Mit ‘Plagiat’ getaggte Beiträge

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Frau Ministerin (Dr. ?) von der Leyen, was macht Ihre Promotion? Diese Frage erhebt sich immer lauter:

http://www.merkur.de/politik/nach-plagiatsvorwurf-parteifreunde-halten-leyen-zr-5569704.html

Und sind Sie nicht auch oberste Dienstherrin der Universitäten der Bundeswehr? Schon ist ein anderer Kriegsminister vor Ihnen durch die Kugel des fundierten Plagiatsvorwurfs „gefallen“:

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https://wipokuli.wordpress.com/2011/03/01/ende-einer-selbstgewahlten-salamitaktik/

Allerdings, „gefallen“ sind viele vor ihm, ebenso sind ja auch schon andere Politiker dem Plagiat zum Opfer gefallen, wie die Bundesbildungsministerin.

Wie auch immer, ginge es wirklich nach Recht und Gesetz, dann würde über dem gesamten Kabinett das Damoklesschwert einer Anklage wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges schweben:

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https://wipokuli.wordpress.com/2015/12/04/in-aller-klarheit-die-deutsche-bundesregierung-plant-ein-verbrechen-und-der-bundestag-hilft/

Möge dieses Schwert endlich niederfallen!

Andreas Schlüter

http://www.news.de/politik/855621348/ursula-von-der-leyen-vroniplag-erhebt-plagiatsvorwuerfe-verteidigungsministerin-soll-bei-doktorarbeit-geschummelt-haben/1/

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/plagiatsvorwurf-gegen-ursula-von-der-leyen-cdu-kollegen-verteidigen-ministerin-a-1055006.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/ursula-von-der-leyen-koennte-laut-experten-doktortitel-verlieren-a-1055662.html

Ja, man erinnert sich gut, wie die Kanzlerin auf der CeBit der Bildungsministerin zu feixte, als der unsägliche „Transatlantiker“ zu Guttenberg (1) endlich seinen Hut nahm – http://de.gloria.tv/?media=134745! Allerdings fiel das Zurückfeixen bei Schavan irgendwie gequält aus, und im Nachhinein könnte man ihre Mimik auch vielleicht so deuten: „könnte ich auch mal vor dieser Situation stehen?“. Nun steht die Bildungsministerin selbst scharf in der Kritik zu ihrer Doktorarbeit (2) mit dem pikanten Titel „Person und Gewissen“. Sie könnte damit den Reigen der Politiker fortsetzen, die über akademische Verfehlungen bei der Erlangung – oder Erschleichung – der Doktorwürde gestrauchelt sind und das Hütchen abgeben mussten.

Doktortitel für wissenschaftliche Leistungen oder als fördernder Schmuck für Politiker?

Man kann sich schon mit einigem Recht die Frage stellen, ob der Doktorhut das Ehren-Utensil für gestandene wissenschaftliche Leistungen oder das modische Accessoires für aufstrebende Politiker sein sollte. Für eine Bildungsministerin ist diese Situation auf jeden Fall fatal. Sind die Vorwürfe so solide, wie es bis jetzt den Anschein hat, dann wird sie aus dem Amt „fallen“. Aber nicht nur ihr spezielles Ministeramt sorgt in diesem Falle für besondere Pikanterie, sondern eben auch der Titel der Arbeit, die in Erziehungswissenschaften angefertigt wurde, sowie die Tatsache, dass sie darüber hinaus Philosophie – und ach – Theologie studiert hatte. Erweist sich das bisherige Urteil zum Fall eben als gerechtfertigt, dann muss man feststellen, ihre moralische Qualität hätten diese Fächer nicht gesteigert. Könnten sich denn Politiker, falls sie sich nach welchen Gesichtspunkten auch immer, bewähren, nicht mit der Ehrendoktorwürde zufrieden geben? Aber so ein Hütchen ist eben der Karriere förderlich. Die Frage stellt sich, ob die richtige Auswahl des Doktorvaters – oder der Doktormutter – nicht bei jenen auch noch die Neigung steigert, dem wissenschaftlichen Ziehkind doch die politische Karriere zu erleichtern. Das würde das Feld des politisch-gesellschaftlichen Sumpfes deutlich erweitern.

Akademische Sünden und Manipulierbarkeit

Der zusätzliche katastrophale Effekt solcher Zustände liegt aber auch in der Gefahr, dass derartige Sünden den einzelnen Politiker erpressbar machen, ja außerdem darin, dass sie die Politik selbst von verschiedensten Seiten zusätzlich manipulierbar machen, wie das auch bei sonstigen Vergehen und Verfehlungen der Fall ist. Die Frage stellt sich, ob auch hier irgendeine Seite der Bundesregierung das Leben schwer machen möchte (das muss keineswegs die Opposition sein) oder gar Rache für „unseren Mann in der Bundesregierung“ nehmen wollte. Nur mal so eine Denkmöglichkeit! Die Vorlage dazu hätte sicher die Ministerin selbst geliefert. Parteien werden jedenfalls gut daran tun, bei der Auswahl für hohe Funktionen und Ämter die betreffende Person einer intensiven Befragung zu „akademischen Risiken“ zu unterziehen.

Andreas Schlüter

Links:

1)      https://wipokuli.wordpress.com/2011/02/24/karl-theodor-deutlich-geschrumpft-aber-noch-nicht-weg/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/03/07/zu-guttenberg-im-nachgang/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/03/01/ende-einer-selbstgewahlten-salamitaktik/

2)      http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-10/annette-schavan-doktorarbeit-plagiatsvorwurf-uni-duesseldorf

http://www.n-tv.de/politik/Gutachter-wirft-Schavan-Taeuschung-vor-article7465441.html

http://www.taz.de/Plagiatsvorwuerfe-gegen-Ministerin/!103264/

http://www.focus.de/politik/deutschland/annette-schavan-plagiatsjaeger-bemaengelt-92-seiten-der-doktorarbeit_aid_835385.html

Besser wäre es gewesen, gleich als ganzer Mann zurückgetreten zu sein! 

 

wenn die Beine etwas kurz erscheinen, so ist das nicht zufällig!

 

„heute durch die Brust geschossen“, lautet ein etwas kriegerisches altes Lied. Das fällt einem ein, wenn man sich das Geschehen um den ehrlicherweise als „Kriegsminister“ zu apostrophierenden zu Guttenberg anschaut (siehe vorheriger Artikel). Nun, der Besagte ist noch nicht (politisch) tot, aber liegt allem Anschein nach auf dem „Sterbelager“.

Der große Selbstinszenierer, der sich nicht scheute, in medial viele Menschen beindruckender Weise – was allerdings heutzutage nicht so selten ist – auch seine Familie, insbesondere seine Ehefrau, in die Inszenierungen einzubeziehen, hatte in der Öffentlichkeit unglaublichen Zuspruch erlebt, der Verbreitung seines Hofberichtserstattungsblattes „Bild“ entsprechend. Er marschierte auf der Beliebtheitsskala in einer Weise voran, die ohne Frage auch die Kanzlerin und Herrn Seehofer nicht uneingeschränkt glücklich machte. Allerdings wird auch „klammheimlich“ die neue Entwicklung die Beiden nicht uneingeschränkt glücklich machen, zu sehr zeigt das Geschehen die wahre Glaubwürdigkeit hinter allen „Indianerehrenwörtern“ und hochtrabenden Versicherungen.

 Was ist von Bekundungen der Art von „es hat zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung gegeben“ bis zum berühmten „unser Vorgehen ist absolut alternativlos“ zu halten, wenn ein so prominenter „Frontmann“ schon mit Erklärungen zu Sachverhalten, die er von A bis Z kennen sollte, weil sie eben ihn selbst betreffen, so seine Schwierigkeiten hat.

Die Versicherung, dass eine akademische Arbeit von einem selbst angefertigt wurde, hat wohl  gar den Rang einer eidesstattlichen Erklärung, erste Anzeigen wegen Delikten dieser Art von Falschaussagen sind schon eingegangen. Und das Ausmaß der entdeckten Plagiate scheint nun einen Umfang angenommen zu haben, der die schon von mir geäußerte (hypothetische) Möglichkeit greifbarer erscheinen läßt, der laxe Umgang mit der Quellenangabe könnte gar nicht sein Delikt sein, sondern das Werk von unlustigen MitarbeiterInnen.  dann aber wäre das akademische wie strafrechtliche Vergehen eben ein noch größeres! Das Debakel wäre komplett. Wäre dem so, wäre auch neben dem Ministerposten sein Bundestagsmandat in Gefahr, Immunität hin, Immunität her.

Keine Frage, der Minister wird dem kritischen Blick der Bayreuther Universität nicht so entkommen, wie heute, als dass Gros der Journalisten in der Bundespresskonferenz saß und er selbst schnell mal im Ministerium vor einer Handvoll von Journalisten und Kamerateams eine eilige Erklärung zusammenstoppelte, ja sich am Anfang noch verhaspelte. Die Universität Bayreuth steht jetzt unter erheblichem öffentlichen Druck, es geht um den Wert einer Promotion in der juristischen Fakultät. Und die Hinweise auf akademisches wie letzlich juristisches Fehlverhalten liegen nun in Hülle und Fülle vor.

Eine ganze Reihe von Textvergleichen findet sich als Anhang in der Rezension von Guttenbergs Dissertation, die Andreas Fischer-Lescano geschrieben hat, als PDF-Datei zugänglich unter http://linksunten.indymedia.org/de/node/34007. Die Verteidungsstrategie, die der „Verteidigungsminister“ wählen wird, liegt auf der Hand: er wird sagen, „ja, die „Paste“-Funktion habe ich benutzt, wollte die Textstellen aber selbstverständlich noch kenntlich machen, dann kam etwas dazwischen, und dann habe ich es vergessen!“. So hat er heute auch in seiner kurzen Erklärung von den Schwierigkeiten bei seiner Arbeit neben den ganzen übrigen Aufgaben auch noch „als junger Familienvater“ gesprochen. Man sah ihn regelrecht vor sich, in einem Arm einen Säugling, mit der anderen Hand mühsam den Computer bedienend, da kann sowas schon mal vorkommen! Aber was, wenn irgendjemand von den möglichen „Hilfskräften“ auch noch mal plaudern sollte? Wütende Äußerungen von Einigen, denen ihr geistiges Eigentum geraubt wurde, gibt es schon.

Dass der Minister bis zur Klärung – „aber nur bis zur Klärung“, sagte er optimistisch – seinen Doktortitel ruhen lassen will, wird wohl nicht viel helfen. Ich rechne mit einer Aberkennung, aber selbst eine Herunterstufung der Note wäre fatal. Der Schaden für seinen „Doktorvater“ ist auch nicht unerheblich.

Die wichtige Konsequenz ist aber, was sind die Aussagen solcher Figuren im Parlament, vor der Öffentlichkeit oder in Untersuchungsausschüssen wert?! Und daher wird nach einer Schamfrist, spätestens nach dem Verdikt der Universität, die Kanzlerin sich von ihm trennen müssen, wenn er ihr nicht zuvorkommt. Er ist (politisch) tot, ob er es nun weiß oder noch nicht. Allerdings, „tot“ in jenem Bereich ist anders, als bei „seinen“ Soldaten und den übrigen Opfern in Afghanistan nicht für immer tot. Nach fünf bis sechs Jahren werden wir ihn wieder auf der politischen Bühne sehen!

Andreas Schlüter