Western Iconoclasm Coming Home! But could there Possibly be More to it? – Westliche Bilderstürmerei kommt heim! Aber steckt vielleicht noch mehr dahinter?

Veröffentlicht: Juli 13, 2020 in Politik
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Deutsche Version unten

Western Iconoclasm Coming Home! Is there More to it?

How happy were imperial Western political, economic and media forces, when statues of their opponents were toppled, like the one of Saddam Hussein after the Iraq War, of Lenin after the collapse of the East Block, or of Stalin in the Hungarian Upheaval 1956. Now the same forces are extremely offended when statues of personalities from Colonial History or the History of the Confederate Southern States of the US are under attack, or likewise historical relics of Colonialism in Germany. The fury against those monuments and Art Works (or street names) is refering to the justified anger about the History of Colonialism and Racism.

In a way one could say: Iconoclasm is coming home!

But there is a Big „But“

When JFK was murdered, the „uncouth“ words of Malcom X (whom I really hold in high esteem) were: „the_chicken_are_coming_home_to_roost“, which meant: don´t complain, what the US are doing all over the world, assassinating politicians, has come back to the US. The great man (Malcolm) was at that point not aware that JFK_was_murdered_by_exactly_those_forces who also do the other killings (and who killed also him later on)!

But we (who are fighting for a more just world, free from Exploitation, Colonialism and Racism) should be clear about one thing: the Western or Western inspired topplings of their opponents statues were the brutal manifestation of their already achieved victories. Are we already in the position to celebrate true victories about those forces of evil or should we be mislead to mistake „the victory“ over a statue for the real victory?!

Is it really productive just to provoke the mislead majorities in Western countries by things which appear to them as vandalism to push them deeper into the arms of the powers that – shouldn´t – be, whereas in reality we should make them aware that most of them are also exploited and marginalized? In order to work for real class solidarity we should possibly find other ways of struggle.

Not to be misunderstood, I do not care for those monuments under attack which are in reality a symbol for Western shame, but it would be more productive to counter them by „counter statements“ materialized for example by other monuments or plates enlightening people about the true nature of those „historical personalities“. A serious counter statement was for example given by Colin_Kaepernick, no matter how the system has punished him professionally for his bravery. Luckily there are people who are following his example. But many still think the struggle is about monuments. And that is based on the wrong belief that Colonialism would have ended, like the talks about “post Colonial times” try to suggest, what_a_hoax!

Are there possibly forces trying to mislead us into striving for pseudo victories and detract us from the struggles for real change? Is the support from someone like George Soros, who has no_guilty_consciousness for collecting property from its Jewish owners during Nazi occupation in Hungary, who did a lot to destabilize Eastern countries with fake “Color_Revolutions” and who is quite proud of amassing_enormous_wealth from the exploited masses something that fits to a struggle for a more just World? Should we choose symbolic pseudo-activism even open to be infiltrated by extremist forces from the other side?

No, we have a long and protracted struggle ahead against globalized neoliberal – and technocratic – Capitalism associated with ongoing Colonialism, Racism and warmongering. This system is claiming millions of lives not only in Africa and Middle East, and doesn´t probably even hesitate to apply Bio-Terrorism. We need to form alliances and really organize instead of fighting symbols!

Andreas Schlüter

Westliche Bilderstürmerei kommt heim! Aber steckt vielleicht noch mehr dahinter?

Wie glücklich waren die politischen, wirtschaftlichen und medialen Kräfte des imperialen Westens, als die Statuen ihrer Gegner gestürzt wurden, wie die von Saddam Hussein nach dem Irak-Krieg, von Lenin nach dem Zusammenbruch des Ostblocks oder von Stalin im Ungarischen Aufstand 1956. Nun sind die gleichen Kräfte extrem beleidigt, wenn Statuen von Persönlichkeiten aus der Kolonialgeschichte oder der Geschichte der konföderierten Südstaaten der USA angegriffen werden, oder auch historische Relikte des Kolonialismus in Deutschland. Das Wüten gegen diese Denkmäler und Kunstwerke (oder Straßennamen) beruft sich auf die Widerwärtigkeiten der westlichen Geschichte zu Kolonialismus und Rassismus.

In gewisser Weise könnte man sagen: Die Bilderstürmerei kommt nach Hause!

Aber es gibt ein großes „Aber“

Als JFK ermordet wurde, waren die „unfrommen“ Worte von Malcom X (den ich wahrlich sehr schätze): „The Chicken are coming home to roost„, was bedeutete: „Beklagt euch nicht, was die USA in der ganzen Welt tun, nämlich Politiker zu ermorden, ist in die USA zurückgekehrt. Der große Mann (Malcolm) wusste damals noch nicht, dass_JFK_von_genau_den_Kraeften_ermordet wurde, die auch die anderen Morde verüben (und die später auch ihn ermorden ließen)!

Aber wir (die wir für eine gerechtere Welt kämpfen, frei von Ausbeutung, Kolonialismus und Rassismus) sollten uns über eines im Klaren sein: Das westliche oder westlich inspirierte Stürzen der Statuen ihrer Gegner war die brutale Manifestation ihrer Siege! Sind wir bereits in der Lage, den Sieg über diese Mächte des Bösen zu feiern, oder sollen wir in die Irre geführt werden, „den Sieg“ über eine Statue mit dem wirklichen Kampf gegen die Ausbeutung, den Kolonialismus und den Rassismus zu verwechseln?

Ist es wirklich produktiv, die irregeleiteten Mehrheiten in den westlichen Ländern durch Dinge, die ihnen als Vandalismus erscheinen, nur zu provozieren, um sie tiefer in die Arme der Mächte zu treiben, die es nicht geben sollte, während wir ihnen eigentlich bewusst machen sollten, dass die meisten von ihnen auch ausgebeutet und an den Rand gedrängt werden? Um für echte Klassensolidarität zu arbeiten, sollten wir wahrscheinlich andere Wege des Kampfes finden.

Um nicht missverstanden zu werden: Mir liegen die angegriffenen Denkmäler, die in Wirklichkeit ein Symbol für westliche Schande sind, nicht wirklich am Herzen, aber es wäre produktiver, ihnen mit „Gegenaussagen“ zu begegnen, die zum Beispiel durch andere Denkmäler oder einordnende Tafeln umgesetzt werden könnten, die die Menschen über die wahre Natur dieser „historischen Persönlichkeiten“ aufklären. Ein ernsthaftes „Gegen-Statement“ wurde zum Beispiel von Colin_Kaepernick gegeben, egal wie das System ihn beruflich für seine Tapferkeit bestraft hat. Glücklicherweise gibt es Menschen, die seinem Beispiel folgen. Aber viele denken immer noch, dass es bei dem Kampf um Denkmäler geht. Leider verkommt auch_linke_Politik in den USA immer öfter in diesem Sinne.

Gibt es möglicherweise Kräfte, die versuchen, uns zu Pseudo-Siegen zu verleiten und uns von den Kämpfen um echte Veränderungen abzulenken? Ist die Unterstützung von jemandem wie George Soros mit seiner „Open_Society“, der kein_schlechtes_Gewissen hatte, weil er während der Nazi-Okkupation in Ungarn Eigentum von seinen jüdischen Eigentümern gesammelt hat, der viel_zur_Destabilisierung der östlichen Länder mit sogenennten „orangenen Revolutionen“ beigetragen hat und der ziemlich stolz darauf ist, von den ausgebeuteten Massen enorme_Reichtuemer anzuhäufen, etwas, das zu einem Kampf für eine gerechtere Welt passt? Sollten wir uns wirklich für einen symbolischen Pseudoaktivismus entscheiden, der sogar offen dafür ist, von extremistischen Kräften der anderen Seite infiltriert zu werden?

In Deutschland wir man aufpassen müssen, dass auch der Kampf um die Umbenennung von Straßen nicht Ablenkungscharakter gewinnt. Auf einer derartigen Veranstaltung_2011_in_Berlin zur Umbenennung des Gröbenufers in May-Ayim-Ufer fiel zum Beispiel kein einziges Wort über den zur gleichen Zeit in Libyen tobenden Kolonialkrieg des Westens! Und hin und wieder gerät guter Wille zur bedauernswerten Geschichtsvergessenheit.

Nein, wir haben einen mühsamen und langwierigen Kampf gegen den globalisierten neoliberalen Kapitalismus, der untrennbar mit anhaltendem Kolonialismus, Rassismus und Kriegstreiberei verbunden ist, vor uns. Dieses System fordert nicht nur in Afrika und im Nahen Osten Millionen von Menschenleben und zögert wahrscheinlich nicht einmal, den Bio-Terrorismus anzuwenden. Wir müssen Allianzen bilden und uns wirklich organisieren, anstatt Symbole zu bekämpfen!

Andreas Schlüter

Kommentare
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  3. Karin Heinitz sagt:

    Thanks, for the article. I share your sentiment and believe, you are right in your analysis. It is no fun to be right, isn’t it.

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