Mit ‘Schweden’ getaggte Beiträge

Am gleichen Tag, an dem die US-Regierung mit 59 Tomakawk Cruise Missiles hat Syrien beschießen lassen, hat in Stockholm ein schwerer Anschlag stattgefunden. Dieser folgte dem bekannten Schema, mit einem schweren Fahrzeug eine größere Zahl von Menschen niederzumähen. Das kennen wir von Nizza, Berlin und London. In nicht unerheblichem Maße hat dieser Vorfall vom US-Angriff auf Syrien, der letztlich dem IS und den Nusra-Islamisten nützt, abgelenkt.

Warum Schweden?

Lassen wir für eine Weile die Einzelheiten des Stockholm-Anschlags beiseite. Was hat Schweden mit dem Nahen Osten zu tun? Die „Schwedischen Ärzte für Menschenrechte“ (http://swedhr.org/) haben nachgewiesen, dass die vom Westen gefeierten notorischen Weisshelme kräftig zugunsten der Regime-Change-Kriege fälschen. Grundsätzlich wäre das für Islamisten ja vielleicht ein Grund, aber, es gibt noch mehr. Schweden hat in der Sicherheitsrats-Sitzung zum US-Angriff bezweifelt, dass dieser dem Internationalen_Recht entsprach. Diese Position war der NSA sicher bekannt, bevor sie in der Sitzung zur Sprache kam.

Tatsächlich hat Schweden traditionell ein kritisches Auge auf imperiale Aktionen des Westens, auch, wenn diese in der letzten Zeit öfter halb geschlossen sind. Aber wären das für den IS wirklich Gründe, Schweden ins Fadenkreuz zu nehmen?

Der Anschlag, eine „Standard-Operation“?

Wie bereits erwähnt, folgte der Anschlag „bekannten Mustern“. Allerdings ist Einiges „schiefgelaufen“: der „mutmaßliche“ Täter, der Usbeke Rachmad Akilow, vergaß, seinen Pass im Fahrzeug zu vergessen. Ebenso vergaß er, sich von der Polizei erschießen zu lassen. Aber in der Untersuchungshaft kann ja noch Einiges pasieren.

Übrigens, es erscheint mir verwunderlich, das Akilow nur mit Schrammen aus diesem Tatfahrzeug entkommen sein soll:

stockholm-truck

Interessantes weiß der Focus_Online über den Verdächtigen zu berichten. Eine Bekannte berichtete, er sei „wenig religiös, trank und feierte“! Er soll „auch nicht fünf Mal am Tag gebetet haben“. Daneben steht die Ausage von Aftonbladet, der schwedischen Boulevardzeitung, dass er auf seiner Facebookseite Sympathien für islamistische Bewegungen bekundet haben. Auch soll er sich im Geständnis seiner Untat gerühmt haben. Ich stelle fest, anscheinend ist es Voraussetzung für islamistische Gewalttaten, die Leben zerstören – auch das des Täters – einen lockeren und trinkfesten Lebenswandel zu führen! Hatten wir das nicht auch in der Vorgeschichte vieler anderer vermutlicher Attentäter?

Ein manipulierter Attentäter?

Angesichts der Tatsache, dass der vierfache Vater in Schweden war, um seiner Familie zuhause Geld zu schicken (allerdings wurde sein Asylgesuch abgelehnt, was dies nun sehr schwierig machte), kommt mir der ganze Fall wieder ausgesprochen merkwürdig vor. Es fällt mir sehr schwer, auch in diesem Falle nicht an finstere Geheimdienstmachenschaften und psychologische Manipulation im Sinne des brüchtigten MKULTRA zu denken! Ein „Manchurian_Candidate“? Es gibt wie im Fall des Anschlags in Berlin jede Menge Unstimmigkeiten.

Tatsächlich wäre die Tat aus der Sicht eines wirklichen IS-Täters angesichts des den IS indirekt begünstigenden US-Angriffs auf die syrische Luftwaffe zumindest überflüssig gewesen. Nützen tut diese Tat als massive Ablenkung allerdings der US-Kriegspolitik. Haben wir es mit der „Strategie der Spannung“ (Gladio) zu tun? Auch hier drängt sich wieder die Frage auf: Cui bono?

Und nun auch noch der BVB-Bus!

Ach ja, und nun auch noch der Anschlag auf den BVB-Bus! Waren das nun trittbrettfahrende Fußballfanatiker, „authentische“ Terroristen, oder vielleicht ganz andere Kräfte? Bemerkenswert, dass auch die Forderung nach der Schließung der US-Basis in Ramstein im „Bekennerschreiben“ auftaucht. Soll hier eine genuin anti-imperialistische Forderung diskreditiert werden?

Andreas Schlüter

Links:

Hässliche Ereignisse für Frankreich und Deutschland!”: https://wipokuli.wordpress.com/2016/01/11/aug-in-aug-mit-dem-monster-2-wenn-man-diese-nicht-zuhaelt-eine-reihe-haesslicher-ereignisse/

Europa, sei auf der Hut: Die Schock-Strategie 2.0 ist wohl im Gange!“ https://wipokuli.wordpress.com/2016/07/29/europa-sei-auf-der-hut-die-schock-strategie-2-0-ist-wohl-im-gange/

Ein Zitat vom damaligen CIA-Chef Casey, das wir nicht vergessen sollten!“: https://wipokuli.wordpress.com/2016/08/04/ein-zitat-vom-damaligen-cia-chef-william-casey-das-wir-nicht-vergessen-sollten/

Terror, „NSU“ und spektakuläre Morde: der Jongleur mit Tarnkappe“: https://wipokuli.wordpress.com/2016/10/15/terror-nsu-spektakulaere-morde-der-jongleur-mit-tarnkappe/

Der Einfluss der US-Machtelite auf die Internationale Politik”: https://wipokuli.wordpress.com/2015/06/07/der-einfluss-der-us-amerikanischen-machtelite-auf-die-internationale-politik/

 

Langsam werden die Bürgerinnen und Bürger etwas aufmerksamer hinsichtlich explodierenden Ausspähung durch die US-gesteuerten Geheimdienste (und ihrer Helfershelfer vor Ort) sowie der ungebrochenen und verstärkten Brutalität des imperialen militärischen Vorgehens. Und das ist auch gut so! (http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/geheimerkrieg269.html)

bargeldlos

Was aber offenbar noch nicht „auf dem Schirm“ ist, ist ein nahezu diabolisch-perfider Plan, der auf den ersten Blick so harmlos daher kommt: die Abschaffung des Bargelds! Da zuckt der „normale Konsumbürger“ zuerst einmal die Schultern, dauernd zahlt er mit seiner Kreditkarte – die ihn nicht zuletzt zu unbedachterem Kaufverhalten verführen sollte – und führt seine Überweisungen arglos über das Internet durch, oder nutzt Paypal oder ähnliche Systeme. Andere, die eigentlich schon zu den „normaleren“ Mitbürgern der in den „unteren Teilen“ noch mehr verarmenderen Bevölkerung gehören, mögen sagen: Quatsch, das geht doch gar nicht, ich habe gar keine Kreditkarte!

Liebe Leute, Ihr werdet Euch wundern, was alles geht!

Der Zuckerguss

Und es wär ja auch so toll:  es würde keine Banküberfälle mehr geben, da in den Banken kein Bargeld mehr vorhanden sei, hallt es lautstark aus der schwedischen Bankengewerkschaft (http://tinyurl.com/cg83cw8). Dort, in Schweden, ist das Endspiel gegen das Bargeld schon in vollem Gange. Man kann auf der Straße auch nicht mehr seiner Barschaft beraubt werden (was ja nicht ausschließt, dass man dafür seiner übrigen Wertsachen verlustig gehen könnte). Manche schlecht bezahlte Kassiererin mag sich auch auf den ersten Blick freuen, dass sie mit dem Verzählen und kleinen Fehlbeträgen keine Probleme mehr haben würde. Dass vielleicht irgendwann die gekauften Dinge in einen Kasten gelegt werden müssen, in dem automatisch die Preise elektronisch ermittelt werden, und der erst nach Entrichten des virtuellen Geldes über die Geldkarte die Waren wieder freigibt, das mag sie sich vielleicht nicht vorstellen. Auch in Holland laufen übrigens Bestrebungen, Bargeld abzuschaffen auf Hochtouren: http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/496284/Niederlaendische-Banken-ohne-Bargeld?from=gl.home_wirtschaft .

sonnensturm

Wider alle Gefahren

Nun ist die ausufernde Digitalisierung des Lebens ohnehin schon voller Gefahren, die sowohl aus der Natur als vom Menschen stammen. Eine sehr ernste Gefahr für die digitale wie grundsätzlich elektronische Welt stellen Sonnenstürme dar (http://tinyurl.com/7slzouy). Die mögliche Umkehrung der Magnetpole der Erde (aus der Erdgeschichte als immer wiederkehrendes Phänomen bekannt) würden vorübergehend die Erde recht schutzlos der die Elektronik gefährdenden Strahlung der Sonne aussetzen (http://tinyurl.com/pyegcfy). Auseinandersetzungen zwischen Staaten und Blöcken drohen zunehmend ihren Niederschlag in der „Cyber-Welt“  zu finden (http://tinyurl.com/n3kl2tz). Vielleicht sind sogar Putins zurückhaltende Position in der Snowden-Affäre und seine kryptischen Äußerungen zur Sache auf solche Bedrohungen zurückzuführen (http://tinyurl.com/oqsrlaw). Sebstverständlich wird auch die Internetkriminalität zu Recht immer wieder als ernste Gefahr geschildert.

Die ohnehin gegebenen Gefahren für die Gesellschaft bei einem massiven Ausfall der Elektronik, der die Energie- und Wasserversorgung sowie Transportsysteme lahmlegen würde (http://tinyurl.com/q8qkyx3), würden sich bei Fortfall von Zahlungsmitteln, die nicht von diesen Systemen abhängig sind, verschärfen bzw. viel früher einstellen. Kann ich im Laden nicht mehr kaufen, bleibt mir nur noch die Plünderung, um mich vor dem Verdursten oder Verhungern zu retten!

Auch Wirtschaftsexperten warnen übrigens eindringlich vor solchen Entwicklungen (http://tinyurl.com/lpjq4c9).

 Warum dann dieser Wahnsinn?

Wenn also Wirtschaft und Politik solche hochriskanten Zustände anstreben, dann muss es sehr viel zu gewinnen geben! Und das ist in der Tat so. Ein leeres Portemonnaie ist immerhin noch dem Einen oder Anderen ein gutes Warnzeichen der Endlichkeit der eigenen Mittel. Das ist der Wirtschaft wohl bekannt. Der durch Werbung mit raffiniertesten wissenschaftlichen Mitteln induzierte Konsumwahn oder der betrügerische Verkauf von Immobilien, in den oft gerade Menschen mit geringerem Einkommen gezielt getrieben werden, führt schon jetzt zu viel Leid und Verzweiflung (http://tinyurl.com/k7bxbdm) und stellt die Gesellschaft vor nicht unbeträchtliche Probleme (wovon Schuldnerberatungsstellen ein Lied singen können), dies würde sich für viele Menschen im Alltags-Kaufverhalten noch steigern, aber solange es die Geschäfte nicht stört…..

Daher ist für die „normale“ Wirtschaft diese Entwicklung voll kurzfristiger Verlockungen, zumal die Ausrüstung für den bargeldlosen Zahlungsverkehr weitgehend vorhanden ist. Die Werbewirtschaft frohlockt selbstverständlich ob der damit noch ausgedehnteren Möglichkeiten durch entsprechende Programme das Kaufverhalten noch „besser“ beobachten und somit beeinflussen zu können zu können.  Und damit kommen die extremen Gefahren für Demokratie und Menschlichkeit ins Spiel.

Die vollständige Kontrolle

Keine Frage, mit dem „Faschismus-Verdacht“ wird hin und wieder gefährlicher, weil inflationierender und diffamierender Unfug getrieben, wie uns die absurden Vorwürfe gegenüber den Bemühungen, in den USA eine  flächendeckende Krankenversicherung zu schaffen, eindringlich zeigen (die „Teaparty“ macht aus den Bemühungen gleich den Versuch, Faschismus und Kommunismus in Einem in den USA einzuführen). Auch unserer Gesellschaft ist solch Treiben nicht fremd. Aber ich behaupte hier: neue Entwicklungen zu „prae-faschistischen“ Entwicklungen drohen keineswegs nur von dem Häufchen dummdreister Neu-Altnazis der NPD (so gefährlich ihre angebundenen Schlägerbanden individuell gerade Menschen, die aus anderen Weltgegenden stammen, werden können, und so sehr der rechtsextreme Terror ein ernstes Sicherheitsproblem darstellt). Die wirklich gesamtgesellschaftlichen Gefahren der Grundlagenbildung für totalitäre und faschistische Herrschaft kommt nicht mit Hakenkreuzfahnen und Gegröhl auf uns zu, sondern im Gewande von „Alternativlosigkeit“, „Sachzwängen“ und „Pragmatismus“. Und sie kommen durch das geschickte Aushebeln der Demokratie durch falsche Konzeptionen der europäischen Einigung auf uns zu (die in vielen Ländern allerdings  auch klassische rechtsextreme Parteien fördern, weniger in Deutschland, wie die Wahlen zeigen).

 finanz-faschismus

Die Erkenntnis, wie sehr die Ausspähung aller Menschen  durch die USA, Großbritannien und deren übrige Vasallen ins Kraut geschossen ist, sollte uns klar machen, dass dieses mit dem Verfolgen-Können der Bewegungen durch die Überwachung der Kaufvorgänge noch um ein Vielfaches gesteigert würde. Menschen, die durch die Geheimdienste als störend für die Mächtigen angesehen werden, könnten nicht nur noch leichter überwacht, sondern auch viel leichter manipuliert und gegebenenfalls wirtschaftlich vernichtet werden. Man könnte noch leichter Kaufvorgänge simulieren, die diese ruinieren, als das sicher grundsätzlich auch heute schon möglich ist. Käme es zu offenen totalitären Entwicklungen, könnten Widerständige kaum noch „abtauchen“.

Und damit kommen wir auch zu den jetzt schon sehr weitgehend ausgegrenzten Menschen, die durch welche Umstände auch immer am Rande der Gesellschaft als Obdachlose oder sonstwie Mittellose leben, ja und vielleicht schlicht betteln. Oder solche, die einfach durch Straßen- (oder U-Bahn) Auftritte ihre paar Euro verdienen. Möglichkeiten für die Opfer des HARTZ IV-Regimes oder für Studenten, durch die eine oder andere kleine Handreichung ein paar Euron dazuzuverdienen, vorbei! Auch Migranten, die durch das erbarmungslose Nicht-Asyl-Regime in die Anonymität gedrängt wurden, haben keinerlei Möglichkeiten zu existieren! Nun ja, der auch seelisch und mental saturierte Bürger wird vielleicht vergnügt bei sich denken: na, da ist Schluss mit Frage, „haste mal ´n Euro?“. Der sei an die Worte von Pastor Martin Niemöller erinnert:

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Die wahren Profiteure: die Banken

Für wen aber ergibt sich der größte wirtschaftliche Vorteil? Na, wen sollte es allzusehr wundern, die Banken (http://tinyurl.com/qgbb3b6)! Diese sind immer wieder von der Möglichkeit „bedroht“, dass – gerade in Krisenzeiten – die Kunden die Auszahlung ihres Geldes verlangen, was zum schlichten Zusammenbruch führen würde, dem sogenannten Bank Run. Viel von dem Geld der Anleger zusätzlich zu dem aus der sogenannten Geldschöpfung benutzen sie nämlich, um neben der Kreditvergabe im großen Roulette mitzuspielen, das die Großbanken organisieren, die letztenendes am meisten vom „großen Spiel“ profitieren. Da kann man sich gut vorstellen, dass das Ende des Bargeldes so etwas wie die „Rettung des Bankensystems“ darstellen würde. Und wenn man in der Betrachtung bei den „Riesen“ des „Gewerbes“ angelangt ist, dann ist man zu so „erlauchten“ Namen wie Goldman Sachs vorgedrungen. Und diese Bank verbindet enormes wirtschaftliches Interesse mit der Politik und dem Interesse an totaler Kontrolle:

http://vimeo.com/48870455

 Übrigens werden sicher die grünen Scheine ($) nicht aus der Welt verschwinden, das Verschwinden des Euro als Bargeld würde auch da den Dollar ein wenig entlasten.

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Bis gestern hatten sie vorwiegend virtuelles Geld im Sack, morgen haben sie uns alle im Sack!

Wenn man dieses alles wirklich begriffen hat, dann wird man verstehen, gegen diese Pläne muss man aufstehen! Es gibt ein im Grundgesetz verankertes in Artikel 20, Absatz 4, verbrieftes Recht auf Widerstand, das gegen dieses menschenverachtenden Pläne wahrgenommen werden muss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsrecht

Wehrt Euch!

Andreas Schlüter

Weitere Links:

http://phraathit.wordpress.com/2013/05/19/abschaffung-des-bargelds-das-spiel-mit-dem-feuer/

Link funktioniert nicht mehr: https://www.youtube.com/watch?v=wVq8THYiFUc

bargeldlos: http://www.merkur-online.de/aktuelles/wirtschaft/schweden-schafft-bargeld-2769638.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/496284/Niederlaendische-Banken-ohne-Bargeld?from=gl.home_wirtschaft

Quarks & CO: https://www.youtube.com/watch?v=Y4knU0b3UiU&list=FLpscBjjE9uzTgf1MJ9tZlvQ&index=16

http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/nur-bares-ist-wahres-die-abschaffung-von-bargeld-birgt-risiken/

http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/86-kommentare/1750-laesst-sich-bargeld-restlos-abschaffen.html

http://www.deutschlandfunk.de/re-feudalisierung-und-privatisierung-der-macht.724.de.html?dram:article_id=99848

http://www.klarsicht-tv.de/index.php/geld-bank-geheimnisse/abschaffung-von-bargeld

http://madagaskar-blog.malala-madagascar.net/2009/07/geplante-abschaffung-von-bargeld-in-den-niederlanden-grossbanken-und-supermaerkte-hegen-solche-plaene/

Geophysikalische Gefahren: http://www.welt.de/wissenschaft/article9090079/Was-passiert-wenn-das-Erdmagnetfeld-kollabiert.html

Anfälligkeiten: http://www.tu-cottbus.de/fakultaet1/de/informatik/studium/studienbewerber/vortragsangebote-fuer-schulen.html

Bedohung: http://www.tu-cottbus.de/fakultaet1/de/informatik/studium/studienbewerber/vortragsangebote-fuer-schulen.html

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=79297&key=standard_document_47458483

Am Mittwoch, dem 5. September fand in der Ladengalerie der „Jungen Welt“ in Berlin eine eindrucksvolle Veranstaltung statt. Die außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Sevim Dağdelen, die in London Julian Assange in der Botschaft Ecuadors getroffen hatte, traf mit dem Botschafter Ecuadors in Deutschland, S. E. Jorge Jurado, der das Londoner Treffen vermittelt hatte, zusammen. Die Veranstaltung leitete der Chefredakteur der Jungen Welt, Arnold Schölzel. Unter den Gästen fanden sich auch die Botschafter Kubas, Raúl Becerra, und Venezuelas, Rodrigo Cháves Samudio, sowie Vertreter El Salvadors und Panamas.

Eindrucksvoll machte Sevim Dağdelen klar, dass es nicht darum gehe, die in Schweden eingeleitete Untersuchung wegen Vergewaltigung zu bewerten, sondern um die Tatsache, dass Assange mit seiner Organisation viele Verbrechen der USA aufgedeckt habe und ihn dies der Gefahr aussetze, dass Schweden ihn an die USA ausliefern könne und er dort mit schlimmster Verfolgung rechnen müsse – bis hin zur Todesstrafe. Die schwedischen Justizbehörden könnten Assange problemlos in der ecuadorianischen Botschaft befragen, was der ecuadorianische Botschafter bestätigte. Würde Schweden zusichern, Assange nicht an die USA auszuliefern, würde er sich dem Verfahren dort stellen. Ohne dies zu bewerten, gab Sevim Dağdelen an, Assange sei davon überzeugt, dass sich die Anschuldigungen als haltlos erweisen würden. 

Der ecuadorianische Botschafter legte dar, wie intensiv die westlichen Mainstream-Medien bemüht seien, Assange und WikiLeaks zu delegitimieren, ferner, wie sehr sie auch versuchen würden, Ecuador als ein Land darzustellen, das die Pressefreiheit nicht achte. Er verdeutlichte, dass es allerdings darum gehe, dem großen Kapital nicht zu erlauben, die Pressefreiheit zur Verleumdung und zu Lügen über die ernsthaften Bemühungen der ecuadorianischen Regierung für einen demokratischen Prozess zu missbrauchen, was der linken Öffentlichkeit hier z. B. zu Venezuela auch sattsam bekannt ist. Klar wurde in dem Gespräch auch ausgesprochen, wie wenig man dem US-amerikanischen System angesichts der Fortführung von Guantanamo in rechtlichen Fragen vertrauen kann. Auch das Beispiel Bradley Manning (der WikiLeaks wichtige Informationen zugespielt hatte) belegt dies nur zu gut. Glaubhaft wurde auch (nicht zuletzt durch die Anwesenheit von Personen anderer lateinamerikanischer Botschaften), dass es in Lateinamerika eine deutliche Solidarität über unterschiedliche politische Richtungen hinweg gegenüber diesem Schritt Ecuadors gäbe.

Erschreckend waren besonders die Informationen zur Androhung der Verletzung des Botschaftsstatus´ seitens Großbritanniens, auch wenn diese Drohung wohl inzwischen relativiert worden sind. Mir fällt dabei auf, wie sehr der Westen auch bereit ist, auf seinen eigenen „Narrativen“ zur „Freiheit“ herum zu trampeln angesichts des Ungarnaufstandes und der Flucht von Kardinal József Mindszenty in die US-Botschaft oder als die DDR-Bürger in die bundesdeutsche Botschaft in Prag flüchteten:

„DDR-Flüchtlinge hat es in unserer Prager Botschaft immer gegeben, seit wir (1974) das Palais Lobkowicz bezogen hatten.“[1], so Hermann Huber, Botschafter von Dezember 1988 bis 1992“ in der Prager Botschaft.

Wie nicht anders zu erwarten, gab es nicht nur Fragen einiger Gäste, die von weitgehender Unkenntnis und erheblicher Naivität zeugten, sondern auch solche, die wohl orchestriert erschienen und bei denen man den Eindruck bekam, dass es sich dabei um die üblichen lokalen Leumünder der USA handelte – kein unbekanntes oder neues Phänomen.

Dieser Abend zeugte vom Mut des Landes Ecuador und der mit ihm solidarischen lateinamerikanischen Länder gegenüber den USA, welche die Monroe-Doktrin „Amerika den Amerikanern“ immer ausgelegt haben als ganz „Amerika den US-Amerikanern“. Die Veranstaltung zeigte auch die Courage der LINKEN Bundestagsabgeordneten Sevim Dağdelen angesichts der politischen Willfährigkeit der übrigen deutschen Parteien gegenüber dem „Großen Bruder“ und stellte ihre große Denk- und Formulierungsschärfe unter Beweis. Von dieser Art würde man sich weit mehr Genossinnen und Genossen in unserer Partei wünschen. Anerkennen muss man, dass die Tageszeitung „Junge Welt“ für die linke Gegenöffentlichkeit wirklich unabdingbar ist.

Andreas Schlüter

Links:

http://www.sevimdagdelen.de/de/article/2801.pro_und_kontra_julian_assange.html

http://www.jungewelt.de/2012/09-07/049.php