei werden die beiden wesentlichen Fraktionen gerne als „Krieger“ und „Händler“ apostrophiert. Die erste, stark im militärisch-geheimdienstlichen Bereich verankerte Fraktion neigte gewaltsamem Vorgehen zu, Kennedy war von mehr Skrupeln gegenüber den Risiken eines „Weltbrandes“ geprägt und wollte im Ost-West-Konflikt stärker auf Technologie, Wirtschaft und Diplomatie setzen. Seine Ermordung beunruhigte selbst den wahrlich „politischen Finsterling“ Nixon so sehr, dass er immer wieder darauf drang, die CIA möge ihm alle Erkenntnisse hierzu zur Verfügung stellen, was schlicht ignoriert wurde. Massive Anzeichen sprechen dafür, dass man ihm Watergate als Operation „unter falscher Flagge“ anhängte, um seine „Neugier“ zu stoppen. Dabei war das Duo Nixon-Kissinger selbst eine Plage für viele Teile der Welt, unter anderem für den Sturz des demokratisch gewählten chilenischen Präsidenten Allende und die anschließenden Massenmorde in hohem Grade verantwortlich. All diese Dinge geschahen weitgehend vor den formaldemokratischen Gremien der US-Gesellschaft verborgen. Diese Tendenzen zur „Geheimpolitik“ in den USA haben sich seitdem eher verstärkt als abgeschwächt.

5. Block: Run auf die Ressourcen

Immer dramatischer wird das Ringen um Energievorräte und Rohstoffe. Die Endlichkeit der Vorräte tritt weiter auch ins öffentliche Bewusstsein. „Pic Oil“ (der überschrittene Förderhöhepunkt) ist zwar derzeit hinter (vielleicht politisch motivierten) niedrigen Ölpreisen und dem Hype ums „Fracking“ verborgen, aber in den politischen „Think Tanks“ präsent. Von großer Wichtigkeit sind aber auch gerade „seltene Erden“ und besondere Erze wie Coltan für Computer und Handys, dem in den letzten 18 Jahren acht bis zehn Millionen Menschen im Kongo zum Opfer gefallen sind.

Besonders der Aufstieg der „BRICS-Staaten“ (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) führt zur verstärkten Militarisierung im Westen in dem Bestreben, sie vom Zugriff auf diese Reserven fernzuhalten und die Rohstoffländer des Südens von Handelsalternativen abzuhalten, wovon die in Deutschland, in Stuttgart und Rammstein angesiedelte US-amerikanische Militärzentrale US AFRICOM beredtes Zeugnis ablegt. Die „Freihandels-Religion“ soll diese Länder auch insbesondere an eigener Industrialisierung hindern, damit sie zum ewigen Rohstofflieferanten-Dasein verdammt sind. Auch ist es das Ziel der US-Politik, ein engeres Zusammenrücken seines technologischen Hauptkonkurrenten EU und des Energieriesen Russland zu verhindern.

Von besonderer Bedeutung sind natürlich auch die ökologischen Auswirkungen des global entfesselten Neoliberalismus und seiner in vielfacher Hinsicht verschwenderischen Wirtschaftsweise. Der menschengemachte Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen und verlangt eine weit mehr am Allgemeinwohl und an Nachhaltigkeit orientierte Politik, als dies den neoliberalen Machteliten Recht wäre. Schriften neokonservativer „Think Tanks“ in den USA lassen finstere Alternativen einer Politik, die auf „Entvölkerung“ von Rohstoffregionen zielt, befürchten.

Welche Rolle spielt der militante Islamismus? Ist er nur das Ergebnis rückwärtsgewandten Widerstandes gegen „Globalisierung“ und westliche Arroganz oder von westlicher Politik lange gefördert, um erfolgreiche säkulare antiimperiale Bewegungen im Nahen und Mittleren Osten zu zerstören? Die westliche Unterstützung für solche Bewegungen (zumindest im Ursprung) von den Muslim-Brüdern über die Hamas bis zu den Afghanistan-Kämpfern um Bin Laden sowie den Islamisten in Syrien deutet auf etwas anders hin.

6. Block: Politische Verschwörungen: Theorie oder Wirklichkeit?

Wohl schon lange wurde in der Politik „über Bande gespielt“, also Ziele und Zwecke verschleiert und die Bürger getäuscht. Aber es gibt besonders flagrante Beispiele, die für die Zukunft nichts Gutes ahnen lassen!

Für Operationen „unter falscher Flagge“ (um sie Gegnern anzuhängen) waren schon die Nazis berüchtigt, der Reichstagsbrand (wahrscheinlich) und der angebliche polnische Angriff auf den Sender Gleiwitz sind „berühmte“ Beispiele. Verwandte Operationen sind Unfälle, die als Sabotage oder Angriffe anderer Nationen ausgegeben werden, wie dies für die Explosion der „Maine“ als Auftakt des Amerikanisch-Spanischen Krieges war. Auch glatte Erfindungen oder maritime Zusammenstöße, deren Ort zum Beispiel in internationale Gewässer „verlagert“ wird, sind vorgekommen, wie dies beim „Tonking-Zwischenfall“ der Fall ist.

Eine klassische Vorlage für große False-Flag-Operationen der USA ist das „Project Northwoods“. Die Chefs der vereinigten Stäbe der US-Streitkräfte arbeiteten nach der gescheiterten „Schweinebucht-Invasion“ von Exilkubanern den Plan für eine Reihe von Terroranschlägen innerhalb und außerhalb der USA mit Toten und Verletzten einschließlich einer fingierten Flugzeugentführung und Abschuss aus. Dies sollte einen Vorwand für eine großmaßstäbige Invasion der USA auf Kuba ergeben. Kennedy stoppte das kriminelle wie hochriskante „Spiel“, danach lebte er nicht mehr lange.

Zu trauriger („Insider“)-Berühmtheit sind auch die „NATO-Geheimarmeen“, nach dem italienischen Ableger „Gladio“ genannt, gelangt. Ihre Geschichte wurde u. a. von dem Schweizer Historiker Daniele Ganser gründlich aufgearbeitet. In Italien führte diese Geheimdienstorganisation u. a. die furchtbare Bombenexplosion im Hauptbahnhof von Bologna durch, um sie der italienischen Linken anzulasten.

Tatsächlich ist die Diskussion um die „dunkle Seite des Westens“ zum Beispiel in den USA weit lebendiger als in Deutschland, wo sich nur wenige namhafte Leute an dieses heikle Thema wagen. Es gilt aber, sich intensiv mit den verdeckten Operationen der US Machtelite zu beschäftigen, wenn man diese Welt gerechter und friedlicher machen will. Und da findet sich bei genügend „tiefer Grabung“ noch sehr viel!

Demokratie funktioniert aber nur mit gut informierten Bürgern, die nicht auf wohlfeile „Narrative“ vertrauen, sondern reale Zusammenhänge durchschauen. Der berühmte Politik-Analytiker (und Linguist) Noam Chomsky hat das in seinem Buch „Media Control“ eindringlich beschrieben. Und er sagt sarkastisch: „Terror ist immer das, was die Anderen tun!“.

Bei Bedarf kann das Konzept sowohl gerafft als auch um bestimmte Themen erweitert werden. Haben Sie Interesse, dann treten Sie bitte mit mir in Kontakt, um die Modalitäten zu besprechen.

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d-day

Heute, am 6. Juni, vor siebzig Jahren landeten die westlichen Allierten in der Normandie und es begann der letzte Akt der Befreiung Europas vom Nazi-Horror. Wahrlich ein Tag, der zum Gedenken auffordert!

Aber, man sollte sich der ganzen Geschichte erinnern: Ein Teil der US-Macht- und Wirtschaftselite hatte viel getan, um die Nazi-Bande an die Macht zu bringen und sogar durch den zweiten Weltkrieg hindurch mit den Nazi-Mördern kolaboriert (http://tinyurl.com/bqqdwmv). Diese waren ihnen nützlich dabei, die Sowjetunion nahezu in den Abgrund zu bomben und den Hauptkonkurrenten Großbritannien aus dem „globalen Spiel“ zu kicken. Ohne dass dies historische deutsche Schuld schmälert, klebt auch an diesen us-amerikanischen Kräften Mitschuld an sechs Millionen ermordeter europäischer Juden, an über zwanzig Millionen toter Zivilisten in der Sowjetunion, an Millionen von Opfern in anderen Ländern und Abermillionen toter Soldaten. Es wäre also eine naive Illusion, die USA als „Mutterland des Antifaschismus´“ zu sehen (http://tinyurl.com/6798tjr).

Verneigen muss man sich aber vor den vielen allierten Soldaten, die in der Normandie ins Feuer liefen, um dem Nazi-Spuk ein Ende zu bereiten, und dann mit der Roten Armee (die die „Hauptlast“ trug) den Nazis den Todesstoß versetzten. Ganz besonders muss man sich vor den Afroamerikanischen Soldaten verneigen, die in ihrem eigenen Land immer noch vielerorts mit einer Rassengesetzgebung konfrontiert waren, die einen Vergleich mit den Nürnberger Rassegesetzen „nicht zu scheuen brauchte“, auch, wenn es für sie keine Todeslager (von den Gefängnissen mit ihren „Chain-Gangs“ abgesehen), sondern nur den „Volkssport“ des Lynchens gab. Auch den westlichen Truppen aus den Kolonien ist von daher ihr Einsatz besonders hoch anzurechnen, da sie selbst mit Rassismus und Chauvinismus konfrontiert waren.

Ein neues „Festival der Heuchelei“?

Dass dieser Teil der Geschichte bei den Feierlichkeiten zum D-Day nicht zur Sprache kommt, ist Routine und nicht weiter bemerkenswert. Aber diese Veranstaltung droht zusätzlich vor Heuchelei „überzulaufen“, denn man sitzt ja nun über Putin „zu Gericht“, der die Frechheit besitzt, sich den dreisten Ausdehnungsversuchen der NATO an den „Pelz des russischen Bären“ zu widersetzen. Dass der Westen dabei keine Probleme hat, sich mit ukrainischen Faschisten gemein zu machen, kann zwar eigentlich nicht mehr verwundern, aber ist gerade an diesem Tag von besonderer Pikanterie. Nicht weniger pikant ist übrigens die olivgrüne Komplizenschaft in diesem Spiel (http://www.jungewelt.de/2014/06-06/034.php) sowie die opportunistische Haltung aus der Führung der LINKEn gegen Genossinnen, die dieses anprangern (http://tinyurl.com/qc7kchk ).

Wieder ist festzustellen: wer nicht aus der Geschichte lernen will, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen (http://tinyurl.com/lebr9uc)! Und die Europäer der EU begreifen in großer Zahl offenbar nicht, dass sie diesmal dabei sind, sich durch TTIP (Transatlantisches Freihandelsabkommen) endgültig dem Faschismus, nämlich dem US Unternehmensfaschismus, auszuliefern!

Andreas Schlüter

 

Oder: Wer nicht feiert, hat verloren!

Danke, Russland, danke, Sowjetarmee, dass Ihr mir dazu verholfen habt,

in Hamburg ohne Nazi-Regierung aufwachsen zu können!

Ich verbeuge mich vor Euren über zwanzig Millionen Toten

und vor den Siegern über den Faschismus!

Thank you Russia, thank you, Soviet Army

for allowing me to grow up in Hamburg without Nazi Regime!

I bow my head for your over twenty Million victims and for the victorious soldiers!

Einige Impressionen vom 9. Mai

beim Ehrenmal in Berlin, im Treptower Park,

Impressions from the 9th of May in Berlin, Treptow Park:

veteran

mutter

feiernde

ehrende

musik

tor

ueberblick

denkmal

innenraum

festplatz

buehne

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!

Andreas Schlüter

Man muss kein Zahlenfetischist sein, um zur hundertsten Wiederkehr des Kriegsausbruches von 1914 vom Hauch einer gewaltigen menschengemachten Katastrophe angeweht zu werden. Viele Ähnlichkeiten hinsichtlich der Verhaltensweisen von Machteliten sind in erschreckendem Maße festzustellen. Expansionsgier, völlige Unempfindlickeit gegen millionenfaches menschliches Leid und ungehemmte Risikobereitschaft feiern fröhliche Urständ!

Einen wesentlichen Unterschied allerdings gibt es: am Ausbruch des Ersten Weltkriegs war in nicht unerheblichem Maße der Aufstiegswille der politischen und wirtschaftlichen Eliten Deutschlands beteiligt, an der heutigen explosiven Weltsituation ist aber wesentlich das blindwütige Strampeln der US-Machtelite gegen den vom wirtschaftlichen Abstieg verursachten Machtverlust schuld. Der US-Machtelite ist die Aussicht unerträglich, dass das zahlreichste Volk dieser Erde, das chinesische, mit seinem unglaublichen Potential und dem ungeheuerlichen technologischen Aufstieg in historisch absehbarer Zeit den Platz der größten Weltgeltung einnehmen wird.

 the-germans-to-the-front

Etwas für geschichtsvergessene Idioten: The Germans to the Front!

Dabei muss man sich erinnern, dass der sogenannten „Ur-Katastrophe“, dem großen europäischen Gemetzel, eine westliche Allianz gegen China, das rassistisch als „Gelbe Gefahr“ apostrophiert wurde, vorausging („Boxeraufstand„). Dies und der folgende 1. Weltkrieg reflektierten die beiden historischen Linien der Neuzeit, die kolonialistische Expansion der „weißen Welt“ und die Konkurrenzkämpfe innerhalb derselben. Als dann Europa in großen Teilen vom „Weltkrieg“ zerfetzt wurde, begann das „(US)-Amerikanische Jahrhundert“. Und der Appetit der US-Machtelite weitete sich in erheblichem Maße aus. Der Widerspruch zwischen den proklamierten Freiheitsidealen der us-amerikanischen „Revolution“ und der praktizierten Menschenverachtung im Umgang mit der eigenen Urbevölkerung und den Millionen versklavter Afrikaner offenbarte sich auch im Umgang mit Europa (das seinerseits den Widerspruch zwischen Phrasen von „Zivilisation, Freiheit und Fortschritt“ und seinem widerlichen kolonialistischen Gebaren kannte). So setzte ein Teil der US-Wirtschaft (welcher u. a. auch in den gescheiterten „Business Plot” verwickelt war) darauf, die Nazis in Deutschland an die Macht zu bringen (u. a. Prescott Bush). Hierbei ging es fraglos darum, ein faschistisches Deutschland gegen den weltpolitischen Hauptkonkurrenten Großbritannien und für die Zerstörung der verhassten Sowjetunion zu nutzen (http://tinyurl.com/bqqdwmv). Vor einem dreiviertel Jahrhundert fing dann dieses entsetzliche Gemnetzel an. Diese Zusammenarbeit eines Teiles der US Wirtschaft mit den Nazis zog sich noch durch den Zweiten Weltkrieg hin.

smedley-butler Film zum „Business Plot“:

https://www.youtube.com/watch?v=lNe9X1CLV_U

Tatsächlich hat die US-Machtelite mit ihrem geheimdienstlichen Arm im Vorgehen eine Perfidie entwickelt, die ihre Parallele nur in den “False Flag” Operationen der Nazis, wie beim “Überfall auf den Sender Gleiwitz“, haben, wie zum Beispiel mit der “Operation Northwoods“ deutlich wurde, einem Plan, der glücklicherweise von Kennedy gestopt wurde. Wer dieses Projekt kennt, wird sich kaum erdreisten, die Zweifel an der offiziellen Darstellung von “Nine Eleven” als “wilde Verschwörungstheorien” zu diffamieren (http://tinyurl.com/3gy8otq). Aber auch die Taten der als “Gladio“ bezeichneten US-geführten NATO-Geheimarmeen öffnen den Blick auf die Abgründe der US-Politik (http://tinyurl.com/a3aqv2p).

Die US-Politiker und Geheimdienste nutzen und infiltrieren unterschiedlichste Bewegungen, ungeachtet jeder vordergründigen ideologischen Verortung. Selbst die Grüne Partei Deutschlands haben sie von der Friedenspartei zur olivgrünen Kriegspartei gewendet. In vielen Ländern nutzen sie kleinbürgerliche Ängste gegen breite Bemühungen für soziale Gerechtigkeit, wie zum Beispiel in Venezuela. Gegen die afrikanischen Länder und Gesellschaften führen sie eine brutale wie hinterhältige Rekolonisierungspolitik an und scheuen sich nicht, mit dem US AFRICOM in Stuttgart auf deutschem Boden eine militaristische Kolonialinstitution für ihre Terroranschläge durch Drohnen zu nutzen (http://tinyurl.com/kv4upm8).

Den Nahen und Mittleren Osten überziehen sie mit gefördertem Terror und Krieg und haben die “Neuordnungs-Pläne” schon “in der Tasche”. Vielleicht sind sie auch an den Konflikten in Thailand nicht unbeteiligt. Dabei ist die US-Machtelite innerlich zerrissen, nicht erst seit der Kennedy-Zeit (http://tinyurl.com/k7gyt4n). Der Strategiestreit zwischen denen, die weiter eine demokratische Scharade nutzen wollen und andere machen lassen (“Soft Power”), und denen, die zu direktem militärischen Eingreifen und “Unternehmens-Faschismus” neigen, schlägt sich insbesondere im Streit darüber nieder, wer von den erkorenenen Gegnern zuerst “erledigt” werden soll, oder, wer als unwichtiger Gegner besser gegen Hauptgegener in Stellung gebracht werden und quasi “verheizt” werden soll. Diese Frage ist immer wieder Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen: soll man zuerst die islamische Welt “plattmachen” (was die Preferenz der “kooptierten” israelischen  Machtelite wäre, wobei man gerne Saudi-Arabien und die Emirate benutzt), oder soll man den Iran, anstatt ihn zu bekriegen, in die Front gegen Russland einbauen? Ist eine mögliches Näherkommen zwischen dem technologischen Hauptkonkurrenten Westeuropa und dem Energieriesen Russland gefährlicher, oder ist es China? Dann könnte man wiederum versuchen, Russland in die Front gegen China einzubauen (wozu seit Neuerem Brzezinski zu tendieren scheint).

Aber der wütende Einfluss der Neocons auf die von den “Demokraten” geführte Regierung ist gewaltig, wie die Neocon-Aufpasserin Nuland (“Fuck the EU”) in der US-Regierung zeigt. Die Neocon-Fraktion hat wesentlich die Kontrolle über die Geheimdienste, sie hat viel zu verlieren, weil viel zu verbergen (besonders seit “Nine Eleven”).

Die Neocon-Fraktion insbesondere treibt die US-Politik dazu, den Würgegriff gegen Russland unerträglich zu verstärken, wie das Vorgehen im Fall der Ukraine zeigt. Dabei, den Geschichtskundigen wundert es nicht, setzt sie offenbar gerne wieder auf Faschisten, wie sie sich in der Partei “Swoboda” tummeln (http://tinyurl.com/qydggx4), und auch der Verdacht der Benutzung von “False Flag” Operationen taucht wieder auf: http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/kiew-ukraine-telefonat-ashton-paet.

Und die Lehre für die deutsche Politik?

Tatsächlich wäre es einem erheblichen Teil der US-Machtelite außerordentlich recht, wenn die Ukraine nicht nur die EU und Russland weiter entzweite, sondern auch, wenn die EU sich mit der Ukraine ein weiteres Problem ans Bein binden ließe, dass die Probleme Griechenlands weit in den Schatten stellen würde. Wann geht es deutschen Politikern endlich auf, dass der “große Bruder” alles andere als Demokratie und Menschenrechte im Sinn hat? Vielleicht ahnen sie es ja, aber haben Angst ( http://tinyurl.com/c5sagm6)? Aber die Angst, die einem Pizzeria-Besitzer vor der “Schutzgeldmafia” kommen kann, steht Politikern nicht gut zu Gesicht, denn die Gefahren der Verwicklung in dieses globale Spiel überwiegen die Gefahren des US “Gladio” Terrors bei Weitem. Vor hundert Jahren zog nicht nur deutsche Großmannssucht Deutschland in den Krieg, sondern auch dümmliche “Nibelungentreue” zum absteigenden Reich Österreich-Ungarn! Der sozialdemokratische “Bismark-Verschnitt” Struck irrte schwer: Deutschlands Freiheit wird mitnichten am Hindukusch verteidigt, sondern auf dem Felde klarer politischer Analyse! Und a bisserl Moral könnt auch net schaden!

Andreas Schlüter

Link-Liste meiner Artikel zu den USA: https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

Dirk Müller zur Ukraine: http://www.youtube.com/watch?v=X68lu-i0aAU

befreiung

Am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg in Europa mit der deutschen Kapitulation offiziell zu ende. Mit vollem Recht fühlten alle Nicht- und Anti-Nazis sich befreit und ich kann nur ebenso froh sein, dass der menschenverachtende „Spuk“, der tatsächlich keiner war, sondern viele Millionen von Menschenleben verschlingende Realität, beendet war, und dies mir ermöglichte, in ein von der Naziherrschaft (leider nicht wirklich von Nazis) befreites Westdeutschland hineingeboren zu werden (1947). An dieser Befreiung haben die Soldaten der Roten Armee die „Hauptlast“ – welch verharmlosendes Wort – getragen. Es war für Deutschland fraglos der „Tag der Befreiung“!

In Perspektive

Man hüte sich aber vor „germano-zentrischer“ Perspektive, vor der Sicht, als wäre es das Ziel gewesen, die Mehrzahl der Deutschen, die leider – als es „gut“ lief – immer wieder dem „Führer“ zujubelten, zu befreien, nein, die Menschen Osteuropas wurden befreit von einem deutschen Okkupationsregime, das für sie Versklavung und Ausrottung, den perpetuierten „Untermenschen-Status“ vorgesehen hatte! Nach den bei Wikipedia eingestellten Zahlen kostete der deutsche Versklavungskrieg gegen Osteuropa allein die Sowjetunion mehr als 11 Millionen toter Soldaten und über 15 Millionen toter Zivilisten (http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg)

Eine ganz schräge Perspektive droht die Szene zu beherrschen, wenn der Blick nach Westen geht. Fraglos hat die materielle Unterstützung der Sowjetunion durch die USA eine Rolle gespielt, aber noch gravierender ist die Unterstützung, die wichtige Teile der US-Wirtschaftsmacht bei der Machtübernahme durch die Nazis gespielt haben! Dies taten sie nur teils aus gedanklicher Kumpanei mit rassistischer und antijüdischer Nazi-Ideologie wie Henry Ford, sondern wesentlich aus der geostrategischen Zielsetzung, durch ein „Blitzkriegs“-fähiges Deutschland den weltpolitischen Hauptkonkurrenten England auf die Plätze zu verweisen und die Systemalternative Sowjetunion zerbomben und zerschlagen zu lassen, um das „Amerikanische Jahrhundert“ zu befestigen (http://tinyurl.com/6798tjr). Die erste Zielsetzung ist erreicht worden, die zweite wurde erst nach dem Kalten Krieg zum Teil erreicht. Allerdings besteht das Ziel weiter, Russland zusammen mit dem „Land der Mitte“, China, daran zu hindern, den der Größe dieser Länder entsprechenden Rang im Weltgeschehen zu bekleiden (http://tinyurl.com/bqqdwmv).

Ist der Faschismus tot?

Nach dem Zweiten Weltkrieg sammelten US-Geheimdienste (und der MI 6) alles an Nazis und Faschisten ein, was nicht in allererster Reihe gestanden hatte, um durch „Geheimarmeen“ alle linke und sozialorientierte Politik in ihrem Machtbereich zu zerschlagen (Gladio, http://tinyurl.com/a3aqv2p). Die oberflächliche Symbolik von Nazitum und Faschismus räumte der Imperialismus als „lernendes System“ irgendwann in die Rumpelkammer, aber die Mittel zur Durchsetzung „neufreiheitlicher“ Auspressung und Knebelung der Mehrzahl der Menschen auf diesem Globus sind keineswegs wirklich andere, wie sehr schön Naomi Klein in „Die Schock-Strategie“ darlegt. Dass dabei auch immer wieder auf schlichten Faschismus zurückgegriffen wird, ist ebenso gut belegt. Vielleicht kann man die neuen Tendenzen am besten als „Konzern-Faschismus“ bezeichnen. Konzerne wie Monsanto (http://tinyurl.com/6x6vxro) und Microsoft spielen dabei eine wichtige Rolle wie die Großbanken, die „too big to fail“ sind, um aus den USA heraus die Welt „fest im Griff“ zu halten (http://www.youtube.com/watch?v=t-XIeb879SY&feature=youtu.be).

Andreas Schlüter

Es geschieht fast Unglaubliches im deutschen Fernsehen! Zwar wird medial das „Syrien-Spiel“ immer noch propagandistisch unterfüttert, aber es werden gleichzeitig Filme gezeigt, die bis vor Kurzem fast undenkbar waren – höchstens von ARTE mit der französischen Frechheit unterfüttert. Im letzten Artikel („Israel und die Bombe“, https://wipokuli.wordpress.com/2012/07/13/israel-und-die-bombe-offene-und-geheime-geheimnisse/, <1>) habe ich mich erdreistet zu vermuten, dass die vorsichtigen und „behutsamen“ Bemühungen der Bundesregierung, sich etwas aus der „transatlantischen Umklammerung“ zu lösen (begründet auf den von den USA divergierenden deutschen und zentraleuropäischen Kapitalinteressen), ihren Niederschlag auch in Sendungen der „Öffentlich-Rechtlichen“ finden, die sich mit der Politik des „Großen Bruders“ beschäftigen. Zwei weitere wichtige Beispiele:

Schon Ende des Vergangenen Jahres zeigte das 1. Programm den Film

„Hitlers amerikanische Geschäftsfreunde“:

http://www.youtube.com/watch?v=RqgZoStjfRY&feature=youtu.be

Dieser Film zeigt detailiert, wie sehr Teile der US-Wirtschaft den Nazis für den Zweiten Weltkrieg zugespielt haben, ja, sie noch während des Krieges unterstützten, was zur massiven Schwächung der Sowjetunion und zur Ausschaltung der britischen und französischen Konkurrenz als „Global Player“ führte.

 Am Mi, 11.07.12, 21.00 Uhr, wurde auf Phönix ein Film von Loretta Alper und Jeremy Earp gezeigt, der auf Recherchen des US-amerikanischen Wissenschaftlers Norman Solomon basiert:

„War Made Easy“

War Made Easy: http://www.youtube.com/watch?v=Ve1FjC-l_pw

 Der Film zeigt eindringlich, wie trickreich und eindeutig verschwörerisch US-Regierungen Kriege zum Nutzen der US-Machtelite einfädeln. Eine schallende Ohrfeige, für alle, die mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ glauben, den tieferen Blick hinter die propagandistischen Kulissen als lächerlich abqualifizieren zu können. Das dies gleichzeitig ein Lehrstück über die Glaubwürdigkeit des Syrien-Spektakels und des Iran-Geschreis ist, steht auf einem anderen Blatt.

Bisher war es immer so, dass sehr kritische Filme zum imperialen Gebaren der anglo-amerikanischen Achse in den USA, Großbritannien und Frankreich gezeigt wurden, aber nicht in Deutschland (beim Irak-Krieg gab es eine kleine Ausnahme), man war medial hörig. Ich glaube, hier wird ein dezentes Zeichen gesetzt, der Devise „Gladio war genug, wir lassen uns nicht mehr beliebig dirigieren“ folgend, in Abwandlung des Filmtitels „ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“!

Keine falschen Schlüsse!

Nun verstehe man diese Worte „aus der Feder“ eines Linken nicht falsch. Es geht keineswegs darum, die Bundesregierung zu glorifizieren, die weiterhin einen wichtigen Gegner linker Politik darstellt, aber das Bestreben, brachiale Einflüsse des angloamerikanischen Imperiums aus deutscher und europäischer Politik zu verdrängen, kommt auch der politischen Auseinandersetzung um eine sozialere Gesellschaft zugute. Die Hand dieses Imperiums, nämlich das „Gladio“-Netzwerk schimmert ja auch im „Pushen“ des rechten Terrors und der treibhausmäßigen Pflege des Rechtsradikalismus durch. Und auch mindern die Erkenntnisse zu den Schandtaten des Imperiums die geschichtliche Verantwortung in Deutschland nicht. Ebenso ist  auch „Antiamerikanismus“ als generalisierte Ablehnung der Menschen in den USA absolut unangebracht, denn erstens leiden auch Millionen Amerikaner unter dem skrupellosen Vorgehen der Macht in ihrem Lande und zweitens verdanken wir nicht wenige Einsichten in die Verschwörungen gegen die eigene Bevölkerung sowie gegen die übrige Welt eben Menschen in den USA. Und nicht vergessen, das deutsche und zentraleuropäische Kapital würde „mit Chance“ auch nicht viel milder mit der eigenen Bevölkerung und der Welt umgehen.

Andreas Schlüter

<1> http://www.atase.de/blog/netzwelt/verstehen-netzwelt/israel-und-die-bombe/