Mit ‘False Flag Operations’ getaggte Beiträge

due to layout problems of the English version in this article http://tinyurl.com/clnpovo:

September last year we had the tenth anniversary of “Nine Eleven”, the moving incident that costed so many lives and had as a “consequence” the “War against Terror” taking at least 220,000 lives. This war goes on, at times somehow renamed into “War for Democracy”. In reality the prevailing concept in many Western heads is the “Clash of Civilizations”, as formulated by Samuel Huntington. But any time it´s becoming again a war to prevent pseudo threats this time attributed to Iran in shape of virtual atomic bombs. Nevertheless the brutally honest question “how did our oil get under their sand?” is blinking from time to time. In short Nine Eleven has reopened the era of colonial wars!

Conspiracy Theory

This term is slammed every now and than on the heads of those who are “nonbelievers” in the official presentation of the conspiracy by Al Qaida and its Muslim fanatics to bring down WTS and the Pentagon. Now that official presentation is far from legally proven. The official report shows many gaps and many assumptions lacking plausibility. Too many examples can be found proving the unscrupulous character of true power in the US, as shown by the investigative journalist Russ Baker in his voluminous book “Family of Secrets” on the Bush clan (http://www.familyofsecrets.com/). Actually the foundation of those slamming on the “nonbelievers” is simply the naïve believe “such a thing could not be done by our `democratic´ government and its secret services”, just as if there wouldn´t be many examples in history of “false flag operations”.

Another nonbeliever

The historian Daniele Ganser from Switzerland intimate with the political wretchedness by his work on NATO secret armies in Europe during the “Cold War” (http://www.danieleganser.ch/) has stepped bravely aside the skeptics. He has declared the events around Nine Eleven a subject of historical analysis. On 1st of September he´s held a lecture (in English) at the University of Basel working out precisely the neuralgic point in the matter:

Daniele Ganser on Nine Eleven: https://www.youtube.com/watch?v=4fUT7XgLiTY

And don´t miss the „Toronto Hearings“:

Toronto-Hearings: https://www.youtube.com/watch?v=kpiVv8tQdmY

And a closer look at the 9/11 Commission: https://www.youtube.com/watch?v=ZEaTQYpkLW8

(You´ve to click on the particular topics one by one!)

Andreas Schlüter

aug-in-aug-wenn-man-sehen-will

Raub, Ausbeutung und Unterdrückung, aber auch Betrug und Manipulation sind uralte Phänomene in der menschlichen Gesellschaft. Insbesondere als Intrigen und Gewalt finden sich Ansätze dazu schon bei unseren haarigen Vettern, wie Langzeitstudien der Primatenforschung umfangreich und eindrucksvoll belegen. Beim Menschen haben sie, gepaart mit vermehrter „sozialer Intelligenz“ gesellschaftlich zu den verschiedenen Formen der Klassenherrschaft geführt. Fast genauso alt ist die Auflehnung gegen die Herrschaft, die die Widersprüche in der Entwicklung zum Ansatz hat. In dieser spielen auch immer wieder Menschen eine Rolle, die eigentlich einer privilegierten Klasse angehören, aber durch die intellektuellen und moralischen Widersprüche des Handelns ihrer Klasse an die Seite der Ausgebeuteten und Unterdrückten getrieben werden, Sie helfen mit, Herrschaftswissen und sonstige Kenntnisse in den Kampf der Benachteiligten einzubringen.

Die Dekoration der Herrschaft

Unter anderem gegen diese Gefahr hat Herrschaft sich auch immer wieder zu tarnen. Ein wichtiges Element dieser Tarnung ist neben dem Versuch, die herrschende Klasse als Garant der nötigen gesellschaftlichen Moral darzustellen, die vermeintliche Notwendigkeit der ausbeutenden Klasse, um die Unterdrückten gegen die äußere Gefahr, gegen die Ausbeuter anderer Gesellschaften zu schützen. Aus dieser Erkenntnis ist die Aufforderung zur internationalen Klassensolidarität der Arbeiterbewegung geboren. Ein wichtiges Element der Dekoration für die Kapitalisten in den westlichen Industriestaaten ist die ausgehölte Demokratie geworden, deren aus dem antifeudalen Kampf kommende Prinzipien in ihr Gegenteil verkehrt wurden.

Die Widersprüche zwischen den prinzipientreueren Mitgliedern der politischen Klasse und den Kapitalisten wurden oft zu Gunsten der Letzteren entschieden, wofür Kennedys Schicksal ein beredtes Beispiel liefert (1). Im Übrigen dienten ein völliges Zerrbild der kommunistischen Idee zusammen mit den realen Deformationen der sozialistischen Prinzipien im Stalinismus (gefördert durch bedrohliche westliche Interventionen im nach-revolutionären Russland) verbunden im kruden „Antikommunismus“ des Kalten Krieges zur „Legitimation“. Heute ist es – beinahe wie zum Anfang der Neuzeit, als ihr eine gewisse Realität nicht fehlte – wieder die „islamische Gefahr“ (auch die Scharade knüpft gern an Historisches an).

Der „äußere Feind“ ist also eines der Hauptelemente in den Scharaden der Herrschenden. Diese haben aber auch immer geschafft, zusätzliche Theaterrequisiten, wie das Seelenheil der Ungläubigen, die Untaten (auch wieder von islamischen) Sklavenhändlern und Ähnliches aufzufahren, um eigentlich moralische Menschen mit Gerechtigkeitssinn vom Kampf gegen Unterdrückung abzuhalten und in ihr eigenes Unterdrückungssystem zu integrieren. Für die Herrschenden ist nur ein blinder Idealismus, der sich durch sie gesteuert einsetzen lässt, akzeptabel und nützlich.

Von der Dekoration zur Operation „unter falscher Flagge“

Schon das Englische Königshaus bediente sich vermeintlicher „Piraten“, die als Freibeuter konkurrierende Regime schädigten und deren Handeln nicht als offizielles Kriegshandeln gewertet werden konnte. In einem zum „Finanzgetriebenen Kapitalismus“ aufgetriebenem System können heute „Finanzpiraten“ ganze Staaten unter Feuer nehmen, ohne dass dies als Kriegsakt sanktioniert werden könnte. Aber auch im Felde der offenen Gewalt ist die Scharade nun zur „hohen Kunst“ entwickelt. Ein berüchtigtes Beispiel ist der angebliche polnische Überfall auf den deutschen Sender Gleiwitz (2) 1939, nachdem es hieß: „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!“.

Wie ernsthaft auch der „Militärisch-Industrielle Komplex“ der USA sich bald mit „False Flag Operations“ beschäftigte, davon legen inzwischen freigegebene Geheimpläne der US Stäbe zur „Operation Northwoods“ (3) Zeugnis ab. Diese sahen ausgedehnte Terroraktionen in den USA und gegen US-amerikanische Flugzeuge und Schiffe vor, die Kuba „in die Schuhe geschoben“ werden sollten, und als Rechtfertigung für eine Invasion dienen sollten. Kennedy vereitelte diese Pläne. Es gibt gute Gründe, auch die Ermordung Kennedys als „False Flag Operation“ einzuordnen (4). Zu perfider Entfaltung kam das Verfahren durch die US-gesteuerten, ursprünglich als „Stay Behind Army“ gegen eine sowjetische Invasion Westeuropas gegründeten NATO Geheimarmeen in Europa (5), nach der italienischen Variante allgemein als „Gladio“ (6) bezeichneten Strukturen, über die u. a. der Schweizer Historiker Daniele Ganser (7) ausführlich gearbeitet hat. Zu den „Großtaten“ dieser Strukturen gehören mit Sicherheit solche berüchtigten Anschläge wie die Bombenattentate von Bologna (8) und auf das Münchner Oktoberfest (9). Ob die betreffenden Strukturen mit dem Ende des Kalten Krieges ebenso ihr Ende fanden, erscheint mehr als zweifelhaft (10). Inzwischen tauchen sogar Fragen auf, ob nicht die RAF selbst zumindest in Teilen ein „Gladio-Produkt“ ist (11).

Von der „Falschen Flagge“ zum „Joint Venture“

Vieles deutet darauf hin, dass man bald erkannt hat, dass noch wirkungsvoller als einfache getarnte Operationen solche sind, in die man Überzeugungstäter der (oft ideologischen) Gegenseite mit einbindet, ohne dass sie wissen, wessen Geschäft sie betreiben, was ohne Frage bei den RAF-Geschichten der Fall gewesen wäre. Auch für Aktionen, die etwas mit dem „Szenario“ des „islamistischen Terrors“ zu tun haben, „bietet“ sich dies an, was wieder zum deutlich älteren Phänomen des „Agent Provocateur“ (12) führt, nun sozusagen „auf höherer Ebene“. Solche Erkenntnisse schimmern auch zum spektakulären Anschlag in Mumbai (13) durch (14).

Was ist nun ein vorgetäuschtes Geschehen, wie der angebliche Vorfall im Golf von Tonkin (15), ein wichtiger Vorwand im Vietnam-Krieg, gegen ein Geschehen, in das Kräfte der Gegenseite eingebunden sind, die dazu vielleicht auch noch jubilieren?! Teuflisch „genial“! Tarnen und Täuschen lautet die Devise. So tarnen sich massive Kapitalinteressen gerade auch der Nahrungsmittel- und Agrar-Industrie als „Weltretter“ (16), wie Bill Gates und Monsanto (17). Dabei spielen die Medien, die es zu kontrollieren gilt (18), eine wichtige Rolle, wie insbesondere Noam Chomsky (19) sehr klar gemacht hat.

Gipfel: der „Menschenrechts-Imperialismus“

Genau hat die Machtelite des einzig verbliebenen Imperiums im wahren Wortsinne, der USA, erkannt, dass diejenigen, die Moralisten, die immer eine wichtige Funktion im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung gespielt haben, eines der wichtigsten Manipulationsziele darstellen. Hat man sie für eine Aktion oder die Umdeutung eines Geschehens (20) „im Sack“, so ist die Sache halb gewonnen! Dazu muss man Leute langsam einstimmen, man muss sie auch mal an weniger bedeutenden Stellen die eigenen Taten angreifen lassen, Vertrauen in Multiplikatoren wachsen lassen, mit langem Atem. Wichtig auch hier, die „richtigen“ Leute auf die eine oder andere Weise „am Band“ zu haben. Paradebeispiel solcher „Umgestaltung“ die Verwandlung der bundesdeutschen Grünen in die „olivgrünen“ Freiheitsbomber im Kosovokrieg (21). Zur uranummantelten US-Munition log dann auch Grünen-Ikone Fischer: „Gefährdungen für Mensch und Umwelt“ würden „nicht auftreten“ (22).

Nun scheint auch eine „gut-menschliche“ angebliche Massenorganisation, die sich insbesondere durch Umweltschutzaspekte vielen gutwilligen Menschen angedient hat, in den Ruch zu geraten, an Fäden zu zappeln, mit denen die meisten, die ihr bisher zusprachen, sicher nichts zu tun haben wollen, Avaaz. Sie ist zunehmend damit beschäftigt, dem Imperium (USA) moralische Schützenhilfe zum neuen geplanten „Befreiungskrieg“ in Syrien zu liefern (23). Dabei ist die Lage in dem nahöstlichen Land sehr komplex, wie zum Beispiel der ehemalige CDU-Politiker Jürgen Todenhöfer immer wieder anschaulich darstellt (24). Die vorgeblichen „Freunde Syriens“ (25) sind sicher alles andere als Freunde von Freiheit und Demokratie (26).

Wer wissen möchte, was der „große Bruder“ wirklich „auf dem Zettel“ hat, dem ist immer wieder das Interview mit dem US General a. D. Wesley Clarke zu empfehlen:

http://www.youtube.com/watch?v=5-TZxI8m8ss

Man kann nach jahrzehntelanger intensiver Beschäftigung mit Politik, speziell Weltpolitik, zu keinem anderen Schluss kommen, als

Nichts ist, wie es uns präsentiert wird!

Andreas Schlüter

1) https://wipokuli.wordpress.com/2012/01/08/kennedy-und-warum-es-nichts-mit-change-ist/

2) http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberfall_auf_den_Sender_Gleiwitz

3) http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods

4) https://wipokuli.wordpress.com/2011/10/19/%e2%80%9eallmacht%e2%80%9c-usa-und-kein-ende-%e2%80%9efamily-of-secrets%e2%80%9c/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/11/23/kennedys-ermordung-in-klarerem-licht-kleine-linksammlung/

5) http://www.danieleganser.ch/NATO_Geheimarmeen_in_Europa_1211310734.html

6) http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio

7) http://www.danieleganser.ch/, http://www.youtube.com/watch?v=p7RjLAZP8ck

8) http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980

9) http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberfestattentat

10) https://wipokuli.wordpress.com/2011/11/18/richter-adam-nachdenkliches-zum-hintergrund-der-zwickauer-zelle/

11) http://de.wikipedia.org/wiki/Das_RAF-Phantom

12) http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur

13) http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_am_26._November_2008_in_Mumbai

14) http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlaege-von-mumbai-bekenntnisse-eines-terroristen-1.1013772

15) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,384265,00.html

16) http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/198/mayet/gruene-revolution-afrika

17) https://wipokuli.wordpress.com/2011/02/20/imperialismus-monsanto-eine-kriminelle-vereinigung/

18) http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=235000&rubrik=12&ausg=200310

19) http://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky

20) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/17/desinformation-auch-zu-ruanda-und-ost-kongo/

21) http://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg

22) http://www.ahriman.com/buecher/guenther.htm

23) http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/880-avaazorg-und-der-geheime-informationskrieg-um-syrien.html

24) http://www.derwesten.de/politik/verhandelt-mit-assad-experte-warnt-vor-syrien-krieg-id6333611.html

25) http://www.jungewelt.de/2012/04-03/050.php

26) http://uweness.eu/was-nicht-passt.html

http://uweness.eu/syrien-aufruf.html

http://uweness.eu/un-resolution-2042.html

English version below

Vor nicht allzu vielen Wochen gab es die zehnte Wiederkehr des Jahrestages von „Nine Eleven“. Auf diesem Blog erschien ein Beitrag zu diesem aufwühlenden Ereignis, das viele Menschen das Leben kostete und das im Gefolge den „Krieg gegen den Terror“ mit mindestens 220.000 Toten hatte. Dieser Krieg dauert, inzwischen sozusagen in „Krieg für die Demokratie“ umbenannt, an (https://wipokuli.wordpress.com/2011/09/09/nine-eleven-vor-zehn-jahren-gedenken-gedanken-und-geheimnisse/). Dabei ist das wesentliche Konzept in nicht wenigen westlichen Köpfen schlicht die von Samuel Huntington formulierte Zuspitzung des „Clash of Civilizations“. Aber jederzeit wechselt auch der Tenor wieder zur Abwehr einer Pseudobedrohung in Form von „Massenvernichtungswaffen“, diesmal in Form von virtuellen Atombomben dem Iran untergeschoben. Nur vereinzelt blitzt dazwischen hervor die brutal ehrliche Frage „wie kommt unser Öl unter ihren Sand?“. Kurzum, Nine Eleven hat eine Ära der Wiederkehr der Kolonialkriege eingeleitet.

Verschwörungstheorie

Gern wird dieser Begriff denjenigen „um die Ohren gehauen“, die Zweifel an der Darstellung der Verschwörung durch Al Kaida und ihre islamischen Fanatiker zur Zerstörung von World Trade Center und Pentagon durch die offiziellen US-Stellen hegen. Nun ist diese Darstellung allerdings auch alles andere als bewiesen im juristischen Sinne. Der offizielle Report weist viele Lücken und viele wenig plausible Behauptungen auf. Allzu viele Beispiele scheinen offenbar zu werden, die die Skrupellosigkeit der wahren Macht in den USA belegen, wie sie z. B. das Buch „Family of Secrets“ des investigativen Journalisten Russ Baker zum Bush-Klan nahelegt (http://tinyurl.com/7wu7dv8). Dabei ist die Grundlage der vehementen „Verurteilung“ der „Ungläubigen“ gegenüber der US-offiziellen Darstellung schlicht der Glaubenssatz „so etwas tun die `demokratische´ US-Regierung und deren Dienste nicht!“, ganz so, als hätte es in der Geschichte keine Aktionen „unter falscher Flagge“ oder deren Planungen gegeben.

Ein weiterer „Ungläubiger“

Der Schweizer Historiker Daniele Ganser, durch seine Arbeit über die unglaublichen Machenschaften der USA in Europa im „Kalten Krieg“ („NATO Geheimarmeen in Europa“, http://tinyurl.com/5dmeqw, https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/28/ein-bedeutender-teil-der-terror-geschichte/) mit politischer Skrupellosigkeit intim vertraut, hat sich mutig an die Seite der „Ungläubigen“ gestellt. Er hat das Geschehen um Nine Eleven zum nötigen Gegenstand der historischen Forschung erklärt (http://www.danieleganser.ch/). In einem eindrucksvollen Vortrag (auf Englisch gehalten) an der Baseler Universität hat er am 1. September dieses Jahres die Kardinalpunkte im Geschehen, die geklärt werden müssen dargelegt:

Daniele Ganser on Nine Eleven: https://www.youtube.com/watch?v=4fUT7XgLiTY

Es müssen auf seiner Homepage die einzelnen Kapitel des Vortrags jeweils angeklickt werden.

Daniele Ganser, Nine Eleven reloaded (English version)

Not many weeks ago we had the tenth anniversary of “Nine Eleven”, the moving incident that costed so many lives and had as a “consequence” the “War against Terror” taking at least 220,000 lives. This war goes on, at times somehow renamed into “War for Democracy”. In reality the prevailing concept in many Western heads is the “Clash of Civilizations”, as formulated by Samuel Huntington. But any time it´s becoming again a war to prevent pseudo threats this time attributed to Iran in shape of virtual atomic bombs. Nevertheless the brutally honest question “how did our oil get under their sand?” is blinking from time to time. In short Nine Eleven has reopened the era of colonial wars!

Conspiracy Theory

This term is slammed every now and than on the heads of those who are “nonbelievers” in the official presentation of the conspiracy by Al Qaida and its Muslim fanatics to bring down WTS and the Pentagon. Now that official presentation is far from legally proven. The official report shows many gaps and many assumptions lacking plausibility. Too many examples can be found proving the unscrupulous character of true power in the US, as shown by the investigative journalist Russ Baker in his voluminous book “Family of Secrets” on the Bush clan (http://www.familyofsecrets.com/). Actually the foundation of those slamming on the “nonbelievers” is simply the naïve believe “such a thing could not be done by our `democratic´ government and its secret services”, just as if there wouldn´t be many examples in history of “false flag operations”.

Another nonbeliever

The historian Daniele Ganser from Switzerland intimate with the political wretchedness by his work on NATO secret armies in Europe during the “Cold War” (http://www.danieleganser.ch/) has stepped bravely aside the skeptics. He has declared the events around Nine Eleven a subject of historical analysis. On 1st of September he´s held a lecture (in English) at the University of Basel working out precisely the neuralgic point in the matter:

Daniele Ganser on Nine Eleven: https://www.youtube.com/watch?v=4fUT7XgLiTY

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Andreas Schlüter

 

Noch niemals bin ich vor dem 11. September 2001 (wenn auch fernsehvermittelter) Augenzeuge von gewaltsamem und massenhaftem Sterben geworden. Das Bild der vor der Hitze in den Tod fliehenden Menschen, die sich in die Tiefe stürzten, würde man auch ohne die unzählige Wiederholung der Bilder nie vergessen können. Es schüttelt jeden einigermaßen sensiblen Menschen auch weiterhin die Vorstellung und erst recht die „Anregung“ derselben durch die wiederholten Filmsequenzen, was weitere in den oberen Turmteilen Eingeschlossene durchlitten haben, bevor sie in ihrem Gefängnis in die Tiefe fuhren, um zermalmt zu werden. Sie sind Opfer eines unfassbaren Verbrechens geworden, genau wie die Abertausende von Opfern des folgenden „Krieges gegen den Terror“. Dieses unfassbare Verbrechen ist untrennbar mit einer abscheulichen Verschwörung verbunden. Wer aber gehörte alles zu den Verschwörern?

Pseudogewissheiten

Die offizielle Lesart ist, dass etwas mehr als ein Duzend fanatischer Islamisten mit der Führung der Al Kaida zuzüglich ihrer materiellen wie geistigen Unterstützer in der islamischen Welt die einzigen Verantwortlichen für die Massaker gewesen seien. Etwas nachdenklichere Mainstream-Denker räumen vielleicht ein, dass westliche Politik in ihrer Arroganz am Entstehen dieser mörderischen „Mentalität“ nicht ganz unschuldig gewesen sei. Jedenfalls rufen die „staatstragenden“ Verkünder der Wahrheit besonders in diesem Lande die Verwicklungen in den „Krieg gegen den Terror“, zumindest, was Afghanistan angeht, als logische Konsequenz der Tat von islamistischen Terroristen aus (so der „sozialdemokratische“ Wiedergänger Bismarcks, Struck: „Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt“). Um aber dem ganzen noch ein wenig Raffinesse zu geben, ist es auch nötig, für anspruchsvollere Rezipienten a bisserl Verschwörung über die reine Tatplanung hinaus zuzufügen. Da ist Stefan Aust, ehemaliger „Spiegel“-Chef, zur Hand. Er deutet die Tat als Verschwörung der Al Kaida, nicht nur einen triumphalen Schlag gegen die USA ausgeführt haben zu wollen, sondern sie in einen langen blutigen und schwächenden Krieg verwickeln zu wollen. Was er nicht sagt, das war damals das Ziel der USA-Regierung gemäß dem Plan von US-„Sicherheitsberater“ Zbigniew K. Brzezinski, die Sowjetunion in den Afghanistan-Krieg zu locken. Dieser Mann hat auch in seinem Buch „The Grand Chessboard“ die These eines britischen Historikers vom Beginn des letzten Jahrhunderts wiederbelebt, wer die Welt beherrschen will, muss das Zentrum Eurasiens beherrschen. Die Mächtigen in den USA wären dann also einfach nur in die Falle getappt, die sie selbst nur zu gut kannten?

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Grand_Chessboard

„Bauch und Kopf“

Hier ist eine persönliche Erinnerung des Autors am Platz. Als ich am 11. September 2001 das Video von Bush in der Schulklasse und seinen Gesichtsausdruck bei der ganz kurzen Übermittlung der Nachricht „USA under attack“ sah, meldeten sich meine Instinkte und schrien mir zu: dem Mann wird nichts wirklich Neues gesagt, aber es ist so ungeheuerlich, dass es selbst ihn durchzuckt! Zu verschlagen und falsch sah das Gesicht des Präsidenten der USA gerade in diesem Moment aus.

http://www.youtube.com/watch?v=vlBYUNzoWUk&feature=related

Eilig antwortete meine Ratio: Unsinn, das ist so ungeheuerlich, dass es Wahnsinn sein müsste, und, viel wichtiger, so eine Tat könnte man gar nicht geheim halten! Über eine ganze Reihe von Jahren habe ich – bei aller sonstigen Skepsis der Politik und der Moral der Mächtigen in den USA gegenüber – mich mit dieser Sicht „beruhigen“ können. Aber irgendwann war ich gezwungen, mir sowohl den Fortgang der Geschichte als auch den Ablauf der Attacken im Einzelnen erneut anzuschauen.

Was kam danach und was war davor?

Nur wenige Tage nach den Anschlägen wurden die US-Militärs mit der Aufgabe konfrontiert, den Krieg im Irak zu planen, wie der US General im Ruhestand, Wesley Clarke in fast humoristisch offener Weise darlegte: http://www.youtube.com/watch?v=5-TZxI8m8ss. Dabei war keine Rede davon, dass Saddam Hussein irgendwas mit den Anschlägen zu tun gehabt hätte. Und schnell war auch beschlossen, dass man sich einer Liste von sieben Ländern in fünf Jahren „annehmen“ würde. Nun, die Liste ist zwar immer noch nicht abgearbeitet, aber man arbeitet daran.

Jedoch ist das keine Entwicklung, die eine Reaktion auf die Anschläge wäre, sondern es folgt einem Projekt, dem „Project for a New American Century“, das neokonservativen „Think Tanks“ um die „Lichtgestalten“ Cheney, Rumsfeld und Wolfowitz entsprungen ist. In diesem Projekt spielt auch eine Rolle, dass man davon ausgeht, eine weit gewalttätigere Weltpolitik der USA würde im Innern wie im Äußern weit größere Akzeptanz finden, wenn es zu einem „neuen Pearl Harbor“ käme, wie dieses Video (die Wiederholung des Abschnitts mit Wesley Clarke bitte ich zu entschuldigen) zeigt:

http://www.youtube.com/watch?v=c-oUsYlIoDA

Eine „ahnungslose“ Macht hinterhältig getroffen?

Sinngemäß erzählten Bush und seine Gehilfin Condoleza Rice gerne, „niemand hätte je daran gedacht, dass Terroristen Passagierflugzeuge entführen könnten, um sie als fliegende Bomben zu benutzen“, was eine recht dreiste Lüge war:

http://www.youtube.com/watch?v=em_XyTeNA1g&feature=related.

Wie gut im Grunde genommen die westlichen Luftwaffen auf derartige Ereignisse wie die Entführung der Passagiermaschinen vorbereitet sind, darüber gibt ein Interview mit dem Oberstleutnant a. D. der Luftwaffe, Jochen Scholz, beredte Auskunft:

http://www.youtube.com/watch?v=4iY6HBXAk1k&feature=related

Zehn Jahre: Mit dem Abstand kriecht die Wahrheit aus den Ritzen

Es scheint für die „staatstragenden“ Thesen zu Nine Eleven nicht zum Allerbesten zu stehen und immer mehr Sonderbarkeiten treten ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Aber es gibt auch viele sonderbare „Zufälle“, die schon lange diskutiert wurden. Der Anschlag auf das Pentagon trifft das Gebäude an einer Stelle, die gerade eben eine strukturelle Verstärkung erfahren hat und wo sich außer Handwerkern weder Mitarbeiter des Pentagons in großer Zahl noch Materialien befinden. Eine wichtige Rolle spielt auch das Gebäude WTC 7, in dem sich die Katastrophenschutzzentrale des Bürgermeisters, die Büros diverser „Dienste“ und die Börsenaufsicht befanden. Das Gebäude war zwar von Trümmerteilen der Zwillingstürme getroffen worden und an einigen Stellen hatte es Brände gegeben, aber sein Zusammenbruch lieferte dann die Ansicht einer „Bilderbuch-Sprengung“:

http://www.youtube.com/watch?v=owyqt-8RnKI&feature=related

Richtig furchtbar wurden eben fraglos die Zwillingstürme getroffen und lange Zeit hat auch der Autor geglaubt, dass vielleicht doch die Feuer des Flugzeugbenzins und die Schlamperei beim Anbringen des (Asbest)-Feuerschutzes den Zusammenbruch erklärlich machen können. Aber eine genaue Betrachtung des Bildmaterials gibt doch andere Hinweise:

http://www.youtube.com/watch?v=FymNlUoJB6Y&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=MnheCdC4HXE&feature=related

Zwei weitere Einzelheiten lassen einen auch aufhorchen. Die Wolke der zusammenstürzenden Türme und der Pulverisierungsgrad sowie der Zustand mancher Stahlträger, außerdem Explosionen in den Untergeschossen und die tagelangen Temperaturentwicklungen (mit flüssigem Metall) unter dem Trümmerfeld. Dazu gibt es bezüglich des Besitzers des Gebäudekomplexes diverse erstaunliche Einzelheiten. Erstaunlich aber nun die Kühnheit gerade eines kommerziellen Fernsehsenders, des Senders VOX, der am Donnerstag, dem 8. September, ein Programm brachte, das Ungereimtheiten in Hülle und Fülle aufzeigt. Dabei sind manche journalistischen Kommentare wie das Erstaunen darüber, dass (zehn Jahre nach dem Ereignis) viele der Suchhunde sterben, eher komisch, aber solche unernsten Details sollten einen nicht vom genauen Hinschauen abhalten, denn hier ist sehr viel aus seriösen Berichten zusammengetragen worden:

http://www.voxnow.de//911-mysteries/die-zerstoerung-des-world-trade-centers.php?container_id=62121&player=1&season=0

Und auch zu den angeblichen Telefongesprächen der Passagiere der entführten Flugzeuge gibt es große Merkwürdigkeiten:

https://www.youtube.com/watch?v=Dx64EAhvFqg&list=UUonukpwQpRy-Gu0Y1-ZlVMg

Die Wissenschaft wird mobil

Aus dem Bereich der Geschichts- und Politikwissenschaft hat sich lange kaum jemand an die Thematik getraut, zu groß war die Furcht, mit dem „vernichtenden“ Etikett des „Verschwörungstheoretikers“ akademisch totgeschlagen zu werden. Erfrischend mutig ist bei aller wissenschaftlichen Vorsicht der Schweizer Historiker Daniele Ganser (http://www.danieleganser.ch/ ), der bereits mit seiner Promotionsarbeit „NATO Geheimarmeen in Europa“ Furore gemacht hat und mit Operationen „unter falscher Flagge“ bestens vertraut ist:

http://derstandard.at/1315005504773/911-Bundesstaaten-koennten-Neuuntersuchung-einleiten

Er vertritt die Auffassung, dass es drei mögliche Szenarios für die Geschehnisse gibt:

1) die Überraschungstheorie, die Mächtigen der USA seien gemäß der offiziellen Lesart von einem hinterhältigen Anschlag überrascht worden.

2) die Theorie, man habe etwas gewusst, es aber aus politischen Gründen (als Rechtfertigung für weiteres Vorgehen) zugelassen.

3) die Theorie, die Sache sei letztlich nur aus den USA heraus organisiert worden.

Alle drei Theorien verdienten eine genaue wissenschaftliche Überprüfung, eine so kühne wie berechtigte wissenschaftliche Forderung! Dabei ist die Beschränkung auf drei Theorien etwas holzschnittartig vielleicht dem Charakter eines Interviews geschuldet. Es erscheint wahrscheinlich, dass dieser akribische Wissenschaftler die Theorien um eine weitere ergänzen wird. Die zusätzliche Möglichkeit sähe so aus: Inspiration, Hinweise auf geplante Übungen der Luftüberwachung zu einem bestimmtem Zeitpunkt (durch alte Kanäle aus intensiven Kooperationszeiten mit Al Kaida) und danach die Übernahme der Geschichte durch „remote control“, Fernsteuerung der Maschinen und entsprechende Sprengungen (wozu es Äußerungen von anderen Rechercheuren gibt). Dies würde die Al Kaida im Glauben lassen, sie hätte diesen gewaltigen Schaden angerichtet (Führungsmitglieder sollen über die Wirkung überrascht gewesen sein), und man hätte auch im „Umfeld“ Ausdrücke von zustimmendem Jubel, was die Attacke als komplett von Al Kaida kommend stützen würde.

Darf man den Mächtigen in den USA so etwas zutrauen?

Die USA haben daran mitgewirkt, das Nazi-Regime niederzuringen (zu dessen Angriffsfähigkeit sie allerdings vorher insbesondere durch die intensive Zusammenarbeit von General Motors und Ford nicht unerheblich beigetragen hatten). Sie haben in den Nürnberger Prozessen mit den anderen Alliierten die Verdammung von Angriffskriegen und deren Vorbereitung festgeschrieben. Sie werden als Bewahrer der Freiheit Westeuropas gepriesen (dessen politische Eigenständigkeit sie aber durch die Gladio-Operationen der „Geheimarmeen“ brutal hintertrieben haben). Sind die Mächtigen der USA nicht Verteidiger der Freiheit und keine Mordbuben?

„False Flag Operations“ haben im Golf von Tonking zur Rechtfertigung des Vietnamkriegs gedient. Von den Mordaktionen und versuchten Mordaktionen gegen unliebsame Politiker wie Lumumba und Castro sowie den antidemokratischen Putschen von Chile bis zum Iran und vielem mehr wollen wir gar nicht reden, aber Massenmord an US-Bürgern, Unterstützung der Entführung von US-Flugzeugen?

1962 arbeitete der US Generalstab einen Plan aus, der Terrorakte gegen US-Flugzeuge und Schiffe sowie Anschläge auf Menschen in den USA vorsah, die – unter „falscher Flagge“ ausgeführt – dann Castro in die Schuhe geschoben werden sollten, um einen Krieg gegen Kuba zu rechtfertigen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods

Dabei spielten auch Pläne zur Fernsteuerung von Flugzeugen eine Rolle, etwas zu dem Experimente liefen. Alle Mitglieder Vereinigten Stäbe sowie Lyman L. Lemnitzer sowie Brigadier General William H. Craig unterschrieben den Plan. Präsident Kennedy war verantwortungsvoll genug, die Ausführung dieser Pläne zu untersagen, aber die Initiatoren wurden nicht wegen der Vorbereitung eines Angriffskrieges vor Gericht gestellt, sondern Lyman L. Lemnitzer wurde Vorsitzender und später Oberkommandeur der NATO in Europa. Kennedy war allerdings kurze Zeit später tot.

Andreas Schlüter

Weitere Links zum Thema:

Der schweizer Historiker Daniele Ganserhttp://www.youtube.com/watch?v=WKiArsLOw6g

https://www.youtube.com/watch?v=BI7sVQQlstY&list=PLBEE94C113E37CD18

http://www.youtube.com/watch?v=YH1q_aUaW4w

http://www.piper-verlag.de/westend/buch.php?id=18582&page=buchaz

http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods

http://www.heise.de/tp/artikel/15/15933/1.html

http://www.gwu.edu/~nsarchiv/news/20010430/northwoods.pdf

http://www.newsatelier.de/html/bamfordinterview.html

http://whatreallyhappened.com/WRHARTICLES/northwoods.html

http://www.youtube.com/watch?v=Rp3P2wDKQK4

http://abcnews.go.com/US/story?id=92662&page=1

http://www.medienanalyse-international.de/

Zu einem sehr besorgniserregenden Bereich der nicht enden wollenden Geschichte des Terrors gibt ein Buch besonders gute Einblicke: „Nato-Geheimarmeen in Europe, Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung“ von Dr. Daniele Ganser (Orell Füssli Verlag Zürich ISBN 978-3-280-06106-0) (1). Der Autor, ein Schweizer Historiker und Friedensforscher, ist Dozent an der Universität Basel.

http://www.danieleganser.ch/NATO_Geheimarmeen_in_Europa_1211310734.html + http://www.youtube.com/watch?v=sd9o6kohI7I

Aufbauend auf den Erlebnissen und Erfahrungen mit deutscher Besatzung war es Amerikanern und Briten relativ leicht, Menschen in vielen Ländern Europas zu überzeugen, dass man für eine Besetzung (nun als von der UdSSR ausgehend) Vorsorge treffen müsse. Es ging also zuerst einmal vorgeblich darum, „Stay Behind Armeen“ zu schaffen, die etwaigen Besatzern nach der Eroberung das Leben schwer machen sollten. Man könnte dies nun den Gegebenheiten des „Gleichgewichts des Schreckens“ zuschlagen, das ja möglicherweise Europa die Schrecken eines Dritten Weltkrieges erspart haben könnte.

Antifaschistische Tradition?

Indessen spielte die antifaschistische Tradition der ehemaligen Opfer deutscher Besatzung unter den europäischen Ländern bald keine Rolle mehr – auch die westlichen Dienste wussten übrigens frühzeitig, dass eine sowjetische Invasion Westeuropas keineswegs anstand – es ging um anderes, nämlich um den politischen Kampf gegen linke Ideen und Politik. Dafür hatte man keinerlei „Berührungsängste“ gegenüber Faschisten und ehemaligen Kollaborateuren. In Italien hieß dann die Struktur auch „Gladio“ nach dem römischen Kurzschwert, wie auch die italienischen Faschisten gerne an römische Gewaltsymbole anknüpften. So entpuppte sich die wirkliche Aufgabe der geheimen und den „demokratischen“ Kontrollmechanismen komplett entzogenen Strukturen bald als massive Kontrolle der Amerikanischen Regierung über die Politik der europäischen Länder außerhalb des Ostblocks. Im Kampf gegen Linke Ideen und Politik wie gegen nationale Eigenständigkeit beschränkte sich der Kampf nicht auf „Kommunisten“, sondern bezog auch sozialdemokratische Politiker ein, die ebenso auf Todeslisten der NATO-Geheimarmeen landeten.

Frankreichs Sonderrolle

Es war praktisch nur Frankreich, das aus der Situation schließlich die Konsequenz zog und nicht nur die Zentrale der amerikanischen Geheimarmee des Landes verwies, sondern auch aus den Kommandostrukturen der NATO ausscherte, allerdings nicht aus der NATO austrat. Besonders deutlich wurde die gesuchte Nähe zu den deutschen Faschisten natürlich in Deutschland selbst, wo die USA über die Geheimstrukturen nicht nur Klaus Barbie (den „Schlächter von Lyon“) seiner gerechten Strafe entkommen ließen, sondern den Schreckensspezialisten Reinhard Gehlen (den Schöpfer der Organisation „Fremde Heere Ost“) zum Chef des wichtigsten Geheimdienstes der jungen Bundesrepublik Deutschland machten.

„Wehrwölfe“ gegen die Demokratie

Was Ganser nicht thematisiert, was aber auf der Hand zu liegen scheint: insgesamt stellt sich die Entwicklung der Geheimarmeen in der Zeit weniger von den Widerstandsbewegungen gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg als vielmehr von der durch Himmler ins Leben gerufenen „Wehrwolf-Organisation“ inspiriert dar, die nach einer Besatzung durch die Alliierten Angst und Schrecken verbreiten sollte. So ist es auffällig, dass diese trotz allen Fanatismus´ ihrer Schöpfer und Organisatoren nach Kriegsende praktisch nicht in Erscheinung trat. Dies legt den Verdacht nahe, dass, obwohl Himmler selbst nicht mit den Amerikanern „ins Geschäft“ kommen konnte, vielleicht schon dieses Netzwerk frühzeitig von den US-Diensten übernommen und „integriert“ worden sein könnte. Es scheint als „Blaupause“ für Gladio & Co viel glaubwürdiger als z. B. die „Resistance“.

Der „große Bruder“

Letztlich stand entgegen allen Bekundungen, die Freiheit der Menschen gegen die Gefahren des Stalinismus und Post-Stalinismus zu verteidigen, das Bestreben im Vordergrund, die Interessen der Herrschenden in den USA und Großbritannien gegen die Freiheit der Bevölkerung in den betreffenden Ländern zu stellen und die Souveränität der entsprechenden Länder auszuhöhlen. Dabei spielte nicht nur Propaganda, Intrige und Rufmord eine Rolle, sondern insbesondere auch blanker Terror. Allerdings sollte er in den meisten Fällen nicht in seinem Ursprung sichtbar sein. Er sollte in der Regel als „linker“ oder „kommunistischer“ Terror wahrgenommen werden, er war (und ist?) vorwiegend „False Flag“-Terror, also unter falscher Flagge ausgeführter Terror.

Terror

Das Buch liefert (und bestätigt) viele Indizien, dass diverse Anschläge von Brabant in Belgien bis zum großen Bombenanschlag auf den Hauptbahnhof von Bologna (mit über 80 Toten) letztlich das Werk dieses geheimen Netzwerkes waren. Hinzuzufügen ist, dass auch Manches der „RAF-Taten“ nicht frei ist vom Verdacht, noch weitere Hintergründe zu haben.

Gerne wird medial das Thema als mit dem Kalten Krieg beendet dargestellt. Indessen hat der Westen nach seinem Sieg über den Ostblock keinerlei inneren Umbruch erlebt. Aber neben den alten linken Gegnern hat er sich neue Gegener geschaffen. Da gibt es den „Islamismus“, der zwar keinerlei weltpolitische Macht besitzt, aber dennoch mit einem neuen Weltkrieg (genannt Krieg gegen den Terror) bekämpft werden muss und auch in seiner Gefährlichkeit gezeigt werden muss. Nun gehen die USA allerdings mit der islamischen Welt so um, dass zwar mal der eine oder andere Mensch aus diesem Raum zur Gewalt bereit ist. auch Selbstmord-Attentate kommen vor, ob man aber gerade diese aufrichtiger weise als „feige“ bezeichnen kann, ist eine andere Frage. Aber nach den Erfahrungen mit der Wirksamkeit von „False Flag Operations“ kann man sich viele Fragen stellen, was die realen Hintergründe diverser Terror-Angriffe angeht. Schon vor „Nine-Eleven“ haben vermeintliche Terrorangriffe so ausgezeichnete Grundlagen für „beherztes“ weltpolitisches Agieren geliefert, dass man an der alten Kriminalisten-Frage „wem nützt es?“ nicht wirklich vorbei kommt. Ganser weicht ihr nicht aus, verwist aber als Politkwissenschaftler gewissenhaft die  Antwort in die Zukunft.

Nazis am Werk

Allerdings spielten nicht nur Operationen eine Rolle, die linke Politik oder vielleicht heutzutage die islamische Welt in Misskredit bringen und zum Angstobjekt machen soll. Es sind auch Ereignisse eingetreten, die man nach Lage der Dinge diesem Netzwerk zuschreiben muss, und die schlicht Angst und Schrecken verbreiten, die Gesellschaft verunsichern und Überwachungspolitik mit Nahrung versorgen sollten. Auch kann man damit rechnen, dass derartige Strukturen dazu genutzt werden, Druck auf Regierungen auszuüben, sozusagen für Regierungskreise als deutliche Warnungen, ohne das dies für die Medien und die Bevölkerung deutlich wird. Die betreffenden Regierungen werden allgemein nicht geneigt sein, dies an die große Glocke zu hängen, da es ihre Legitimation untergraben würde. Als Beispiel dafür ragt das Münchner Oktoberfest-Attentat heraus. Am 26. September 1980 kostete die Bombenexplosion 13 Menschen das Leben, unter den 213 Verletzten befanden sich viele Schwerverletzte. Die alleinige Täterschaft von Gundolf Köhler, ein rechtsextremes Mitglied der berüchtigten „Wehrsportgruppe Hoffmann“ muss ernsthaft bezweifelt werden, wie Ganser ausführlich darlegt. Viele Hinweise deuten erdrückend auf einen Bezug zum „Gladio“-Netzwerk hin.

Eine weitere „Eisbergspitze“?

 Am 21. Januar machte die Polizei in Becherbach (i. d. Nähe von Bad Kreuznach) den größten Waffen- und Sprengstoffund bei einem „Privatmann“. Zwei Wagenladungen Waffen, unter anderem etwa 40 kg eines Nitroglyzerin-ähnlichen Sprengstoffs sowie rund 120.000 Schuss Munition. Da horcht man in Kenntnis der „Gladio“-Geschichten eben sofort auf. Ein „Spinner“, also letztlich „harmlos“? Die Geschichte wird nicht harmloser durch die Tatsache, dass der Mann mit seinem Sohn und weiteren Tatverdächtigen am „WW-II-Reenacting“, also am „Nachspielen“ von Weltkrieg II-Geschehen im Verbund mit der US-Garnison Bitburg beteiligt waren. Dabei wurden Militärfahrzeuge benutzt, mit denen der Mann auch hin und wieder durch den Ort fuhr. Er wollte eben auf „alt-dörfliche“ Weise die „Wehrhaftigkeit des deutschen Mannes“ demonstrieren, wobei vielleicht das sozialpsychologische Milieu so war, das viel Tarnung gar nicht von Nöten war.

Weitere Vorkommnisse

Auch im saarländischen Beckingen wurden etwa zwei Wochen später rund 100 Schusswaffen, darunter Maschinengewehre und Maschinenpistolen, sichergestellt, daneben gab es auch aus der letzten Zeit diverse ähnliche Vorkommnisse. Die medial durchgängige Deutung, es seien „Messi-ähnliche“ Sammler, die irgendwann den Überblick verloren hätten, überzeugt nicht wirklich.

Die Politik ist aufgerufen, eine Klärung dieser Funde auf mögliche Zusammenhänge wie überhaupt hinsichtlich des damaligen Umfanges wie des möglichen Weiterbestehens dieser Strukturen herbeizuführen. Oder haben wir es noch immer mit einer „Staatsraison“ der „eingeschränkten Souveränität“ zu tun?

Fazit

Wie gesagt könnte uns das Ganze relativ kalt lassen, wenn es sich bei den dem italienischen „Gladio“ entsprechenden Netzwerken nur um Relikte des Kalten Krieges als „Stay Behind Armeen“ handeln würde, die ausschließlich für den Fall eines „Überrennens“ Westeuropas durch die Sowjetunion gedacht gewesen wären. Aber wie Ganser eben überzeugend darstellt, waren diese Netzwerke bald nicht mehr für diesen vorgebliche Zweck gedacht, sondern dienten im Wesentlichen der Bekämpfung „linker Politik“ und der Bekämpfung aller den USA missliebigen politischen Entwicklungen. Diese Netzwerke waren sicher (und sind vielleicht) in Terroraktionen verwickelt, die als „False Flag Operations“  politische Gegner diskreditieren soll(t)en und Unsicherheit erzeugen soll(t)en.

Es ist aber festzustellen, dass auch Terror, der unter festgestellter Beteiligung rechtsextremer Gruppen stattfindet, eben dem Imperium genehm sein kann, denn er lähmt die gesellschaftliche Diskussion und führt linke Politik „zurück in die Gemeinschaft der Demokraten“ aller Couleur und erzwingt den Kuschelkurs gegenüber dem politischen Mainstream. So besteht die Möglichkeit, Regierungen, welche die Neigung zeigen, „aus der Reihe zu tanzen“, zu „warnen“ oder gar zu demontieren. Dies eröffnet eine zusätzliche erschreckende Dimension. Es bleibt abzuwarten, ob Dinge zutage treten, die auch im Falle Norwegens in eine solche Richtung weisen. Als absolut „linientreu“ hat sich Norwegen im transatlantischen Verbund nicht immer gezeigt, besonders markant äußerte sich dies im Ausstieg aus der „Koalition der Willigen“ beim Herbei-Bomben der „Neo-Con“-Demokratie in Libyen und in der Unterstützung der Unabhängigkeit Palästinas. Wenn man an den deutschen „Ungehorsam“ in der Libyen-Frage denkt, mag einem Angst werden. Etwaige „Warnungen“ brauchen sich auch nicht nur an das Land zu wenden, in dem sie stattfinden!

Nachtrag: in Treue fest steht das Vereinigte Königreich mit seinen „Diensten“ an der Seite der USA auch für viele politische Aktionen. Aber auch ein weiteres Land, ehemals engster Verbündeter des Apartheid-Regimes in Südafrika, hat an vielen Stellen der Welt gewirkt, wo die Regierung der USA sich nicht „die Hände schmutzig machen“ wollte, und dieses hält sich auf die Raffinesse seines Geheimdienstes viel zu Gute.

Andreas Schlüter