Mit ‘Völkermord’ getaggte Beiträge

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Heute auf dem Evangelischen Kirchentag: die Kanzlerin sitzt mit Obama (I have a drone) auf dem Podium und schlägt “eine historische Brücke” davon berichtend, dass nicht nur die Reformation 500 Jahre her sei, sondern ja auch kurz vorher Kolumbus nach Amerika gelangt sei. Dann landet sie den Kracher: “damals begannen unsere guten Beziehungen mit Amerika”. Was wohl die indigenen Völker Amerikas dazu sagen? Auf einem Bild aus de_Las_Casas´Werk werden ihre Vorfahren gerade „geräuchert“ und ihre Kinder an der Wand zerschmettert!

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Da war der Drohnen-Präsident (um nicht zu sagen “Drohnen-Mörder”) sowie Libyen- und Syrien-Zerstörer bei seinem Geschwafel von Verantwortung doch noch eine winzige Nuance subtiler! Ich muss die Frage stellen: hat Merkel sich schon auf „Trump-Niveau“ eingestellt, oder werden wir von einer geschichtsvergessenen Idiotin regiert?

Andreas Schlüter

Meine Beiträge zu den USA: https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

Linkliste zu “Gladio”, “NSU”-Morden und den Geheimdiensten: https://wipokuli.wordpress.com/2013/01/24/link-liste-meiner-artikel-zu-gladio-nsu-geheimdiensten-und-staatsorganen/

https://www.gmx.net/magazine/politik/explosion-manchester-ariana-grande/anschlag-manchester-polizei-stoppt-kooperation-usa-undichte-stellen-32344284

https://www.gmx.net/magazine/politik/explosion-manchester-ariana-grande/anschlag-briten-us-veroeffentlichung-veraergert-32344026

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Es ist tatsächlich die Frage, ob Deutschland sehr berufen ist, den möglichen Völkermord durch andere Länder zu beurteilen. Die ekelhafte Behandlung der Armenier – auch, wenn es sicher armenische Kräfte gab, die mit dem Zarenreich kollaborierten – ist nun allerdings mit Unterstützung des deutschen Kaiserreichs geschehen, was eine besondere Verbindung ergibt, dazu gleich mehr. Jedenfalls hat Deutschland zwar seine eigenen grauenhaften Schandtaten im Zweiten Weltkrieg recht umfänglich aufgearbeitet, manchmal in der Art des „Ablasshandels“ (http://tinyurl.com/mkfnkjj), aber mit dem Eingeständnis des Völkermords an Herero und Nama im damaligen Deutsch-Südwestafrika tat es sich außerordentlich schwer:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/namibia-massaker-bundesregierung-spricht-von-voelkermord-a-1043117.html

suedwest

Dazu kommt die widerliche Unterstützung für die Mordtaten des Kagame-Regimes in Ruanda und im Kongo:

https://wipokuli.wordpress.com/2014/04/08/ruanda-eine-halbe-wahrheit-ist-eine-ganze-luge-zwanzig-jahre-tolldreiste-desinformation/

Man hätte hilfreich sein können

Zur Aufarbeitung der Verbrechen an den Armeniern hätte Deutschland hilfreich sein können, indem man mit einer Historiker-Kommission das gemeinsame Tragen der Schuld vorbereitet hätte. Aber die Situation ist zunehmend vergiftet worden. Und die Entwicklungen der letzten Jahre machen das Verhältnis zusätzlich kompliziert. Man darf ja nicht vergessen: die Zerstörung Syriens und die Unterstützung islamistischer Kräfte in Syrien geht auch sehr wesentlich von der Türkei aus (wobei allerdings „Master of Disaster“ die US-Politik ist, deren vordringliches Ziel die Destabilisierung Syriens und der Sturz Assads ist). So trägt die Türkei sehr zu den Flüchtlingsströmen aus Syrien bei (auch, wenn die enorme Zunahme ds Stroms nach Europa durch die finanzielle Austrocknung der Flüchtlingslager in Syriens Nachbarländern befördert worden ist). Hinzu kommt der rüde Umgang mit den Kurden durch die türkische Regierung. Und lange geht das Spiel um die EU-Mitgliedschaft der Türkei. Dabei würden gerne die USA der EU mit der Mitgliedschaft der Türkei den Todesstoß versetzen. Jedenfalls kann man auf „Neudeutsch“ sagen: eine komplizierte Gemengelage!

Zwei Böhmermänner

verschaukelt

Gute, treffende Kritik an dem türkischen Machthaber wie auch beißende Satire gibt es zuhauf auch in Deutschland und gerade von türkisch-stämmigen Menschen hier, und die ist wahrlich nötig. Aber dann kam ein vermeintlicher Komiker und hat eine chauvinistische und rassistische Tirade abgelassen, die dem Sultans-Verschnitt unverdiente Solidarität zuspielen musste (http://tinyurl.com/gr8t6nm) und letztlich türkische Menschen insgesamt herabsetzte.

In diese Situation (von der ich den Verdacht habe, dass da bestimmte Kräfte vorher „gerechnet“ haben) stieß nun die nicht unproblematische Entscheidung des Bundstages – der hochrangige Politiker vorsichtig fernblieben – und damit ergab sich die Gelegenheit für Erdogan, sich als zweiten Böhmermann zu outen!

Was da kam, erinnert an unselige Zeiten, die leider in Wirklichkeit nicht vorbei sind. Da wurden die türkischstämmigen Abgeordneten des deutschen Bundestages rassistisch angegangen und – per „gefordertem“ Blutest – rassistisch ausgegrenzt und zu Quasi-Terroristen erklärt. Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank? Leider scheint er aber auch auf ein arg chauvinistisches Publikum zu setzen.

Die ganze Sache erinnert in ihrer politischen Blindheit der Beteiligten an die Wahnsinnigen, die den Taumel in den Ersten Weltkrieg „orchestriert“ haben.

Andreas Schlüter

Interessante Links:

http://www.shz.de/deutschland-welt/politik/ihr-blut-ist-verdorben-erdogan-fordert-bluttest-von-cem-oezdemir-id13900671.html

http://de.sputniknews.com/zeitungen/20160606/310402037/armenien-resolution-vorteilhaft.html

http://de.sputniknews.com/politik/20160604/310370649/lawrow-ankara-bundestag-resolution-reaktion.html

 

 

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Gestern, am Montag, dem 7. April, fanden in Ruanda die Gedenkfeiern für den „Völkermord an den Tutsi“ statt. Diese Anführungszeichen werden manchen Leser zutiefst erschrecken und mir den Geruch des „Genozid-Leugners“ im Sinne der Leugnung von unmenschlichem Leid einbringen. Wer mit offenem Geist weiterliest, bei dem wird der Geruch sich schnell verflüchtigen!

Ja, vor zwanzig Jahren ist es in Ruanda zu unglaublichen Verbrechen gekommen, an Hutu und an Tutsi! Gesellschaftliche Teilungen sind durch eine Invasion und einen Akt des Luft-Terrorismus´ in eine unbeschreibliche Gewaltorgie gemündet, der wohl 280.000 Tutsi – und 750.000 Hutu – zum Opfer gefallen sind.

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Einschub: Twa – Hutu – Tutsi

Wie eigentlich alle Kontinente so hat erst recht Afrika – als Wiege der Menschheit – eine bewegte Bevölkerungsgeschichte voller Völkerwanderungen hinter sich. Viele Regionen haben eine Vermischung, aber auch gesellschaftliche Überschichtung durch unterschiedlichste Ethnien und Wirtschaftsformen erlebt. So auch die „Zwischenseenregion“, sprich Uganda, Ruanda und Burundi. Die älteste identifizierbare Bevölkerungsschicht sind die ursprünglich wildbeuterischen kleinwüchsigen Twa. Seit etwa 3000 Jahren wanderten bantusprachige, Ackerbau treibende Völker in die Region ein, von denen sich die im Großen und Ganzen die Hutu herleiten. Im 14. Jahrhundert errichteten einwandernde Rindernomaden, die Tutsi (die ebenso wie die Twa die Sprache der Hutu annahmen), Feudalreiche in der Region. Bei Heiraten zwischen den Gruppen entschied die väterliche Abstammung über die Gruppenzugehörigkeit. Der Feudalismus verschärfte sich zusätzlich im Kolonialismus. Die Deutschen „unterfütterten“ die abstammungsmäßigen Unterschiede zwischen den im Mittel hochgewachsenen und „scharfgesichtigen“ Tutsi und den Hutu rassistisch, was auch die Belgier fortführten. Auch, wenn die Unterschiede zusehends die einer sozialen Kategorie geworden waren, spielte dies dem fortlebenden Machtanspruch der Tutsi-Aristokratie in die Hände.

Entkolonisierung: Ende der Monarchie, „One Man, One Vote“

Unter der deutschen wie belgischen Kolonialherrschaft waren die beiden Tutsi-Königreiche Ruanda und Burundi als Ruanda-Urundi gemeinsam verwaltet worden. Das Königreich Ruanda erhielt 1956 die Autonomie. Zunehmende Spannungen erzwangen 1961 eine Volksabstimmung über die Monarchie und das Ergebnis führte dazu, dass Ruanda im Juni 1962 als Republik unabhängig wurde, damit war die Herrschaft der Tutsiminderheit (13%) vorerst beendet. Der Machtverlust frustrierte einen erheblichen Teil der Tutsi-Aristokratie und brachte sie dazu, das Land zu verlassen und insbesondere nach Uganda zu gehen. Im Nachbarland Burundi führten die analogen Spannungen der weiteren Jahre 1972 zu einem Massaker an den Hutu, das wohl 250.000 von ihnen das Leben kostete. Putsche und Morde begleiteten die weiteren Auseinandersetzungen. Nachdem sein Vorgänger Melchior Ndadaye (Hutu) ermordet worden war, wurde dessen designierter Nachfolger Cyprien Ntaryamira (ebenfalls Hutu) Präsident Burundis. Festzuhalten ist, dass in der Politik niemand von den Ereignissen von 1972 in Burundi als von einem Völkermord an den Hutu spricht.

In Ruanda hatte Juvénal Habyarimana (Hutu) als Verteidigungsminister 1973 in einem Putsch die Macht von seinem Cousin Grégoire Kayibanda übernommen, was dem Land relative Stabilität bescherte.

Die Invasion

Tatsächlich sann die exilierte Tutsi-Aristokratie aber darauf, wie ihre alte Herrlichkeit wieder herzustellen sei. In Uganda wurde die Runandische Patriotische Front (Rwandes Patriotic Front, RPF) gegründet. Ihren Aufbau betrieb wesentlich Paul Kagame, Mitglied der Tutsi-Aristokratie und bald Chef des ugandischen Geheimdienstes. Seinen „letzten Schliff“ erhielt er in einer militärischen Eliteakademie der United States Army, amCommand and General Staff College in Fort Leavenworth. So „präpariert“ und wesentlich als „US-Agent“ zu bezeichnen, unternahm er mit der RPF und der ugandischen Armee 1990 einen ersten Invasionsversuch nach Ruanda. Dieser wurde mit französischer Unterstützung zurückgeschlagen (was Frankreich sicher nicht selbstlos tat), aber die brutalen Angriffe gingen bis 1993 weiter, die Hutu-Mehrheit in Ruanda zusehends in Panik versetzend. Sehr detailiert werden die Vorgänge in einem Buch von Helmut Strizek, „Clinton am Kivusee“, beschrieben (im Rahmen eines Artikels auf diesem Blog beschreiben: http://tinyurl.com/5r5q6dn). 1993 kam es zum Arusha-Abkommen, das am 4. August in der tansanischen Stadt Arusha unterzeichnet wurde. Die Behauptungen, Habyarimana hätte die Regelungen des Abkommens sabotiert, entlarvt Strizek sehr eindringlich in seinem Buch.

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Die „Enthauptung“ zweier Staaten und das große Massaker

Erneut setzte 1994 die RPF zur Eroberung Ruandas an. Dann kam es am 6. April 1994 zu einem perfiden Attentat: die zwei Staatschefs Habyarimana  und  Cyprien Ntaryamira (Burundi) wurden zusammen mit vielen anderen hochrangigen Funktionsträgern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Wissen und Billigung (und wohl Zutun) nicht nur von  Museveni, sondern der USA abgeschossen. Der Angriffkrieg der RPF kostete nicht nur von vornherein vielen Hutus das Leben, sondern nahm bewusst die einsetzenden panikartigen Ausschreitungen an Tutsi in Kauf. Es gibt sogar Anzeichen dafür, dass Kagames RPF die Ausschreitungen gezielt anheizte, um ihren Machtanspruch vor der Welt umso nötiger erscheinen zu lassen.

Die schon durch Fluchtelend und Lagerpein aufgepeitschten Hutu haben sicher oft unmenschlich gehandelt, wenn sie jemanden in die Finger bekamen, den sie der Beziehung zu den Angreifern verdächtigten. Aber man stelle sich einmal vor, in Südafrika würde sich eine gut bewaffnete Truppe von Apartheidsfaschisten anschicken, die Macht  zurückzuerobern, und würde dabei auf breitere weiße Unterstützung treffen, der panische schwarze Volkszorn würde kaum noch zwischen beteiligten und unbeteiligten Weißen unterscheiden!

 Aber es ist wohl nicht so, dass die Mehrheit der Opfer Tutsi gewesen wären, so furchtbar viele, wie es waren. Es gibt gute Gründe zu vermuten, dass die Opfer-Relation etwa 280.000 Tutsi-Opfer zu 750.000 Hutu-Opfern betrug (Strizek 2011, S. 148). Dabei ist natürlich die Einteilung eine recht künstliche, da es nicht wenige Menschen mit Abstammung aus beiden Gruppen gab, aber die Zugehörigkeit “patrilinear” bestimmt wird. Da hatte die RPF einen “wunderbaren”  Trick: erstens wurden gerne tote Hutu als Tutsi gezählt, und wo das nicht möglich war, waren sie eben „gemäßigte Hutu“, die von “Hutu-Extremisten” getötet worden waren, sozusagen “Tutsi-ehrenhalber”.

Der Völkermord an den Hutu ging und geht weiter

Nun hatte das Morden nach der Machtübernahme der RPF keineswegs ein Ende. Viele Hunderttausende von Hutu, die in den Osten des damaligen Zaire (ehemals „Belgisch-Kongo“, nach Mobutu ”Demokratische Republik Kongo”). geflüchtet waren, wurden von der RPF als Bedrohung empfunden, zumal die “Weltöffentlichkeit” nach Rückführung der Flüchtlinge verlangte. Das komplexe und verwirrende Geschehen kann hier in der Kürze nicht dargestellt werden, aber es fielen nicht nur hunderttausende Hutu den mörderischen Maßnahmen Ruandas zum Opfer, sondern der Ostkongo geriet zum Nutzen westlicher Konzerne mit seinen ungeheuren Rofstoffen, allen voran dem begehrten Erz Coltan, weitgehend unter ruandische Kontrolle. dabei wurde von US-Seite auch erwogen, den Osten Kongos abzuspalten und Kagame sozusagen gänzlich auszuliefern. Das sich Ugandas Muzeweni und Ruandas Kagame dabei zunehmend über die Beute entzweiten, ist eine zusätzliche “Pikanterie”.

Jedenfalls ist die durch die US-gestützte und inspirierte Destabilisierung und teilweise Besetzung des Ostkongo in drei ausgedehnten “Kongo-Kriegen” für Millionen von Toten, ungezählige Vergewaltigungen und das Massenelend der unter Warlords sich abplackenden Slavenarbeiter für das Coltan der westlichen Handys verantwortlich. Die Kapitaleigner reiben sich die Hände!

Von 1998 bis 2004 kamen gemäß Angaben des International Rescue Committee 3,9 Millionen Menschen im Kongo ums Leben, die Mehrzahl allerdings aufgrund von Krankheit und mangelnder Versorgung mit Lebensmitteln. Nirgendwo sonst starben seit dem Zweiten Weltkrieg so viele Menschen in einem so kurzen Zeitraum”.

(http://tinyurl.com/l27e8jl)

In den zehn Jahren seiher sind Abermillionen toter Kongolesen dazugekommen.

Strizek ringt in seinem Buch sehr ehrlich um eine Deutung der westlichen Motive, insbesondere der der US-Politik. So ist sein Schluss sicher richtig, dass auch das Ziel, den Sudan als “Gefährder” des damaligen US-Satrapen Mubarak und ihrer Nahostinteressen zu destabilisieren und einen “Regime-Change” zu erreichen, eine gewichtige Rolle spielte, sicher nicht falsch. Ich denke aber, man kann die Triebkräfte letztlich nur auf Grundlage einer umfassenden gesellschaftlichen Analyse der wirklichen Macht in den USA begreifen, hier weise ich auf meine Darstellung in http://tinyurl.com/3fbepaw hin. Die US-Regierungen werden wahrscheinlich manchmal erst im Laufe der Entwicklung von der “wahren Macht” hinter ihnen auf “den richtigen Weg gebracht”. Dafür „bedarf“ es oft bestimmter tatkräftiger Personen, die wissen, wo das Imperium “hin muss”. Als eine solche Figur tritt für mich in diesem Buch wiederholt Madeleine Albright hervor, die ja auch den kadavergrünen Josef Fischer immer wieder effektiv “ans Händchen” nahm!

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Ein weiterer Holocaust-Missbrauch

Politik und commerzmedialer Mainstream haben nach Nahost und dem Balkan (neben vielen anderen Beispielen) und vor Libyen auch die Geschichte des östlichen Zentral-Afrika umgeschrieben, und dies in einer Weise, die “1984″ in den Schatten stellt! Wie sehr hat man sich in der Darstellung “Afrikanischer Barbarei” gesuhlt, in Deutschland sich gar noch heimlich durch “Afrikanische Endlösungen” entlastet gefühlt, als man umfänglich die (sicher) zahllosen Tutsi-Opfer des Ruandischen Bürgerkrieges durch die medialen Straßen schleifte!

Die „Juden Afrikas“ hat man die ostafrikanischen Rindernomaden, die vor Jahrhunderten in die Seenregion Ostafrikas einwanderten und dort eine Reihe von Feudalreichen gründeten, genannt. Und es passte famos, so, wie man den selbsternannten “Sachwaltern” des Erbes von sechs Millionen durch Deutschland ermordeter europäischer Juden in der israelischen Politik einen Blankoscheck zur Unterjochung der Palästinenser und der Terrorisierung der Nachbarstaaten ausgestellt hat, so konnte man auch den vermeindlichen ”Beschützern” der Tutsi, dem Regime von Kagame und seiner RPF einen Blankoscheck zum Massakrieren von großen Teilen der Hutu-Mehrheit und der Menschen im Ost-Kongo ausstellen. Wer hätte nach diesem Vergleich noch gewagt, was dagegen zu sagen?!

Da rollen sich aber einem historisch bewussten Menschen beim Vergleich der Situation von Juden in Europa und den Tutsis die “Zehennägel auf”, wenn man sich in Erinnerung ruft, welche jahrhundertlange Odyssee der Entrechtung, Beraubung, Verfolgung und Ermordung die Juden Europas hinter sich haben, nur von ihren Nazi-Mördern zu “heimlichen Herren Europas” erklärt, sozusagen als geschichtsklitternde “Dornenkrone” auf die gepeinigten Häupter gedrückt!

Erstaunlich

Nun kann man im Zusammenhang mit den westlichen Untaten der übrigen Welt gegenüber (gerade in Afrika) der “Einzigartigkeitsthese”  im Zusammenhang mit der Ermordung von sechs Millionen Europäischer Juden skeptisch gegenüberstehen, wie das z. B. Norman Finkelstein tut. Und dazu hat er einigen Grund, wenn man bedenkt, dass allein der Leopoldsche ”Privat-Kolonialismus” im Kongo acht bis zehn Millionen Kongolesen das Leben gekostet haben mag (Adam Hochschild,  “Schatten über dem Kongo“, Rheinbeck bei Hamburg, 2002, Orginaltitel: “King Leopold´s Ghost”, http://www.perlentaucher.de/buch/643.html). Wie dem auch immer sei, kein ernsthafter Mensch kann den “industriellen Charakter” des Nazistischen Vernichtunswahns bestreiten und an dieser Stelle steht die “Einzigartigkeit” zu Recht unangefochten da. Um so erstaunlicher, dass nun gerade der mediale Mainstream auch bezogen auf die Einzigartigkeit der Systematik willig die Parallele zwischen den Ruandischen Geschehnissen und dem Holocaust zu ziehen bereit war, und in das Horn stieß, die Hutus zu “tropischen Nazis” umzustilisieren und von “Nazisme Tropical” (Jean-Pierre Chrètien in Libération am 26. April 1994) zu sprechen. dazu wurde in großem Maßstab ein durchgängiges Völkermordkonzept seitens der Hutu konstruiert. Dass ein unterschwelliger Rassismus dabei die in der europäischen “Denke” lauernde “Höherwertigkeit” der “edlen Tutsi” begierig aufgegriffen haben mag, wäre eine Parallele zu geschichtlichen Umdeutungsversuchen des Faschismus´ als “Unterschicht-Phänomen” von Sozialneid und Unterschicht-Dumpfheit (zu Gunsten der den Faschismus benutzenden “arischen” Kapitalisten). „Nützlich“, dass so eine bewusste Fehldeutung auch immer wieder als Argument gegen mehr direkte Demokratie genutzt werden kann. Dies muss man als weiteren Holocaust-Missbrauch ansehen, der sich noch dazu dadurch auszeichnet, dass er bezüglich der Mehrzahl der Opfer-Zuordnung auch noch ein grausamer „Fake“ ist. Das US-Imperium zeigte wieder einmal das Fehlen jeder moralischen Grenze!

Zur „Befestigung“ des Narrativs wird auch die deutsche Justiz „eingebunden“, so z. B.: Am Oberlandesgericht Frankfurt/Main fand seit Januar 2011 der Prozess gegen Onesphore Rwabukombe aus Ruanda statt. Ihm wird vorgeworfen, als Bürgermeister einer Gemeinde für zahlreiche Opfer während des Völkermordes in Ruanda 1994 mit verantwortlich zu sein; er wurde auf einen Haftbefehl der ruandischen Justiz hin in Deutschland festgenommen. Herr Rwabukombe lebt mit seiner Familie seit 2002 in Deutschland. Letzten Monat wurde er schuldig gesprochen und zu langer Haftstrafe verurteilt, obwohl dem Gericht bekannt sein musste, dass „Zeugen“ und ihre Familien Repressionen in Ruanda zu befürchten haben. Es ist zu wünschen, dass in einem Berufungsverfahren die völlig unsicher Beweislage berücksichtigt wird. Tatsächlich ist der Verurteilte vielmehr ein „störender“ Zeuge der RPF-Überfälle im ruandischen Grenzgebiet Anfang der Neunziger Jahre. Aber die deutsche Justiz reagiert wahrscheinlich reflexmäßig konditioniert, „Täter“ eines „Genozids“ müssen verurteilt werden, egal, ob sie wirklich Täter sind!

Das ostafrikanische „Musterländle“

Gern wird in Mainstream-Medien Ruanda als Musterland präsentiert (die Verbannung von Plastiktüten tut auch „grünen Herzen“ wohl), dass bezüglich der städtischen Schichten durch die Schleusung der kongolesischen Reichtümer (die an Ruanda hängende Warlords dort duch organisierte Sklavenarbeit gewinnen) erheblicher Wohlstand entsteht, mag stimmen, aber um welchen Preis?

Aber die Meldungen zu Taten von Kagames Regime häufen sich so sehr, dass Teile der „Soft Power“-Fraktion der US Machtelite nervös werden. Es könnte ein Austausch ihres Kompradoren nötig werden. Kagame hat heute seinerseits das Schicksal Mobutus deutlich im Kopf, sieht auf grund seiner Repression, der Kongo-Verbrechen und der Morde gegen Dissidenten zunehmende „Verwerfungen“ in der Fraktion „Soft Power“ der US-Machtelite (die auf den offiziellen „Menschenrechts-Ruf“ Wert legt) und fängt an, sich doppelt abzusichern, nämlich auch über die Neocon-AIPAC-Fraktion:

http://www.blackstarnews.com/global-politics/africa/paul-kagame-and-elie-wiesel-team-up-for-bombing-syria.html

In Trauer gedenken

In Trauer mus man der Million von Opfern der Verbrechen in Ruanda vor 20 Jahren gedenken! Aber den verdrehten Narrativen muss man entgegentreten. Man darf nicht zulassen, dass ein Teil der Opfer der Ereignisse dazu missbraucht wird, die noch zahlreicheren Opfer unter den ruandischen Hutu zu verdecken, dass die Tutsi-Opfer dazu missbraucht werden, die Abermillionen Opfer der ruandischen und ugandischen Regierungen im Kongo zu zudecken, oder missbraucht werden, die Haupttäter des Dramas zu verbergen!

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Andreas Schlüter

Links zu meinen Artikeln über Afrika und Nahost: https://wipokuli.wordpress.com/2012/11/16/artikelsammlung-zu-afrika-und-zum-nahen-osten/

Was ich auf Grund historischer Kenntnisse, diverser Indizien und (vielleicht) eines gesunden politischen Instinkts schon lange vertreten habe, ist nun für mich nicht nur überzeugend, sondern schauderhaft eindeutig belegt:

Politik und commerzmedialer Mainstream haben nach Nahost und dem Balkan (neben vielen anderen Beispielen) und vor Libyen auch die Geschichte des östlichen Zentral-Afrika umgeschrieben, und dies in einer Weise, die „1984“ in den Schatten stellt! Wie sehr hat man sich in der Darstellung „Afrikanischer Barbarei“ gesuhlt, in Deutschland sich gar noch heimlich durch „Afrikanische Endlösungen“ entlastet gefühlt, als man umfänglich die (sicher) zahllosen Tutsi-Opfer des Ruandischen Bürgerkrieges durch die medialen Straßen schleifte!

Die „Juden Afrikas“

hat man die ostafrikanischen Rindernomaden, die vor Jahrhunderten in die Seenregion Ostafrikas einwanderten und dort eine Reihe von Reichen übernahmen, genannt. Und es passte famos, so, wie man den selbsternannten „Sachwaltern“ des Erbes von sechs Millionen durch Deutschland ermordeter europäischer Juden in der israelischen Politik einen Blankoscheck zur Unterjochung der Palästinenser und der Terrorisierung der Nachbarstaaten ausgestellt hat, so konnte man auch den vermeindlichen „Beschützern“ der Tutsi, dem Regime von Kagame und seiner RPF einen Blankoscheck zum Massakrieren von großen Teilen der Hutu-Mehrheit und der Menschen im Ost-Kongo ausstellen. Wer hätte nach diesem Vergleich noch gewagt, was dagegen zu sagen?!

Eine unglaubliche Geschichtsklitterung und Verharmlosung der Nazi-Verbrechen!

nun ist schon der Vergleich als solcher eine irrwitzige Infamie, denn die rindernomadischen Tutsi, wie viele Hirtennomaden, durch Auseinandersetzungen um Weidegründe, Wasserstellen etc. kriegserprobt, haben eben eine Reihe von Reichen übernommen bzw. gegründet, dabei zwar die Sprache der Unterworfenen angenommen, aber auch recht rüde Feudal-Systeme geschaffen (so, wie wir es aus der Nach-Völkerwanderungszeit in Europa kennen). Der deutsche Kolonialismus, der dann nicht nur das damalige Tanganjika, sondern auch Ruanda und Burundi eroberte, fand Unterdrückung von Schwarzen durch Schwarze „toll“ und um nicht aus dem rassistischen Hackordnungs-Konzept zu kommen, wurde Wert auf „rassische Differenzierung“ gelegt. Die durchschnittlich größeren und scharfgesichtigeren ostafrikastämmigen Tutsi wurden sozusagen rassistisch als „Herren“ oder besser „Sub-Herren“ legitimiert! Das haben sich auch einige aus dem alten Tutsi-Adel in der Folge zu Eigen gemacht. Sie haben sich weiter als die „natürlichen Herrn“ der Hutu-Mehrheit begriffen.

Da rollen sich aber einem historisch bewussten Menschen beim Vergleich der Situation von Juden in Europa und den Tutsis die „Zehennägel auf“, wenn man sich in Erinnerung ruft, welche jahrhundertlange Odyssee der Entrechtung, Beraubung, Verfolgung und Ermordung die Juden Europas hinter sich haben, nur von ihren Nazi-Mördern zu „heimlichen Herren Europas“ erklärt, sozusagen als geschichtsklitternde „Dornenkrone“ auf die gepeinigten Häupter gedrückt!

Bemerkenswert

Nun kann man im Zusammenhang mit den westlichen Untaten der übrigen Welt gegenüber (gerade in Afrika) der „Einzigartigkeitsthese“  im Zusammenhang mit der Ermordung von sechs Millionen Europäischer Juden skeptisch gegenüberstehen, wie das z. B. Norman Finkelstein tut. Und dazu hat er einigen Grund, wenn man bedenkt, dass allein der Leopoldsche „Privat-Kolonialismus“ im Kongo acht bis zehn Millionen Kongolesen das Leben gekostet haben mag (Adam Hochschild,  “Schatten über dem Kongo“, Rheinbeck bei Hamburg, 2002, Orginaltitel: „King Leopold´s Ghost“, http://www.perlentaucher.de/buch/643.html). Wie dem auch immer sei, kein ernsthafter Mensch kann den „industriellen Charakter“ des Nazistischen Vernichtunswahns bestreiten und an dieser Stelle steht die „Einzigartigkeit“ zu Recht unangefochten da. Um so erstaunlicher, dass nun gerade der mediale Mainstream auch bezogen auf die Einzigartigkeit der Systematik willig die Parallele zwischen den Ruandischen Geschehnissen und dem Holocaust zu ziehen bereit war, und in das Horn stieß, die Hutus zu „tropischen Nazis“ umzustilisieren und von „Nazisme Tropical“ (Jean-Pierre Chrètien in Libération am 26. April 1994) zu sprechen. dazu wurde in großem Maßstab ein durchgängiges Völkermordkonzept seitens der Hutu konstruiert. Dass ein unterschwelliger Rassismus dabei die in der europäischen „Denke“ lauernde „Höherwertigkeit“ der „edlen Tutsi“ aufgegriffen haben mag, wäre eine Parallele zu geschichtlichen Umdeutungsversuchen des Faschismus als „Unterschicht-Phänomen“ von Sozialneid und Unterschicht-Dumpfheit, zu Gunsten der den Faschismus benutzenden „arischen“ Kapitalisten.

clinton-am-kivusee

Schluss mit den Lügen!

Diesem bisher so „erfolgreichen“ Umdrehen von Unterdrückten und Unterdrückern, teilweise von Tätern und Opfern (wobei niemand ernsthaft die Opfer unter dem Tutsi-Bevölkerungsteil wegwischen kann), stellt sich nun eindrucksvoll Helmut Strizek mit seinem Buch „Clinton am Kivu-See“ (Verlag Peter Lang GmbH, Franfurt /M 2011, ISBN 978-3-631-60563-9, http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783631605639) entgegen. Wer sein gründlich recherchiertes und gut dokumentiertes Buch aufmerksam liest – zugegebenermaßen keine einfache Lektüre, aber zu teuer, um es nur zu überfliegen – wird nicht umhin kommen, die Wahrheit zu erkennen.

Die intensiven Versuche von Teilen der Tutsi-Oligarchie in Ruanda, Burundi und Uganda seit der Dekolonisierung, die gesellschaftliche Macht teils sehr brutal wieder an sich zu reißen, hat die gesellschaftlichen Spannungen extrem verschärft. Dabei hat es immer wieder zahlreiche Opfer auf beiden Seiten gegeben, wobei wohl schon die Zahl der Hutu-Opfer in der Vorgeschichte die größere war.

Die von der alten Tutsi-Oligarchie komplett dominierte RPF (Ruandische Patriotische Front) schickte sich unter der Führung von  Paul Kagame und unterstützt von Yoweri Kaguta Museveni aus Uganda an, die Tutsi-Herrschaft in Ruanda militärisch wiederherzustellen und fegte alle Kompromisbereitschaft seitens der unter Juvénal Habyarimana gebildeten Übergangsregierung weg. Ein erster Anlauf misslang. Aber die USA, die sich in Somalia eine recht blutige Nase geholt hatten, machten sich die bewaffneten Putschisten zunutze. Das Imperium wurde sich des politisch-militärischen Potentials dieser Truppe zunehmend bewusst und schaltete sich ein.

Die „Enthauptung“ zweier Staaten

Dann kam es am 6. April 1994 zu einem perfiden Attentat: die zwei Staatschefs Habyarimana  und  Cyprien Ntaryamira (Burundi) wurden zusammen mit vielen anderen hochrangigen Funktionsträgern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Wissen und Billigung (und wohl Zutun) nicht nur von  Museveni, sondern der USA abgeschossen. Der Angriffkrieg der RPF kostete nicht nur von vornherein vielen Hutus das Leben, sondern nahm bewusst die einsetzenden panikartigen Ausschreitungen an Tutsis in Kauf. Es gibt sogar Anzeichen dafür, dass Kagames RPF die Ausschreitungen gezielt anheizte, um ihren Machtanspruch vor der Welt umso nötiger erscheinen zu lassen.

Die schon durch Fluchtelend und Lagerpein aufgepeitschten Hutu haben sicher oft unmenschlich gehandelt, wenn sie jemanden in die Finger bekamen, den sie der Beziehung zu den Angreifern verdächtigten. Aber man stelle sich einmal vor, in Südafrika würde sich eine gut bewaffnete Truppe von Apartheidsfaschisten anschicken, die Macht  zurückzuerobern, und würde dabei auf breitere weiße Unterstützung treffen, der panische schwarze Volkszorn würde kaum noch zwischen beteiligten und unbeteiligten Weißen unterscheiden können!

 Aber es ist wohl nicht so, dass die Mehrheit der Opfer Tutsi gewesen wären, so furchtbar viele, wie es waren. Es gibt gute Gründe zu vermuten, dass die Opfer-Relation etwa 280.000 Tutsi-Opfer zu 750.000 Hutu-Opfern betrug (Strizek 2011, S. 148). Dabei ist natürlich die Einteilung eine recht künstliche, da es nicht wenige Menschen mit Abstammung aus beiden Gruppen gab, aber die Zugehörigkeit „patrilinear“ bestimmt wird. Da hatte die RPF einen „wunderbaren“  Trick: erstens wurden gerne tote Hutu als Tutsi gezählt, und wo das nicht möglich war, waren sie eben gemäßigte Hutu, die von „Hutu-Extremisten“ getötet worden waren, sozusagen „Tutsi-ehrenhalber“.

Der Völkermord an den Hutu ging weiter

Nun hatte das Morden nach der Machtübernahme der RPF keineswegs ein Ende. Viele Hunderttausende von Hutus, die in den Osten des damaligen Zaire (ehemals „Belgisch-Kongo“, nach Mobutu „Demokratische Republik Kongo“). geflüchtet waren, wurden von der RPF als Bedrohung empfunden, zumal die „Weltöffentlichkeit“ nach Rückführung der Flüchtlinge verlangte. Aber mit dem Blanko-Scheck von Kagames Ruanda, ein „zweites Israel“ zu sein, fiel es nicht schwer, nun zusammen mit Uganda den Kongo massiv kriegerisch zu tyrannisieren. Das komplexe und verwirrende Geschehen kann hier in der Kürze nicht dargestellt werden, aber es fielen nicht nur hunderttausende Hutu den mörderischen Maßnahmen Ruandas zum Opfer, sondern der Ostkongo geriet zum Nutzen westlicher Konzerne mit seinen ungeheuren Rofstoffen, allen voran dem begehrten Erz Coltan, weitgehend unter ruandische Kontrolle. dabei wurde von US-Seite auch erwogen, den Osten Kongos abzuspalten und Kagame sozusagen gänzlich auszuliefern. Das sich Ugandas Muzeweni und Ruandas Kagame dabei zunehmend über die Beute entzweiten, ist eine zusätzliche „Pikanterie“.

Jedenfalls ist die durch die US-gestützte und inspirierte Destabilisierung und teilweise Besetzung des Ostkongo in drei ausgedehnten „Kongo-Kriegen“ für Millionen von Toten, ungezählige Vergewaltigungen und das Massenelend der unter Warlords sich abplackenden Slavenarbeiter für das Coltan der westlichen Handys verantwortlich. Die Kapitaleigner reiben sich die Hände!

„Von 1998 bis 2004 kamen gemäß Angaben des International Rescue Committee 3,9 Millionen Menschen im Kongo ums Leben, die Mehrzahl allerdings aufgrund von Krankheit und mangelnder Versorgung mit Lebensmitteln. Nirgendwo sonst starben seit dem Zweiten Weltkrieg so viele Menschen in einem so kurzen Zeitraum“.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Demokratischen_Republik_Kongo#Belgisch-Kongo)

Strizek ringt sehr ehrlich um eine Deutung der westlichen Motive, insbesondere der der US-Politik. So ist sein Schluss sicher richtig, dass auch das Ziel, den Sudan als „Gefährder“ des US-Satrapen Mubarak und ihrer Nahostinteressen zu destabilisieren und einen „Regime-Change“ zu erreichen, eine gewichtige Rolle spielte, sicher nicht falsch. Ich denke aber, man kann die Triebkräfte letztlich nur auf Grundlage einer umfassenden gesellschaftlichen Analyse der wirklichen Macht in den USA begreifen, hier wiese ich auf meine Darstellung in https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/24/allmacht-usa-und-kein-ende-1-folge/ hin. Die US-Regierungen werden wahrscheinlich manchmal erst im Laufe der Entwicklung von der „wahren Macht“ hinter ihnen auf „den richtigen Weg gebracht“. dafür bedarf es oft bestimmter tatkräftiger Personen, die wissen, wo das Imperium „hin muss“. Als eine solche Figur tritt für mich in diesem Buch immer wieder Madeleine Albright hervor, die ja auch den kadavergrünen Josef Fischer immer wieder effektiv „ans Händchen“ nahm!

Helmut Strizek, der 1942 geboren ist, und dessen lange Erfahrung durch eine Tätigkeit für eine EU-Delegation in Kigali eingeleitet wurde, ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr Menschen, die sich nicht mehr um ihre Karriere Gedanken machen müssen, klare Bilder malen können. Wer über das „Imperium“ und seine Methoden, über die Doppelmoral und die Methoden der Desinformation, aber auch schlicht über die Bereitschaft des Imperiums, viele Hunderttausende Menschenleben zu „opfern“ mehr erfahren will, aber auch, wer mehr über afrikanische Zeitgeschichte wissen will, sollte dieses Buch lesen, „it´s a must!“.

Andreas Schlüter

Weitere wichtige Links:

http://rwandarwabanyarwanda.over-blog.com/article-the-truth-about-what-happens-in-rwanda—by-christopher-black-51605641.html

http://www.taylor-report.com/Ruanda_1994/index.php?id=intro

Wieder führt der Westen Krieg, natürlich im Namen von „Menschenrechten“ und „Demokratie“, letztlich im Namen der „Zivilisation“. Bis eben in der Elfenbeinküste und ungebrochen in Libyen! Dabei ist es ziemlich egal, ob der Westen durch seine Stärke in der Lage ist, sich von der UN eine Art Freibrief zu erschleichen (bzw. zu erpressen) oder nicht, notfalls tut es auch eine „Koalition der Willigen“.

Ein paar Fragen sollten gestellt werden

Warum wird es als selbstverständlich akzeptiert, dass deutsche Soldaten z. B. im Kongo (zur „Sicherung“ der letzten Wahlen) herum stapfen, oder überhaupt europäische Soldaten? Ist das nicht so, als würden deutsche Soldaten in Polen im Falle gesellschaftlicher Konflikte dort als Ordnungsmacht auftreten?

Warum gibt es Kindersoldaten in Afrika? Und Warlord-Unwesen und mit Heckler & Koch-Gewehren bewaffnetes Banditentum?

Warum gibt es ein Amerikanisches Militärisches Oberkommando für Afrika?

Nyerere hat einmal für Tansania entschieden, dass die gar nicht so raren Bodenschätze des Landes Tansania erst gefördert werden, wenn technologisch gewährleistet ist, dass Tansania die ganze Verarbeitungskette selbst managen kann. Leider hält sich heute in Tansania niemand mehr daran. Aber zu Afrika steht das Thema Bodenschätze weiter oben auf der Agenda. Warum wird nicht alles getan, damit Afrika die Förderung und Vermarktung seiner Schätze in die eigene Hand nehmen kann?

Wo gibt es besonders viel Uran, Kupfer, Coltan (Tantal) für Handys und Computer, Gold und Diamanten? Und wo gibt es besonders viele Kindersoldaten?

Das erste Land Afrikas, das einen Schlüsselrohstoff für Europa hatte, war der Kongo. Acht bis zehn Millionen Menschen fielen dem “Privatkolonialismus“ des belgischen Königs Leopold zum Opfer. Warum wird das mediale „Urbild des Rassismus´“ heute ausgemacht von deutschen und europäischen Verbrechen an den Juden und von Tötungsverbrechen zwischen Hutus und Tutsis?

Das sind furchtbare Verbrechen, aber der eigentliche Rassismus rechtfertigt die Verbrechen offen oder versteckt mit äußerlich deutlich sichtbaren „rassischen“ Unterschieden oder „sorgt“ besser gesagt dafür, dass sie als gerechtfertigt gefühlt werden. Die anderen Verbrechen kann man Chauvinismus, Nationalismus, religiösem oder sozialem Fanatismus zuschreiben, was selbstverständlich die Sache nicht besser macht. Schlimm und furchtbar genug, aber Rassismus muss eine klare Kategorie bleiben, auch wenn die aus den unterschiedlichen verbrecherischen Haltungen heraus entstehenden menschlichen Leiden letztlich die gleichen sind.

Zurück zum Kongo: Joseph Conrad schrieb über die Situation im Kongo aus seiner Sicht, “Das Herz der Finsternis“. Er stellte letztendlich die europäischen Gräuel tendenziell als Anpassung an die afrikanische barbarische Umgebung dar. Der Kongo ist aber nicht das Herz, sondern der Spiegel imperialistischer Finsternis!

Was wollen viele Menschen auch hier? Gerechtigkeit! Wenn es zu ihrem eigenen Nachteil ist, etwas weniger vehement. Je mehr man profitiert, desto weniger Skrupel hat man.

Vom Imperialismus profitieren die Wirtschaftsmächtigen in erster Linie. Da können sie aber auch dem eigenen Volk gegenüber ein wenig generöser sein, von Cecil Rhodes in frappierender Offenheit beschrieben. Aber auch gerade junge Menschen in den imperialistischen Ländern wollen Gerechtigkeit für andere.

Was macht man, um die Menschen überall von Protesten gegen imperiale Ungerechtigkeit abzubringen?

Man gibt die Aktionen der Ungerechtigkeit als Förderung der Gerechtigkeit aus. Man muss die Eingriffsmentalität fördern. Man muss Unklarheit über die Ursachen von Leid schaffen und man muss dafür sorgen, dass die Situation als nicht aus den betroffenen Gesellschaften selbst heraus behebbar erscheinen.

Und wenn es gewaltsamen Widerstand gegen den Imperialismus gibt? Da muss man dafür sorgen, dass in den westlichen Gesellschaften kein Unterschied zwischen legitimen Befreiungsbewegungen und Warlord-Unwesen und Banditentum möglich ist.

Kehrt die Vergangenheit zurück?

Vor mehreren Jahrzehnten kam mir einmal ein furchtbarer Gedanke. Ich war mir bewusst, wie sehr der Ost-West-Gegensatz geholfen hatte, die Unabhängigkeit vieler afrikanischer Länder zu erringen, die Zahl der Opfer dieses Kampfes nicht ins Uferlose wachsen zu lassen. Mir war klar, wie begrenzt die technischen Machtmittel der jungen Staaten waren, wenn es zu Auseinandersetzungen mit den imperialistischen Ländern käme. Und dann der Gedanke, was wäre, wenn der Gegensatz einmal aufhörte? Ich will nichts beschönigen, der Ost-West-Konflikt hat die Menschheit in der Nähe des atomaren Holocaust gehalten, er hatte fraglos viele Gefahren, aber ich erlaubte mir, ihn aus der afrikanischen Perspektive zu betrachten. Ja, wenn er aufhörte, könnten dann die Kolonialisten womöglich zurückkommen?

Ja, wir wissen, der alte Ost-West-Gegensatz hat aufgehört, was die USA allerdings nicht davon abhält, die Nuklearwaffenentwicklung, die Entwicklung von “Massenvernichtungswaffen“ weiter voran zu treiben und ihre “Neo Cons“ in den berühmten “Think Tanks“ vom eigenen Ersteinsatz dieser Waffen schwadronieren zu lassen. Der Gegensatz ist in seiner klassischen Weise beendet, aber die USA sind als Militärmacht nicht kleiner geworden, ihre europäischen Hilfstruppen auch nicht. Die Frage, die mich damals so furchtbar erschreckte, sie ist aktueller denn je!

Der Westen hat erfolgreich die nationalen Visionäre Afrikas ausgeschaltet oder zur Seite gedrängt. Er hat erfolgreich die politische Kultur des Kontinents vergiftet und zerstört.

Wie das geht, davon legt der ehemalige US-amerikanische Wirtschaftsagent John Perkins in seinem Buch “Weltmacht ohne Skrupel“ beredt Zeugnis ab!

http://www.amazon.de/Weltmacht-ohne-Skrupel-Globalisierung-Entwicklungsl%C3%A4nder/dp/363601448X

Der Westen hat den Kontinent auch fleißig mit Waffen aus seiner Produktion überschwemmt.

So war es schon vor hundertfünfzig Jahren

Waffen wurden nach Afrika verkauft, gegen die die Imperialisten zehnmal bessere Waffen hatten! Und die Waffen wurden an die verkauft, denen man am ehesten zutraute, ihre Landsleute zu verraten, an ihrer Versklavung mit zu wirken und als Werkzeuge zu dienen.

Und so ist es heute: Die großen Konzerne in ihrem Durst nach Profit machen lieber mit Warlords, die sich der Sklavenarbeit bedienen, Geschäfte als mit funktionierenden Staaten! Sie setzen diese Warlords in den Stand, sich notfalls Kindersoldaten zu halten. Im Ost-Kongo, in Sierra Leone und Liberia u. a.. Wo es Bodenschätze gibt, ist das Warlord-Unwesen nicht fern, da wird man Kindersoldaten treffen. Die Ursachen, besser, die Verursacher sind nicht sichtbar, aber die Kindersoldaten! Ist Afrika nicht barbarisch?

Ja, genau wie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts! Da hatte man schon so viele Völkerschaften gegeneinandergehetzt, das Afrika von Gewalt überquoll, von der durch die Europäer erzeugten Gewalt. Gut, die arabisch-islamische Konkurrenz war auch nicht untätig, übrigens nicht selten durch europäische Händler bewaffnet. Und diese Konkurrenz passte gut in den Kram. Alle Gewalt konnte man ihr anlasten. Und vor ihr musste Afrika geschützt werden!

Es ging um die Ausweitung der Kolonialgebiete. Es ging darum, die Reste afrikanischer Eigenständigkeit und Souveränität zu zerstören. Aber es wurde davon schwadroniert, die Seelen der Afrikaner zu retten.

Die neue alte Masche: Auch damals schafften es die Kolonialapologeten, die übrigen Menschen in ihren Ländern darüber hinweg zu täuschen, dass viele Probleme Afrikas mit dem bereits jahrhundertelangen Wirken Europas dort zusammen hingen. Das propagandistische Instrumentarium gleicht sich erschreckend. Allerdings ersetzt die “Sorge um das Seelenheil“ der Afrikaner heute ein abstrakter Begriff von Menschenwürde, den die westlichen Konzerne jedoch nicht teilen. Auch die arabische und islamische Bedrohung Afrikas kommt wieder ins Spiel.

Und die Arabische Welt!

Wie kommt unser Öl unter ihren Sand?

Damit es doch „zu unseren Gunsten“ sprudelt, stützt und bewaffnet man ausgesuchte Despoten, wie insbesondere die saudische Königsclique.

Und im Übrigen: wenn in der Arabischen Welt, derzeit besonders ihrem Afrikanischen Teil und in Palästina, die Menschen ehrlich Freiheit wollen, wird die islamistische Gefahr (die Moslembrüder!) an die Wand gemalt, oder man versucht, sich dieser Bewegung zu bemächtigen. Schließlich greift man auf rückwärts gewandte Kräfte in Ostlibyen mit „königstreuer Gesinnung“ und alter Flagge zurück, feuert sie an, um dann, wenn sie in die Bredouille gelangen, zu behaupten, nun müsse man für die Demokratie bomben!

Und wenn die „islamische Bedrohung“ nicht groß genug ist, kann man sie noch etwas größer machen. In Nordnigeria haben die Saudis, die Verbündeten der USA, von jenen nicht kritisiert, heftig mit Geld gewühlt und frauenfeindliche Exzesse und Ausschreitungen gegen Andersgläubige ermöglicht. Damit die Flammen auch schön hoch schlagen, wühlen US-Evangelikale von der anderen Seite her.

Und wie auch damals im jeweiligen Kolonialland die Warnung half: “es kommen andere und nehmen uns dort was weg“, dient heute dem sozusagen vereinigten Westler auch China als Popanz.

Wie kann man sein Tun verschleiern?

Allerdings muss man die Umstände der großen Zahl der Menschen in den westlichen Ländern selbst gegenüber verschleiern, die einfachen Menschen finden Raub und Mord meist nicht so toll. Sie fühlen sich wohler im Bewusstsein, gute Menschen zu sein. Man muss ihnen das Elend zeigen und ihnen vermitteln, dass ihre eigenen Gesellschaften, also sie selbst dauernd Gutes tun. Her mit dem Elend!

Das Elend ist real: Es ist nicht zu bestreiten, dass es durchaus Organisationen unter den sogenannten Nichtregierungsorganisationen (non governmental organizations = NGOs) und auch Unterorganisationen der UN gibt, die im Einzelfall Segensreiches bewirken, zu viel gibt es tatsächlich an realem Elend. Krankheiten wie AIDS und Malaria, Hunger, Verletzte durch Bürgerkriege (besonders Landminenopfer) und ein deutlicher Mangel an schulischer Versorgung sind traurige Realitäten. Und manches Großmutterherz lässt sich durch wirkungsvoll ins Bild gesetzte große Kinderaugen aus einem dunklen Gesicht zu einer Opfergabe aus der kleinen Rente bewegen, um Leid zu lindern. Jean Ziegler, der große Schweizer, sagt: “Es kommt nicht darauf an, den Menschen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen!“, in seinem Buch “Das Imperium der Schande“

Die Farce der “Entwicklungspolitik“

Jahrzehnte westlicher Entwicklungspolitik sind nichts anderes als eine betrügerische Farce. Nicht nur, dass Deutschland seine vollmundig angekündigten 0,7 % des Bruttosozialprodukts an Hilfe nicht annähernd einlöst, die Fortsetzung der alten bundesdeutschen Hilfe ist weitgehend eine Verschleierung der Tatsache, dass sogenannte Entwicklungs-Politik vornehmlich Entwicklungsverhinderungs-Politik ist. Keinerlei wirkliche Entwicklung hat sie bewirkt. Es gibt keinen realen Willen, den Ländern der Dritten Welt zur Industrialisierung zu verhelfen. Es gibt stattdessen den Willen, ihnen ungebremsten Freihandel zu ihrem Nachteil aufzuzwingen, bei gleichzeitigem Schutz z. B. der eigenen Agrarerzeuger. Es gibt den grimmigen Willen, die vollständige Privatisierung auch in den Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge zu erzwingen, wo sie sich nach der Unabhängigkeit gebildet hatte. Das Wirken der vom Westen dominierten Weltbank und der Welthandelsorganisation zielt eben darauf ab. Vollmundig werden dagegen in der UN Mileniums-Ziele verkündet. Ziele, die in den westlichen Ländern, da sie immer weiter “entgesellschaftlicht“, immer mehr privatisiert werden, sowieso nicht umgesetzt können werden.

Die Hilfe ist vor allem profitabel für die “Helfer“, junge Menschen, die Gerechtigkeit wollen, werden in nette Jobs eingebunden, sie kriegen das Gefühl, man kann in dieser Welt helfen, ohne sich mit Kapitalisten anzulegen, die braucht man ja für Spenden!

Hilfe, Hilfe, Hilfe! Und nur Barbarei!

Die gilt es pausenlos zu zeigen, wohlbemerkt, nicht die eigene. Und da liegt es nahe, die afrikanische Souveränität endgültig zu demontieren. Auflagen von WWF und WTO sind selbstverständlich, Militäreinsätze westlicher Armeen die Rettung!

Heia Safari: So wird es nun als selbstverständlich hingenommen, dass die Bundeswehr auch in Afrika operiert. Damals wie heute aber war die Grundlage der kolonialen Mobilisierung der sorgsam gepflegte Eindruck: “ohne uns kriegen sie es einfach nicht gebacken“, und das, wo wir doch so viel helfen!

Falsch: durch die Mitwirkung des Westens oder besser, durch die von uns geduldeten kapitalistischen, militaristischen und geheimdienstlichen Exzesse des Westens kommen die Afrikanischen Gesellschaften nicht zu sich selbst.

Aber das wird sorgsam verhüllt. Und wichtig ist, dass man verhüllt, dass man jeweils die afrikanischen Völker als ganze Völker versklavt, man muss sie sorgsam trennen, in die bösen Männer, die verstockten alten Frauen (die Frauenbeschneidung machen, sicher eine schlimme Sache!), in die verantwortungslosen Mütter, die den ganzen Unsinn mitmachen, in die gefährlichen Jugendlichen, da bleiben nur die Kinder, rettet die Kinder! Kein Wunder, dass “Helfer“ sich dazu versteigen, die armen Kinder diesem bösen Kontinent zu entreißen! (wie vor einigen Jahren die französischen “Helfer“ im Tschad versuchten)

Die Geschichte wiederholt sich offenbar

Die Ausweitung fing oft mit “Schutz“ an, Schutz für die eigenen Händler, für die eigenen Bürger. Frankreich praktiziert das ungeniert und ununterbrochen. Aber für die Öffentlichkeit noch viel wirksamer: Schutz für die armen Eingeborenen, Schutzverträge, Schutzgebiete, Friedensmissionen!

Es ist makaber, aber die Intellektuellen der westlichen Länder sind so auf die Erinnerung der Gräuel des Faschismus innerhalb Europas fixiert, dass sie ihr geschichtliches Gedächtnis gegenüber der kolonialen Vergangenheit verloren haben. Alle historische Sensibilität verengt sich auf Sensibilität Israel gegenüber. So sehr, dass man Israels rassistische Kolonialpolitik nicht sehen will. Afrika gegenüber braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben, die Afrikaner haben ja angeblich selbst kein Gewissen!

Diese Slogans von „Menschenrechten“ und „Demokratie“ sind ein Wind aus dem Gesäß des modrigen, wiederauferstandenen Zombies, den man Kolonialismus nennt!

Interessante Links:

http://www.horacecampbell.net/

http://pambazuka.org/en/category/features/70059

Andreas Schlüter