Mit ‘Japan’ getaggte Beiträge

samir-amin

I´m very sorry I lost his writings and analysis a bit out of sight, but last week I had the pleasure to hear and meet this great Analyst, Samir_Amin, in Berlin, on two occasions. One occasion was a meeting organized by the left party, DIE LINKE. The other occasion was an event by the International_Peace_Bureau on Friday, the 30th of September. For a long time I suffered from senseless talks celebrating the mere existence of the organization for more than hundred years. Talks without substance, not at all naming the real culprits, the US Power Elite. But then Samir Amin, being the last speaker, saved my evening, he put things right! He made it clear that the US and its Western allies including Japan stand for more than 75 percent of world´s armament and other countries are armed not to be crushed by the West. The US Power Elite is trying always to crush every country not dancing to the tune of “the Master”! And he told the assembly – though in a friendly way – that the presentations lacked substance!

His writings should be much more read!

Here are some:

http://monthlyreview.org/2014/09/01/the-return-of-fascism-in-contemporary-capitalism/

https://normanpilon.com/2016/09/04/samir-amin-the-us-imperial-project-is-to-destroy-the-arab-nations/

https://normanpilon.com/2015/01/27/samir-amin-in-conversation-with-sara-motta-ceasefire-magazine/

https://normanpilon.com/2014/03/25/samir-amin-russia-and-the-ukraine-crisis-the-eurasian-project-in-conflict-with-the-triad-imperialist-policies/

https://normanpilon.com/2016/08/10/the-kurdish-question-then-and-now-samir-amin-tlaxcala-global-research/

His work, a “Must Read”!

Andreas Schlüter

Unter Betrachtern der weltpolitischen Bühne, soweit sie zumindest eine erhebliche Portion des Bedürfnisses an Objektivität für sich in Anspruch nehmen können, herrscht nicht wenig Uneinigkeit in der Frage, ob das „amerikanische Jahrhundert“ wirklich auf sein Ende drängt, oder ob es einen „Nachschlag“ erhält.

Der britische Historiker Paul Kennedy (in der „DER SPIEGEL“ 2/2004): „…da bin ich eindeutig zuversichtlich. Amerika hat ungeheure intellektuelle und zivile Ressourcen. Auch demografisch sind die USA weitaus besser aufgestellt als die meisten europäischen Länder, die ja in eine finstere Zukunft blicken. Zudem hat die geografische Weite der USA eine eigentümlich psychologische Wirkung: Sie schürt die Vorstellung, dass sich die Menschen und das Land ständig erneuern und neu erfinden können.“ Und weiter: „Die Regierenden in Washington mögen irren, die Generäle Fehler in Bagdad begehen, es wird von Zeit zu Zeit vielleicht einen Anthrax-Anschlag oder einen terroristischen Überfall geben – aber man muss sich schon ein sehr drastisches Szenario ausmalen, damit ein so großes Land mit fast 10 Millionen Quadratkilometern und 288 Millionen Menschen wirklich hart getroffen werden kann.“

Immerhin ist Paul Kennedy Verfasser einer umfangreichen Analyse zum „Reigen der Weltmächte“, von ihm stammt das Buch „The Rise and Fall of the Great Powers“ (New York 1989).

Der französische Historiker Emmanuel Todd hat hingegen schon 2003 den Nachruf auf die Weltmacht als Weltmacht verfasst (Weltmacht USA, Ein Nachruf, München 2003). Er hat nicht nur hinsichtlich der puren machtpolitischen Perspektive ein finsteres Bild entworfen, sondern konstatiert, dass die USA sich von der Demokratie zu einem refeudalisierten, oligarchischen System entwickelt haben. Auf der einen Seite Deindustrialisierung, auf der anderen Seite der Hang zum „theatralischen Mikromilitarismus“ gegen militärisch drittrangige Gegner.

Heute sehen nicht wenige Analytiker das „Chinesische Jahrhundert“ heraufziehen. Vor nicht allzu langer Zeit sahen Betrachter des Weltgeschehens schon Japan die USA in ihrer Weltposition beerben. Und tatsächlich hatte Japan in der Rangfolge der Industrienationen schon den Platz Zwei erreicht. Diesen musste es aber bereits vor der jüngsten Katastrophe an China abtreten. Nun hat jedoch das Desaster mit unabsehbaren Folgen dieses Land endgültig aus dem „Rennen“ geworfen.

Das Geschehen zeigt uns, dass auch eine Weltmacht nicht nur mit den Fährnissen der allgemeinen Weltentwicklung wie der sich zunehmend manifestierenden Klima-Katastrophe konfrontiert ist, nicht nur mit dem Wachsen von Widerstand in der Welt (nachdem es durch den Zerfall der Sowjetunion und des Ostblocks so aussah, als hätten die USA komplett „freie Bahn“), sondern auch Gefahren direkt das eigene Land betreffend konfrontiert sein kann.

In der auf dieser Website durchgeführten Betrachtung der Perspektiven der „Allmacht“ USA wird einer ganzen Reihe von die USA und ihre Zukunft betreffenden Fragen nachgegangen, dazu kommen diverse Beiträge mit zusätzlichem Bezug hierzu. Zeit, dem Leser (auch gerade dem Neuen) hier nochmals einen Überblick zum bisher direkt hierzu Geschriebenen zu verschaffen.

Andreas Schlüter

Bisher direkt zum Thema hier von mir erschienen:

1) https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/24/allmacht-usa-und-kein-ende-1-folge/

2) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/02/allmacht-usa-und-kein-ende-zwischenbemerkung/

3) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/03/allmacht-usa-und-kein-ende-nachbemerkung-zur-zwischenbemerkung/

4) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/10/links-zu-allmacht-usa-und-kein-ende-nachste-folge-bald/

5) https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/20/allmacht-usa-und-kein-ende-werkzeuge/

6) https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/01/allmacht-usa-und-kein-ende-das-laboratorium/

7) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/11/allmacht-usa-und-kein-ende-das-nahostliche-laboratorium-arbeitet-weiter/

8) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/16/allmacht-usa-eine-geschichte-des-antifaschismus/

9) https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/18/allmacht-usa-und-kein-ende-die-damoklesschwerter/

Weitere Betrachtungen hierzu werden folgen

„SPIEGEL: Sehen Sie, ein Brite in Amerika, etwa auch die Zukunft Amerikas in trübem Licht?

Paul Kennedy: Nein, da bin ich eindeutig zuversichtlich. Amerika hat ungeheure intellektuelle und zivile Ressourcen. Auch demografisch sind die USA weitaus besser aufgestellt als die meisten europäischen Länder, die ja in eine finstere Zukunft blicken. Zudem hat die geografische Weite der USA eine eigentümlich psychologische Wirkung: Sie schürt die Vorstellung, dass sich die Menschen und das Land ständig erneuern und neu erfinden können.

Die Regierenden in Washington mögen irren, die Generäle Fehler in Bagdad begehen, es wird von Zeit zu Zeit vielleicht einen Anthrax-Anschlag oder einen terroristischen Überfall geben – aber man muss sich schon ein sehr drastisches Szenario ausmalen, damit ein so großes Land mit fast 10 Millionen Quadratkilometern und 288 Millionen Menschen wirklich hart getroffen werden kann.“

Aus einem Spiegelinterview mit dem englischen Historiker Paul Kennedy, in dem er zwar eine deutliche Verschiebung der Gewichte in der Welt prognostiziert, aber dennoch eine optimistische Perspektive für die USA hat.

Sturmgepeitschte See

Nun, so bedrohlich die Politik der USA für die Welt ist, so bedrohlich ist aber auch die Situation der USA selbst. Da gibt es eine ungeheure Auslandsverschuldung, nur leicht von der derzeitigen hassliebeummantelten Kette zwischen China und den USA abgemildert. Da gibt es irrwitzige Kriege, die diese Verschuldung weiter vorantreiben. Da gibt es den drohenden Staatsbankrott, zu dessen Abwendung Obama den Rest an Reformpolitik über Bord zu werfen von den Republikanern gezwungen werden wird. Für viele Millionen US-Amerikaner wird dies noch bitterere Armut bedeuten, mit allen sozialen Konsequenzen gesellschaftlicher Unsicherheit. Aber, man muss befürchten, das wird noch nicht alles sein.

Das Beispiel Japans

Zu „drastischen Szenarien“, wie Paul Kennedy sie in dem Interview anspricht: Wie gefährlich Naturkatastrophen an sich sowie durch den Effekt auf menschliche Technologie nicht nur im Sinne von Hochhäusern sondern gerade bezüglich Nukleartechnischer Anlagen sein können, haben die Ereignisse im ersten Quartal dieses Jahres in Japan gezeigt. Die Auswirkungen auf Japans wirtschaftliche, politische und geostrategische Position in der Welt und der Region werden gewaltig sein. Daran wird auch die bewiesene oder besser zur Schau gestellte „Leidensfähigkeit“ dieser Gesellschaft nichts ändern. Der Umfang der sozialen Kosten ist sowenig absehbar wie der allgemeine wirtschaftliche Rückschlag. Er wird gewaltig sein.

USA: drei Damoklesschwerter

Zu Recht spricht Paul Kennedy auch räumlich im Falle der USA von einem sehr großen Land. Aber, was wenn Gefahren an allen Ecken drohen? Tatsächlich schweben über den USA drei Damoklesschwerter, bezüglich derer keineswegs die Frage lautet „ob“, sondern nur noch „wann“ sie fallen. Diese Gefahren bestehen für die Westküste, das Zentrum der USA und die Ostküste. Sie sind jeweils so ausgedehnt, dass eine allein schon angetan ist, die USA in den Grundfesten zu erschüttern und als Gesellschaft, als Wirtschaftsmacht sowie als militärische Weltmacht auf die Existenzprobe zu stellen. Zwei davon betreffen ausgedehnte wirtschaftliche Zentren, die dritte auch die gesamte Landwirtschaft. Wohl bemerkt, hier ist nicht einmal die Rede von den viel größere Teile der Welt direkt betreffenden enormen Problemen des Klimawandels, der die Landwirtschaft bedroht, der auch in den USA sich mit landwirtschaftlichen Auswirkungen, Überschwemmungen und Tornados bemerkbar macht.

„The Big One“

Am bekanntesten von diesen drohenden Gefahren ist das erwartete große Mega-Beben für den St. Andreas Graben. Hier vereinen sich all die Gefahren, die auf Japan hereingestürzt sind, wie das Beben selbst, Tsunamigefahr und Auswirkungen über mögliche GAUs in naheliegenden Atomkraftwerken. Es hat schon eine Reihe furchtbarer Beben gegeben, so das große Beben von 1906, das San Francisco weitgehend zerstörte. Das, was aber in Aussicht steht, wird wohl nicht nur hinsichtlich der Auswirkungen wegen dichterer Besiedlung und weit höherer Häuser noch viel schrecklicher werden, sondern wird von noch erheblich größerer Stärke vermutet. Die Westküste hat wichtige wirtschaftliche Zentren, beinhaltet enorme Ballungsräume. Als im März dieses Jahres die Beben um den Pazifik-Gürtel tobten, befürchtete man schon das Schlimmste, aber „Entlastungen“ anderswo können es auch verhindert haben. An der traurigen Erwartung der Katastrophe und geologischen Gewissheit hat das nichts geändert.

Die Apokalypse im Herzen der USA

Eine der berühmtesten Regionen und bevorzugten Reise- und Ausflugsziele im Herzen der USA birgt die nächste große Gefahr: die gigantische Magma-Blase unter dem Yellow Stone Nationalpark. Diese ist in der Erdgeschichte regelmäßig etwa alle 600.000 Jahre ausgebrochen und hat mehr als den halben Nordamerikanischen Kontinent verwüstet. Der letzte Ausbruch war vor etwa 600.000 Jahren. Dass dieser Ausbruch stattfinden wird, steht für Geologen fest, die einzige Frage auch hier, in einem Jahr, in zehn Jahren, in hundert oder tausend Jahren? Passiert es aber, dann würde mehr als die gesamte US-Landwirtschaft unter zentimeterdicken Ascheschichten ersticken, abgesehen davon, dass das Weltklima sowie der Flugverkehr in bisher unbekanntem Ausmaß betroffen wären. Sollte es aber eine geologische Beziehung zwischen beiden hier beschriebenen Ereignissen geben, wäre die Katastrophe „perfekt“.

Die Bedrohung der Ostküste

Als wäre all diese noch nicht genug, gibt es ein weiteres Damoklesschwert, das die USA treffen wird, obwohl es weit weg hängt. Bedroht wird durch das Szenario die Herzregion des Neuzeitlichen Amerika, die Ostküste. Die unsägliche Gefahr besteht in einem Vulkan auf der Insel La Palma vor der Westküste Afrikas, der einen instabilen Hang aufweist, der irgendwann ins Meer abrutschen wird. Dabei wird ein gigantischer Tsunami mit ungeheurer Zerstörungskraft entstehen, der unter anderem die Ostküste der USA verwüsten würde. Diese Herz- und Ballungsregion, von der die Entwicklung der neuzeitlichen USA ausgegangen ist, würde im schlimmsten Falle zum Grab von Millionen von Menschen werden. Ein grausiges Szenario, das nur ärgste Zyniker erbauen könnte. Dies würde die von den Siedlern hingemetzelten Indianer nicht wieder lebendig machen und in der allergrößten Zahl auch an dem politischen Tun der USA weitgehend Unbeteiligte dahinraffen.

Was tun?

Derartige Erwägungen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen müssen, sind aber natürlich für die betroffene Gesellschaft bzw. ihre politisch Verantwortlichen nicht zu vermeiden. Die Frage ist natürlich, ob die Politik noch genügend Kraft und Macht hat, ihre Gesellschaft für derartige Ereignisse zu rüsten. Wie ich in vorhergehenden Beiträgen geäußert habe, muss man leider annehmen, dass die wirkliche politische Macht bei den Wirtschaftsmächtigen der USA liegt. Nun, so könnte man sich da fragen, wie stellen sich diese auf die Ereignisse ein, die mit Sicherheit eines Tages zu erwarten sind. Dieser Frage wird hier in weiteren Beiträgen nachgegangen werden.

Einige Links zu den angesprochenen Gefahren:

St. Andreas Graben:

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/152833/index.html

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/mysterioese-erschuetterungen-im-san-andreas-graben/3217574.html

http://www.epochtimes.de/articles/2009/07/10/466702.html

http://de.wikipedia.org/wiki/San-Andreas-Verwerfung

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,750946,00.html

http://www.spiegel.de/sptv/themenabend/0,1518,462145,00.html

Magma-Blase unterm Yellowstone Nationalpark

http://mobil.handelsblatt.com/technologie/4052190

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,384847,00.html

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/gefaehrlicher-gigant_aid_28158.html

http://www.spektrum.de/artikel/1068962&_z=798888

Tsunami an der Ostküste der USA:

http://www.rp-online.de/wissen/umwelt/Hohe-Tsunami-Gefahr-an-der-Ostkueste-der-USA_aid_82055.html

http://www.tsunami-alarm-system.com/phaenomen-tsunami/vorkommen-atlantischer-ozean.html

Andreas Schlüter