The Death of Gorbachev and the Mendacity of Western Politics – Der Tod von Gorbatschow und die Verlogenheit westlicher Politik

Veröffentlicht: September 5, 2022 in Politik
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deutsche Version unten

The Death of Gorbachev and the Mendacity of Western Politics

Mikhail Gorbachev died on August 30. However one may judge his work from a Russian or even a world political point of view (his work largely led to the „liquidation“ of the SU), he unquestionably ended the Cold War with the best of intentions and made German reunification possible. This has made him an icon in the West and especially in Germany.

But how did they thank him and Russia, the most important successor state of the Soviet Union? How did the U.S.-led West deal with the dissolution of the Soviet Union and the dissolution of the Warsaw Pact? What has become of the promises made by the West not to expand NATO further?

It has been brazenly claimed that this promise was never made. Unfortunately, Gorbachev was naive enough not to have this promise put down in writing separately, but it is vouched for that this promise was made, even publicly. For example, the then German Foreign Minister Genscher stood in front of the cameras with the US Secretary of State Baker next to him and announced this promise. In doing so, he made a „Freudian slip“, because he spoke of the „Nadio defense area“, obviously having in mind the Gladio-structures of NATO:

Hastily, Western capital, especially U.S. capital, then „infiltrated“ Russia, installing „oligarchy“ and bringing Russia to the brink of ruin. It was Putin who was able to at least mitigate much of this process and restore the primacy of politics, which made him a Western hate figure. NATO, in particular, was successively expanded. With Ukraine (including over 20 U.S. bio-laboratories), there was an attempt to reach Russia’s front door. Yes, it is not an exaggeration to say that Russia was really forced into the warlike intervention in Ukraine.

One can be sure: the U.S. would act very rigorously if Mexico allowed Russian or Chinese military facilities to be stationed on its territory. Remember the Cuban Missile Crisis (with US nuclear missiles already in Turkey and Italy). Everything was in place for an invasion of Cuba.

Let us in the West finally be honest: the hegemonic claim of the US power elite, supported by its European vassals, is unbroken. The expressions of mourning by Western politicians on the death of Gorbachev can be described as „crocodile tears“!

And the German ingratitude towards Russia (and Gorbachev) stands out especially, one would have good reason to be ashamed in Germany!

Andreas Schlüter

Der Tod von Gorbatschow und die Verlogenheit westlicher Politik

Am 30. August ist Michail Gorbatschow gestorben. Wie immer man aus russischer oder auch weltpolitischer Sicht sein Wirken beurteilen mag (sein Wirken hat weitgehend zur „Abwicklung“ der SU geführt), er hat fraglos in bestem Wollen den Kalten Krieg beendet und die deutsche Wiedervereinigung ermöglicht. Dies hat ihn im Westen und insbesondere in Deutschland zu einer Ikone gemacht.

Wie aber hat man es ihm und Russland, dem wichtigsten Nachfolgestaat der Sowjetunion, gedankt? Wie ist man im US-geführten Westen mit der Auflösung der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Paktes umgegangen? Was ist aus den vom Westen gegebenen Versprechen, die NATO nicht weiter auszudehnen, geworden?

Dreist hat man behauptet, dieses Versprechen sei nie gegeben worden. Leider war Gorbatschow so naiv, dieses Versprechen nicht gesondert schriftlich fixieren zu lassen, aber es ist verbürgt, dass dieses Versprechen gegeben wurde, auch öffentlich. So hat der damalige deutsche Außenminister Genscher mit dem US-Außenminister Baker neben sich vor den Kameras gestanden und dieses Versprechen verkündet. Dabei ist ihm ein Freudscher_Versprecher_unterlaufen, denn der sprach vom „Nadio-Verteidigungsgebiet“, wobei er offenbar die Gladio-Strukturen der NATO im Kopf hatte:

Eilig hat sich dann westliches Kapital, insbesondere US-Kapital, in Russland „eingewühlt“, das „Oligarchentum“ installiert und Russland an den Rand des Ruins gebracht. Es war Putin, der diesen Prozess zu großen Teilen zumindest abmildern konnte und den Primat der Politik wieder herstellen konnte, was ihn zur westlichen Hassfigur machte. Insbesondere die NATO wurde sukzessive ausgedehnt. Mit der Ukraine (dabei auch über 20 US-Biolabore) versuchte man, bis an die Haustür Russlands vorzudringen. Ja, es ist nicht übertrieben zu sagen, man hat Russland regelrecht in das kriegerische Eingreifen in der Ukraine gezwungen.

Man kann gewiss sein: die USA würden sehr rigoros vorgehen, würde Mexiko die Stationierung russischer oder chinesischer Militäreinrichtungen auf seinem Gebiet ermöglichen. Man erinnere sich an die Kubakrise (wobei US-Atomraketen schon in der Türkei und Italien standen). Alles stand für eine Invasion Kubas bereit.

Seien wir im Westen endlich ehrlich: der Hegemonialanspruch der US-Machtelite, unterstützt von ihren europäischen Vasallen, ist ungebrochen. Die Trauerbekundungen westlicher Politiker zum Tode Gorbatschows sind als „Krokodilstränen“ zu bezeichnen!

Und die deutsche Undankbarkeit Russland (und Gorbatschow) gegenüber sticht besonders hervor, man hätte hier guten Grund, sich zu schämen!

Andreas Schlüter

Kommentare
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