Mit ‘Mainstream’ getaggte Beiträge

Das ist eine gute Wahl, Unwort des Jahres 2015: „Gutmensch“. Die einsichtige Begründung:

„Als ‚Gutmenschen‘ wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen“, hieß es weiter. „Mit dem Vorwurf ‚Gutmensch‘, ‚Gutbürger‘ oder ‚Gutmenschentum‘ werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert.“

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gutmensch-ist-unwort-des-jahres-2015-a-1071545.html

Vorschlag für das Unwort des Jahres 2016: „Verschwörungstheorie“!

Das Wort „Verschwörungstheorie“ ist heute in seiner negativen Konnotation in weitverbreitetem Gebrauch, als negatives Totschlagargument zerstört es zwei wichtige Kategorien bzw. Begriffe, den Begriff der Verschwörung und die Kategorie der Theorie inklusive der Hypothese. Es soll skeptische Zeitgenossinnen und Zeitgenossen auf den Mainstream einschwören!

keule

Gesellschaft braucht Diskurs und Orientierung, auch Entscheidungen auf eingeschränkter Informationsgrundlage. Wirtschaft und politische Mächte nehmen sich die Freiheit der „Einschätzung“, der „Zivilgesellschaft“ und der „Gegenöffentlichkeit“ will man nur die Wahl lassen zwischen offiziellen Narrativen und „wasserdichten“, „gerichtsfesten“ Beweisen? Was nicht im Fernsehen zu sehen war, existiert nicht?

Wer leichtfertig mit dem Wort „Verschwörungstheorie“ um sich wirft, hat im Grunde jede gesellschaftliche Kompetenz verspielt, denn Politik ist im Wesentlichen Verschwörung. Anders ist es u. a. nicht zu erklären, dass man immer wieder Millionen von Menschen dazu bringen kann, sich in Kriegen zum Wohl einer kleinen Zahl von Leuten „verfeuern“ lassen.

Andreas Schlüter

Meine Beiträge zu den USA: https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

Zu Gladio, “NSU” & Geheimdiensten: https://wipokuli.wordpress.com/2011/11/12/%e2%80%9egladio-eine-%e2%80%9euntote-organisation/

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So brav wie wahrheitsgemäß gebe ich gleich hier am Beginn kund, dass ich es zufrieden bin, in Hamburg und nicht in Ostberlin aufgewachsen zu sein. Bin ich deswegen im „Reich des Guten“ groß geworden? Mitnichten!

„Mein großer Bruder“, der fraglos dafür gesorgt hat, dass mich keine Ostberliner Verhältnisse „heimsuchten“, hat mich mit aus vielen Teilen der Welt Geraubtem gefüttert. Während er versuchte, mich mit Milde gegenüber meinem „Tätervolk“ gewogen zu machen und viele wirkliche Täter entkommen ließ, hat er brutal Menschen anderswo in der Welt von ihrer Freiheit und den Früchten ihrer Arbeit abgehalten, die Köpfe ihrer Freiheitsbestrebungen abgeschlagen (wie Lumumba), dafür gesorgt, dass „unser Öl“ unter „deren Sand“ nicht in deren Hände geriet, faschistische Putsche gesteuert und Hunderttausende von Menschen in Südostasien mit Napalm verbrannt. Er hat das rassistische Apartheidregime in Südafrika gestützt, die Entrechtung der Palästinenser befördert und die Bewohner des Bikini-Atolls verstrahlt. Ach ja, und sogar im eigenen Land auf rassistischer Grundlage Menschen entrechtet und gar für medizinische Experimente missbraucht.

Meine ansatzweise „gemütlichen“ Jugendjahre verdanke ich aber auch der Oktoberrevolution, nicht nur, weil die Rote Armee und die Menschen der Sowjetunion den ungeheuerlichen „Blutzoll“ (ein widerliches Wort) dafür entrichtet haben, dass ich nicht im Nazi-Staat groß werden musste. Keine Frage, die Situation in der Bundesrepublik war für die große Zahl Menschen in der alten „BRD“ so „komfortabel“ wie kaum irgendwo sonst vorher, und bestimmt auch nicht für die große Zahl der Menschen im Lande des „großen Bruders“ selbst. Das teilten wir übrigens mit den Menschen in der DDR, denen es auch im Mittel besser ging als denen im Lande ihres „großen Bruders“. Warum war man so „nett“ zu mir? Weil es den Ostblock gab. Als er verschwand, war´s bald zu Ende mit dem „sozialen Zauber“.

Zur Sache

Wer wirklich etwas über Geschichte wissen will, weiß es: der Westen hatte ein großes Interesse daran, die DDR zu destabilisieren und es ist allerhand unternommen worden, um was dazu zu tun – dass die brutale Hand des Stalinismus´ eine große Zahl an Menschen in der DDR ihr nicht unbedingt gewogen machte, selbstverständlich eingeräumt. Als man dicht vorm Ziel war und das von Moskau hochgradig abhängige Regime sich nicht anders zu helfen wusste, baute es das, an das nach Ulbrichts Bekundungen zwei Wochen vorher angeblich noch niemand gedacht hatte, und am 13. August 1961 wurde die wahrlich grausame Mauer hochgezogen. Und in der Tat, Washington wusste, wie weit man gegangen war. Man wollte schließlich nicht das ganz große Schießen. Man hatte auch einen Teilerfolg erzielt. Die Attraktivität des „anderen Deutschland“ war für noch mehr Bundesbürger dahin, dieselben ihrem großen Bruder noch dankbarer. Der Fluss gefährlicher Gedankenkonzepte weitgehend unterbunden.

Kabarett oder/und Eselei?

Am 50. Jahrestag dieses wahrlich für viele Berliner einschneidenden Ereignisses hat nun die Junge Welt zusammen mit einem Papier aus der LINKEn, das sehr differenziert auf alle Aspekte des damaligen Geschehens eingeht (http://www.jungewelt.de/2011/08-13/003.php?sstr=13082011), auch eine deutlich ironische und kabarettistische „Danksagung“ an diesen historischen Vorgang sowie seine Akteure für bestimmte Folgen der Abschottung veröffentlicht:

„Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke

für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa

für 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen

für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit

für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen und »Tafeln«

für 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen

für 28 Jahre ohne Neonaziplakate »GAS geben« in der deutschen Hauptstadt

für 28 Jahre Geschichtswissenschaft statt Guidoknoppgeschichtchen

für 28 Jahre Club Cola und FKK

für 28 Jahre ohne Hedgefonds und Private-Equity-Heuschrecken

für 28 Jahre ohne Praxisgebühr und Zwei-Klassen-Medizin

für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe

für 28 Jahre munteren Sex ohne »Feuchtgebiete« und Bild-Fachwissen“

Da ist natürlich auch Einiges weggelassen, nämlich die Toten und Verletzten dieses „Friedenswalls“, das Zerschneiden von Familienbanden und Vieles mehr. Aber das, was da steht, ist irgendwie auch nicht zu bestreiten. Und es ist die „vordere Kehrseite der Medaille“, die Seite, die man heute auch sehen könnte, wenn man wollte.

Bei allem Verständnis hätte man der Redaktion mehr Feingefühl gewünscht, etwas, was auf der Website des Ostberliner Historikers Rudolf Reddig sich so produktiv mit historischem Verständnis wie mit sozialer Gesinnung mischt: http://www.geschichtsseiten.de/htm/berliner.htm . Indes, man wollte nicht auf den kabarettistischen Effekt verzichten, was allerdings auch das Recht eines Journalisten ist. Aber darauf hatten Einige nur gewartet.

Ein lästiges Korrektiv auf dem Weg in den „Mainstream“

Es ist kein Geheimnis, dass DIE LINKE eine hochkomplexe und vielfältige Partei ist. So nötig und so segensreich sie im bürgerlichen Parteiensumpf von CDU bis zu den Grünen ist, so sehen doch nicht alle in ihr die Gegnerschaft so klar, und eine ganze Reihe von Funktionsträgern haben nicht unerhebliche Sehnsucht, in diesen Sumpf ein bisschen mehr einzutauchen. Sie möchten sich dabei so wohl fühlen, wie die Grünen, denen die Wandlung von der Friedens- zur Kriegspartei so „gut“ getan hat, oder wie die SPD, die durch die Mutation von der Sozialdemokratie zur „Sozialabbau-Diktatur“ so viel bürgerlichen Applaus eingefahren hat. So haben sich diejenigen, die sich zu förderst das Ziel auf die Fahne geschrieben haben, vom Kommerz-medialen Mainstream sowie SPD und den Grünen das Etikett „regierungsfähig“ und „koalitionsfähig“ verliehen zu bekommen und zur „ganz normalen Partei“ zu werden, insbesondere in der parteiinternen Strömung „Forum Demokratischer Sozialismus“ zusammengeschlossen. Ihre „Jung-Kader“ finden sich im „Bundesarbeitskreis Shalom“ der Linksjugend `solid“, wo sie fleißig für Israels Politik und für die USA Reklame machen, dabei sind ihre Schutzpatrone Bodo Ramelow und Petra Pau.

Diesem bunten Treiben und der Zielsetzung, „gesetzte Normalität im System“ für DIE LINKE zu erreichen, ist die Junge Welt immer wieder in die Quere gekommen. Sie erfreut sich dabei insbesondere bei den Genossinnen und Genossen, die die Systemfrage und die Verwandlung einer neoliberalen Gesellschaft in eine demokratische und ergo sozialistische noch ernst nehmen, besonderer Beliebtheit. Das sie dabei nicht immer nur solidarisch war, ist etwas, mit dem man wohl leben müsste. Aber ihre oft sehr ausführliche und präzise Information sowie der scharfzüngige Stil sind auch eine ernsthafte Konkurrenz für das manchmal „gähn-verdächtige“ „Neue Deutschland“. Jedenfalls ist die Junge Welt für die LINKE auch ein wichtiger Partner und ein nötiges Forum, es ist wohl nicht verfehlt, sie als das Haus-Blatt der Linken in der LINKEn zu sehen.

Jetzt aber!

So ist die Freude bei einigen „LINKEn“ nun riesengroß, im Verein mit dem Mainstream und den anderen Parteien über Die Junge Welt herfallen zu können und alles in Gang zu setzen, sowohl die Linken in der LINKEn als auch die Junge Welt unter erheblichen Druck zu setzen. Dazu haben sie die Kampagne „No to Junge Welt“ ins Leben gerufen. Diese wird im Wesentlichen von den Leuten in der LINKEn betrieben, denen auch die linke Aktion „Freiheit durch Sozialismus“ (http://www.freiheit-durch-sozialismus.de/) ein Dorn im Auge ist, und die dagegen die (FDS)-Aktion „Freiheit und Sozialismus“ aufbauen. Dabei wollen diese Kräfte der Partei nun diktieren, keine Anzeigen mehr in der JW zu schalten und sie bei Veranstaltungen auszuschließen, sie wollen die Junge Welt schlicht kaputtmachen. Sollten sie damit durchkommen, stünde es deutlich schlechter um die Chance, unsere Partei als Gegengewicht zum grassierenden Neoliberalismus und der orwellschen „Friedenliebe“, also der verkappten Kriegslust der übrigen Parteien, auszubauen. Hätten sie damit Erfolg, müssten auch wir etwas ironisch an die Verantwortlichen der JW dies richten: „Wir sagen noch einmal Danke!“

Lasst es nicht dazu kommen, stärkt die Linken in der LINKEn, gerade, wenn Euch die Pseudolinken abgeschreckt haben mögen, tretet in DIE LINKE ein, stärkt die linke LINKE!

Andreas Schlüter

Warum gibt es DIE LINKE so, wie sie heute ist? Weil es viele Menschen gibt, die dies erkannt haben: die wichtigen Probleme, an denen viele Menschen in der Welt und in diesem Land leiden, lassen sich nicht auf der Basis von Eigennutz und Profitstreben lösen. Sei es die drohende Klima-Katastrophe, seien es Hunger und Krankheit, Krieg und Repression, seien es Lohn-Drückerei und Sozialabbau, seien es gesellschaftliche Ausgrenzung und nicht enden wollender Rassismus, all diese Übel werden durch die Motivationsbereiche Eigennutz und Profitstreben teils hervorgebracht, zumindest aber erheblich verstärkt.

Die Systemfrage

Da die derzeitige Wirtschaftsordnung des Kapitalismus sich aber gerade auf Eigennutz und Profitstreben stützt, ja diese zum hehren Gut emporstilisiert, ist diese Partei zur Systemfrage gezwungen. Diese wurde schon vor langer Zeit durch die damalige SPD gestellt, auch die Grünen waren einmal dicht an ihr dran, und ein wichtiger Teil unserer Partei kommt aus Zusammenhängen, die mit einem anderen Wirtschaftssystem verbunden waren. Die SPD und die Grünen sind den Weg ins System gegangen, die SPD ist zur HARTZ IV-Partei geworden, die Grünen haben ihr leuchtendes Grün in Olivgrün gewandelt. Die damalige PDS hat einen heroischen Kampf mit sich selbst ausgefochten, sich von Dingen zu lösen, die am Untergang des realen Sozialismus nicht unbeteiligt waren. Allerdings mag ein Teil von ihr sich zwar vom System, mit dem sie damals verbunden war, gelöst haben, aber nicht ganz davon, sich selbst nur „im System“ denken zu können, auch, wenn es jetzt ein anderes ist.

Die Einzige

Wie dem auch immer sei, DIE LINKE ist die einzige nennenswerte Kraft, die einzige Partei, die von ihrer Größe her ins Gewicht fällt, die zur Systemfrage in der Lage ist. Sie ist die einzige im Bundestag verbliebene Partei, die sich der Entmenschlichung der Gesellschaft zugunsten der Bilanzen, die sich dem endgültigen Versinken dieses Landes in imperialer Kriegspolitik entgegenstemmen kann.

Damit hat sie Gegner in Hülle und Fülle: das US-Imperium, das europäische und deutsche Kapital, seine politischen Handlanger, seine medialen Speichellecker sowie die Parteien, die ihre fortschrittliche Seele längst verkauft haben, und denen wir ihr Spiegelbild vorhalten. Glauben wir wirklich, wir könnten in „friedlicher Koexistenz“ mit diesen Kräften, in einer Art „Burgfrieden“ mit ihnen existieren, zwischen ihnen „Normalität“ genießen? Die Tatsache, dass wir diejenigen sind, die auf das Grundgesetz pochen, wird dies nicht ermöglichen, es steigert den Hass auf uns.

Wird man uns lassen?

Und die wirklich Reichen und Mächtigen werden darauf verzichten, alles zu tun, um uns zu zerstören? Da müsste man schon sehr naiv sein, um das zu glauben. Werden sie weniger aufwenden, als die Machthaber der DDR-Staatsbürokratie gegen ihre Gegner aufgewandt haben? Nein, sicher nicht. Zwar sind die Kräfte des Imperiums mit so vielen Mitteln ausgestattet, dass sie mehr auf Zuckerbrot denn auf Peitsche setzen können, aber zerstört werden muss! Haben sie nach dem Ende des Kalten Krieges ihre „Dienste“ abgebaut? Nein, ganz bestimmt nicht!

Wir sollen also wissen, was gegen uns getan wird. Wir werden diffamiert. Wir werden mit dem „Stalinismus-Vorwurf“ beschmiert. Das scheint nicht mehr richtig zu ziehen, da werden wir mit dem „Antisemitismus“-Vorwurf beworfen. Aber medial inszenierte Diffamierungen kommen nicht nur von außen. Natürlich sponsern die Kräfte, die uns los werden wollen, diejenigen, die menschlichen Versuchungen zu erliegen drohen, dies es gern bequemer und „staatstragender“ hätten. Die gerne „koalitions“- und „regierungsfähig“ genannt werden möchten, egal, wer das Etikett verleiht.

Wir wollen

Keine Frage, wir sind ja Verfechter wirklichen Parlamentarismus´, wir wollen ja die Gesellschaft verändern, zu Gerechtigkeit und Friedlichkeit, da sind wir weder grundsätzlich gegen das Regieren noch gegen das Koalieren, aber zu einem konstruktiven Ende. Für uns kann nicht gelten: Dabeisein ist alles! Wir sind nicht dafür da, einfach nur hoffnungsvollen jungen Leuten zur „Politik als Beruf“ zu verhelfen, ihnen als Fan-Club zu dienen. Wir sind kein Wahlverein wie die beiden großen US-amerikanischen Parteien.

Sie sind da

Wir sollen uns aber auch darüber klar sein, man wird Agenten auf uns ansetzen! Das darf uns nicht zu stumpfsinniger Verdächtigungsorgie führen, aber nicht alle, die uns in der Partei und der Sache schaden, tun dieses nur aus Gründen individueller Schwäche und Opportunismus, oder mangelnder Klarheit.

Mit drei verschiedenen Agententypen werden wir es zutun haben: 1) Entpolitisierer, diejenigen, die mit fadenscheinigen Argumenten die politische Spitze abbrechen wollen, die uns auf alberne Nebenkriegsschauplätze führen wollen. 2) „Agent provocateur“, der oder die uns durch illegale Handlungen oder politisch blödsinnige oder gefährliche Äußerungen skandalisieren soll. 3) Chaotisierer und Intrigant, soll uns die Arbeit erschweren. Dieser Typ kann mit 1 oder 2 verbunden sein. Nach Lage der Dinge sind 1) und 2) nicht kombinierbar.

Es ist eine Sache der politischen Klugheit, sich darauf einzustellen. Je umfassender wir auch den Wissens- und Analysestand der Mitgliedschaft zu stärken wissen, je gefeiter werden wir dagegen sein, diesen Kräften auf den Leim zu gehen.

Wir geben nicht auf

Keinen Grund geben die derzeitigen Umfragen zu Euphorie. Aber Anpassung an den bürgerlichen Mainstream wird uns nicht helfen. Das HARTZ IV-Regime herrscht weiter, voran schreitet die Überführung des Arbeitsmarktes in einen allumfassenden Niedriglohnsektor, weiter geht die Zerstörung des Gesundheitssystems, voran schreitet die Militarisierung und Orientierung auf imperiale Kriegspolitik. Ein US-Präsident, der einer immer noch von Rassismus bedrohten Minderheit in den USA entstammt, hat die US-Politik nicht friedlicher gemacht, weil er nur „im Amt“, aber nicht „an der Macht“ ist. Immer brutaler wird der Wille der wirklich Mächtigen in den USA sichtbar, die ganze Welt in ihr unbegrenztes Spielfeld zu verwandeln, in „grüne“ und „rote“ Zonen einzuteilen, die Menschen gegeneinander auszuspielen und vor keinem Verbrechen zurückzuschrecken.

Ich sehe viele Entwicklungen in meiner Partei mit großer Sorge, aber ich setze darauf, dass letztendlich die große Zahl der Mitglieder verhindern wird, dass DIE LINKE den Weg der SPD und der Grünen nachgeht. Stärken wir sie und helfen ihr aus Irrwegen und Sackgassen heraus, nehmen wir uns vor Opportunismus und Einknicken in Acht!

Andreas Schlüter

Wieder zeigt sich, dass eine der Funktionen des Nahostkonflikts für das Imperium das Arbeiten an der Zerstörung linker, antiimperialistischer und antirassistischer Bewegungen ist. Dabei spielen auch immer jeweilige 5. Kolonnen eine Rolle. Zum Thema hier eine kleine Sammlung von Links, weit entfernt von jeder Vollständigkeit:

http://www.jungewelt.de/2011/06-11/049.php

http://www.jungewelt.de/2011/06-11/050.php

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1477650/

http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/APELL_parteivorstand_der_linken_fairplay_fuer_palaestina.htm

http://www.alternativenews.org/english/index.php/blogs/michael-warschawski/3657-solidarity-with-palestinians-and-anti-semitism

https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2011/01-14/054.php

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,767837,00.html

http://www.nrw.vvn-bda.de/texte/0811_israelkritik.htm

http://www.palaestina-portal.eu/kampagnenjournalismus_hasbara_jagd_auf_die_linke.htm#11.6.2011

http://paper.li/Gegenstrom/1306971938?utm_source=subscription&utm_medium=email&utm_campaign=paper_sub

 Andreas Schlüter