Mit ‘Münchner Sicherheitskonferenz’ getaggte Beiträge

diskussionsrunde

Es ist erstaunlich: viel wird sonst von der Münchner Sicherheitskonferenz aufgezeichnet und ist auch im Nachhinein zugreifbar. Die Diskussionsrunde mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz (Vorsitzender Auswärtiger Ausschuss des Bundestages) und dem iranischen Außenminister Salehi ist aber nirgends in vollem Umfang sichtbar. Dort fiel aber nun von Polenz eine Äußerung, die eben nicht mehr im Berichts auftaucht, die aber vor Allem den iranischen Außenminister sehr nachdenklich gemacht haben dürfte (siehe voriger Blog-Artikel: http://tinyurl.com/av9ftfu). Herr Polenz diente nämlich dem Außenminister an: „Sie sollten sich vielleicht so verhalten, wie sich damals Gaddafi verhalten hat“! Das müsste Salehi nun absolut überzeugt haben, denn die Früchte von Gaddafis Annäherung an den Westen sind ja in Libyen allüberall zu bestaunen. Und nicht nur dort, sondern auch in Mali!

Ich bin übrigens  jederzeit bereit, zur Richtigkkeit des Zitats meine Finger zu heben. Vorzuziehen wäre es aber, wenn jemand die Diskussion mitgeschnitten hätte und sie bei YouTube einstellen würde.

Andreas Schlüter

In München ist heute, am 4. Februar, die sogenannte „Sicherheitskonferenz“ zu Ende gegangen. Auch dieser Name ist dem Orwellschen Zeitalter geschuldet, denn eigentlich wäre es aufrichtiger, von der Unsicherheitskonferenz zu reden. Schließlich toben sich hier verbal vor Allem die Mächte aus, die um das letzte Imperium – die USA – gescharrt, die Welt mit ihrem gewalttätigen Größenwahn und ihrer Gier nach alleiniger Kontrolle der Ressourcen bedrohen.

Dennoch, manchmal blitzt selbst durch die Worte der Apologeten der imperialen Macht die Wahrheit auf. Den Vogel schoss in der Abschlussdiskussion Ruprecht Polenz (CDU-MdB, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages) ab, als er dem Iranischen Außenminister Salehi antrug (wörtlich): „Sie sollten sich vielleicht so verhalten, wie sich damals Gaddafi verhalten hat“ . Das wird sich Salehi sicher genau überlegen, denn die großartigen Ergebnisse sind ja in Libyen zu bestaunen!

polenz-usa

Aussprechen der Wahrheit, die allererste revolutionäre Tat!

Zu solchen Ereignissen einer „nebligen“ medialen Großwetterlage stehen immer noch Veranstaltungen innerhalb der LINKEN in wohltuendem Kontrast. Am Samstag fanden in Berlin, in der Bezirksgeschäftsstelle der LINKEN in Tempelhof-Schöneberg, die auf diesem Blog angekündigten „Inselgespräche“ (1) statt. Diese führen regelmäßig am ersten Samstag des jeweiligen Monats Jochen Scholz und der Autor (beide Mitglieder des Bezirksverbandes) durch. Es ging diesmal um Afrika:

Afrika: ein Kontinent wird ausgesaugt!

Dauermassaker im Kongo und der Zwischenseen-Region

Domino-Strategie von Libyen bis Mali“

Erfreulicherweise war es ein Gespräch unter afrikanischer Beteiligung, das durch Einführungsreferate von Jochen Scholz zu Libyen und Mali und vom Autor zum Kongo und der Zwischenseen-Region eingeleitet wurde. Hier wurde vorbehaltlos der Wahrhaftigkeit Respekt gezollt und die entscheidende Ursache in der Gier und der Machtbesessenheit der westlichen – heute vornehmlich der US-amerikanischen – Machteliten kam „auf den Tisch“. Das Leiden im Kongo und benachbarten Regionen (2) ist in erster Linie dem Westen und seinen örtlichen Helfern geschuldet, genau, wie die fundamentalistische Invasion Malis Ergebnis des Kolonialkrieges in Libyen durch die NATO mit ihrer Unterstützung der Al Qaida Kräfte ist. Der vermeintliche Arzt ist der Hauptverursacher der Krankheit!

Andreas Schlüter

1)      https://wipokuli.wordpress.com/2013/01/25/berlin-veranstaltung-fur-afrika-interessierte-am-2-februar/

https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/17/desinformation-auch-zu-ruanda-und-ost-kongo/