Sommerinterview: Gauland gibt den Offenbarungseid der AfD ab!

Veröffentlicht: August 12, 2018 in Politik
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In der Sonntagsumfrage vom 11. August liegt die AfD bei 14%, einen Prozent hinter den Grünen, 3% bzw. 4% hinter der SPD und 4% bzw. 5% vor der LINKEn. Dabei ist es deutlich, dass heute ein großer Teil der AfD-Wählerschaft aus eher unterprevilegierten Teilen der Bevölkerung als aus der konservativen Mittel- oder gar Oberschicht kommt (wobei die AfD ursprünglich insbesondere eine Partei der „Euro-Skeptiker“ war). Es sind heute vielfach Menschen, die angesichts des entfesselten Neoliberalismus´ reale Existenzängste haben und (auch medial) in eine Konkurrenzsituation zu Zuwanderern geraten sind. Haben diese Menschen nun wirklich von der AfD eine deutlich sozialere Politik zu erwarten? Mitnichten! Sie setzen leider auf das falsche Pferd! Jeder sollte das ZDF Sommerinterview von Thomas Walde mit dem AfD-Vorsitzenden Gauland anschauen:

https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/berlin-direkt—sommerinterview-vom-12-august-2018-100.html

Wer sich dieses Interview anschaut, wird schnell bemerken, dass dieser Mann als erster Repräsentant seiner Partei wahrlich nicht viel zu bieten hat. Auch Skeptiker gegenüber der mittlerweile sehr triftigen Annahme eines menschengemachten Klimawandels werden nach diesem Thema sehen, dass diese Partei neoliberal ist. Deutlich wird die Gegnerschaft zum Umlagesystem in der Rente (das über Jahrzehnte die solide Grundlage der deutschen Rente war), zur Wohnraumnot nichts als „Wischiwaschi“, zur Digitalisierung mit all ihren Gefahren „kein Plan“. Dieses ist keine „Alternative“, insbesondere keine soziale Alternative, die die Gesellschaft gerechter machen würde. Entlarvend übrigens auch der kurze Rekurs auf die deutsche Geschichte, eines seiner Beispiele des Bewahrenswerten: „Friedrich der Große“ (der Mann hat sich offenbar nicht wirklich mit Friedrichs Kriegen beschäftigt). Ich will meinerseits keineswegs damit sagen, dass es nichts Bewahrenswertes gäbe.

gauland-u-walde

Es sollte Jedem klar werden: diese Partei lebt ausschließlich (auch nicht mehr vom Euro-Skeptizismus) von der Migrationsfrage und von sozialen Ängsten, die in sich nicht unberechtigt sind, aber keinen klaren Blick auf die Gründe der Misere haben.

Es liegt der Vorschlag einer Umbenennung der Partei nahe, in:

Alternativlosigkeit für Deutschland“!

Andreas Schlüter

PS: man konnte den Eindruck bekommen, dass ein lautstarker Protesttrupp von drei Leuten am Ufer von der AfD selbst bestellt war, um dem hilflosen Vorsitzenden die Sympathien der Zuschauer zu erhalten! Es sollten sich ehrliche Protestierer genau überlegen, ob sie die Hohlheit der AfD sich nicht lieber selbst entlarven lassen sollten, anstatt unangemessene Sympathien zu erzeugen.

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