Der „Selbstmord“ von Al-Bakr: tut sich nur wieder der „Sachsensumpf“ auf?

Veröffentlicht: Oktober 13, 2016 in Politik
Schlagwörter:, , , , , , , , , , , , , , , ,

Der angeblich einen Terroranschlag vorbereitende junge Syrer Dschaber_al-Bakr (merkwürdig, dass es schon einen Eintrag in Wikipedia zu ihm gibt) ist nach vielen Pannen unter sonderbaren Umständen verhaftet worden. Drei Landsleute sollen ihn festgehalten und der Polizei übergeben haben. Die mediale Heldenehrung war ihnen sicher. Wenn die Dinge wirklich so liegen, wie sie dargestellt werden, dann wären sie wirklich als solche anzusehen. Ob es wirklich so ist, ist eine der offenen Fragen.

Nun hat der junge Mann angeblich in seiner Zelle Selbstmord verübt. Das ist schon ein unglaublicher Vorgang, der selbst im Mainstream Empörung und wütende Fragen hervorruft. Wieder einmal stehen Politik, Ermittlungsbehörden und Justizvollzug Sachsens in negativem Rampenlicht und man erinnert sich an den „Sachsensumpf“, den unser Innenminister Thomas_de_Maiziere ja – wie auch immer – nur zu gut kennt! Ist es also vielleicht – was der Sachsensumpf nie wirklich war – nur ein Symptom von Schlamperei und Inkompetenz?

Hohe Zeit des Terrors

Sehr_tragische-Ereignisse spielten sich im Sommer dieses Jahres in Deutschland und anderen europäischen Staaten ab. Der Terror feiert „fröhliche Urständ“ und die Organisatoren des „Krieges gegen den Terror“ haben eine „hohe Zeit“. Die Kolonialkriege gerade auch gegen die islamische Welt machen natürlich viele Menschen in der Region und solche, die von dort stammen, wütend – wie auch klarsichtige Menschen aus dem Westen. Auch die Verweigerung von Schadensersatzes_fuer_Angehoerige_der_Opfer des Bombardements in Kunduz wird Emotionen schüren. Da kann manch Einer oder Eine auf den Gedanken kommen, es „dem Westen heimzuzahlen“, was leider genau der US-Machtelite das Spiel erleichtern würde. Und so ist es ja auch ein offenes Geheimnis, dass westliche Machteliten und ihre Verbündeten tatsächlich den IS und die diesem verbundene Al-Nusra-Front unterstützen, wie ein Interview-_mit_einem_Al-Nusra-Kommandeur, das Jürgen Todenhöfer führte, wieder gezeigt hat.

Gegen diesen Wahnsinn hilft letztlich nur, diesen Menschen die Wahrheit zu sagen. Diese beinhaltet nämlich, dass die Kräfte wie der IS eben nicht das westliche Imperium bekämpfen, sondern dessen Konzeption genau in die Hände spielen. Also, kurzum, es kann durchaus Terrorismus durch wütende junge Menschen geben, die meinen, sie könnten damit gegen die westlichen Verbrechen kämpfen, und damit nicht nur Unschuldige gefährden, sondern auch dem „Imperium“ direkt in die Hände spielen. Allerdings bedeutet Krieg oft auch bei gerechtfertigten Handlungen den Tod Unschuldiger, wie z. B. auch bei der Befreiung_Frankreichs von der deutschen Nazi-Herrschaft. Und an den Händen der westlichen Machteliten klebt das Blut „knüppeldick“.

aug-in-aug-mit-monster

Terror und inszenierter Terror

Natürlich müssen Behörden trotz der Mitschuld ihrer Regierungen an der wachsenden Wut gegen den Westen die Bevölkerung vor Terrorismus schützen. Dabei ist immer wieder zu fragen, wer letztlich hinter dem Terror steht. Und diese Frage schimmert auch wieder hinter dem Fall Al-Bakr hervor. Dieser wurde ja schon eine Weile polizeilich beobachtet. Dann soll es viele „Pannen“ gegeben haben. Dabei ist mir in einem Spiegel-Artikel sehr Merkwürdiges aufgefallen:

So konnte Albakr fliehen – ein Mann, von dem die Polizei in ihrem Fahndungsaufruf selbst sagte, er „schlurfe“ und sein Gang sei ohne Körperspannung. Er konnte auch deshalb entkommen, weil es die Polizei versäumt hatte, einen zweiten Ring mit Einsatzkräften um das observierte Wohnhaus zu ziehen.“

Aus: „Pannen“: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sachsen-die-vielen-pannen-im-fall-jaber-albakr-a-1116390.html

Es ist als erwiesen anzusehen, dass viele terroristische Vorkommnisse in den USA vom FBI und den US-Diensten inszeniert worden sind. So ist selbst in der „New_York_Times zu lesen, dass 67 % aller „gerade eben verhinderten“ Anschläge Inszenierungen mit geistig verwirrten und/oder kleinkriminellen Tätern sind. Und bei der Beschreibung von Al-Bakr kommen einem auch Gedanken an das Programm der CIA zur Psychomanipulation, „MKULTRA, in den Sinn (besonders sonderbar, dass ein ohne „Körperspannung“ schlurfender Verdächtiger so leicht entkommt). Dabei sind auch die drei Landsleute, die ihn der Polizei übergeben haben nicht vom „Zwielicht“ ausgenommen:

Die Frage, ob die drei Syrer noch als Zeugen oder Verdächtige in dem Ermittlungsverfahren behandelt würden, blieb unbeantwortet.“ (siehe Spiegel)

Was lässt diesen Fall in besonderem Maße „zum Himmel stinken“?

Tatsächlich müssen wir unterstellen, dass es immer noch viele ehrlich bemühte Polizisten und Ermittler gibt, die Gefahren von der Öffentlichkeit abwenden wollen. Diese werden nun fraglos alles daran gesetzt haben, um die Hintergründe des „geplanten Anschlags“ zu ergründen, wofür die wichtigste Quelle der vermeintliche Attentäter selbst war. Dass man diesen nun nicht so überwacht hat, einen derartigen Todesfall auszuschließen, kann eigentlich nur durch einen Eingriff von irgend einer Seite erklärt werden. „Schlamperei“ und Unfähigkeit hätten sich bei der Brisanz des Falles verboten. Al-Bakr hatte die Drei, die ihn übergeben haben, als Mitwisser bezeichnet. Haben sie ihn angestiftet, haben sie Verbindungen zu irgendwelchen „Diensten“? Alles wichtige Fragen.

I´m a Patsy“, sagte damals Oswald nach Kennedys_Ermordung. Haben wir es auch hier mit dem Opfer eines Komplotts zu tun? Insbesondere nach den „Merkwürdigkeiten“ zu dem Skandal um die NSU-Morde und dem „Versagen“ der Polizei ist das Vertrauen in den „Apparat“ zu Recht infrage zu stellen. In diesem Falle mag manch Einer oder Eine vielleicht auch denken, dass Polizisten die „Mordlust“ wie im Falle Oury-Jalloh überkommen hat, aber das scheint angesichts der gesellschaftlichen Brisanz im Zusammenhang mit Terror-Ermittlungen ziemlich abwegig. Hier ist von einer „unsichtbaren Hand“ auszugehen, wie sich das durch den ganzen NSU-Skandal hindurchzieht. Und diese unsichtbare Hand ordne ich nicht der deutschen Machtelite und deutschen Politikern zu.

Qui Bono?

Die alte Kriminalistenfrage „wem nützt es?“ ist da wohl angebracht. Ein syrischer „Terrorist“, dicht vor einem gefährlichen Anschlag, das ist Wasser auf die Mühlen der Fremdenfeindlichkeit, Wasser auf die Mühlen von PEGIDA, AFD und Rechtsextremisten. Der Vorfall bringt die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition weiter unter Druck, ebenso natürlich die gesellschaftliche Bewegung für einen humanen Umgang mit Flüchtlingen. Die gesellschaftlichen Spannungen wachsen. Schimmert da die „Strategie_der_Spannung“ hervor?

Haben wir es mit dem „Großen Bruder“ zu tun?

Mittlerweile haben viele Menschen, die sich über die Mainstream-Medien hinaus für die Nachkriegspolitik interessieren, erfahren, was es mit den NATO-Geheimarmeen, allgemein nach der italienischen Variante „Gladio“ genannt, auf sich hat. Immer wieder versucht die US-Machtelite die europäische Politik einzuschüchtern, wie auch mit dem Bombenfund auf dem Bonner Hauptbahnhof 2012.

Der NSU-Skandal muss uns aber auch gelehrt haben, wie sehr offenbar insbesondere US-Dienste deutsche Dienste und Behörden infiltriert haben. Dies hat eine lange Geschichte, wesentlich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik mit der Organisation_Gehlen beginnend. All diese Geschehnisse, wie eben auch im Zusammenhang zum NSU, riechen nach solchen Strukturen. Daher muss eine wichtige linke Forderung auch darin bestehen, die deutschen Behörden und Dienste von Leuten zu säubern, die „auf zwei Schultern tragen“. Gäbe es den politischen Willen, könnte die Regierung die Mitarbeiter in Behörden und Diensten auffordern, sich zu „outen“ und ihnen Amnestie in Aussicht stellen, anderenfalls sie ohne Pension in den Knast zu schicken!

Andreas Schlüter

Links:

http://www.gmx.net/magazine/politik/dschaber-al-bakr/dschaber-al-bakr-tot-reaktionen-mutmasslichen-suizid-terrorverdaechtigen-syrers-31957196

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-10/politiker-al-bakr-selbstmord-reaktionen

http://www.sueddeutsche.de/politik/terrorverdaechtiger-von-chemnitz-dschaber-al-bakr-hat-suizid-begangen-1.3203502

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jaber-albakr-erhaengte-sich-mit-seinem-hemd-a-1116388.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/suizid-in-jva-leipzig-terrorverdaechtiger-albakr-tot-in-zelle-aufgefunden/14681102.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/selbstmord-von-al-bakr-terrorverdaechtiger-erhaengte-sich-mit-t-shirt/14681108.html

http://www.hintergrund.de/201610064122/feuilleton/literatur/911-das-neue-pearl-harbor.html

 

Kommentare
  1. […] „Gladio-Terror“ in Form von rechtsextremistischem Terror wie dem des „NSU“, und „Islamistischem_Terror“ andererseits. Das „Repertoir“ der „Strategie_der_Spannung“ wäre damit […]

  2. […] „Gladio-Terror“ in Form von rechtsextremistischem Terror wie dem des „NSU“, und „Islamistischem_Terror“ andererseits. Das „Repertoir“ der „Strategie_der_Spannung“ wäre damit […]

  3. abushaar9 sagt:

    gute artikel, zwingt zum nachdenken,, zum hiterfragen, hoffe auf mutige Jornalisten, die mehr und Hitergrunde des Geschehens herausfinden, wenn auch oefters die Wahrheit als Verschworungstheorie dagradiert wird.

  4. Thomas Immanuel Steinberg sagt:

    Ja, in der Tat. Der „Selbstmord“ stinkt.

  5. […] Der „Selbstmord“ von Al-Bakr: tut sich nur wieder der „Sachsensumpf“ auf? […]

  6. […] Der „Selbstmord“ von Al-Bakr: tut sich nur wieder der „Sachsensumpf“ auf? […]

  7. […] via Der „Selbstmord“ von Al-Bakr: tut sich nur wieder der „Sachsensumpf“ auf? — WiPoKuLi […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s