Mit ‘Norwegen’ getaggte Beiträge

Ein Jahr ist es her, dass Anders Breivik (http://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik) sowohl ein spektakuläres Bombenattentat in Oslo mit acht Todesopfern als auch auf der Insel Utøya ein Massaker an vorwiegend jungen Menschen mit 69 Todesopfern verübte. Zu den merkwürdigen Begleitumständen wie der Tatsache, dass professionell gemachte heroisierende Fotos von ihm angefertigt wurden und dass er an eine Polizeiuniform kam, dass er sich mit „Lehrmeistern“ aus dem Umfeld einer dubiosen Loge brüstete, ist medial aus den Polizei-Ermittlungen und dem Gerichtsverfahren kaum etwas bekannt geworden. Die Fragen kreisen vornehmlich darum, ob er „verrückt“ sei oder nicht. Psycho-Kaffesatzlesereien ersetzen die wichtigen Fragen nach dem politischen Hintergrund des Geschehens im Sinne möglicher Beeinflussungen des Täters. Praktisch ist all das, was an Fragen schon kurz nach der Tat auf dem Tisch lag, unberücksichtigt geblieben (http://tinyurl.com/7vx6yyc).

Erneute Wahnsinnstat

Fast genau aufs Jahr nach dem Norwegen-Attentat fand nun in den USA eine ähnlich dubiose Tat statt, auch gegen Menschen, mit denen der Täter nichts zu tun hatte, gerichtet (http://tinyurl.com/bnabvte). Zwar hat der Täter, der 24-jährige James Holmes, kein rechtsradikales „Rechtfertigungsgebäude“ präsentiert, aber es gibt eine sonderbare Parallele. So wie der schwerbewaffnete Breivik sich widerstandslos der Polizei ergab, hat das auch Holmes praktisch gemacht. Ja, er hat sogar die Polizei über die exzessiv zur Menschenfalle ausgebaute Wohnung informiert. Von Amokläufern des gängigen Typs kennt man die Taten fast als kollektiven Selbstmord, sie fallen in der Regel den Auseinandersetzungen selbst zum Opfer oder erschießen sich gar selbst. Hier scheint eine merkwürdige Spaltung vorhanden zu sein, eine sonderbare Unterwerfung unter die „Macht“. Das könnte man eben so deuten, dass es etwas gibt, was sie als „Herrn“ anerkennen. Dies scheint ein sehr wichtiger Punkt zu sein, der den Gedanken an eine Steuerung von außen nahelegt. Eine weitere Parallele scheint in einer langen Vorbereitungszeit zu liegen, die bei Holmes Tat sicher nicht die von Breivik erreicht. Aber auch hier kann man vermuten, dass solche Vorbereitungsdauer mit einer irgendwie gearteten Unterstützung leichter vorstellbar ist.

Methode?

Im Falle von Holmes sticht allerdings hervor, dass Fotos – im Gegensatz zu Breivik – den besonderen Eindruck von Harmlosigkeit und Freundlichkeit vermitteln, dazu hat er sich durch das Färben seiner Haare „verwandelt“, wozu Breivik immerhin für die Fotos martialische Outfits und für die Tat eine Polizeiuniform brauchte. Angesichts der aus der Geschichte der USA bekannten Experimente zur Verhaltensmanipulation (http://tinyurl.com/blflt8l, http://tinyurl.com/d59r6zj) und den nun durchaus bekannten Praktiken der „Strategie der Spannung“ (Gladio, http://tinyurl.com/2waqnf ) ist die Frage nicht abwegig, ob hinter dem „Wahnsinn“ dieser Täter nicht ausgeklügelte Manipulationen stecken. Nur auf den ersten Blick erschiene dies für eine Tat innerhalb der USA – wenn man den „Militärisch-Industriell-Geheimdienstlichen Komplex“ verdächtigen wollte – abwegig. Nicht alle solche Aktionen müssten „Operationen unter falscher Flagge“ gegen die islamische Welt, Russland oder China sein. Die Strategie der Spannung lässt solche Gedankenspiel auch zugunsten der Einschüchterung der eigenen Bevölkerung und zu ihrer Hörigkeit der Obrigkeit (von der sie Schutz wollen) gegenüber zu, oder als schlichtes Experiment zu. Wer seine eigenen Soldaten zu Testzwecken Atombombenexplosionen aussetzt, würde auch vor so etwas nicht zurückschrecken. Dass der Mann Neurowissenschaft studiert hat und ihn in ein Feld brachte, in dem verborgene Experimente Gang und Gäbe sind, ist ein weiterer Punkt.

Keine voreiligen Schlüsse

Es sollen hier keine voreiligen Schlüsse gezogen werden, es sollte aber auch keine Begrenzung der Denkmöglichkeiten geben. Und jeder Glaube, so etwas würden „die da oben“ nie machen, muss nach den geschichtlichen Erfahrungen (z. B. http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods) als naiver Kinderglaube belächelt werden. Im Falle Breiviks ist nicht viel geschehen, um solche Spekulationen wirklich auszuräumen, denn derartige Fragen sind nicht einmal wirklich gestellt worden.

Es ist hier vielmehr dem Mainstream-Journalismus zu misstrauen, dessen historisches Gedächtnis die Dauer eines halben Jahres kaum zu überschreiten scheint. Dieser Journalismus plappert schon wieder fröhlich von dem möglichen Einsatz von Gas durch die syrische Regierung: „Massenvernichtungswaffen“, über die uns die US-Außenministerin uns sicher bald informieren wird, so wie es Colin Powell vor der UN über die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins „informierte“!

Andreas Schlüter

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Dem Erschrecken über das Grauen in Norwegen, über die Bilder der „demokratischen“ Bombengewalt in Libyen, der „demokratisch geheiligten“ Gewalt in der Elfenbeinküste und dem über die etwas unschärferen Gewaltbilder in Syrien gesellt sich nun das Erschrecken über die Gewaltbilder in London hinzu. Diese wiederum ähneln denen aus Frankreich vor einiger Zeit und kürzlich Griechenland nicht wenig. Sehr deutlich aber ist der Unterschied in der Mainstream-medialen Bewertung dieser Bilder. Lybien, die Elfenbeinküste und Syrien liefern „begrüßenswerte“ Bilder der „Demokratisierung“, London und Griechenland und Frankreich liefern bzw. lieferten Bilder vom „anarchischen Mob“, den es im „Sinne der Demokratie“ mit aller Gewalt an die Kette zu legen gilt! „Wer alt genug ist, solche Verbrechen zu verüben, ist auch alt genug für harte Strafen“, tönte ein prominentes Mitglied der Cameron-Murdoch-Gang, der Premier Cameron selbst.

Ursachen des Grolls

Nur hemmungslose Apologeten des entfesselten Haifischkapitalismus´ können versuchen, die Tatsache wegzuwischen, dass eben der Neoliberalismus die Perspektivlosigkeit für die große Zahl der Menschen in vielen Gesellschaften erzeugt hat, gegen die gerade junge Menschen einen wachsenden Groll hegen. „Macht kaputt, was Euch kaputt macht!“, war ein Slogan rebellierender junger Menschen in der Spätzeit der „Studentenrevolte“, die zunehmend einem systematischen und politisch fundierten Widerstand entfremdet waren. Nun hat gerade in Großbritannien der „Thatcherismus“, der sich seinen Weg mit Hilfe des Falklandkrieges bahnte, zu einer unsäglichen „Entgesellschaftlichung“ geführt, mit allen Konsequenzen gerade für die junge Generation. Die „eiserne Lady“, Maggi Thatcher, eilte sich, dem von Ronald Reagan auch fürs „Kernland“ der Imperiums, den USA, verordneten Abschied von Vergünstigungen für die „Bewohner Roms“ auch bezüglich des Vorgänger-Imperiums zu folgen. Brav blieben auch die Labour-Nachfolger in dieser Spur. Sie folgten dem Weg der Demontage des Industrie-Kapitalismus´ zugunsten des „Finanz-Kapitalismus´, mit allen Folgen für die „Verwendbarkeit“ der jungen Menschen, die durch gesellschaftliche und bildungsmäßige Unterprivilegierung in diesem neuen System wenig einsetzbar waren.

Ursachen der Gewalt

Die sehr systematisch betriebene Zerschlagung der Gewerkschaften, der Formen der Arbeiter-Selbstorganisation, die Zersetzung linker Bewegungen, die Zersetzung der intellektuellen Linken durch die Kombination von Korruption und der Ideologie der „Alternativlosigkeit“, erschweren den systematischen „linken Input“ in den Groll, der die Unzufriedenheit sozial „konstruktiv“ machen könnte. Und da kommt ein weiteres Element des entfesselten Kapitalismus´ ins Spiel. Es sind die Mechanismen der „medialen Verblödung“ zusammen mit der Gewaltkonditionierung, die sich um die Umformung der Medien in kapitalistische Werbe- und Reklame-Agenturen herum entwickelt haben. Dies sind eben die gleichen Mechanismen, die auch jugendliche Amokläufer an Schulen hervorgebracht haben: https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/21/highly-explosive-die-selbstzerstorungskraft-des-kapitalismus%c2%b4/. Subsummieren kann man diese Mechanismen gleichzeitig unter die „Selbstzerstörungskräfte“ des Kapitalismus´.

Ein weiterer böser Verdacht

Entgegen der Medien-offiziellen Diffamierung, die gerne die Suche nach verborgenen Akteuren hinter spektakulärem Geschehen als „Verschwörungstheorie“ abwürgt, sollte man sich überlegen, ob vielleicht doch interessierte „Zündler“ hinter den letztlich so wenig zielführenden Geschehnissen stecken könnten.

Es kann einem zu denken geben, dass in Norwegen, das im europäischen Rahmen einen auffällig abweichenden Kurs in Fragen, die dem Imperium „am Herzen liegen“, steuert, kurz vor der UN-Debatte um die Palästina-Frage, ein fraglos letztlich Irrer, der aber selbst von seinen „Mentoren“ schreibt, zum gewaltigen Sprengstoffanschlag und zum Massenmord ausholt. Ebenso kann es einem zu denken geben, dass in der Zeit, in der die Verkommenheit der Cameron-Regierung, die sich im Bett mit einem der übelsten Medien-Mogule ertappt fühlt, zunehmend offenbar wird, ein auf den ersten Blick sich in so sinnloser Zerstörung ergehender Jugendaufstand losbricht. Dies kann für eben diese Regierung, die angesichts zusätzlicher Verwerfungen an den Finanzmärkten mit viel sozialem Widerstand rechnen muss, gewinnträchtig erscheinen. Ein solcher blindwütiger Aufruhr, der vielen „normalen“ Menschen Angst macht und das Zeug hat, neue „Alternativlosigkeit“ im Umgang mit sozialen Problemen zu imaginieren, könnte nicht unerwünscht sein.

Ein interner „Falklandkrieg“?

Das bei der angespannten sozialen Situation ein einzelnes Geschehen genügt, um einen mittleren Flächenbrand zu erzeugen, hat sich wieder bestätigt, war aber nicht neu. Derartige Reaktionen sind aus sozialen Spannungsgebieten westlicher Industriestaaten bekannt. Die Skrupellosigkeit äußerer wie innerer „Dienste“ ist auch spätestens seit Daniele Gansers Enthüllungen über die „NATO-Geheimarmeen in Europa“ hinlänglich bekannt. Die Erschießung des Familienvaters, die sich offenbar keineswegs aus einer polizeilichen „Notwehrsituation“ ergab, war ein berechenbarer Anlass für eine derartige Explosion. Da die besagten Dienste auch „Facebook“, „Twitter“ und andere „soziale Netzwerke“ hinlänglich unterwandert haben, könnte man so einen Aufruhr problemlos befeuern.

Es muss nicht so gewesen sein!

Keine Frage, dies ist derzeit reine Spekulation. Wenn man aber die alte Kriminalisten-Frage „wem nützt es“, bzw., wer könnte sich zumindest einen Nutzen ausrechnen, ernst nimmt, drängen sich Spekulationen zwingend auf. Man kann nicht übersehen, dass bei auflodernden Flammen die Hinwendung großer Teile der Bevölkerung bis in die älteren und familiengebundenen Migranten-Gruppen, so sehr sie unter der sozialen Situation leiden, zur Regierung verstärkt wird. Das Beispiel Frankreichs könnte einen Hinweis geben. Die damaligen gewalttätigen „Krawalle“ haben Sarkozy nicht wirklich geschadet, sie haben seine Position eher gefestigt. Chaos wird oft reflexartig mit dem Ruf nach rigoroser Ordnung beantwortet, zumal, wenn unter den gegebenen Voraussetzungen die Gewalt ohne jede konkrete politische Formulierung bleibt. Diese ist den jungen, perspektivlosen Menschen nicht möglich. Die politische Linke hat überall eine schwere Aufgabe.

Andreas Schlüter

Zum Auslöser:

http://www.stern.de/panorama/ausschreitungen-in-england-ausloeser-der-krawalle-wohl-keine-notwehr-1714891.html

Ungeachtet der medialen Versuche, den unmenschlichen und brutalen Mörder von nahezu hundert Menschen in Norwegen zum isolierten Einzeltäter zu deuten, muss festgestellt werden, dass Vieles zumindest für ein stützendes Umfeld spricht, egal, ob er vielleicht die Tat letztlich allein umgesetzt haben mag, was auch sehr zweifelhaft erscheint. Fraglos geht dies über sein eigenes bekundetes Gefühl hinaus („Propaganda-Phase“), sich in einem „Wasser“ zu bewegen, das ihm große Sympathie aus bestimmten Kreisen entgegenbringen wird, wofür leider schon erschreckende Anzeichen im Internet bestehen.

Bereits im gestrigen Beitrag angesprochen wurden die professionellen Fotografien von ihm, die teils der Verklärung, teils der martialischen Darstellung dienen. Diese tauchen auch in einer Schrift, die zwar unter dem Namen „Andrew Berwik“ im Netz steht, aber wohl fraglos von ihm stammt, auf. In dieser Schrift, deren elektronische Version dem Autor dieser Zeilen vorliegt, spricht er an einer Stelle von seinen „Mentoren“ in der PCCTS („Pauperes Commilitones Christi Templique Solomonici“), einem dubiosen Orden, der sich mit einer Website müht, sich von ihm zu distanzieren. Es ist natürlich nicht möglich, die Organisation als solche für ihn haftbar zu machen, aber es könnte sehr wohl einzelne Unterstützer geben.

Und ist´s auch Wahnsinn, hat es doch Methode

Aus der unappetitlichen Rassistenschrift geht aber auch hervor, dass der Mann nicht in das Raster des klassischen eng-nationalistischen „Wirrkopfes“ vom „Nazi-Typ“ passt. Daran ändern auch der Größenwahn und alberne Detailversessenheit (so zu „Ordensritualen“ und sonstigem kleinkariertem Unfug) nichts. Bei allem durchaus vorhandenen Hass spricht auf der anderen Seite kaltblütige Rationalität und ausgedehnte Akribie aus den Seiten. Die Menschenverachtung und den Willen, große Menschenzahlen zu opfern, teilt er ja übrigens auch mit strategischen Planern unterschiedlicher aber auch westlicher Provenienz, denen „Kollateralschäden“ kein Kopfzerbrechen machen und die schon aus der Zeit des „Kalten Krieges“ daran gewöhnt waren, mit Millionen Toter zu kalkulieren.

Übrigens wird in der Schrift auch dargestellt, nach welchen Kriterien Anwälte auszuwählen wären, wenn man in die Fänge der Polizei gerät. Eine besondere „Reklame“ für seinen Anwalt.

Wer könnte außerdem hinter ihm stehen?

Wenn man die angesprochene umfangreiche Schrift von weit über tausend Seiten als authentisch ansieht, was man nach dem Stand der Dinge tun muss, dann zeigen sich darin viele Andock-Stellen für Kräfte außerhalb Norwegens. Die gedankliche Spur dieses eurozentrischen „Kreuzfahrers“ führt zu radikalen christlich-rassistischen Zirkeln in den USA. Hassobjekte der Schrift sind Marxisten, „Multi-Kulturalisten“, der Islam und das liberale und fortschrittliche Judentum. Als potentieller Verbündete werden hingegen in der Schrift „konservatives“ Judentum, der Zionismus und Israel gesehen. Vor diesem Hintergrund kann man sich unterschiedliche „Kontakte“ vorstellen, die sich ihm als Verbündete und Unterstützer „angedient“ haben könnten.

Einschub

Zur „operativen Kompatibilität“ eines rassistischen eurozentrischen Gewalttäters mit der Politik Israels fällt mir die Darstellung der Allianz zwischen der fanatischen christlichen Rechten in den USA und der rassistischen und kolonialistischen Politik Israels bei Emmanuel Todd, einem französischen Historiker jüdischer Abstammung, ein. In seinem Buch “Weltmacht Amerika, ein Nachruf“ (dt. Ausgabe München 2003, S. 147) weist er zu Recht darauf hin, dass die bedingungslose Unterstützung für Israels Kolonialpolitik beileibe nicht nur von nicht wenigen amerikanischen Juden sondern gerade auch von der republikanischen christlichen Rechten getragen wird, “sie projiziert in den Nahen Osten ihre Vorliebe für die Art von Ungleichheit, die Amerika gegenwärtig prägt, Denn es kann eine Vorliebe für Ungleichheit und Ungerechtigkeit geben“. (a.a.O., S. 149).

Er geht sogar so weit, das Verhältnis zwischen den USA und Israel mit dem Verhältnis zwischen Nazideutschland und Japan zu vergleichen: “Das spektakulärste Beispiel für eine Identifizierung auf Distanz zwischen zwei Regimen, die nicht nur dem Gleichheitsprinzip ablehnend gegenüberstanden, sondern auch der Idee anhingen, dass die Völker nicht gleichwertig sind, waren indes Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg“ (a.a.O.). Und nochmals zu den USA: “Weil Israel einen schlechten Weg eingeschlagen hat, billigt Amerika, das sich ebenfalls auf einem schlechten Weg befindet, das immer gewalttätiger Vorgehen Israels gegen die Palästinenser“ und “die Unfähigkeit der Amerikaner, in den Arabern Menschen zu sehen, gehört zu der allgemeinen Tendenz, dass der Universalismus in der amerikanischen Gesellschaft schwindet“ (a.a.O., S150 f).

So wird auch in der Schrift von Breivik mit einer gewissen Sympathie von außereuropäischen Kulturen (mit denen er sich aber auf keinenFall vermischen möchte) und Bewegungen gesprochen, die dort im erbitterten Kampf gegen seine Hauptfeinde gesehen werden.

Vorläufige Einschätzung

Man mag es für möglich halten, dass ein Einzelner den Bombenbau, die Platzierung, sowie die eilige Fahrt zur Ferieninsel und dort die berserkerhafte „Tötungsorgie“ an vielen Dutzenden von insbesondere Jugendlichen allein durchgeführt habe. Zweifel sind angebracht. Dass dieser Mann im Vorfeld Unterstützung und Zuspruch erhalten habe, erscheint hochgradig wahrscheinlich. Dass er durch Kontakte auch steuerbar geworden sein mag, wäre eine sehr plausible Denkmöglichkeit.

Das Interesse äußerer Kräfte an ernsthaften Störungen des politischen und gesellschaftlichen Lebens Norwegens könnte sich aus den eigenständigen politischen Positionen Norwegens in verschiedenen Feldern (u. a. Ausstieg aus der „Libyen-Koalition“, relative energiepolitische Unabhängigkeit, abweichende entwicklungspolitische Konzepte, Unterstützung der palästinensischen Unabhängigkeitsbestrebungen in der UN) durchaus ergeben.

Andreas Schlüter

Anhang:

Die bisherigen Beiträge zum Thema auf meiner Website:

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/23/norwegen-shock-and-awe/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/07/24/oslo-konkrete-fragen-zu-attentat-und-attentater/

Da es unverantwortlich wäre, das gedankliche Gift der monströsen Schrift in falsche Hände gelangen zu lassen, hier nur ein Auszug zu konkreten politischen „Andockstellen“:

“3.78 “Young Europeans Movement – YE” movement – rumours of an emerging mass consolidation of anti-Marxist/anti-multiculturalist forces

I don’t know much about the status of this rumoured consolidation project. One of my mentors from PCCTS told me something about this a few years ago. The intention is to temporarily (through phase 1-3) but indirectly consolidate all anti-Marxist military forces/organisations/cells: 1. Militant cultural conservatives, 2. militant “right wing” liberalists, militant Christian extremists, militant ethno-centrists and other groups. We all agree that multiculturalism is an anti-European/Christian hate ideology designed to exterminate European identities, our cultures/traditions and European nation states. This hate ideology (coupled with suicidal humanist tendencies) is the cause of the current Islamisation (with the exception of certain factions who believe it is due to ZOG…)The problem, I would imagine, is how each faction relates to totalitarian ideas, ethnocentrism and especially our relation to Jews. Some of the factions are pro-democracy, -Christendom, -capitalism, -multiethnicity and pro-Israel/Jews while other groups are strongly against. Who will dominate a future “Young Europeans” movement? The common consensus seems to be that we should focus less on our indifferences temporarily in order to fully focus on securing the survival/safety of our people/cultures/traditions/countries/Christendom. In any case; it is only logical that we save the infighting until after phase 3. We can never allow the cultural Marxists to play divide and conquer with the various factions. It will undoubtfully be certain infighting after the Marxists/suicidal humanists/capitalist globalists have been defeated though. The NS are generally pro Muslim and anti Jewish. They should know that we will defend our right wing Jewish and other non-Muslim minority groups, who have fought by our side with our lives as they will do the same for us. It is still too early to tell how the situation will develop. A relationship is always reciprocal so we, the pro-multi ethnicity and pro-Israel/Jewish factions, do in fact expect future support from all non-Muslim rightwing minority groups and indirect support from the Israeli right wing. We will rely on their support in order to be able to dominate the European right wing for the future -because if we fail, they will lose their only interest groups and allies. At the moment, I’m worried that ethnocentric ideologies will become more dominant in Western Europe the coming decades. The main reason is that the non-ethnocentric factions on the right wing are not getting enough support from their own base and from right wing minority groups (as these minority groups fail to distinguish non-racist right wingers from actual Nazis/racists due to the media propaganda campaigns and their own paranoia. If the cultural Marxist/ suicidal humanist elites had any decency whatsoever they would at least stop the “all nationalists=Nazis, racists campaigns” and perhaps even arrange a gradual controlled re-distribution of power to moderate right wing groups/political parties. Their total and complete reluctance to deal with any traditionalist/nationalist is radicalising an increasing number of people. Due to their propaganda campaigns the obvious result is that people become apathetic and/or are drawn to actual Nazi and racist groups“.

„A relationship is always reciprocal so we, the pro-multi ethnicity and pro-Israel/Jewish factions, do in fact expect future support from all non-Muslim rightwing minority groups and indirect support from the Israeli right wing. We will rely on their support in order to be able to dominate the European right wing for the future -because if we fail, they will lose their only interest groups and allies.“

Seine besonderen Ziele:

“Category A, B and C traitors (politically active cultural Marxists, multiculturalists, capitalist globalists and suicidal humanists) will have their property and funds expropriated by the new cultural conservative regime. The property and funds will be redistributed to individuals based on previous efforts, sacrifices and results: Priority list”

Da die Gefahr besteht, dass das in seiner Schrift enthaltende Gift in falsche Hände gerät, wird hier kein Link angegeben.

Hier versucht man eine Distanzierung:

http://www.pccts.com/

 http://www.quofataferunt.com/index.php?option=com_k2&view=item&id=1152:pccts-pcctscom

Wieder hat das Grauen uns im Griff und nichts kann und darf den klaren Blick auf die furchtbaren Leiden der betroffenen Menschen verstellen, auch, wenn man sich eine ähnliche Betroffenheit für die Opfer des westlichen Bombenkriegs gegen Libyen wünschen würde. Hier wie dort geht es um Terror zur Durchsetzung bestimmter Ziele. Dabei ist es natürlich klar, dass der einzelne Bomberpilot nicht diesen individuellen Tötungswillen haben wird, den der fanatische Berserker, der vor Ort im Feriencamp das entsetzliche Blutbad angerichtet hat, aufwies.

Ein Einzeltäter?

Vernünftigerweise muss man sich mit Deutungen des entsetzlichen Vorgangs noch zurückhalten, zumindest, was den konkreten Ablauf und die vor Ort „tätigen“ Unmenschen angeht. Dass das norwegische Geschehen nicht das Werk eines Einzelnen gewesen sein kann, dürfte allerdings auf der Hand liegen und schon wird ja auch nach einer zweiten Person gefahndet. Über die konkrete Tatausführung hinaus muss es aber Unterstützer gegeben haben. Die Macht der Explosion im Regierungsviertel deutet auf sehr wirksamen Sprengstoff hin, wie er einzelnen Wirrköpfen sicher nicht leicht zugänglich gewesen sein dürfte. Auch die massenhafte Tötung von jungen Menschen auf der kleinen Ferieninsel erfordert in dieser Zahl eine „Vorbereitung“, wie sie durch „Selbstindoktrinierung“ und eigene „Konditionierung“ kaum zustande kommen könnte. Wenn der präsentierte Täter wirklich derjenige ist, der das Blutbad angerichtet hat, dann ist allerdings auch davon auszugehen, dass er intensiv an seiner Selbstinszenierung gearbeitet hat, oder aber daran gearbeitet worden ist. Darauf lassen die merkwürdigen Fotos, die veröffentlicht wurden, schließen. Hier hat sich die „blonde Bestie“ in Szene gesetzt und glaubte offenbar, sich als erschreckende „Ikone“ für Totschlag-Fetischisten präsentieren zu müssen.

Erste Assoziationen

Gerade das Szenario des oder ggf. der „Einzeltäter“ erinnert an das Münchner Oktoberfestattentat von 1980 ( http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberfestattentat ). Damals wurde der Öffentlichkeit auch ein rechtsradikaler Einzeltäter präsentiert. Seine Verbindungen zu anderen Kräften wurden aber immer wieder systematisch verdeckt. Es ist dem Schweizer Historiker Daniele Ganser zu verdanken, dass eine umfängliche Gesamtdarstellung zu den Kreisen, die sich rechtsradikaler Wirrköpfe und Verbrecher im Rahmen größerer politischer Strategien bedient haben, verfügbar ist (http://www.danieleganser.ch/NATO_Geheimarmeen_in_Europa_1211310734.html). Über sein Buch auch auf dieser Website: http://tinyurl.com/65o2w9g . Die „Steuermänner“ des politischen Terrors befanden (vielleicht aber auch befinden) sich in US- und NATO-Kreisen. Mit „False Flag Operations“ beeinflussten sie die Politik vieler europäischer Länder und waren alles andere als zimperlich. So starben bei dem ihnen zugeschriebenen Attentat in Bologna 85 Menschen, 200 wurden verletzt (http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980). Solche Operationen unter „falscher Flagge“ sollten damals oft in erster Linie die linken Bewegungen diskreditieren. Heute stehen eine Reihe von Vorkommnissen für die Vermutung, dass mehrmals die Wut der Menschen in den betreffenden Ländern auf Muslime und die islamische Welt gelenkt werden sollte. Aber gerade auch das Münchner Attentat zeigt, dass den „Steuermännern“ auch ein präsentierter tatsächlich rechtsradikaler Täter nützlich sein kann, obwohl sie sich dieser politischen Personengruppe in hohem Grade bedienen. Übrigens ahnt man auch hier hin und wieder etwas von der Spitze des „Gladio-Eisbergs“: http://tinyurl.com/3vhjwns .

Möglicherweise ein “untypischer” Rechtsradikaler

Unter dem Namen Anders Behring Breivik postete der wahrscheinliche Täter Beiträge an die „Atlas Shrugs“ Website der Tea Party-Dame Pamela Geller. Darin zeigte er sich im Gegensatz zu typischen mittel- und nordeuropäischen Rechtsradikalen als ausgesprochen „philosemitisch“, wie der frühere britische Diplomat Craig Murray herausgefunden hat (http://tinyurl.com/3r4h24x). Wenn diese Erkenntnisse stimmen, dann steht er damit eher in der Tradition rassistischer neokonservativer Kräfte des US-Typs als in der Tradition „klassischer“ Neonazis (siehe auch: http://tinyurl.com/3ob62nk ). Es sei die Vermutung geäußert, dass der Mann sich vielleicht „in der Haft etwas antun könnte“, bevor er zu umfänglichen Aussagen kommt.

War es „nötig“?

Wenn hier nun doch die gedankliche Verbindung – bei aller Vorsicht – zu „Phänomenen wie „Gladio“ hergestellt wird, dann machen diese nur Sinn, wenn die Frage „wem nützt es?“ auch in diese Richtung weisen würde. Gehen wir ihr nach, und zwar im Sinne der „Schock-Strategie“.

Könnte Norwegen durch sein Verhalten dem „Imperium“ Grund gegeben haben, es einer Schock-Behandlung zu unterziehen? Die Regierung des Landes hat immerhin die Frechheit besessen, den Ausstieg aus der „Koalition der Willigen“ im Libyen-Krieg vorzubereiten (http://www.umkreis-institut.de/umkreis-online/brockelt-die-nato-allianz-im-libyen-krieg-20/). Zumindest verbal vertritt Norwegen in der internationalen Politik und „Entwicklungszusammenarbeit“ Positionen, die nicht ganz nach „Konsens“ mit dem Imperium klingen:

„Arme und Reiche werden in eine immer mehr ineinander verflochtene Weltwirtschaft verknüpft, aber die Reichtümer werden falsch verteilt. Die norwegische Entwicklungshilfepolitik wird diese falsche Verteilung der Reichtümer zwischen den Staaten und die ungerechten Verhältnisse, die durch Unterdrückung und Diskriminierung entstehen, herausfordern. Es gehört zur norwegischen Entwicklungshilfepolitik, Staaten in die Lage zu versetzen, ihre eigenen Ressourcen zu verwalten und Individuen zu befähigen, über ihr eigenes Leben zu bestimmen. Norwegens Engagement basiert auf Solidarität und den Kampf gegen Armut – die Jahrtausendziele und eine UN-geführte Welt stehen fest.“, so Norwegens offizielle Deutschlandseite im Internet (http://www.norwegen.no/News_and_events/germany/policy/klimakonflikt/).

Es wäre wahrscheinlich zu kühn, auch die Kontakte norwegischer Firmen zu Syrien als vom Imperium zu inkrimierende Taten zu werten: http://evatic.de/press/post/23-2011-evatic-unterzeichnet-neue-vertr%C3%A4ge-in-nahost . Sicher kann auch der Norwegische Konfliktforscher Galtung allein das Imperium nicht genug aufgebracht haben (http://www.scribd.com/doc/56522636/Libyen-Krieg-Der-Westen-will-nicht-nur-Ol-und-Rache), ebenso wenig wie die Tatsache, dass ein norwegischer Parlamentsabgeordneter der Wikileaks-Gründer Assange für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat, aber Norwegen ist durch günstige Umstände nicht so auf Gedeih und Verderb an die Rohstoffpolitik des Imperiums gebunden, wie dies es gerne hätte: http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/06674.pdf . Es gibt also nur Indizien, dass Norwegen mit seiner sozialdemokratischen (und das bedeutet in Skandinavien immer noch etwas Anderes als SPD in Deutschland) ein wenig aufmüpfig in seinem Verhalten ist. Allerdings haben eine Reihe von norwegischen Politikern, darunter der Vater des jetzigen Norwegischen Ministerpräsidenten, Thorvald Stoltenberg, mit ihrem offenen Brief ehemaliger EU-Politiker zur Notwendigkeit, die HAMAS in Friedensverhandlungen in Nahost einzubeziehen, das Imperium und seinen engsten Verbündeten nicht sonderlich erfreut (http://le-bohemien.net/2011/06/12/nahostkonflikt/ ).

Der allgemeine „Gewinn“

Was könnte das Imperium aus solchen Vorfällen im Allgemeinen nicht nur hinsichtlich Norwegens zu gewinnen haben? Nun, da gäbe es Einiges! Bezüglich der Kommerz-medialen Steuerung großer Bevölkerungsteile hat solche Situation „was“. Die Menschen werden hochgradig verunsichert, lechzen nach Deutung, hohe Zeiten für solche kommerziellen Nachrichtensender wie NTV oder N24 und natürlich für offizielle Regierungsverlautbarungen! Die Terrorismusangst ist die Voraussetzung für weitere Repression und die Einrichtung des „gläsernen Bürgers“. Da mögen zwar „islamistische“ Taten wirkungsvoller sein, aber, wenn das Imperium sie vorspiegeln wollte, gäbe es da immer einen großen Aufwand der Legenden-Spinnerei.

Man kann auch mit Operationen, die vielleicht von Regierungen als vom Imperium kommend eingeschätzt werden können, aber weder zu beweisen noch zu belegen sind, „klar machen“, was alles passieren kann. Das kann eine stille Warnung sein!

Dann gibt es derzeit eine große mediale Aufmerksamkeit auf den widerwärtigen NATO-Krieg in Libyen und auch das widerliche Umgehen mit der Gaza-Flottille hat einige Aufmerksamkeit erregt. Terror und Bedrohung lenkt recht wirkungsvoll von solchen Tendenzen zu eigenständigen Bewertungen ab.

Man nehme sich das Recht!

Wie ungeschminkt sich rechte Medien das Recht nehmen, mit Deutungen zu spielen, haben erste Presse- und Fernsehreaktionen auf die Osloer Anschläge gezeigt. Schamlos wurden die Anschläge Islamisten zugeordnet. Wir sollten uns die Freiheit nehmen, entlang der Frage „wem nützt es“ eigenständig Denkmöglichkeiten abzuklopfen. Das habe ich damals nach dem Polonium-Anschlag auf einen russischen Exilpolitiker im November 2006 gemacht, als die Medien problemlos Putin verdächtigten (Artikel in „DIE LUPE“, erste Seite unten: http://www.dielinke-tempelhof-schoeneberg.de/fileadmin/tempelhof-schoeneberg/lupe/2007/Lupe0701.pdf ), und auch bei diesen Vorgängen sollte die Freiheit offener „Ermittlungen“ bestehen.

Gewissheit ist aber in diesem Felde nur sehr schwer zu bekommen und, ob wir je Genaues erfahren werden, steht dahin.

Andreas Schlüter