Mit ‘Dollar’ getaggte Beiträge

Langsam werden die Bürgerinnen und Bürger etwas aufmerksamer hinsichtlich explodierenden Ausspähung durch die US-gesteuerten Geheimdienste (und ihrer Helfershelfer vor Ort) sowie der ungebrochenen und verstärkten Brutalität des imperialen militärischen Vorgehens. Und das ist auch gut so! (http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/geheimerkrieg269.html)

bargeldlos

Was aber offenbar noch nicht „auf dem Schirm“ ist, ist ein nahezu diabolisch-perfider Plan, der auf den ersten Blick so harmlos daher kommt: die Abschaffung des Bargelds! Da zuckt der „normale Konsumbürger“ zuerst einmal die Schultern, dauernd zahlt er mit seiner Kreditkarte – die ihn nicht zuletzt zu unbedachterem Kaufverhalten verführen sollte – und führt seine Überweisungen arglos über das Internet durch, oder nutzt Paypal oder ähnliche Systeme. Andere, die eigentlich schon zu den „normaleren“ Mitbürgern der in den „unteren Teilen“ noch mehr verarmenderen Bevölkerung gehören, mögen sagen: Quatsch, das geht doch gar nicht, ich habe gar keine Kreditkarte!

Liebe Leute, Ihr werdet Euch wundern, was alles geht!

Der Zuckerguss

Und es wär ja auch so toll:  es würde keine Banküberfälle mehr geben, da in den Banken kein Bargeld mehr vorhanden sei, hallt es lautstark aus der schwedischen Bankengewerkschaft (http://tinyurl.com/cg83cw8). Dort, in Schweden, ist das Endspiel gegen das Bargeld schon in vollem Gange. Man kann auf der Straße auch nicht mehr seiner Barschaft beraubt werden (was ja nicht ausschließt, dass man dafür seiner übrigen Wertsachen verlustig gehen könnte). Manche schlecht bezahlte Kassiererin mag sich auch auf den ersten Blick freuen, dass sie mit dem Verzählen und kleinen Fehlbeträgen keine Probleme mehr haben würde. Dass vielleicht irgendwann die gekauften Dinge in einen Kasten gelegt werden müssen, in dem automatisch die Preise elektronisch ermittelt werden, und der erst nach Entrichten des virtuellen Geldes über die Geldkarte die Waren wieder freigibt, das mag sie sich vielleicht nicht vorstellen. Auch in Holland laufen übrigens Bestrebungen, Bargeld abzuschaffen auf Hochtouren: http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/496284/Niederlaendische-Banken-ohne-Bargeld?from=gl.home_wirtschaft .

sonnensturm

Wider alle Gefahren

Nun ist die ausufernde Digitalisierung des Lebens ohnehin schon voller Gefahren, die sowohl aus der Natur als vom Menschen stammen. Eine sehr ernste Gefahr für die digitale wie grundsätzlich elektronische Welt stellen Sonnenstürme dar (http://tinyurl.com/7slzouy). Die mögliche Umkehrung der Magnetpole der Erde (aus der Erdgeschichte als immer wiederkehrendes Phänomen bekannt) würden vorübergehend die Erde recht schutzlos der die Elektronik gefährdenden Strahlung der Sonne aussetzen (http://tinyurl.com/pyegcfy). Auseinandersetzungen zwischen Staaten und Blöcken drohen zunehmend ihren Niederschlag in der „Cyber-Welt“  zu finden (http://tinyurl.com/n3kl2tz). Vielleicht sind sogar Putins zurückhaltende Position in der Snowden-Affäre und seine kryptischen Äußerungen zur Sache auf solche Bedrohungen zurückzuführen (http://tinyurl.com/oqsrlaw). Sebstverständlich wird auch die Internetkriminalität zu Recht immer wieder als ernste Gefahr geschildert.

Die ohnehin gegebenen Gefahren für die Gesellschaft bei einem massiven Ausfall der Elektronik, der die Energie- und Wasserversorgung sowie Transportsysteme lahmlegen würde (http://tinyurl.com/q8qkyx3), würden sich bei Fortfall von Zahlungsmitteln, die nicht von diesen Systemen abhängig sind, verschärfen bzw. viel früher einstellen. Kann ich im Laden nicht mehr kaufen, bleibt mir nur noch die Plünderung, um mich vor dem Verdursten oder Verhungern zu retten!

Auch Wirtschaftsexperten warnen übrigens eindringlich vor solchen Entwicklungen (http://tinyurl.com/lpjq4c9).

 Warum dann dieser Wahnsinn?

Wenn also Wirtschaft und Politik solche hochriskanten Zustände anstreben, dann muss es sehr viel zu gewinnen geben! Und das ist in der Tat so. Ein leeres Portemonnaie ist immerhin noch dem Einen oder Anderen ein gutes Warnzeichen der Endlichkeit der eigenen Mittel. Das ist der Wirtschaft wohl bekannt. Der durch Werbung mit raffiniertesten wissenschaftlichen Mitteln induzierte Konsumwahn oder der betrügerische Verkauf von Immobilien, in den oft gerade Menschen mit geringerem Einkommen gezielt getrieben werden, führt schon jetzt zu viel Leid und Verzweiflung (http://tinyurl.com/k7bxbdm) und stellt die Gesellschaft vor nicht unbeträchtliche Probleme (wovon Schuldnerberatungsstellen ein Lied singen können), dies würde sich für viele Menschen im Alltags-Kaufverhalten noch steigern, aber solange es die Geschäfte nicht stört…..

Daher ist für die „normale“ Wirtschaft diese Entwicklung voll kurzfristiger Verlockungen, zumal die Ausrüstung für den bargeldlosen Zahlungsverkehr weitgehend vorhanden ist. Die Werbewirtschaft frohlockt selbstverständlich ob der damit noch ausgedehnteren Möglichkeiten durch entsprechende Programme das Kaufverhalten noch „besser“ beobachten und somit beeinflussen zu können zu können.  Und damit kommen die extremen Gefahren für Demokratie und Menschlichkeit ins Spiel.

Die vollständige Kontrolle

Keine Frage, mit dem „Faschismus-Verdacht“ wird hin und wieder gefährlicher, weil inflationierender und diffamierender Unfug getrieben, wie uns die absurden Vorwürfe gegenüber den Bemühungen, in den USA eine  flächendeckende Krankenversicherung zu schaffen, eindringlich zeigen (die „Teaparty“ macht aus den Bemühungen gleich den Versuch, Faschismus und Kommunismus in Einem in den USA einzuführen). Auch unserer Gesellschaft ist solch Treiben nicht fremd. Aber ich behaupte hier: neue Entwicklungen zu „prae-faschistischen“ Entwicklungen drohen keineswegs nur von dem Häufchen dummdreister Neu-Altnazis der NPD (so gefährlich ihre angebundenen Schlägerbanden individuell gerade Menschen, die aus anderen Weltgegenden stammen, werden können, und so sehr der rechtsextreme Terror ein ernstes Sicherheitsproblem darstellt). Die wirklich gesamtgesellschaftlichen Gefahren der Grundlagenbildung für totalitäre und faschistische Herrschaft kommt nicht mit Hakenkreuzfahnen und Gegröhl auf uns zu, sondern im Gewande von „Alternativlosigkeit“, „Sachzwängen“ und „Pragmatismus“. Und sie kommen durch das geschickte Aushebeln der Demokratie durch falsche Konzeptionen der europäischen Einigung auf uns zu (die in vielen Ländern allerdings  auch klassische rechtsextreme Parteien fördern, weniger in Deutschland, wie die Wahlen zeigen).

 finanz-faschismus

Die Erkenntnis, wie sehr die Ausspähung aller Menschen  durch die USA, Großbritannien und deren übrige Vasallen ins Kraut geschossen ist, sollte uns klar machen, dass dieses mit dem Verfolgen-Können der Bewegungen durch die Überwachung der Kaufvorgänge noch um ein Vielfaches gesteigert würde. Menschen, die durch die Geheimdienste als störend für die Mächtigen angesehen werden, könnten nicht nur noch leichter überwacht, sondern auch viel leichter manipuliert und gegebenenfalls wirtschaftlich vernichtet werden. Man könnte noch leichter Kaufvorgänge simulieren, die diese ruinieren, als das sicher grundsätzlich auch heute schon möglich ist. Käme es zu offenen totalitären Entwicklungen, könnten Widerständige kaum noch „abtauchen“.

Und damit kommen wir auch zu den jetzt schon sehr weitgehend ausgegrenzten Menschen, die durch welche Umstände auch immer am Rande der Gesellschaft als Obdachlose oder sonstwie Mittellose leben, ja und vielleicht schlicht betteln. Oder solche, die einfach durch Straßen- (oder U-Bahn) Auftritte ihre paar Euro verdienen. Möglichkeiten für die Opfer des HARTZ IV-Regimes oder für Studenten, durch die eine oder andere kleine Handreichung ein paar Euron dazuzuverdienen, vorbei! Auch Migranten, die durch das erbarmungslose Nicht-Asyl-Regime in die Anonymität gedrängt wurden, haben keinerlei Möglichkeiten zu existieren! Nun ja, der auch seelisch und mental saturierte Bürger wird vielleicht vergnügt bei sich denken: na, da ist Schluss mit Frage, „haste mal ´n Euro?“. Der sei an die Worte von Pastor Martin Niemöller erinnert:

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Die wahren Profiteure: die Banken

Für wen aber ergibt sich der größte wirtschaftliche Vorteil? Na, wen sollte es allzusehr wundern, die Banken (http://tinyurl.com/qgbb3b6)! Diese sind immer wieder von der Möglichkeit „bedroht“, dass – gerade in Krisenzeiten – die Kunden die Auszahlung ihres Geldes verlangen, was zum schlichten Zusammenbruch führen würde, dem sogenannten Bank Run. Viel von dem Geld der Anleger zusätzlich zu dem aus der sogenannten Geldschöpfung benutzen sie nämlich, um neben der Kreditvergabe im großen Roulette mitzuspielen, das die Großbanken organisieren, die letztenendes am meisten vom „großen Spiel“ profitieren. Da kann man sich gut vorstellen, dass das Ende des Bargeldes so etwas wie die „Rettung des Bankensystems“ darstellen würde. Und wenn man in der Betrachtung bei den „Riesen“ des „Gewerbes“ angelangt ist, dann ist man zu so „erlauchten“ Namen wie Goldman Sachs vorgedrungen. Und diese Bank verbindet enormes wirtschaftliches Interesse mit der Politik und dem Interesse an totaler Kontrolle:

http://vimeo.com/48870455

 Übrigens werden sicher die grünen Scheine ($) nicht aus der Welt verschwinden, das Verschwinden des Euro als Bargeld würde auch da den Dollar ein wenig entlasten.

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Bis gestern hatten sie vorwiegend virtuelles Geld im Sack, morgen haben sie uns alle im Sack!

Wenn man dieses alles wirklich begriffen hat, dann wird man verstehen, gegen diese Pläne muss man aufstehen! Es gibt ein im Grundgesetz verankertes in Artikel 20, Absatz 4, verbrieftes Recht auf Widerstand, das gegen dieses menschenverachtenden Pläne wahrgenommen werden muss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsrecht

Wehrt Euch!

Andreas Schlüter

Weitere Links:

http://phraathit.wordpress.com/2013/05/19/abschaffung-des-bargelds-das-spiel-mit-dem-feuer/

Link funktioniert nicht mehr: https://www.youtube.com/watch?v=wVq8THYiFUc

bargeldlos: http://www.merkur-online.de/aktuelles/wirtschaft/schweden-schafft-bargeld-2769638.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/496284/Niederlaendische-Banken-ohne-Bargeld?from=gl.home_wirtschaft

Quarks & CO: https://www.youtube.com/watch?v=Y4knU0b3UiU&list=FLpscBjjE9uzTgf1MJ9tZlvQ&index=16

http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/nur-bares-ist-wahres-die-abschaffung-von-bargeld-birgt-risiken/

http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/86-kommentare/1750-laesst-sich-bargeld-restlos-abschaffen.html

http://www.deutschlandfunk.de/re-feudalisierung-und-privatisierung-der-macht.724.de.html?dram:article_id=99848

http://www.klarsicht-tv.de/index.php/geld-bank-geheimnisse/abschaffung-von-bargeld

http://madagaskar-blog.malala-madagascar.net/2009/07/geplante-abschaffung-von-bargeld-in-den-niederlanden-grossbanken-und-supermaerkte-hegen-solche-plaene/

Geophysikalische Gefahren: http://www.welt.de/wissenschaft/article9090079/Was-passiert-wenn-das-Erdmagnetfeld-kollabiert.html

Anfälligkeiten: http://www.tu-cottbus.de/fakultaet1/de/informatik/studium/studienbewerber/vortragsangebote-fuer-schulen.html

Bedohung: http://www.tu-cottbus.de/fakultaet1/de/informatik/studium/studienbewerber/vortragsangebote-fuer-schulen.html

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=79297&key=standard_document_47458483

Seit geraumer Zeit geht ein Raunen um, es würde zum Krieg gegen den Iran kommen. Bereits 2007 plauderte der US-General im Ruhestand, Wesley Clarke, über ein Papier, von dem er kurze Zeit nach Nine Eleven erfuhr, das sieben Länder enthielt, die innerhalb von fünf Jahren zum „Regime-Change“ bekriegt werden sollten, neben Libyen und Syrien als „krönender Abschluss“ war darin der Iran enthalten (http://www.youtube.com/watch?v=SXS3vW47mOE). Nun, man ist dem Zeitplan deutlich hinterher, aber der Kolonialkrieg in Libyen zeigt, dass die Liste wohl nicht an Aktualität verloren hat.

Kriegstrommler

Nach den höchst windigen Vorwürfen angeblicher Attentatspläne des Iran gegen den Saudischen Botschafter im Oktober schwillt das Schlagen der Kriegstrommeln wieder an. Dabei sind die „üblichen Verdächtigen“, die USA, Israel und Großbritannien die lautesten Trommler. Was treibt die Regierungen dieser Länder zu solchen Wahnsinnsplänen? Oder sind es vielmehr die wahren Mächte hinter den Regierungen? Eine wirkliche Angst vor dem Iran, dessen Regierung sicher einem Menschen linker Gesinnung keine reine Freude machen kann, als Bedrohung des nah- und mittelöstlichen oder gar des Weltfriedens, wäre an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Seit undenklichen Zeiten ist vom Iran kein Krieg ausgegangen. Dass es wirkliche Bestrebungen im Iran gäbe, Atomwaffen herzustellen, ist durch nichts bewiesen. Allerdings ist vorstellbar, dass solch Bestreben durch die permanenten Kriegsdrohungen als Reaktion resultieren könnte. Dann könnte man bald vielleicht Beweise finden und hätte aber den „Kriegsgrund“ selbst erzeugt.

Die wahren Mächtigen

In den USA ist die Demokratie längst zur Farce verkommen und die Politik wird vom militärisch-industriell-geheimdienstlichen Komplex gesteuert, wie z. B. das detailreiche und gründlich recherchierte Buch „Family of Secrets“ von Russ Baker (http://tinyurl.com/64gplzl, u. http://tinyurl.com/64gplzl) belegt. Dass es auch unter Obama mit „Change“ nicht wirklich etwas ist, wird zunehmend offenbar. Unter keinem US-Präsidenten sind so viele Menschen durch „Drohnen“-Angriffe umgebracht worden, wie unter dem „Friedens-Nobelpreisträger“ (http://uweness.eu/usa.html, http://uweness.eu/illegaler-krieg.html). Zur Macht in den USA und ihrer globalen Perspektive geben auch diese beiden Beiträge Aufschluss: https://wipokuli.wordpress.com/2011/04/24/allmacht-usa-und-kein-ende-1-folge/ und https://wipokuli.wordpress.com/2011/05/20/allmacht-usa-und-kein-ende-werkzeuge/.

Auch Großbritannien hat spätestens nach dem „Thatcherismus“ politisch komplett vor dem Kapital kapituliert. Die kapitalgesteuerte politische Klasse Großbritanniens ist den USA weitgehend angebunden, „scherzhaft“ spricht man auch vom „51st State“. Genau wie die Kapitalisten der USA haben auch die der Insel weitgehend auf Deindustrialisierung und entfesselten Finanzkapitalismus gesetzt. In Israel, das materiell weitgehend am Tropf der USA hängt, ist der „militärisch-industrielle Komplex“ mit der „Sicherheits-Industrie“ eine der tragenden Säulen der Wirtschaft. Er ist eng verbunden mit der inzwischen völlig vom „Hardcore-Zionismus“ beherrschten politischen Klasse, die „linkszionistische“ Elemente weitgehend ausgesondert hat, von „Friedensbewegten“ ganz zu schweigen. Dieser Hardcore-Zionismus drängt weiter darauf, sich des ganzen ehemaligen Palästinas zu bemächtigen (wie die Karte des Ministeriums für Einwanderung zeigt: http://www.moia.gov.il/Moia_en/Offices/Map.htm) und hat immer noch den „Transfer“, die endgültige Verbringung der Palästinenser „über den Jordan“ zum Ziel. Wie sich das auf die Palästinenser unter Besatzung auswirkt, kann man auch auf dieser Website absehen: http://www.nilin-village.org/.

Was wäre wenn?

Sollte es nun wirklich so sein, dass das anhaltende Bedrohungsszenario gegen den Iran dessen Regierung (die unter der Aufsicht repressiver aber politisch sehr rationaler Mullahs steht) dazu getrieben hätte, sich um Atomrüstung zu bemühen, was dann? „So what?!“, kann man da nur sagen. Es ist völlig klar, dass die Mullahs nicht irgendeines Hasses auf das expansionistische Israel wegen die Existenz des Iran aufs Spiel setzen, denn Israel hat 200 bis 300 Atomsprengköpfe und eine ausgedehnte „Zweitschlags-Kapazität“ nicht zu letzt der von Deutschland gelieferten Super-U-Boote wegen. Damit „spielt“ Israel atomar in der Klasse von Großbritannien und Frankreich. Von irgendeiner existenziellen Bedrohung durch eine regionale Militärmacht oder staatliche Allianz zu sprechen, belegt entweder komplette Ignoranz oder einen sehr ausgeprägten Willen zum Lügen. Auch zwei, fünf oder zehn atomare Sprengköpfe in der Hand der iranischen Regierung wären zwar unerfreulich (wie all die anderen abertausende Sprengköpfe anderer Regierungen), aber keineswegs existenzbedrohend für Israel, wenn es nicht selbst zum Angriffskrieg schritte. Solche Sprengköpfe würden allerhöchstens das Drohpotenzial Israels bedrohen, so, wie das lange im Kalten Krieg als „Gleichgewicht des Schreckens“ der Fall war.

Warum also?

Eine allgemeine Antwort wäre in der marxistischen Erkenntnis der Kriegslüsternheit des „Kapitals“ im Krisenfalle zu suchen. Aber etwas konkreter wäre schon gut. Da haben wir zuerst das kleine Land Israel, von dem ein normaler Mensch zuvörderst annehmen sollte, dass es vor Allem an einem interessiert sein sollte, am Frieden. Aber da der Zionismus nicht vom „Transfer“-Traum abgerückt ist, sich zunehmender Kritik in der „Weltgemeinschaft“ ausgesetzt sieht, auch immer mehr fortschrittliche und friedliebende Juden der Diaspora in die wachsende allzu berechtigte Kritik an Israel einstimmen und ihr psychologische Legitimation verleihen, weiß man auf der Basis dieser Ideologie, er wird nur durchführbar sein, wenn man der Welt eine akute Bedrohungssituation vorgaukeln kann. Dafür böte ein regionaler Flächenbrand, der nicht nur andere Staaten der Region, sondern auch die Palästinenser in seinen Sog ziehen würde, eine „passable“ Gelegenheit, zumal, wenn man weiß, dass regional einem militärisch „keiner kann“. Man würde also aus „präventiven“ Gründen den Iran bombardieren, Solidarität in der islamischen Welt anfachen, könnte die Syrer, vielleicht andere Staaten und die Hisbollah und palästinensische Gruppen zu Militäraktionen anstacheln und müsste halt die „Bedrohung“ in der Westbank „wegschaffen“.

Da sich bei solcher zuerst regionalen Krise der Erdölpreis erhöhen würde, dieser in Dollar entrichtet werden muss, würde dieses die Dollarnachfrage enorm ankurbeln, etwas, an dem die USA natürlich Interesse haben. Dass diese Krise sich wieder in der Nachbarschaft Europas abspielen würde, eine Einbindung Großbritanniens Europa ins Visier konventioneller iranischer Raketen rücken könnte, fein fürs US-Imperium. Und vergessen wir eben nicht: „seven countries in five years“! Das sich die USA bös verrechnen könnten, nicht nur hinsichtlich der Kosten (sie haben schon jede Menge Kosten für ihre imperialen Kriege „am Hals“), sondern vielleicht auch ernster Schritte seitens Russlands und Chinas wegen, steht auf einem anderen Blatt. Besorgniserregender Weise ist aber das US-Kapital zunehmend auf Katastrophen aus, wie man ganz hervorragend und sehr ausführlich bei Naomi Klein (http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/LP_978-3-10-039611-2.pdf) nachlesen kann.

Fünf vor Zwölf

Bedenken wir also, die „Rationalität“ der Mächtigen in den genannten Ländern ist eine andere als die „Rationalität“ normaler friedliebender Menschen. Diejenigen, die an Gerechtigkeit, Ausgleich und Frieden interessiert sind, müssen auch in dieser Frage ihre Stimme erheben. Am Ausgangspunkt dieses Protestes muss aber der Protest gegen die Wahrheitsverdrehung der „existenziellen Bedrohung Israels“ stehen. Auf dieser haarsträubenden Lüge basiert das Gebäude der Kriegspropaganda. Die Medien spielen diese Melodie in Trommelfell zerfetzender Weise. Ja, Israel könnte auf Dauer bedroht sein, nämlich durch die perverse Logik jener Fanatiker, denen mehr als Dreiviertel von Palästina nicht genug sind. Wenn wir diese Fanatiker attackieren, und dann mit einem pervertierten „Antisemitismus“-Vorwurf beworfen werden, dann wissen wir den aufrechten Mahner gegen diesen Irrsinn, den israelischen Professor Moshe Zuckermann, an unserer Seite: http://www.bremerfriedensforum.de/bilddat/interview_zuckermann.pdf und http://rhizom.blogsport.eu/tag/moshe-zuckermann/.  Auch die israelische Zeitung HAARETZ kann bei diesen Plänen nur von Wahnsinn schreiben (http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/insanity-not-logic-guides-israel-s-leadership-1.393940). Vergessen sollten wir aber eben nicht, über die wirkliche Möglichkeit zum Krieg wird in den USA entschieden.

Andreas Schlüter

Hoffen wir und handel wir dafür, dass Jimmy Cliff nicht die neue Version seines alten Vietnamsongs bald um einen weiteren Ländernamen ergänzen muss: http://tinyurl.com/3kzugvt!

Kräftig lodern die Flammen der demokratischen Empörung gegen die imperial gestützten Potentaten in der Arabischen Welt. Die westlichen Brückenköpfe in Tunesien und Ägypten sind am Fallen und der „Flächenbrand“ ist in Gange. Mit dem „Fall“ Libyen taucht nun ein tendenziell anderes Bild des Aufruhrs auf: Ein offenbar nicht ausschließlich seitens des sich in den psychopatischen Bereich hinein bewegenden Bizarr-Potentaten gewalttätiges Bild mit echtem Bürgerkriegs-Potenzial!

Dass die Situation in Libyen wirtschaftlich, gesellschaftlich und historisch deutlich anders ist als in Tunesien und Ägypten ist, wird offenbar. Alte Stammes- und Konfliktlinien treten an die Oberfläche. Es drängt sich eine Parallele auf: Somalia. Auch dort etablierte sich ein relativ fortschrittliches und antiimperialistisches Regime (Barre) über traditionellen Stammesstrukturen, die „Massen“ in nicht geringem Maße mobilisierend, aber doch sehr bald auf recht autoritäres Verhalten gestützt. Nach Jahren bewegte sich das Regime auf den Westen zu, gleichzeitig wühlten die Saudis. Die Strahlkraft verblasste. Als Barre es zu sehr übertrieben hatte, brach der Bürgerkrieg aus, er hat bis heute kein Ende gefunden.

Mir will der Verdacht nicht aus dem Kopf, dass westliche Polit-Strategen aus dem Umgang mit „Buschfeuern“ gelernt haben könnten: Feuer bekämpft man mit Feuer! Die stark zivilgesellschaftlich gestützte Volkserhebung in vielen arabischen Gesellschaften, die in der westlichen Öffentlichkeit auch noch zunehmenden Zuspruch erhält, die US-Politik mit vielen Unwägbarkeiten konfrontiert und den israelischen Verbündeten in Panik versetzt, mit einem hässlichen Bürgerkrieg zu „krönen“, könnte westlichen Strategen als nützlich erscheinen. Die libysche  Ölindustrie ist größtenteils in staatlicher Hand, da ließe sich nach dem Chaos auch vielleicht was machen! Und der Ölpreis klettert erst mal, das gibt dem Dollar indirekt Auftrieb, denn er wird gebraucht. 

Die „Infrastruktur“ für entsprechendes Zündeln besteht seit dem Zusammenrücken des „neuen“ Freundes (und alten Freundes bizarrer Auftritte) mit dem Westen. Für die „Zweifronten-Aktionen“ zur Destabilisierung hat man einerseits die Wirtschaftskontakte und andererseits seine saudischen Verbündeten (zum religiösen Zündeln). Man muss sehr ernste Sorge haben.

Letztlich würde so ein Vorgehen wieder rundherum ins Bild der „Schock-Strategie“ passen, das Naomi Klein so beredt in ihrem gleichnamigen Buch beschreibt.

Andreas Schlüter