Mit ‘Moshe Zuckermann’ getaggte Beiträge

Stellungnahme gegen die Vorwürfe und Diffamierungen, die gegen mich im Zusammenhang mit meinem Vortrag am OSI am 13. Mai 2015 zum Thema:

„Der Einfluss der US-amerikanischen Machtelite auf die internationale Politik – Verschwörungstheorien und empirische Befunde“

erhoben wurden

antisemit

Frau Dr. Salua Nour hatte mich gebeten, im Anschluss an die Sitzung ihrer Vorlesung zur westlichen Rohstoff-Politik in Afrika am Mittwoch, dem 13. Mai, um 18:00 Uhr meinen Vortrag über die US-Machtelite zu halten. Bereits im Vorfeld gab es von der „OSI-Fachschaftsinitiative“ (OSI/FSI) Proteste gegen meine Person und den Vortrag sowie den Versuch, diesen über die Universitätsinstanzen verbieten zu lassen. Es wurden gegen mich ungeheure Vorwürfe des Antisemitismus‘ und der Vertretung „wilder Verschwörungstheorien“ erhoben. Dabei bezog man sich umfangreich auf meinen Blog „WiPoKuLi“ (was für „Wissenschaft, Politik, Kunst und Literatur“ steht, https://wipokuli.wordpress.com/). Da der Vortrag, mangels rechtlicher Begründung nicht verboten wurde, griff die Gruppe am Ort auf „altgediente“ Störmanöver zurück. Da es eine erhebliche Anzahl von Studenten und Gästen gab, die auf dem Vortrag bestanden, konnte dieser wenigstens unter großen Störungen als „Vortrags-Torso“ präsentiert werden. Unter teils unflätigen und unwürdigen Störungen konnte wenigstens ein Teil des Inhalts vorgestellt werden. Viele der Gäste waren zu Recht schockiert.

Den Vorgang kann man als handfeste Illustration zu dem Buch „Antisemit, ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ von Moshe Zuckermann (den ich persönlich zu kennen die Ehre habe und der zwar nicht erfreut, aber am Vorfall interessiert sein wird) auffassen. Man sollte ihn zu solchen Vorgehensweisen auch ausführlich hören: https://www.youtube.com/watch?v=rEbBvAOoAAY.

Zur politischen Bewertung der Initiatoren dieser Vorgänge vom OSI/FSI noch einige Stimmen:

Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie

und: http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inland/die-linke-von-innen-umzingelt.html

Nicht für die Initiatoren dieser Vorgänge (die ihre Agenda haben), aber für die Menschen, die offenen Geistes sind, aber natürlich von solchen (inhaltlich ungerechtfertigten) Vorwürfen psychologisch beeinflusst werden können, hier Klarstellungen:

Meine Position, Belege und Missinterpretationen

Als in diesem Lande Geborener, an den (neben Widrigem) vorhandenen materiellen und strukturellen Segnungen Teihabender bin ich fraglos auch Erbe geschichtlicher Schuld (völlig eingedenk, welchen Anteil erhebliche Teile der deutschen Bevölkerung am Zustandekommen und Erhalt des verbrecherischen Naziunwesens hatten). Damit bin ich auch Erbe der ungeheuerlichen geschichtlichen deutschen Schuld an der Shoa, ungeachtet weiterer Förderer des Nazi-Unwesens. Es ergibt sich daraus für mich auch das Denken und Leben für ein: „Nie wieder“ soll furchtbares und massenhaftes Unrecht Menschengruppen, wo immer auf der Welt geschehen, insbesondere nicht durch mein Land und das Bündnis, in dem es sich befindet! Mit dieser Haltung fühle ich mich in Bezug auf das von Deutschland so pauschal und unkritisch unterstützte Israel in vollem Einklang mit Nahum Goldmann (ehem. Präsident des Jüdischen Weltkongresses):

Wir müssen begreifen, dass das Leid der Juden, das sie durch den Holocaust erlitten, nicht mehr als Schutzschild dienen kann, und wir müssen ganz sicher davon Abstand nehmen, den Holocaust zur Rechtfertigung unseres Tuns heranzuziehen. Wenn Menachem Begin die Bombardierung des Libanon unter Verweis auf den Holocaust rechtfertigt, begeht er eine Art >Hillul Haschem< [ein Sakrileg], eine Banalisierung der heiligen Tragödie der Shoah, die nicht als Begründung für eine politisch zweifelhafte und moralisch verwerfliche Politik missbraucht werden darf.“ (Chomsky, “Offene Wunde Nahost“, S. 38)

Es liegt für mich auf der Hand, dass die Palästinenser den höchsten Preis für die unsäglichen Verbrechen Deutschlands zahlen. Alles, was von deutscher Seite an Duldung und Unterstützung der Verlängerung ihres Leides geschieht, hat für mich den abstoßenden Charakter einer Art „geschichtlichen Ablasshandels“. Die Anklagen israelischer Paläsinenser-Politik sind keine Relativierung, sondern vermehren für mich die Schuld des eigenen Landes. Überdies hat nach meiner Auffassung, wer Israel geschichtliche Dauer wünscht, die Verpflichtung, zu mahnen und daran zu erinnern, was für Deutschland die Folgen des eigenen Größenwahns und Omnipotenzglaubens waren.

Die erhobenen Vorwürfe des Antisemitismus´ und des Ignorierens geschichtlichen Leids jüdischer Menschen in Europa gehen weit an meiner Position vorbei:

Eines der frühen Opfer eines systematischen europäischen Kolonialismus´, nämlich des Römischen Kolonialismus´, war das jüdische Volk“, aus „Der Nahostkonflikt und Afrika“, S. 4

https://wipokuli.files.wordpress.com/2011/05/nahostkonflikt-und-afrika.pdf

In der Folge entwickelt sich eine Paradoxie der Geschichte, Europa, der Kontinent, der sich nach und nach gänzlich auf einen jüdischen Propheten, Jesus Christus, berief, steigerte sich zu immer mehr Verachtung und Hass auf die frühen Opfer seines Kolonialismus und verurteilte die Opfer zu entrechtetem Nischendasein.“, a.a.o., S. 5

Dass sie durch die Geschichte hin in Kultur und Wissenschaft Europas sehr viel beitrugen, auch im Wissenstransfer aus der islamischen Welt nach Europa, nützte ihnen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Anerkennung recht wenig.“, ebd.

Umso eindrucksvoller ist es, wie gerade der säkulare fortschrittliche jüdische Geist an die Spitze von Aufklärung und Befreiungsdenken in Europa trat. Sensible europäische Intellektuelle haben dies deutlich gespürt und ein Lessing hat diesem Geist in “Nathan der Weise“ ein Denkmal gesetzt. So fand eine Verschmelzung des jüdischen Freiheitswillens mit der allgemeinen Bewegung für Emanzipation und Menschenrechte, für politische Freiheit und soziale Befreiung statt und auch der Blick auf Europas Umgang mit der übrigen Welt wurde klarer.“, a.a.o., S. 6

Je mehr Herzl des so tief sitzenden Antisemitismus gewahr wurde, desto mehr neigte er indessen dem Judenstaatsprojekt zu.“, a.a.o., S. 8

Die entscheidende Entwicklung war aber die Kulmination des europäischen Anti-Judaismus, der in seiner rassistischen Ausprägung im Grunde genommen eher ein virtueller Rassismus ist, der sich auf lächerlichste mikroskopische Unterschiede beruft, und intellektuell sozusagen die selbstentlarvende Ad-absurdum-Führung jeden Rassismus´ ist, seine Kulmination in Deutschland nämlich zum über alle religiösen und sozialen Antagonismen hinausgehenden Hass und Vernichtungswillen des Nationalsozialismus. Dieser machte in absurdester Form die Juden für alle Übel dieser Welt verantwortlich, warf ihnen gleichzeitig Kapitalismus und Kommunismus, Weltverschwörung und Untermenschentum vor, und unterwarf sechs Millionen europäischer Juden “industrieller“ Massenvernichtung.“, ebd.

Die verständlichen Emotionen der Überlebenden verbanden sich mit dem zionistischen Konzept und das nahöstliche Drama nahm seinen Verlauf. Dabei erwies sich leider, dass die Opfer des deutschen und europäischen antijüdischen Rassismus selbst nicht frei vom groben europäischen Rassismus “Nichtweißen“ gegenüber waren.“, a.a.o., S. 9

So scharf meine Kritik an israelischer Politik oft auch sein mag, so wichtig ist es mir, immer wieder darauf hinzuweisen und zu belegen, dass israelische Politik keineswegs „für DIE Juden“ steht, so im zweiten Teil dieses Artikels, der den letzten Gaza-Krieg und das deutsche „Wegschauen“ zum Inhalt hat:

Aber bei alledem gibt es Jüdinnen und Juden, deren Äußerungen systematisch aus dem öffentlichen Diskurs zu Israel ausgeblendet werden, obwohl gerade sie das repräsentieren, was man als den „kritischen jüdischen Geist“ bezeichnen kann, der in der Tat so viel zur Entfaltung des (leider so wenig geschichtswirksamen) Humanismus´ in Europa beigetragen hat! Es kommt einem so vor, als solle nun auch noch das moralische Judentum in Europa vernichtet werden!“. Es folgt eine Vorstellung von Einstein, Erich Fried, Moshe Zuckermann, Felicia Langer, Noam Chomsky, Ilan Pappé, Uri Avnery, Norman Birnbaum, Norman Finkelstein, Evely Hecht-Galinski und Rolf Verleger sowie der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ mit diversen Links:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/07/15/wir-sind-weltmeister-im-wegschauen/

Fraglos sind viele meiner Artikel, die sich mit Politik beschäftigen, „mit Herzblut“ geschrieben, also eine erhebliche Anzahl nicht in klassischem wissenschaftlichem Stil, aber in aller Regel mit umfangreichen Verweisen versehen. Sie haben das gesellschaftliche Ziel aufzurütteln, und daher durchaus oft eine emotionale Sprache. Die politischen Analysen folgen aber gleichzeitig dem Erkenntnisinteresse.

Es ist festzustellen, Wirtschaft und Politik nehmen sich oft die Freiheit der „Einschätzung“, also der Aussagen auf unvollständiger Informationsgrundlage. Es ist nach meiner Auffassung ungerechtfertigt, der Zivilgesellschaft und „Gegenöffentlichkeit“ aufzuerlegen, sich entweder mit den „offiziellen Narrativen“ zu begnügen, oder auf die Findung „gerichtsfester Beweise“ zu warten, was für „informelle“ Handlungen von Regierungen und Geheimdiensten nicht selten das Warten auf den „St. Nimmerleinstag“ bedeuten würde. „So geht auch Hypothesen- und Theoriebildung nicht“! Wichtige Leitlinie sind immer „Ockhams Rasiermesser“ bei Würdigung der Komplexität von Vorgängen, Plausibilität und die Frage „Qui Bono?“, sowie ein Hineindenken in die Grundsätze und Zielsetzungen von Akteuren. Wenn man aber die Betrachtungen nicht aus der Perspektive von Mainstream und „Macht“ betrachtet, werden Analysen aus der Gegenöffentlichkeit immer als „strange“ gewertet werden. Illustriert wird das durch die unzählige Male in Abwandlungen gestellte Frage: „Wer stoppt Putin?“, nie habe ich im Mainstream gelesen: „Wer stoppt die USA?“.

Ein Teil der Anwürfe negiert auch auf dreiste Weise weithin akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse, so der erhobene Vorwurf, ich würde durch „die wilde Behauptung“, Teile der US-Wirtschaft hätten den Nazis mit zur Macht verholfen, und teils durch den Krieg hindurch mit den Nazis zusammengearbeitet, die deutsche Schuld verharmlosen, was ich in keiner Weise tue:

All this doesn´t belittle the German historical guilt and it doesn´t belittle the sacrifices of thousands of GIs who left their lives like millions of Soviet soldiers in the battle against the Nazis, but the believe that the US are the “Motherland of Anti-Fascism” is nothing but a myth, which is also shown by the fascist coup attempt in the US itself: http://en.wikipedia.org/wiki/Business_Plot aus: https://wipokuli.wordpress.com/2013/06/06/d-day-shouldnt-be-forgotten/

Zur Zusammenarbeit von Teilen der US-Wirtschaft mit den Nazis siehe u. a.:

http://azvsas.blogspot.de/2009/05/how-us-capitalism-supported-hitler.html

Besonders wütende Vorwürfe richten sich auch auf meine Darlegungen zu Nine Eleven. Nun spielt Nine Eleven eine zentrale Rolle im gegenwärtigen „westlichen Narrativ“ und im von den USA geleiteten „War on Terror“, der unzähligen Menschen das Leben gekostet hat. Die Ereignisse sind auch Grundlage der Überwachungs- und Sicherheitspolitik. Da ist Frage nach dem Wahrheitsgehalt der offiziellen Darstellung unabdingbar. Hier nun teile ich die Position von vielen Menschen in den USA, der der dortigen Vereinigung von gestandenen Architekten und Ingenieuren (http://www.ae911truth.org/about.html) und z. B. des Schweizer Historikers Daniele Ganser (https://www.youtube.com/watch?v=sDPtiR4EQ2A).

Nach rund acht Jahren intensiven Studiums der Geschehnisse kann ich zu keinem anderen Schluss kommen, als dass es sich um einen „Inside Job“ eines Teiles der US-Machtelite gehandelt haben muss. Nun findet man im Internet dazu viele Darstellungen, derer eine ganze Zahl sich in absurde Spekulationen begeben. Es gibt auch sehr viele Äußerungen, die Israel für die Anschläge verantwortlich machen, was fraglos „Wasser auf die Mühlen“ von „Dumpfdenkern“ ist. Auf der anderen Seite allerdings besteht die Notwendigkeit der politologischen Erklärung des Sonderverhältnisses zwischen Israel und den USA, das sich nicht selten als der „mit dem Hund wedelnde Schwanz“ zu gerieren scheint. Nicht selten wird dies pauschal mit gefährlich dumpfen Deutungen, wie „die Juden regieren die USA“ versehen, was tatsächlich Ausfluss weiter bestehenden Antisemitismus sein dürfte. Die These, die ich in dem Artikel vertrete und mit Indizien untermauere, sagt, durch ausgedehnte Geheimdienstkenntnisse zu diesem „Inside Job“ hat die israelische Machtelite ein gut Stück Erpressungsmacht zur Nahost-Politik der USA gewonnen:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/08/21/usa-und-israel-schmutzige-geheimnisse-und-erpressungsmacht/

Dort ist ausdrücklich gesagt, dass es sich um ein „Spiel“ zwischen den Machteliten handelt:

„Manch Simpel zieht sich gerne auf zweifelhafte Klischees zur US Politik zurück, aber es sollte eines klar sein: es ist ein Spiel zwischen der US-Machtelite und der Machtelite Israels. Es ist inzwischen „amtlich“: kein Land spioniert in den USA soviel wie Israel. Und die US-Machtelite hat sehr viele schmutzige Geheimnisse (http://tinyurl.com/bqqdwmv), und eine Fraktion der Machtelite (die über einige strategische Fragen tief gespalten ist) hat besonders schmutzige Geheimnisse: die Neocon-Fraktion (Neokonservatismus ).“ und:

„Um es gleich zu sagen, ich halte es mindestens für naiv, daraus den Schluss zu ziehen, der Mossad hätte Nine Eleven organisiert. Nicht, dass ich diesem Geheimdienst (wie allen anderen) Skrupel unterstellen würde, aber das hätte er gegen die Interessen der US-Machtelite nicht wagen dürfen.“

Ebenso wird der im Netz nicht seltenen Deutung entgegengetreten, dass die Ermordung Kennedys (die auf Grund diverser Indizien ebenfalls für einen Inside Job halten muss) ein Werk des Mossad sei:

„Da gibt es Leute, die glauben, wegen Kennedys vehementer Gegnerschaft zur Nuklarbewaffnung Israels habe der Mossad selbst ihn umgebracht, Nebbich! Auch wieder nicht wegen moralischer Skrupel hätte der Mossad nicht davon träumen können, sondern, weil Israel zum damaligen Zeitpunkt auf noch schwächeren Füßen stand, und viel wichtiger: Kennedys Gegnerschaft zur Nuklearbewaffnung lag auf der Linie der US-Machtelite insgesamt, während es die Widersprüche Kennedys zu dem Teil der Machtelite („Warrior“) waren, die vor den allergrößten Risiken einer Invasion Kubas (und einer nuklearen Konfrontation mit dem Ostblock) nicht zurückschreckten, waren, die Kennedys Todesurteil nach sich zogen“.

Nun wird – gar nicht mehr so erstaunlicherweise – die sehr kritische Sicht auf die US-Politik von den massiv auftretenden Störern eben auch als „Antisemitismus“ gewertet. Es wird aber besonders übel, wenn man versucht, nicht nur westliche koloniale Untaten der Vergangenheit, die letztlich der Bereicherung des Westens insgesamt dienten (und von denen ich indirekter Weise mit schwerem Gewissen mit „profitiere“), hinter der Shoa und den Problemen des realen Antisemitismus´ zu „verstecken“ (allein König Leopolds „Privatkolonialismus“ hat den Kongo ca acht bis zehn Millionen Tote gekostet, siehe Adam Hochschild, „King Leopold´s Ghost“), sondern auch die imperialen Verbrechen der Gegenwart. Auch die Kriege Ruandas und Ugandas haben den Kongo zwecks Gewinnung des für den Westen so wichtigen Coltans seit 1996 wohl noch einmal die gleiche Zahl an Toten gekostet.

Es wird makaber, wenn besagte Gruppierung die Darstellung der US-Strategie in Afrika und der gesamten südlichen Hemisphäre einfach als „Relativierung“ der deutschen Nazi-Barbarei diffamiert. Da sollte man einmal den US-Think-Tank-Betreiber George Friedman selbst hören, wie er sich darüber äußert, dass Reagan dafür sorgte, dass Iraker und Iraner sich gegenseitig umbrachten: https://www.youtube.com/watch?v=z5SjPLJOjqc .

Und es wird noch schlimmer, wenn man beschimpft wird, weil man darauf aufmerksam macht, dass es in US-Think-Tanks Ideen für den „Rassenkrieg“ (in Fortsetzung des berüchtigten „Project Coast“ – http://www.geschichte-suedafrika.de/story/drdeath.htm – im sterbenden Apartheid-Südafrika, dessen offenster enger Verbündeter Israel war) gibt:

And advanced forms of biological warfare that can target specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.“

from: „Rebuilding America´s Defences“, S. 60,

http://de.scribd.com/doc/9651/Rebuilding-Americas-Defenses-PNA C

Die gegen mich adressierten Anwürfe sind insofern haltlos und unbegründet. Mich treiben sowohl Erkenntnisdrang als auch mein Gewissen, zu recherchieren und zu schreiben. Die Störer des Vortrags haben anhand von gewaltsamen Methoden, die durch Diffamierungen gerechtfertigt wurden, versucht, mich am Reden zu behindern, anstatt mir in einer gewaltfreien Diskussion zu beweisen, dass die von mir zur Debatte vorgelegten Hypothesen zu verwerfen sind.

Andreas Schlüter‏

Berlin, den 16. Mai 2015

PS: Ungestört habe ich dann meinen Vortrag: “Der Einfluss der US-Machtelite auf die Internationale Politik” zuhause auf Video aufnehmen lassen können: https://wipokuli.wordpress.com/2015/06/07/der-einfluss-der-us-amerikanischen-machtelite-auf-die-internationale-politik/

Links:

Fachschaftsinitiave am Otto-Suhr-Institut (OSI/FSI): http://fsiosi.blogsport.de/wir-ueber-uns/

https://wipokuli.wordpress.com/2012/10/21/moshe-zuckermann-wider-den-zeitgeist/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/03/moshe-zuckermann-ein-aufrechter-linker-mahner/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/26/die-jungste-schweinerei-wolffsohn-kettet-judentum-an-kapitalismus/

https://wipokuli.wordpress.com/2013/03/03/die-linke-und-die-friedensfrage-der-stand-der-dinge/

wm-2014

Gewaltig war am Sonntag der Jubel in Deutschland, als nach zähem Ringen mit lange ungewissem Ausgang in der zweiten Hälfte der Verlängerung des Endspiels das „erlösende“ Tor zu Gunsten der deutschen Nationalelf fiel. Gewaltig waren auch die Kanonenschläge, die vor und nach Abpfiff durch die Straßen halten. Bei den meisten Menschen in diesem Lande übertönten sie fraglos das Bewusstsein dafür, dass in Gaza viel lautere Explosionen zu hören sind, die Tod und Zerstörung begleiten. Ja, Deutschland ist auch Weltmeister, auch im Wegschauen und Weghören! Zumindest, wenn es in irgendeiner Weise mit den Aktionen des „großen Bruders“, der USA, oder mit den Aktionen Israels zu tun hat.

Dabei ist sicher das Wegschauen und Weghören zum Drama im Kongo, flankiert von der Akzeptanz der systematischen Fehldeutung des Dramas in Ruanda vor zwanzig Jahren (http://tinyurl.com/obw5kze) die „allergrößte Leistung“ der letzten Jahrzehnte bezüglich der Größe des Leids, das verdrängt wird. Auch hier wurde eine Tat der US-Politik und eine raffinierte propagandistische Verbindung zum Holocaust willig geschluckt. Kann sich der deutsche Nachrichtenschauer zu Afrika noch durch die Entfernung und Unkenntnis „herausreden“, so sind die Informations-Möglichkeiten zum Nahen Osten doch erheblich dichter. Das verschlägt aber kaum etwas, sobald Israel „zuschlägt“, reicht der Verweis auf „Deutschlands Verantwortung“, das Etikett „radikal-islamisch“ für die Hamas, die eine Zeit lang von der israelischen Politik gegen die PLO gefördert wurde (1), weitgehend, um den Terror gegen Gaza und die Repression in der Westbank letztlich zu akzeptieren, sowie die Verbrechen mit geschenkten oder weit unter Preis verkauften Hightech U-Booten zu „bestrafen“ (2). Das Land, das sich wie kaum eine anderes über das Völkerrecht hinwegsetzt, scheut sich auch offenbar nicht, schlicht weitere kriegerische Geschenke zu fordern (3). Wer dies als dreist bezeichnet, zieht leicht die Gefahr auf sich, vom „Sturmgeschütz“ des Hardcore-Zionismus´, Henrik M. Broder, als „antisemitisch“ denunziert zu werden.

Das geschieht leicht auch denen, die „ein Land für alle“, sprich das Gebiet des alten Palästina, möge es denn auch Israel heißen, für all seine Bewohner, Juden, Araber und Einwanderer anderer Herkunft fordern, da es dem Paradigma von Israel als „jüdischem Staat“ widerspricht. Es ist aber Israel, das die „Zweistaaten-Lösung“ offenbar längst beerdigt hat (http://tinyurl.com/6rbtq3m).

Wen man besonders gerne überhört

Allzugern wird in diesem medialen Spiel alles, was mit dem Judentum, mit Menschen jüdischer Herkunft oder mit Israel zu tun hat, als sakrosankt behandelt. Aber bei alledem gibt es Jüdinnen und Juden, deren Äußerungen systematisch aus dem öffentlichen Diskurs zu Israel ausgeblendet werden, obwohl gerade sie das repräsentieren, was man als den “kritischen jüdischen Geist” bezeichnen kann, der in der Tat so ungeheuer viel zur Entfaltung des (leider so wenig geschichtswirksamen) Humanismus´ in Europa beigetragen hat! Es kommt einem so vor, als solle nun auch das moralische Judentum in Europa vernichtet werden!

einstein

Der geniale Physiker Albert Einstein (https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein), dem wir die Revolution unseres physikalischen Weltverständnisses verdanken, war alles andere als ein “Fachidiot”, sondern hatte einen scharfen Blick auch auf Gesellschaft und Weltpolitik. Er bezeichnete, zusammen mit einer Reihe anderer jüdischer Intellektueller, was sich früh in Israel an gewalttätiger und menschenverachtender Politik gegen die Palästinenser herausbildete, u. a. in der Politik des späteren Ministerpräsidenten Menachem Begin repräsentiert, als “Faschismus”: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005057.html

erich-fried

Der aus Östereich stammende großartige Dichter Erich Fried (https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fried), der die Vernichtungsorgie der Nazis in England überlebt hatte, sah die Maxime „nie wieder!“ als für alle Menschen gültig an und wurde zu einem scharfen Kritiker der Politik Israels den Palästinensern gegenüber. Sein eindringliches und zutiefst bewegendes Gedicht „Höre, Israel“ ist von tiefem Humanismus geprägt (http://www.eslam.de/manuskripte/gedichte/fried/fried_hoere_israel.htm). Ich schätze mich glücklich, seinen eigenen Vortrag des Gedichtes 1968 life gehört haben zu dürfen. Zu hören ist er auch hier:

http://player.mashpedia.com/player.php?q=irj_YwrCcD8

 Über sein Leben: http://player.mashpedia.com/player.php?q=UZNjLJESQ-I

zuckermann

Der israelische Soziologe Moshe Zuckermann (http://tinyurl.com/8nf5o37), der sich immer wieder vehement gegen die Schablonisierung von “Juden”, “Zionismus” und Israel, sowie deren Gleichsetzung wendet, findet klarste Worte zur Nahost-Politik: http://www.hintergrund.de/201407113166/politik/welt/nahostkonflikt-die-blase-ist-laengst-zerplatzt.html

langer

Die israelische Anwältin Felicia Langer (https://de.wikipedia.org/wiki/Felicia_Langer) hat viele, viele Jahre für die Rechte von Palästinensern in Israel gekämpft und kommt zu einem vernichtenden Urteil über die Situation in Israel: https://www.youtube.com/watch?v=FJdigKUj54I

chomsky

Der US-amerikanische Sprachwissenschaftler und renommierte politische Analytiker Noam Chomsky (https://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky) hat viele Artikel zum Nahostkonflikt geschrieben und kommt zum klaren Schluss, dass Israel eine Lösung verhindert: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006576.html

pappe

Der israelische Historiker Ilan Pappé (https://de.wikipedia.org/wiki/Ilan_Pappe) hat sich große Verdienste um die Aufarbeitung der Gründungsgeschichte Israels und der Nakba (der Vertreibung der Palästinenser) gemacht. Er bezeichnet die Aktionen Isreals gegen den Gaza-Streifen als Genozid: http://www.informationclearinghouse.info/article39087.htm

avnery

Der israelische Journalist, Schriftsteller und Friedensaktivist Uri Avnery (https://de.wikipedia.org/wiki/Uri_Avnery) findet auch zur aktuellen Situation in Israel wieder sehr deutliche Worte: http://www.uri-avnery.de/news/294/15/Die-Graeueltat

birnbaum

Der renommierte US-amerikanische Soziologe Norman Birnbaum (https://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Birnbaum) gehört zu den Denkern, die brilliant die israelische Angriffslust auf den Iran analysieren: http://www.spiegel.de/politik/ausland/die-usa-und-teherans-atomprogramm-nuetzliche-feindschaft-zu-iran-a-613817.html

finkelstein

Der Politik-Wissenschaftler und Sohn von Holocaust-Überlebenden Norman Finkelstein (https://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Finkelstein) hat sich umfänglich mit dem Missbrauch des Holocaust als Rechtfertigung für Rassismus und Kolonialismus Israels beschäftigt : http://normanfinkelstein.com/

hecht-galinski

Evelyn Hecht-Galinski (https://de.wikipedia.org/wiki/Evelyn_Hecht-Galinski), die Tochter des ersten und vierten Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski , ist als aufrechte und vehemente Kritikerin israelischer Politik bekannt. Sie scheut klare Worte nicht und schreibt häufig auf NRhZ-Online – Neue Rheinische Zeitung. Ein sehr sehenswertes Interview mit ihr: https://www.youtube.com/watch?v=00qV1icAi0E

verleger

Der Psychologe, Hochschullehrer und Essayist Rolf Verleger (https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Verleger), bis 2006 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Schleswig-Holsteins, bringt die Situation Gazas auf den Punkt: http://www.hintergrund.de/20090105335/globales/kriege/gaza-der-boese-boese-nachbar.html

juedische-stimme

Unermüdlich fordert die Vereinigung „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ (http://www.juedische-stimme.de/) Gerechtigkeit für die Palästinenser, international ist sie Teil der „Jewish Voice for Peace“: http://jewishvoiceforpeace.org/.

Wenn man sich hierorts schon weigert, auf die Stimmen der leidgeprüften Palästinenser zu hören, dann höre man wenigstens auf die Jüdinnen und Juden (und ihrer sind viele mehr als die hier genannten), die man wahrlich als Gerechte bezeichnen muss!

Andreas Schlüter

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Hamas

  2. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lieferung-deutscher-u-boote-an-israel-provoziert-kritik-a-836715.html

  3. http://www.dw.de/israel-will-deutsche-korvetten-kostenlos/a-4819175?maca=de-rss-de-all-1119-xml-atom

Weitere Links:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/08/21/usa-und-israel-schmutzige-geheimnisse-und-erpressungsmacht/

https://wipokuli.files.wordpress.com/2011/05/nahostkonflikt-und-afrika.pdf

https://wipokuli.wordpress.com/2012/02/12/israel-und-die-zwei-staaten-losung/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/06/01/allmacht-usa-und-kein-ende-das-laboratorium/

Wieder zeigt sich, dass eine der Funktionen des Nahostkonflikts für das Imperium das Arbeiten an der Zerstörung linker, antiimperialistischer und antirassistischer Bewegungen ist. Dabei spielen auch immer jeweilige 5. Kolonnen eine Rolle. Zum Thema hier eine kleine Sammlung von Links, weit entfernt von jeder Vollständigkeit:

http://www.jungewelt.de/2011/06-11/049.php

http://www.jungewelt.de/2011/06-11/050.php

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1477650/

http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/APELL_parteivorstand_der_linken_fairplay_fuer_palaestina.htm

http://www.alternativenews.org/english/index.php/blogs/michael-warschawski/3657-solidarity-with-palestinians-and-anti-semitism

https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2011/01-14/054.php

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,767837,00.html

http://www.nrw.vvn-bda.de/texte/0811_israelkritik.htm

http://www.palaestina-portal.eu/kampagnenjournalismus_hasbara_jagd_auf_die_linke.htm#11.6.2011

http://paper.li/Gegenstrom/1306971938?utm_source=subscription&utm_medium=email&utm_campaign=paper_sub

 Andreas Schlüter

Wenn man sich vor Augen führt, wie Jüdinnen und Juden sich dagegen wehren, von der völkerrechtswidrigen, rassistischen und chauvinistischen Politik des Staates Israel vereinnahmt zu werden, sich gegen die Behauptung wehren, dass dieser Staat im Namen aller Jüdinnen und Juden dieser Welt agiere, und man schaut sich das derzeitige Agieren hoher Parteiebenen meiner Partei (DIE LINKE) an, kann einen tiefe Scham überkommen. Es ist anscheinend die Solidarität zur „politischen Klasse“ des Staates Israel wichtiger, als die Solidarität linken Jüdinnen und Juden gegenüber!

Ich halte es anders

Ich halte es da anders, und so habe ich auf der Website „Lafontaines LINKE“ einen Kommentar eingestellt (http://tinyurl.com/6glhseo ):

„Jetzt ist mal Schluss!

Verständnis habe ich unabhängig von meiner Position dafür, wenn man der Auffassung ist, dass in diesem Lande keine Unterstützung der BDS-Kampagne möglich sei, wie grundsätzlich diese international für sinnvoll und gerechtfertigt gehalten werden mag (auf Apartheid-Südafrika, dessen offenster Verbündeter Israel war, hat das wichtigen Druck ausgeübt) und wie sehr sie auch von israelkritischen Menschen jüdischer Abstammung unterstützt wird.

Der Kauf von Waren, die Israel illegal in den besetzten Gebieten gewinnt, ist jedoch völkerrechtswidrig!

Die ablehnende Haltung gegenüber der international so anerkannten Gaza-Flottille scheint mir darüberhinaus ein Schlag gegen unabdingbaren Internationalismus! Da spielt wohl doch zunehmend ein Schielen nach dem Etikett “Koalitionsfähigkeit” eine Rolle, nur, wer vergibt dieses?

Ganz und gar empörend finde ich es jedoch, wenn im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen von Genossin Enkelmann der Begriff der “Relativierung des Holocaust” ins Spiel gebracht wird. Wer macht denn in der LINKEn so etwas? Schwadroniert man so saublöd herum, denkt doch der “kleine Max”, an den Vorwürfen gegen uns muss doch was dran sein! Ist hier vorzeitige Demenz am Werk?

Und zur Disziplin hinsichtlich linker Grundlinien:

“Eine kompromisslose Absage an den Antiimperialismus ist die Voraussetzung für die Neukonstituierung einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik”, behauptet der BAK Shalom in seinem Grundsatzpapier zusammen mit der permanenten Diffamierung von Antikapitalismus durch den Zusatz “regressiv”. So eine Position spottet allen linken Grundsätzen. Da muss ein Unvereinbarkeits-Beschluss hinsichtlich der Mitgliedschaft in der LINKEn und diesem BAK der Linksjugend her!

Vielleicht sollten die “staatstragenden Elemente” in unserer Partei mal darüber nachdenken, ob sie nicht die wirklich linken GenossInnen so irgendwann wegsprengen, und sich in dem Zusammenhang fragen, wer insbesondere ihre Wahlkämpfe trägt!

Und, ich muss es immer wieder sagen, folgen wir nicht dem Weg der Olivgrünen, so sehr das mach Einer/Einem als verlockend erscheinen mag!

Mit wirklich empörten Grüßen

Andreas Schlüter“

Bemerkenswerte Reaktionen

Da haben sich offenbar einige richtig geärgert und wurden außerordentlich böse. So auch MZ:

  1. „MZ sagt:

8. Juni 2011 um 13:38

@ Alle: Und könnt ihr mir mal bitte alle erklären, was der BAK Shalom mit der ganzen Sache zu tun hat? Ja, ich weiß, dass es den gibt, ich kenne seine Positionen und sein Verhalten in der Partei. Aber hier (und bei allen ähnlichen Debatten) wird immer so getan, als wäre es der BAK Shalom, um den es geht, der irgendwas gemacht hätte, anstatt sich der konkreten Problematik hier zu stellen. Der BAK Shalom ist doch an dieser Stelle hier ein reines Luftschloss, der Versuch, einen imaginären Gegenpunkt in der Debatte aufzubauen um vom eigentlichen Inhalt derselben abzulenken.

Wie Mümmel bereits fest gestellt hat, braucht man kein Antideutscher zu sein, um zu erkennen, dass einige Leute in der Partei beim Thema Israel über das Ziel hinaus schießen. Ich finde deswegen das permanente Einführen des BAK Shalom in den Diskurs und die damit getätigte Zuschreibung aller Gegenpositionen zu diesem als lästig und nervig. Ich behaupte ja auch nicht andauernd , ihr seid alle bei Marx21, bloß weil ihr den Sachverhalt anders seht, als ich (auch weil ich weiß, dass das einfach nicht stimmt). Also lasst das bitte!“

Er weiß natürlich, das der BAK Shalom der Linksjugend ´solid eine ganze Menge mit diesen Entwicklungen zu tun hat! Böse wurde auch diese/r TN, Sissy Fuß:

  1. Sissy Fuß sagt:

8. Juni 2011 um 17:24

@MZ: Warum hier plötzlich der BAK Shalom in die Debatte eingeführt wird?
Erstens: Wo die Argumente ausgehen, man sich aber trotzdem im Recht fühlt, da wittern einfach gestrickte Leute gern eine Verschwörung.
Den zweiten Grund hat Kurt Tucholsky erkannt: “Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.”

@wirklich empörter Andreas Schlüter: Ja, das ist das Wirklich-Links-Kriterium nach Steinberg, Pirker und Schlüter – wer nichts gegen Israel hat, jedenfalls nichts Wirksames, der kann auch kein wirklicher Linker sein. Nun könnte man ja, wenn man wie Andreas Schlüter so ein Afrika-Faible hat, sich auch mal mit den Greueln von Westsahara bis Somalia befassen, aber dafür bleibt vor lauter Wirklichlinkssein leider keine Zeit, zumal man die Verwirrung noch lange nicht verarbeitet hat, in die man durch die unerwarteten und unverstandenen Aufstände in den arabischen Ländern gestürzt wurde.“

Auch ich finde Manches nicht witzig

Und so sah ich mich zu einer Replik genötigt, die auf die Verdrehung der Tatsachen und den Versuch des Lächerlich-Machens einging:

„Liebe “Genossin” Sissy,

Du verirrst Dich hier wohl in eine Projektion, darf ich Dich an Dein Zitat erinnern?

Kurt Tucholsky hat völlig richtig erkannt: “Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.” Und so genau ist es mit den Kritikern von Israels völkerrechtwidriger Besatzungspolitik sowie dem praktizierten Rassismus und Chauvinismus gegenüber den Palästinensern, die Kritiker werden selbst zu gefährlichen Elementen erklärt!

Deine Freunde vom BAK Shalom sind wohl weit eher gefährdet, die Realität zu übersehen, und die sieht so aus:

http://tinyurl.com/5tesjb4 und Jerusalem Day http://youtu.be/gTwWKdfi8G8 !

Deine albernen Verweise auf meine enge Anbindung an Afrika zieht nun schon mal gar nicht, denn da findest Du wohl auf meiner Website genug zu vielen anderen Schweinereien, die von diversen Akteuren in der Welt begangen werden.

Ich glaube aber, es hat nicht viel Sinn, Dich zum “in Dich Gehen” aufzufordern, denn solche Politferkeleien gehören vielleicht zu Deinen Aufgaben.

Dennoch Grüße“

Man dachte dann, nun wär´s endlich zu Ende, denn:

  1. Sissy Fuß sagt:

9. Juni 2011 um 19:41

@Schlüter: “Ich glaube aber, es hat nicht viel Sinn, Dich zum “in Dich Gehen” aufzufordern, denn solche Politferkeleien gehören vielleicht zu Deinen Aufgaben.” Danke, reicht. Keine Grüße.“

Auch Wohlmeinende können sich vergreifen

Das man sich auch „wohlmeinend“ vergaloppieren kann und an den Betroffenen vorbei mit kühnen Vorschlägen daneben greifen kann, schien mir dieser Beitrag zu zeigen:

  1. „Clara sagt:

9. Juni 2011 um 19:49

@Sebald

Die Diskussionen darüber wie eine vernünftige Zweitstaatenlösung aussehen sollte gehen leider in den unverschämten Antisemitismusvorwürfen regelmäßig total unter.
Ich fände es ja eigentlich besser, wenn Palästina an einen Stück entsteht, die Palästinenser also den Gazastreifen aufgeben würden und dafür noch das Gebiet oberhalb des Westjordanlandes bekommen, neben dem ganzen Westjordanland versteht sich.
Leider liegen da die Golanhöhen, trotzdem fände ich diese Lösung vernünftiger, da der Gazastreifen auch nach der Umsetzung der Zweistaatenlösung abgeschottet bleiben wird und die Menschen dort ansonsten weiterhin eingesperrt sind, ich denke das ist jetzt schon absehbar.
Außerdem finde ich das sich Jerusalem überhaupt nicht als Hauptstadt eines Staates eignet, diese Stadt die Wallfahrtsort für drei Religionen ist sollte vor allem eine friedliche Begegnungsstätte sein.
Tel Aviv und Ramallah würden sich als Hauptstädte wesentlich besser eignen, denke ich.
Am besten wäre meines Erachtens, wenn Jerusalem ein eigener Stadtstaat werden würde, indem alle Bewohner gleichberechtigt sind, da man ansonsten, wenn es bei einer Zweitstaatenlösung aufgeteilt wird, eine Grenze durch diese Stadt hindurch ziehen müsste, da wäre es doch besser, wenn beide Seiten auf ihren Anspruch verzichten.“

Ermahnung

Ich hatte den Eindruck, dass man das etwas zurechtrücken müsse und wollte zur Nachdenklichkeit mahnen:

„Liebe Clara,

ich glaube, es steht uns bei allem Verständnis für kluge Gedanken nicht an, “Verschiebungspiele” zu Menschen anzustellen. Ein etwaiger Gebietsaustausch zwischen (Rest)-Palästina und Israel ist ausschließlich Sache der jeweiligen legitimen Repräsentanten der beiden Staaten und der Menschen, die sie vertreten, Grundlage sind das Völkerrecht und die entsprechenden UN-Resolutionen. Ich glaube auch, dass es einfach nicht sachdienlich ist, am recht deutlich feststellbaren “Nicht-Wunsch” der beteiligten Palästinenser wie Israelis vorbei mit dem Gedanken einer “Ein-Staaten-Lösung” herumzuspielen.

Aber: wer offenbar keine andere Lösung als die “eines Staates” anstrebt, das scheint die “politische Klasse” Israels zu sein. Netanjahu ist ein Repräsentant der Ein-Staaten-Lösung, weil er den palästinensischen Staat offenbar nicht will, es sei denn, in Form eines “Vatikan-Staats”, oder aber als “Bantustan”-Einsprengesel, für die Einem tatsächlich nichts anderes als die Bezeichnung “Ghetto” einfallen kann. Dass das bei dem Unwillen, von einem ethnozentrischen Konzepts des “jüdischen Staates” abzugehen und angesichts der demografischen Entwicklung letztendlich immer noch auf den “Transfer” der Palästinenser “über den Jordan” abzielt, können nur vorsetzliche Unterstützer kolonialer Politik oder Harmlose, aber in der Sache Ahnungslose übersehen!

Wer die Aufnahmen vom “Jerusalem-Tag” gesehen hat, kann auch die Gefahr einer faschistischen Entwicklung in Israel nicht mehr übersehen: http://tinyurl.com/5tesjb4 und Jerusalem Day http://youtu.be/gTwWKdfi8G8 . Und dies in einem Lande, das mit 200 bis 300 Atomsprengköpfen in der Klasse Englands und Frankreichs “spielt” und weit von jeder akuten Gefahr entfernt ist, in seiner Existenz durch andere Staaten bedroht zu sein!

Nun aber zu unserer LINKEn: es scheint auch noch so zu sein, dass wir ein Politbüro bekommen haben, das aus dem BAK Shalom und seinen SchirrmherrInnen Petra Pau und Bodo Ramelow besteht, es graust Einen! Das grenzt an Selbstkastration, was den Willen in der LINKEn zu anti-imperialistischer Politik angeht!

Wenn zu Recht davon geredet wird, dass Europa nur gemeinsam links werden kann, dann ist DIE LINKE wohl auch noch dabei, sich international (was den Antiimperialismus angeht) zu isolieren. Schlimmer aber noch, wir lassen die unzähligen Jüdinnen und Juden, die sich voller Verzweiflung und Ekel gegen die Vereinnahmung durch die selbsternannten zionistischen “Großmeister” und die rassistische Politik des Staates Israel wehren, im Regen stehen! So ernst nimmt es unsere Partei mit der Solidarität.

Andreas Schlüter“

Zuviel Calvados

Zuviel Calvados schien jedoch der TN gleichen Namens genossen zu haben, denn vielleicht gereizt durch meine abwägenden Einlassungen und musste noch mal bei „Sissy Fuß“ unterkriechen und mir schließlich auch noch den Opportunismus unterstellen, der offenbar Viele zur engen Orientierungen an „Mainstream-Meinungen“ treibt:

  1. „Calvados sagt:

10. Juni 2011 um 00:56

@ Diplomsoziologe Andreas Schlüter

Man ist ja daran gewöhnt, daß die “antizionistische” Gemeinde sich hier in der Zurschaustellung von Geist und Geschmack regelmäßig selbst übertrifft, aber dieses Dein Argument, an @Sissy Fuß gerichtet…

“Ich glaube aber, es hat nicht viel Sinn, Dich zum “in Dich Gehen” aufzufordern, denn solche Politferkeleien gehören vielleicht zu Deinen Aufgaben.”

… also das, @Diplomsoziologe Andreas Schlüter, das ragt aus dem üblichen Niveau Eurer Textbeiträge noch wirklich heraus, und ich fände es fast schade, wenn es im Niemandsland dieses Blogs so einfach verschütt gehen sollte.

Deshalb mein Vorschlag: Schreib es Dir auf, dieses Argument, damit Du es auch ja nicht vergißt… und trag es bei Gelegenheit mal einer Abgeordneten Deiner Wahl vor, am besten gleich der MdB Buchholz. Es sollte mich nicht wundern, wenn Du es damit noch zum “wissenschaftlichen Mitarbeiter” bringst.“

Nun wird’s bunt

Aber das alles reichte noch nicht. Wer diese meine Website kennt (die bei den Kommentaren angegeben wurde), kann natürlich die Absurdität der folgenden Unterstellungen klar ermessen, aber, wer das Diffamieren zu seiner Methode erkoren hat, lässt sich von sowas nicht beirren:

  1. „Aries sagt:

10. Juni 2011 um 09:22

@schlueter:

Wie vorher geschrieben: wer wie du durch zusammenarbeit offen nazigedankengut der querfrontdenker (nazis plus linke) unterstuetzt, hat hier im forum nichts zu suchen!

Bezeichnend: auch du scheinst bei der sl zu sein, die nehmen in berlin wohl jeden. Langsam wird mir klar dass wir in der linken wohl diverse braune haben, die nur ultralinks angemalt sind.“

Angemessene Reaktion

Darauf reagierte ein weiterer TN, wie ich finde, sehr angemessen:

  1. „Jens Raabe sagt:

10. Juni 2011 um 12:00

Aries

mit leuten wie Dir in den eigenen Reihen braucht man keine außerparteilichen Feinde mehr! Dein Angriff auf @schlueter – unter aller Sau…“

Und es kam das Ende:

  1. „tos sagt:

10. Juni 2011 um 12:26

@alle: und auch hier halten wir es für sinnvoll, die aussprache jetzt zu schließen.“

Was „lernt“ uns das?

Es gibt viele Genossinnen und Genossen, die sehr ernst um eine linke Sicht auf die Internationale Politik ringen und für die Imperialismus Imperialismus ist, für die Rassismus Rassismus ist, und für die Kolonialismus Kolonialismus ist. Sie treten mit offenem Visier auf und lassen Ehrlichkeit walten. Daneben treten „GenossInnen“ auf, gern unter einem Pseudonym, die sich vornehmlich auf die Diffamierung verstehen und gerne ehrabschneiderisch operieren.

Man kann sie nicht nur in Verdacht haben, eine Art 5. Kolonne, welcher Kräfte auch immer, zu sein, nein, sie scheuen auch nicht davor zurück, letztlich die realen Kräfte in unserer Gesellschaft zu verharmlosen, die faschistischem Gedankengut und somit dumpfen antijudaischen wie allgemein antisemitischen Gedanken (also gegen Araber, die die Mehrheit der Semiten ausmachen, wie gegen Juden sind) anhängen. Es geht diesen Leuten nicht darum, rassistisches Gedankengut und Faschismus zu bekämpfen, sondern darum, die einzige nennenswerte Partei in dieser Gesellschaft, die noch auf soziale Gerechtigkeit wie auf Friedenpolitik setzt, zu diffamieren, bzw. sie auf den Weg der SPD und der oliv-Grünen zu zwingen, indem sie Leute, die um Klarheit kämpfen, mit Dreck bewirft.

Wollen wir uns das gefallen lassen?

Was der israelische Professor Moshe Zuckermann von dem unwürdigen Herumgeeiere meiner Partei hält:

http://tinyurl.com/62eubs3

Andreas Schlüter

 

Groß herausgebracht hat die „bürgerliche Presse“, die von bürgerlichen Tugenden keine Ahnung mehr hat, die infamen Unterstellungen von „Antisemitismus“ in meiner Partei, DIE LINKE. Worauf begründet sich dieser rufmörderische Unsinn einer „Studie“, die diesem Namen Hohn spricht? Auf berechtigt harter Kritik von Seiten nicht Weniger in der LINKEn am Vorgehen der israelischen Regierung gegen die Lebensinteressen der Palästinenser, gegen das Völkerrecht und gegen UN-Resolutionen.

„Antisemit!“

Wer diese allzu berechtigte Kritik vorbringt, dem schreit der Schreiber-Mob „Antisemit!“ entgegen. Dazu hat der große Moshe Zuckermann das Richtige gesagt: http://www.youtube.com/watch?v=rEbBvAOoAAY !

Aber ich möchte dem noch Einiges hinzufügen. Die unsäglichen Verbrechen, die die Nazis zusammen mit allzu vielen Helfern an den europäischen Juden wie auch an Sintis und Roma und Menschen mit außereuropäischen Vorfahren begangen haben, sie gehören zur geschichtlichen Verantwortung aller, die die (weniger und zweifelhafter werdenden) Segnungen dieses Landes genießen und deutsche Vorfahren haben. Aus dieser Verantwortung kann man sich nicht herausstehlen. Und die entsprechende Konsequenz muss sein, klar festzustellen, nie wieder soll Menschen so etwas oder tendentiell Ähnliches geschehen! So spricht und denkt nicht nur Felicia Langer (http://www.felicia-langer.de/person.html), so denkt und handelt jeder, der sich zu Recht eine/n Linke/n nennen will.

Missbrauch

Aber das Andenken an sechs Millionen ermordete europäischer Juden wird schamlos missbraucht. Auch die völlig unberechtigte Einengung des Begriffs Antisemitismus dient dazu. Als Juden praktisch die einzigen Semiten im neuzeitlichen Europa waren, war die Bedeutung des Wortes klar. Nun besteht aber die Mehrheit der Semiten aus Arabern und dennoch kommt kaum ein Mainstream-Schreiber auf die Idee, die teils offene, teils versteckte Hetze gegen Araber und ihren Kulturaum als Antisemitismus zu bezeichnen, was sie eben gerade ist. Es muss daran erinnert werden, dass der Hass der sich von Maurischer Herrschaft befreit habenden Iberer auf den arabischen Raum auch den Hass auf Juden in Europa zusätzlich mit beflügelt hat. Ich spreche hier aber also der Klarheit wegen von Antijudaismus, wenn ich den widerlichen und dumpfen Hass von Menschen speziell auf Juden meine, oder aber auch die Pauschalisierung von Erwartungen und Verdächtigungen gegenüber Juden.

Leider haben die israelischen Regierungen und große Teile der zionistischen Bewegung sehr zielstrebig auf eine Identifikation von Juden allgemein mit dem Staat Israel und seiner Politik hingearbeitet. Sie wollten der übrigen Welt nur zwei Wahlmöglichkeiten lassen: Entweder, man ist kein „Antisemit“, dann hat man die Aktionen dieses Staates mehr oder weniger uneingeschränkt zu decken, mindestens aber wegzusehen. Oder, man kritisiert ihn, insbesondere die rassistische Kolonialpolitik gegenüber den Palästinensern, den frechen Bruch des Völkerrechts und die Missachtung der UN, dann ist man ein „Antisemit“ (ein sogenannter)!

Der gewünschte Antisemitismus

Leider hat das grauenvolle Wirkungen, die insbeondere aus der böswilligen Manipulation entstehen, in der öffentlichen Wahrnehmung die Identifikation von Juden mit israelischer Politik herzustellen. Wird diese allgemeine Identifikation angenommen, dann ist das Ergebnis angesichts der offenkundigen Taten des Staates Israel in nicht sehr denkstarken Köpfen fast absehbar. Leider gibt es erhebliche Teile des Zionismus, die sich nicht nur ausschließlich über den „Antisemitimus“, also den Antijudaismus definieren, sondern auch hoffen, dass wachsende antijüdische Ressentiments dem Staat Israel und dem Zionismus weitere Menschen zutreiben. Das könnte man als eine verbrecherische Strategie bezeichnen.

Widerstand

Dieser ekelhaften Manipulation stellen sich immer zahlreicher und klarer Menschen in Israel, aber insbesondere auch in der Diaspora entgegen. Dem wundervollen Erich Fried (http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fried, http://erhard-arendt.de/deutsch/palestina/texte/erich_fried.htm), den ich als junger Student die Ehre hatte, erleben zu dürfen, folgen immer mehr Menschen jüdischer Abstammung nach und legen Zeugnis für das „Nie wieder!“ ab. Großartig die Klarheit der „Jüdische(n) Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“, anderer Organisationen und vieler herausragender Einzelpersönlichkeiten, um nur Moshe Zuckermann, Uri Avnery, Noam Chomsky, Felicia Langer und ihren Mann, Ilan Pappé, Evelyn Hecht-Galinski, Norman Birnbaum, Norman G. Finckelstein, Rolf Verleger als wenige der vielen Beispiele zu nennen. Was aber sind diese ehrenwerten Menschen insbesondere für die deutschen Claqueure der israelischen Politik? „Selbsthassende Juden“! Da fragt man sich, ob für solche Schubladenschieber der sich des diesbezüglichen Teils seiner Geschichte zutiefst schämende Deutsche ein „selbsthassender Deutscher“ sei! Das freche Etikett soll nur eines verbergen, diese so beschimpften Menschen meinen es ernst mit der Menschlichkeit!

Aber zur Überschrift!

Aber nicht jeder, der sich eine/n Linke/n nennt, strebt auch diese Klarheit an. Der imperial versumpfte Mainstream lockt mit zweifelhaften „Ehren“, mit vermeintlichen Stimmengewinnen und mit allgemeiner Anerkennung. Und die deutsche Nachkriegspolitik mit Blick auf den Nahen Osten war und ist vom Denken des Ablasshandels geprägt. Man gedachte, mit Zustimmung zu imperialer Politik auch in Nahost die wahre Schuld „abzahlen“ zu können, ekelhaft! Dem verfallen auch Leute, die sich als „Linke“ geben, sei es der „grün gefärbten“ Art, sei es der „dunkelrot gefärbten“. Eilig versuchen sie der Maxime zu folgen: diene dem Imperium und du bist ein Antifaschist (das ist wohl weit gefehlt!). Und nicht zu vergessen, direkt aus meiner Partei DIE LINKE wird teils offen, teils verschämt versteckt, die Rufmordkampagne mit betrieben bzw. unterstützt. Da verspricht sich dann manch Eine/r Aussicht auf freie Führungsplätze nach öffentlichem Scherbengericht. Macht auch nichts, dass es der Partei bei der Bremenwahl beinahe den Fraktionssatutus gekostet hätte!

Und der kommerzmediale Mainstream honoriert es. Es gibt die „guten  Linken“, die Israel als den demokratischen „Leuchtturm“ in nahöstlicher Barbarei ausgeben, der um seine Existenz bangen müsste (mit 200 bis 300 Atomsprengköpfen). Und es gibt die „bösen Linken“, die darauf bestehen, dass Rassismus Rassismus sei, dass Imperialismus Imperialismus sei, dass Kolonialismus Kolonialismus sei! Schnell reihen sich aber die „guten Linken“ (nach eigenem und Medienurteil) in die Reihe der Verdächtiger ein und brüllen die Genossen, die auf Klarheit bestehen, an: „Antisemit!“. Und übrigens stört es sie auch nicht, dass Israel die ganze Zeit über der offenste Verbündete des damaligen rassistischen südafrikanischen Apartheid-Regimes war!

Ja, es sei noch mal gesagt, es gibt weiter Faschisten, es gibt weiter Antisemiten (gegen die Araber weitgehend toleriert) und es gibt ausdrückliche Judenhasser, widerliches Gesindel, leider auch hochgefährlich. Aber diese Widerlinge werden duch haltlose Beschimpfungen und Verdächtigungen gegen der Klarheit verpflichtete LINKE eben aufs fahrlässigste (oder böswilligste) verharmlost. Ist das gewünscht? Von „GenossInnen“, die sich in die Kampagne einreihen?

Pro-Imperialisten

„Eine kompromisslose Absage an den Antiimperialismus ist die Voraussetzung für die Neukonstituierung einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik“, steht im Grundsatzpapier des BAK Shalom (Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend `solid in DIE LINKE), deren Schreiberlinge den unverzichtbaren Begriff Antikapitalismus gerne mit dem herabsetzenden Beiwort „regressiv“ belegen. Dies sind Anti-Antiimperialisten, die Negation der Negation? Na, also Pro-Imperialisten. Entsprechend sind sie auch unermüdliche Propagandisten israelischer Politik. Ich habe es schon geschrieben und wiederhole es: dieser BAK ist ein (politischer) Forunkel am Gesäß der LINKEn! Die Mitgliedschaft in diesem Verein ist unvereinbar mit den Grundsätzen meiner Partei, der LINKEn.

Was sie wollen

Diese Leute wollen keinen Antiimperialismus, sie wollen keinen Antikapitalismus, sie wollen keine grundsätzliche Kritik an der US-Politik („Antiamerikanismus“ bei ihnen genannt) und sie wollen natürlich die Politik der LINKEn auf Israels Poltik einschwören. Aber, Leute, es gibt schon sogenannte „Linke“, die sich Sozialdemokraten nennen und keine sind. Es gibt schon grüne „Friedensbewegte“, die Frieden, Freiheit und Demokratie herbeibomben wollen und vom „Krieg gegen den Terror“ überzeugt sind. da ist noch viel Platz! Zumal ernste Sozialdemokraten und ernste Grüne zu uns gekommen sind. Es ist das demokratische Recht dieser Leute (BAK Shalom u. ä.), die US-Politik als segensreich anzusehen, es ist ihre Recht, Kapitalismus als menschenfreundlich anzusehen, es ist ihr demokratisches Recht, Israel als demokratischen Leuchtturm zu sehen, aber bitte in den Parteien, wo das Usus ist. Wer in der LINKEn gegen die Grundsätze arbeitet, wobei er oder sie seine politischen Ansichten in anderen Parteien gut leben könnte, der ist für mich ein „U-Boot“, die fünfte Kolonne des Imperiums!

Ja, harte Worte. Ich bin gestern bei Twitter wegen meines konsequenten Antiimperialismus´ und meiner massiven Kritik an Israels Politik auf eine Liste „National-Bolschewiken“ gesetzt worden, was ein Versuch ist, mich auf nicht justiziable Art einen „Nazi“ zu nennen. Wer diesen Blog aufmerksam liest, weiß, wie komisch es wäre, wenn es nicht solche widerliche Verleumdung wäre. Ich bestehe auf meinem Recht, mich auch politisch an Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie zu orientieren, und eines zu bleiben, „a Mensch“!

Andreas Schlüter 

 

„Yes, we can!“, war der Slogan, unter dem Obama seinen Siegeszug ins „Weiße Haus“ bestritt. „No, we don´t want!“, ist der tatsächlich wirkkräftige Slogan der USA, wenn es darum geht, die Palästinenser, die bereits mit über Dreiviertel ihres Landes für die unglaublichen Verbrechen Deutschlands an den Europäischen Juden „bezahlt“ haben, ein wenig näher an Eigenstaatlichkeit, Freiheit und Frieden heranzuführen. Dazu muss aber international, also durch die UN gegen die israelische Siedlungspolitik vorgegangen werden, die den kleinen verbliebenen Teil Palästinas in einen Flickententeppich von „Bantustans“, Jüdischen Siedlungen und „nur für Juden“ reservierte Schnellstraßen zerstückelt.

Nun hatte der Sicherheitsrat am Freitag, dem 18. Februar, einen klitzekleinen Schritt in diese Richtung unternehmen wollen und dezent auf die schwerwiegenden Folgen dieser Siedlungspolitik für die „schwierige“ Friedensuche im Nahen Osten hinweisen wollen. Selbst die engen europäischen Verbündeten der USA einschließlich Deutschlands waren zu diesem Schritt bereit.

Nicht so die USA, deren Präsident vor einiger Zeit eine flammende Rede in Ägypten hielt, die manch neunmalkluge pseudoliberale Amerikaner vielleicht gar als „Zündfunken“ für das demokratische Aufbegehren in der arabischen Welt interpretieren wollen. Wie heuchlerisch, viertelherzig und verlogen vielleicht noch US-Statements zum Freiheitswillen in den Arabischen Ländern abgegeben werden, bei der Freiheit der Palästinenser „hört der Spaß auf“! Die Resolution wurde durch das Veto der USA verhindert.

Die „politische Klasse“ Israels stellt nun gerne ihr kolonialistisches und rassistisches Verhalten den Palästinensern gegenüber als „Jüdische Sache“ dar, wie auch in den Medien unterschwellig die Politik der USA als von der „jüdischen Lobby“ getrieben dargestellt wird. Dabei wird erstens übersehen, dass die zweifellos in den USA existente „Israel-Lobby“ zahlenmäßig überwiegend von christlichen „Evangelikalen“ ausgemacht werden, die das „Reich Gottes auf Erden“ im „Heiligen Land“ erstehen sehen wollen, und die fanatische Unterstützer imperialistischer Politik sind. Zum Zweiten schließt man die Augen davor, dass es in der Welt eine große Zahl von Juden gibt, die das Treiben einer Regierung, die sich als Regierung des Landes „aller Juden der Welt“ aufspielt, mit zunehmendem Ekel beobachten.

Beredtes Zeugnis dafür: http://www.juedische-stimme.de/. Weitere wichtige Stimmen:

http://palaestina-israel.blog.de/2010/11/29/moshe-zuckermann-rechtsruck-antisemitismuskritik-10075009/

http://www.normanfinkelstein.com/, http://www.uri-avnery.de/

weitere wichtige Infos: http://palaestina-israel.blog.de/ und: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/

Leider sind hier nicht nur die Kommerzmedien, sondern auch die „Öffentlich-Rechtlichen“ sehr wenig informativ, abgesehen von einer Reihe guter Beiträge auf Phönix und ARTE. Es ist die Information über die wirkliche Situation im Nahen Osten nicht ohne Mühe zu erlangen.

Andreas Schlüter

Hinweis: auf diesem Blog „Prinzip der Besatzung“, Karikatur