Mit ‘Castro’ getaggte Beiträge

kennedy-castro

If one really wants to learn about the deceased Cuban Leader Fidel Castro and his qualities as a revolutionary, as a man and as a polititian, on should read what Fidel has written about Kennedy´s assassination on the 23rd of November 1963:

https://ratical.org/ratville/JFK/HWNAU/FC112363.html

Castro could hardly be more honoured than by his own insightful words combining deep political analysis with intelligent policy and human attitude!

Fare well, Fidel!

Andreas Schlüter

PS: and one can learn a lot from his wise words about the present political situation in the US concerning the difference between „bad and worse“ as well. In deed, Trump´s attitudes are in many ways bad, but Clinton´s warmongerism and the danger of what she stands for concerning the world is even much worse!

My articles on the USA: https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/13/list-of-my-articles-on-the-usa/

Nicht wenige am Weltgeschehen Interessierte haben sich beim Rücktritt von Papst Benedikt XVI. gefragt, was die Gründe hierfür über die verkündeten hinaus gewesen sein mögen. War auch er in einige der klerikalen Skandalthemen, seien es sexuelle, finanzielle oder ähnliche verwickelt, sei es auch nur im Sinne oberster Verantwortung als Pontifex Maximus, der es nicht schaffte, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Hierüber soll an dieser Stelle nicht weiter spekuliert werden. Aber:

„Habemus Papam“

cover-up-operation

Nun ist ein neuer Papst “gewählt”, ein “Lateinamerikaner”! Einige Euphorie rauscht durch die westliche Presse, auch ein Grund für Lateinamerika und die südliche Hemisphäre, euphorisch zu sein? Hat die sogenannte Wahl nur etwas mit geistlichen und seelsorgerischen Aspekten zu tun?

Man sollte sich einiger Dinge erinnern! Es gibt viele Verbindungen zwischen der katholischen Kirche und den mächtigen Eliten des Westens. Johannes Paul II. spielte nicht nur eine wichtige Rolle in seinem Heimatland Polen beim Zusammenbruch des Ostblocks, sondern auch bei den Bemühungen der US Machtelite, das vom Sowjetsystem „inspirierte“ polnische System nicht in eine Wirtschaftsdemokratie verwandeln zu lassen, sondern das polnische Volkseigentum in die Hände entfesselten Neoliberalismus geraten zu lassen, entsprechend dem Schema, dass Naomi Klein in „Die Schock-Strategie“ so treffend beschreibt.

Man sollte nicht glauben, dass die Kardinäle nur nach religiösen Gesichtspunkten wählen würden. Der Machtapparat insbesondere der USA, die Geheimdienste, kennen ihr „Privatleben“ sehr genau und haben genug „Einsicht“ darein, um in hohem Maße „dirigieren“ zu können, was vor sich geht! Wenn man also um die skrupellosen Einflussmethoden auf die Kirche und durch sie auf die Gesellschaft weiß (wie sie sich z. B. in der „P2“ – Propaganda Due), muss man sich fragen: warum jetzt ein „lateinamerikanischer“ Papst (der übrigens italienische Eltern hatte)? Und man falle nicht in die Grube: „die Mehrheit der Katholiken lebt ja in Lateinamerika“! Die Mächtigen nehmen keine Rücksicht auf Mehrheiten, sie „rechnen“ höchstens mit ihnen.

Die Antwort könnte sehr einfach sein: Lateinamerika unternimmt sehr große Anstrengungen, sich aus der Umklammerung durch den „Großen Bruder“, die Machtelite der USA, zu winden! Linke Regierungen sind auf dem Vormarsch, herausragende politische Führungsfiguren erlangen Kultstatus. Eine große Persönlichkeit ist soeben gestorben und es hängen Fragen in der Luft (http://tinyurl.com/ad9xpug). Die Idee, die Ressourcen eines Landes zur Ernährung seiner Bewohner zu nutzen, greift um sich. Auf der anderen Seite ist der Katholizismus eben in Lateinamerika tief verwurzelt. Mit einem neuen Papst aus dieser Weltregion, der für seine Willfährigkeit der „Macht“ gegenüber während der argentinischen Militärjunta bekannt ist (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.franziskus-und-die-militaerjunta-die-zwei-gesichter-des-neuen-papstes.cf93d61c-ea30-48be-889d-953b1f4b4e81.html), könnte sich der „Große Bruder“ Chancen ausrechnen, die Lateinamerikaner ein wenig von „gefährlichen Ideen“ wegzuführen!

Andreas Schlüter

Hugo Chavez dead! I´m Asking a Question!

Veröffentlicht: März 5, 2013 in Politik
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Today Hugo Rafael Chávez Frías, leader of the Venezuelan People and their real liberation, who gave hope to millions of people especially in the Southern Hemisphere, died! It is from historical experience that a question comes to my mind: has “Big Brother”, the intelligence apparatus of the US Empire had a hand in it? Don´t call me mad! Those circles surely didn´t love Chavez more than they loved Lumumba! And those days they´ve sent Sidney Gottlieb, the CIA´s “Chemical Specialist”, “to solve the problem” (http://tinyurl.com/b5jown9) which was then done in another way. The man surely isn´t active any more but definitely had his apprentices! Also many US attempts on Castro are proven.

And another question: wasn´t Arafat´s death to be investigated on again? Months ago material was taken, but no results yet!

Andreas Schlüter

Links to the topic: http://links.sharedby.co/share/WKNhq7

http://www.strategic-culture.org/news/2012/01/11/cia-cancer-experiments-with-presidents-of-latin-america.html

Das Recht auf Empörung steht Jedem zu

Keine Frage, jeder Mensch, der unter der fraglos autoritären SED-Herrschaft gelitten hat, jeder Mensch, der durch die Mauer Angehörige verloren hat oder nach Fluchtversuchen im Gefängnis gesessen hat, hat das Recht, über die Mauer-Satire der Jungen Welt empört zu sein, wie jeder andere auch. So kann zum Glück überhaupt jeder Mensch sich in einer Demokratie empören, worüber ihr oder ihm Empörung angemessen zu sein scheint.

Auch in einer Partei wie der LINKEn besteht sicher das Recht, sich in seiner Empörung über unterschiedliche Dinge zu erregen. So waren nicht wenige empört, als der Berliner Landesvorsitzende der LINKEn, Klaus Lederer, seinen Auftritt auf einer „Solidaritätsveranstaltung“ für Israel hatte, während dessen Regierung die Bewohner Gazas mit dem grausamen „Sylvester-Scherz“ des „gegossenen Bleis“ traktierte und mit einer deutlich höheren Mauer den Landraub an Rest-Palästina vorantreibt. Dieser Empörung ist auch in offenem Brief Ausdruck verliehen worden. Allerdings kann ich mich nicht an eine Boykott-Aktion erinnern, die dazu aufgerufen hätte, ihn innerparteilich zu verfemen, nach Möglichkeit zu „vernichten“. Auch die sehr wenigen „Nostalgiker“ haben nicht zu seinem Sibirien-Aufenthalt aufgerufen.

Die Heuchler

Freudig hat die Kommerz-mediale Mainstream-Presse den satirischen Fehlgriff einer verdienten linken Zeitung aufgegriffen. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass in diesen Zeitungen, wenn es um historische Figuren wie Friedrich den Großen, Karl den Großen oder sonstige bedeutsame Kaiser und Könige oder andere wichtige Figuren der deutschen Geschichte geht, zuerst einmal darauf hingewiesen würde, was für despotische und grausame „Säcke“ sie gewesen seien, denen nicht wenige Menschen zum Opfer gefallen seien. Ähnliches trifft auf historische Figuren des europäischen oder amerikanischen Auslands zu. Auch die Rückbenennung von Leningrad in St Petersburg, eine Referenz mehr an den Gründer Peter den Großen denn an den Heiligen, wurde als Zeichen der „Befreiung“ gedeutet. Dabei hat der gute Mann, fraglos ein „Erneuerer“, locker viele Tausende armer Russen beim Bau zugrunde gehen lassen. Lesart ist immer, dass man Ereignisse und Figuren „vor dem Hintergrund der Zeit und der Umstände“ (wozu fraglos auch der Ort gehört) bewerten müsse.

Allerdings hört „der Spaß“ bei solchen Leuten auf, die wie unvollkommen auch immer auf „linker“ Grundlage operiert haben. Erst recht dann, wenn sie in den antiimperialistischen Kampf verwickelt sind oder waren. So ist Napoleon akzeptabel, Gaddafi ein „irrer Despot“. Die europäischen Monarchen, die damals gegen die vordringenden Türken kämpfen ließen, sind „Retter Europas“, Fidel Castro ist auch ein zu verfemender Despot, obwohl, genauer, weil er der den „US-Puff Kuba“ geschlossen hat. Dass auch diese Leute gegen die Raubzüge, denen ihre Länder ausgesetzt waren oder sind, kämpfen oder gekämpft haben, ist eben ihr Verbrechen. Wie sagt Noam Chomsky, „Terror ist immer das, was die anderen tun“!

Gaukler

Nun gibt es in der LINKEn Leute, die bedauerlicherweise dieses ahistorische Spiel mitmachen. Es ist selbstverständlich, dass man als Mitglied dieser Partei den Maßstab der Menschlichkeit an Alles legen darf, ja sollte. Es ist auch selbstverständlich, dass man auf keinen Fall die Vorgehensweise gegen Andersdenkende in Kuba loben kann. Es ist selbstverständlich, dass man die LINKE nicht zum Klon der KP Kubas machen will. Da hat man nun Empörung über den Geburtstagsgruß an Fidel Castro durch die beiden Vorsitzenden der LINKEn zur Schau gestellt. Aber bedeuten Grußbotschaften und diplomatische Reden von Politikern der bürgerlichen Parteien an genehme orientalische Despoten oder sonstige autoritäre pro-westliche Machthaber, dass diese Parteien unser Land in ein Spiegelbild des diplomatisch Hofierten Machtbereiches verwandeln wollen? So etwas werden sie weit von sich weisen und auch linke Kritiker unterstellen das nicht. Es geht um Interessen. Als linke Partei sind wir auch dem Antiimperialismus und dem Internationalismus verpflichtet. Wir wollen Kapitalismus und Imperialismus nicht stärken wie das die „Bürgerlichen“ wollen, oder?

Wenn aber linke Politiker sich in die neoliberale Zwangsjacke der bürgerlichen Notenvergabe für Machthaber zwängen lassen, Castro, Gaddafi u. a. „böse“, die libyschen Rebellen „Revolutionäre“, Israels Regierung steht einem „Leuchtturm“ der Demokratie vor etc., dann wollen sie sich entweder den Medien und der manipulierten Öffentlichkeit als „normale“ Partei (selbstverständlich zur Erreichung des „höheren Zieles“) präsentieren, oder sie wollen gleichzeitig ihren GenossInnen vorspiegeln, doch in Wahrheit Linke zu sein, die nur an die Schalthebel wollen, um dann endlich linke Politik zu machen. In jedem Falle sind sie dies: Gaukler!

Hinter die Fichte

Eine unnachsichtige Moral in der Betrachtung von politischen und gesellschaftlichen Vorgängen ist etwas Löbliches. Tiefe Empörung zu grausamem und brutalem Geschehen ist auch etwas Angemessenes. Allerdings kann sie positiv wirken in den Bereichen, wo man direkt oder indirekt wirksam werden kann. Wenn es um komplexe Zusammenhänge geht, muss man sehr genau schauen, dass sie einem nicht von völlig Unmoralischen aus der Hand genommen wird. Und man darf sich nicht an einem blinden Fleck zu einem gegenteiligen Ziel führen lassen.

Ein ausgezeichnetes Beispiel bilden in diesem Zusammenhang immer wieder die „Opium-Kriege“, die insbesondere die Briten in der Mitte des 19. Jahrhunderts führten. Kern des „Problems“ war das Vorgehen Chinas gegen den westlichen Opiumhandel und damit den „Freihandel“. Was würden wir von einem „Linken“ der damaligen Zeit halten, der sich mit der Tatsache, dass China ein Ort der massenweisen Herstellung von „Hofeunuchen“ und der noch zahlreicheren Verkrüppelung von Frauenfüßen war, zur Unterstützung des Krieges hätte verführen lassen, damit in „China endlich Humanität einzieht“? Wir würden zu Recht sagen: den hat man ganz schön „hinter die Fichte“ geführt!

Das wäre die frühe Erfindung des „Menschenrechts-Imperialismus“ gewesen, der natürlich nichts mit Menschenrechten zu tun gehabt hätte. Nun war der öffentliche Diskurs in Großbritannien damals noch nicht so weit, wie auch in anderen westlichen Ländern. Dieses Verfahren der imperialen Kräfte wurde erst später „nötig“. Aber hinter die Fichte führen lassen sich Menschen, deren Moral zwar hochentwickelt ist, deren Informationsstand aber damit nicht Schritt hält, leider allzu gern. Auch bei dem „Krieg gegen die Junge Welt“ geht es nicht um die geschmacklose Mauer-Satire, sondern eben darum, dass sie unter Anderem so ausgezeichnet über diesen „Menschenrechts-Imperialismus“ schreibt, und darüber, wie manche in der LINKEn sich am Nasenring zur Unterstützung führen lassen.

Andreas Schlüter