D-Day: Meilenstein in der Befreiung vom Faschismus und Instrument der Heuchelei

Veröffentlicht: Juni 6, 2014 in Politik
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Heute, am 6. Juni, vor siebzig Jahren landeten die westlichen Allierten in der Normandie und es begann der letzte Akt der Befreiung Europas vom Nazi-Horror. Wahrlich ein Tag, der zum Gedenken auffordert!

Aber, man sollte sich der ganzen Geschichte erinnern: Ein Teil der US-Macht- und Wirtschaftselite hatte viel getan, um die Nazi-Bande an die Macht zu bringen und sogar durch den zweiten Weltkrieg hindurch mit den Nazi-Mördern kolaboriert (http://tinyurl.com/bqqdwmv). Diese waren ihnen nützlich dabei, die Sowjetunion nahezu in den Abgrund zu bomben und den Hauptkonkurrenten Großbritannien aus dem „globalen Spiel“ zu kicken. Ohne dass dies historische deutsche Schuld schmälert, klebt auch an diesen us-amerikanischen Kräften Mitschuld an sechs Millionen ermordeter europäischer Juden, an über zwanzig Millionen toter Zivilisten in der Sowjetunion, an Millionen von Opfern in anderen Ländern und Abermillionen toter Soldaten. Es wäre also eine naive Illusion, die USA als „Mutterland des Antifaschismus´“ zu sehen (http://tinyurl.com/6798tjr).

Verneigen muss man sich aber vor den vielen allierten Soldaten, die in der Normandie ins Feuer liefen, um dem Nazi-Spuk ein Ende zu bereiten, und dann mit der Roten Armee (die die „Hauptlast“ trug) den Nazis den Todesstoß versetzten. Ganz besonders muss man sich vor den Afroamerikanischen Soldaten verneigen, die in ihrem eigenen Land immer noch vielerorts mit einer Rassengesetzgebung konfrontiert waren, die einen Vergleich mit den Nürnberger Rassegesetzen „nicht zu scheuen brauchte“, auch, wenn es für sie keine Todeslager (von den Gefängnissen mit ihren „Chain-Gangs“ abgesehen), sondern nur den „Volkssport“ des Lynchens gab. Auch den westlichen Truppen aus den Kolonien ist von daher ihr Einsatz besonders hoch anzurechnen, da sie selbst mit Rassismus und Chauvinismus konfrontiert waren.

Ein neues „Festival der Heuchelei“?

Dass dieser Teil der Geschichte bei den Feierlichkeiten zum D-Day nicht zur Sprache kommt, ist Routine und nicht weiter bemerkenswert. Aber diese Veranstaltung droht zusätzlich vor Heuchelei „überzulaufen“, denn man sitzt ja nun über Putin „zu Gericht“, der die Frechheit besitzt, sich den dreisten Ausdehnungsversuchen der NATO an den „Pelz des russischen Bären“ zu widersetzen. Dass der Westen dabei keine Probleme hat, sich mit ukrainischen Faschisten gemein zu machen, kann zwar eigentlich nicht mehr verwundern, aber ist gerade an diesem Tag von besonderer Pikanterie. Nicht weniger pikant ist übrigens die olivgrüne Komplizenschaft in diesem Spiel (http://www.jungewelt.de/2014/06-06/034.php) sowie die opportunistische Haltung aus der Führung der LINKEn gegen Genossinnen, die dieses anprangern (http://tinyurl.com/qc7kchk ).

Wieder ist festzustellen: wer nicht aus der Geschichte lernen will, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen (http://tinyurl.com/lebr9uc)! Und die Europäer der EU begreifen in großer Zahl offenbar nicht, dass sie diesmal dabei sind, sich durch TTIP (Transatlantisches Freihandelsabkommen) endgültig dem Faschismus, nämlich dem US Unternehmensfaschismus, auszuliefern!

Andreas Schlüter

 

Kommentare
  1. […] D-Day: Meilenstein in der Befreiung vom Faschismus und Instrument der Heuchelei […]

  2. klaus janich sagt:

    hallo andreas !

    habe heute n24 angeschaut. die heuchelei und geschichtsfälschung war einfach nur widerlich.
    – die allierten landeten in der normandie?
    die westl. allierten ,ja. der östliche allierte kämpfte schon seit jahren allein.
    – die schlacht in der normandie brachte die kriegswende.
    welch ein ausmass an verdummung. die schlachten vor moskau, stalingrad, kursk usw. wurden nicht einmal erwähnt.
    -die usa führten den krieg um europa zu befreien.
    was für eine verdrehung der tatsachen. ausgerechnet dieser rassistische staat kämpfte gegen den rassenwahn?
    kurzum, diese sendung von n24 war übelste progromhetze,
    denn die russische gefahr in gestalt eines putin wurde oft genug beschworen,
    genauso wie die transatlantische solidarität.

    75 jahre beginn weltkrieg teil 2 sowie 25 jahre mauerfall stehen noch bevor.
    ich ahne fürchterliches

    beste grüsse! klaus

    • Schlüter sagt:

      Ja, lieber Klaus, durch diese Propagandaschlacht werden wir durch müssen! Wie sagte ein „großer Propagandist“: die Lügen müssen nur groß genug sein und oft genug wiederholt werden, dann werden sie auch geglaubt (so oder ähnlich)! Bis morgen zu den Inselgesprächen! LG

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