US-Politik, Russland, China und Europa, Wahnsinn und Strategien

Veröffentlicht: Juli 30, 2018 in Politik, Wissenschaft
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Die Präsidenten der beiden militärisch mächtigsten – und antagonistischen – Länder, die zusammen etwa neunzig Prozent der weltweiten nuklearen Bewaffnung besitzen, treffen sich, und sowohl Politiker wie Medien in den USA als auch in Europa spielen verrückt anstatt zu loben, dass die Gefahren eines „nuklearen Armageddon“ reduziert werden. Moritz Koch und Annett Meiritz vom Handelsblatt_haben_Schaum_vorm_Mund. In den USA wird dem Präsidenten vorgeworfen, seinen Geheimdiensten, die ihn mit absurden „Russia-Gate“ -Vorwürfen belegen, gegenüber nicht loyal zu sein,. Man könnte annehmen, dass Loyalität umgekehrt zu laufen hat.

Ein deutscher „politischer Analyst“, Elmar Thevesen, fordert_sogar_einen_Putsch_gegen_Trump. Permanentes Feuer gegen einen US-Präsidenten aus innenpolitischen Kreisen sowie von nahen Verbündeten dieser Intensität hat die Welt kaum gesehen. Ist das nur „Wettkampf der Verrückten“ oder gibt es mehr dahinter?

Man muss wohl etwas tiefer graben

Die Forderung, dass der Präsident seinen Geheimdiensten, die US-Präsidenten oft mit falschen Informationen versorgten, gegenüber loyal zu sein hätte, entlarvt die Tatsache, dass ein US-Präsident weit davon entfernt ist, „der mächtigste Mann der Welt“ zu sein, sondern eine Marionette des „tiefen_Staates“ sein soll. Seltsam genug (oder nicht wirklich) ist, dass Trump nicht des „Israel Gate“ bezichtigt wird, obwohl echte „Israel_Firster“ wie Sheldon_Adelson Trump zu Verwicklungen führten, die Netanjahu prahlen ließen, dass er Trump dazu gebracht hätte, den Iran-Deal_platzen_zu_lassen (abgesehen von der Nähe von Trumps Schwiegersohn zu Netanyahu)! Es besteht die Gefahr, dass Trump zum Krieg_gegen_den_Iran getrieben werden könnte.

Tatsächlich begann Trump (lassen wir einmal seinen Zuhältercharakter und sein hypertropisches Ego beiseite) seine Kampagne mit drei wichtigen Punkten, die auch eher links gestimmte Menschen (die Clintons schlangenähnlichen Charakter erkannt hatten) ansprachen. Punkt eins war sein erklärter Wunsch nach Entspannung mit Russland, Punkt zwei war sein angekündigter Wunsch, von Regime-Change-Kriegen wegzukommen. Punkt drei war das Ziel der Rekonstruktion der industriellen Basis der USA.

Diese Ziele basierten keineswegs auf altruistischen Charakterzügen, aber er war mit all seiner Ignoranz schlau genug, um zu sehen, dass es nicht wünschenswert ist, einen Atomkrieg (riskiert durch die Kriegsspiele der Neocons) in einem Bunker zu überleben, um danach eine zerstörte Welt vorzufinden. Er sah auch, wie teuer die permanenten Kriege für die US-Gesellschaft und besonders diejenigen, die für ihn stimmen würden, kommen. Punkt drei betreffend wurde dadurch auch die „Freihandelsreligion“ in Frage gestellt. Der letzte Aspekt wäre für die südliche Hemisphäre wichtiger gewesen, da die herrschende Klasse der USA viel vom Freihandel profitiert (und TTIP in die EU zwingen wollte).

Aber er erkannte bald, dass er von der Seite der Neocons und des „Tiefen Staates“ eine tödliche Gefahr zu gewärtigen hätte. So entstand wohl der Entschluss, unter Israels_und_des_MOSSADs_Fittiche zu schlüpfen, indem er Israels regionale Agenda zu seiner eigenen machte (sicher von seinem Schwiegersohn Kushner bestärkt). Das könnte auch seinen Entspannungsplan gegenüber Russland gestärkt haben, da die israelische Machtelite Träume hegen mag, Russland_auf_ihre_Seite_zu_bringen, was die Begrenzung des Einflusses des Iran in Syrien betrifft (was unrealistisch sein könnte).

Sehr seltsam auf den ersten Blick, dass viele europäische Politiker auch seinen Plan, Russland_wieder_in_die_G7_aufzunehmen, um wieder zur G8 zu werden, vehement ablehnten. Aber vielleicht sind sie sich sehr wohl bewusst, dass die wahre Macht immer noch bei den Neocons liegt! Aber vielleicht ist die ganze Angelegenheit komplizierter, vielleicht könnte Trump letztendlich der „Plan_B“ der US-Machtelite werden? Oder gibt es mehr Brüche und Fraktionen innerhalb der US-Machtelite, und könnte er zusätzlich zu der „Israel Connection“ innerhalb der Machtelite tatsächlich Unterstützung haben? Wir müssen vielleicht noch tiefer graben.

Auf den Grund graben

Der leider vor einiger Zeit verstorbene deutsche Professor Krysmanski_zeichnete_ein_passendes_Bild_der_US-Machtelite, die von der allgemeinen „kapitalistischen Klasse“ zu einer superkonzentrierten winzigen Zahl der „Superreichen“ (an Geld und Macht) geworden ist, die quasi feudalistische Züge entwickelt hat. Seit den Tagen von Eisenhower, der bereits in seiner_Abschiedsrede vor dem „Militärisch-Industriellen Komplex“ warnte, ist dieser Prozess sogar noch weiter gegangen. Diese „Superklasse“ (nicht an Zahl, sondern an Reichtum und Macht) ist in dem Wunsch nach weltweiter Kontrolle vereint. Aber sie haben immer noch unterschiedliche Revenuen und entwickeln unterschiedliche Strategien und Taktiken.

Fraktionen der Machtelite

Diese Superreichen brauchen ihre „Denk-Knechte“, die für sie vielleicht sogar wichtiger sind als die „funktionale Elite“. Da sind die „Think Tanks“ von großer Bedeutung. Sie bildeten zwei verschiedene Schulen, die offen brutalen „Neokonservativen“ oder „Neocons“ (deren Mitglieder ironischerweise ursprünglich aus eher linken Kreisen kamen) und die eher manipulative Schule der „Soft_Power„. Die Letzteren lieben es, „Dinge von anderen tun zu lassen“ und zählen mehr auf wirtschaftliche Macht und politische Infiltration. Dabei schrecken sie allerdings auch nicht davor zurück, ganze Volkswirtschaften zu erdrosseln. Unter den Think Tanks der Neocons sticht das „Project_for_the_New_American_Century“ mit seinen offen faschistisch-rassistischen Ideen besonders hervor.

Unter Obamas Präsidentschaft gab es fast einen versteckten_Krieg um die Neocon-Option eines Iran-Krieges innerhalb der US-Machtelite. In den letzten Jahren gewannen die Neokonservativen immer mehr an Macht und haben insbesondere durch ihre „Speerspitze“ Hillary Clinton die Demokratische Partei (früher eher mit der „Soft Power“ assoziiert) weitgehend übernommen.

Es scheint aber noch eine dritte, wenn auch kleinere Fraktion innerhalb der US-Machtelite geben, die mehr aus dem klassischen Industriesektor und aus dem „Real Estate“ kommt. In einem Teil dieser Gruppierung mögen „realistischere“ Vorstellungen über die Notwendigkeit einer industriellen Grundlage für die USA und einige alte Tendenzen des „Isolationismus“ der USA überlebt haben. Zweifellos ist diese Gruppierung auch mit älteren Konzepten der US-amerikanischen Gesellschaft verbunden und hat wohl Verbindungen zu quasi-faschistischen und rassistischen Kreisen haben, wofür zum Beispiel der ehemalige Berater von Trump, Steve_Bannon, steht. Von dieser Seite bekommt Trump starke Unterstützung (trotz starker Tendenzen unter ihnen zu „Antijudaismus“). Wie auch immer, diese Sektion könnte es einfacher finden, eine eigene Sicht auf eine gegenwärtig multipolare Welt zu haben (was nicht bedeutet, dass sie am Ende die Chance auf die totale Weltherrschaft ablehnen würden!). Es scheint so, als sei auch Henry Kissinger_ein_wichtiger_Ideengeber_Trumps geworden, der auch versuchen könnte, als „Moderator“ zwischen den drei Fraktionen zu fungieren.

Streit der Fraktionen in der US Machtelite über Strategie und Taktik – Aber ein und derselbe Albtraum

Der wahre Albtraum praktisch der gesamten US-Machtelite – die den Konzepten des britischen Geografen Halford_Mackinder und seiner „Heartland-Theorie“ folgen – ist die Möglichkeit der „Eurasischen_Kooperation„, die von China und Russland befördert wird. Diese Bestrebungen manifestieren sich in der „Eisernen_Seidenstrasse„, der Asiatischen Infrastruktur Investment Bank und den Bemühungen vor allem auf der Seite der BRICS-Staaten, sich von der Öl-Dollar-Bindung zu lösen.

Dieses Projekt der Eurasischen Zusammenarbeit ist auch für Teile des europäischen Kapitals durchaus attraktiv. Deshalb führen die USA auch einen „verdeckten_Krieg_gegen_die_EU„. Der „Feuerring“ um Europa von Libyen quer durch Afrika und den Nahen und Mittleren Osten bis in die Ukraine soll wohl als Sperrriegel gegen die europäische Beteiligung an der Eurasischen Zusammenarbeit fungieren.

Traum von einer Wiederholung?

Der machtvollste Teil der US-Machtelite träumt wohl von einer Wiederholung. Das ist die Wiederholung der Art und Weise, wie die USA die Sowjetunion durch Wettrüsten in die Knie gezwungen haben. Sie wollen dies mit Russland und China erneut tun – einschließlich aller Risiken eines Dritten Weltkrieges und eines nuklearen Armageddon.

Möglicherweise wollen Trump’s Unterstützer ein anderes altes Konzept wiederbeleben. Wahrscheinlich sieht Trump in erster Linie die tödlichen Gefahren einer militärischen Konfrontation mit Russland (aus eigenem Überlebensinstinkt). Aber es gehören zu seinen Unterstützern wohl Zirkel mit eigenen geostrategischen Ideen (wie Kissinger), die wirklich eine Strategie haben, die ebenfalls auf diesen Albtraum einer eurasischen Kooperation ausgerichtet ist. Zweifellos könnte der an sich prinzipienlose Trump von Beratern geleitet werden, ohne dass er selbst das ganze Bild sieht. Dieser Teil seiner Unterstützer könnte versuchen, ihn wirklich zum „Plan B“ zu machen und dies dann auch größeren Teilen der US-Machtelite zu „verkaufen“.

Die Reihenfolge der Gegner auf dem „Speiseplan“

Während der ersten Phase des Kalten Krieges sahen sich die USA einem Bündnis zwischen der Sowjetunion und China gegenüber. Dieses Bündnis wurde sicherlich durch die Widersprüche belastet, wer den „sozialistischen Block“ zum Sieg führen sollte. Sollte es Russland sein (das große Teile Ostasiens kolonisiert hatte) oder das alte „Reich der Mitte“ mit seiner jahrtausende alten Kultur, das durch massive Unterstützung der Sowjetunion wieder auf die Beine gekommen war (was auch den chinesischen Stolz schädigte). Ideologische Spaltungen wuchsen mit Chruschtschows Politik der „Entstalinisierung“ und seiner Politik der „friedlichen Koexistenz“ den USA gegenüber. Der Bruch zwischen der Sowjetunion und China wurde also auch durch ihre unterschiedliche Behandlung durch die USA verstärkt. Es gab 1969 eine Reihe von Krisen- und sogar mitlitärischen Konfrontationen zwischen Russland und China. Aber die USA hatten vielleicht auch dabei eine versteckte Hand im Spiel.

Jedenfalls sah Nixon die Chance, den Bruch dann endgültig zu machen, indem er sich widerum China näherte und die Sowjetunion zur Seite schob. Und Milton Friedman hat dann viel getan, um China mit dem Kapitalismus zu „infizieren“, sodass es „revisionistischer“ wurde, als China es der Sowjetunion vorgeworfen hatte. Es scheint mir nicht ausgeschlossen, dass Trumps Unterstützer von einer Wiederholung dieser Strategie, den einen vom anderen zu trennen, träumen könnten.

China ist „Hauptgegner“, aber Russland militärisch „gefährlicher“

China ist in den Augen der US-Machtelite fraglos wegen seiner enormen Wirtschaftskraft der Hauptgegner. Gleichzeitig ist Russland als Nuklearmacht noch bedeutender als China und hat eben wohl auch gerade militär-technisch einen_gewaltigen_Sprung_gemacht, was es „alten Füchsen“ wie dem Massenmörder Kissinger ratsam erscheinen lassen könnte, die Konfrontation dort nicht zu weit zu treiben, sondern „im Stillen“ zu versuchen, wieder einen Vorsprung zu erringen. Das braucht aber Zeit, denn die Militärausgaben der USA sind zwar um vieles höher als die Russlands, aber offenbar versickert von diesen Ausgaben unglaublich viel im „schwarzen_Loch_des_Pantagon“, das sich seit 2001 noch vervielfacht_hat. Davon mag ein Teil in verborgene Projekte gewandert sein, aber wohl ein erheblicher Teil in die Taschen der Superreichen. Tatsächlich ist die Summe von mittlerweile etwa 20 Billionen US-Dollar unvorstellbar groß. Zum Vergleich: die Gesamtverschuldung Deutschlands liegt bei etwa_zwei_Billionen_Euro, die Verschuldung der USA wird mit etwa_21_Billionen_Dollar angegeben!

So möchten sich Trumps Unterstützer offenbar Russland zuwenden (so, wie die Spaltung zwischen China und Russland in jenen Tagen zuerst befördert wurde) und versuchen, so reaktiv China Russland zu entfremden, verstärkt durch einen offenbar beginnenden Wirtschaftskrieg gegen China seitens der Trump-Administration. Und diese Strategie ist Trump eben wohl schon frühzeitig von_Kissinger_nahegelegt worden.

kissinger-trump

Auch die Europäische Union „stört“

Ursprünglich haben die USA die Vereinigung Europas vorangetrieben, um die Vasallen „unter einem Hut“ zu haben, die Ausdehnung der EU später, um Russland weiter einzukreisen. Aber, Europa, das die weitgehende De-Industrialisierung, die die USA zugunsten des Finanzkapitalismus´ durchlaufen haben, weitgehend vermieden hat, ist einer der technologischen Hauptkonkurrenten der USA. Der Euro, so fehlerhaft, wie er konstruiert sein mag, ist zur gefährlichen Konkurrenzwährung für den Dollar geworden.

Die US-Machtelite mag auch davon träumen, Europa (wo die Regierungen zu sehr Vasallen sind, um die Chance auf mehr Nähe zu Russland rechtzeitig zu nutzen) durch mehr Druck weiter zu spalten und Europa sich noch mehr mit sich selbst beschäftigen zu lassen. Nach den „wirtschaftskriegerischen“ Tönen nun eine vermeindliche Annäherung zwischen den USA und der EU in den Gesprächen mit Juncker birgt vielleicht noch erheblichen_Konfliktstoff.

Jedenfalls könnten Trumps Unterstützer die Chance sehen, ihn zum echten „Plan B“ für größere Teile der US-Machtelite zu machen. Aber Trump wird vor allem mit den Neokonservativen auf viele Arten Kompromisse schließen müssen, womöglich einschließlich eines Krieges gegen den Iran, was zu viel ausgedehnteren Konflikten führen könnte

derzeitige-us-politik-2

Strategie: “Fragmentierung” der “Alten Welt”

Verwirrte europäische Politik

Es scheint, dass die dominierenden Fraktionen der US-Machtelite die europäischen Eliten so stark im Griff haben, dass diese nicht einmal in der Lage sind, nationalen (kapitalistischen) Interessen zu folgen, geschweige denn dem Interesse der „normalen Menschen“ an Frieden und einer gerechteren Gesellschaft. Der „tiefe Staat“ der USA erstreckt sich widerum in den tiefen Staat vieler europäischer Länder, insbesondere Deutschlands.

Die Geschichte des „Gladio-Netzwerk“ dürfte mittlerweile gut bekannt sein. Und es könnte Bemühungen geben, mehr Konflikte nicht nur zwischen europäischen Staaten, sondern auch Regierungskrisen und soziale Konflikte in den verschiedenen europäischen Ländern zu erzeugen, bzw. zu verschärfen. Es sollte angemerkt werden, dass der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon versuchen wird, mehr_rechte_Bewegungen_in_Europa zu schaffen. Wir könnten mehr Zusammenstöße zwischen Soros-inspirierten pseudo-grünen Kreisen und rechten Bewegungen sehen, die für eine Vertuschung der grundlegenden Probleme sorgen.

Was wir “normalen Menschen” wissen sollten

Wir leben im Zeitalter der psychologischen_Fragmentierung. Der entfesselte globalisierte neoliberale „Super-Kapitalismus“ unter US-Führung könnte in der Vernichtung eines erheblichen Teiles der Menschheit gipfeln. Wer eine bessere Welt für die Mehrheit der Menschheit will, muss wissen: Wir müssen an drei Fronten dagegen kämpfen.

Eine Front ist die Friedensfrage, die zweite Front ist die Front für sozioökonomische Gerechtigkeit und die dritte Front ist die ökologische Frage (einschließlich des Klimas). All diese Probleme sind eng miteinander verknüpft. Solange die verschiedenen Kräfte in diesem Kampf zersplittert sind (und gegeneinander ausgespielt werden), gibt es keine Chance. Die hochindustrialisierten Länder spielen eine Schlüsselrolle in der globalen Entwicklung. Der Aufstand gegen die kapitalistischen Kräfte in dieser Weltregion ist von essentieller Bedeutung.

Für Europa ist es wichtig, als ersten Schritt eine Revolution_gegen_die_transatlantische_Dominanz zu wagen und sich mit Russland und China zu verständigen. Die USA müssen daran gehindert werden, in der Umgebung Europas weiterhin Kriege und Krisen zu erzeugen bzw. am Leben zu erhalten. Ebenso müssen Frankreich und Großbritannien wegen ihrer starken Beteiligung an diesem „Feuerring“ konfrontiert werden. Wenn dieses „Spiel“ weiterginge, würden die Massen, die in der europäischen Umgebung immer mehr unter diesem permantenten Ahgriff leiden, nicht daran gehindert werden können, ins „Auge des Hurrikans“ (Europa) zu flüchten, davon träumend, dort sicherer zu sein, aber möglicherweise unfreiwillig einen offenen Faschismus erzeugend.

Unabhängig davon, ob Trump die Machenschaften von Teilen der Machtelite überlebt (und vielleicht das „Kissinger-Konzept“ sich durchsetzt) oder ob er durch Vizepräsident Pence oder irgendeine andere Marionette dieser oder jener Fraktion der US-Machtelite ersetzt wird, hat der Kapitalismus ein Stadium erreicht, in dem das Überleben der Menschheit massiv auf dem Spiel steht .

Andreas Schlüter

Meine Beiträge zu den USA: https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

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Kommentare
  1. BjörnsTipp sagt:

    Hallo Andreas Schlüter.

    Vielen Dank für Ihre vielen interessanten Artikel.
    Bei diesem Artikel ist mir ein kleines Detail aufgefallen, welches ich ganz interessant finde und bei dem ich derzeit überhaupt keine Ahnung habe, ob es irgendetwas zu bedeuten hat.
    Viele waren verwundert, als bei dem Treffen in Helsinki zwischen Donald Trump und Wladimir Putin eben dieser ungewöhnlich verkrampft wirkte und sich mit seiner linken Hand fast unnatürlich an der Armlehne des Stuhl fest hielt. Fast so, wie Henry Kissinger auf dem von Ihnen gewählten Foto.
    Ich werde mir das gesagte auf jedem Fall noch ein mal zu Gemüte führen.

    Viele Grüße
    Matthias (BT)

    • Schlüter sagt:

      Vielen Dank für den positiven Zuspruch! Zu dem betreffenden Detail: gerne werden die Beiden ja verglichen, sie sind aber sehr unterschiedlich. Ich halte es durchaus für möglich, dass Putin (wie viele Menschen mit Grund) die Person Trump nicht sonderlich mag und diese Abwehr durch das Festhalten an der Lehne sich ungewollt ausdrückt. Auch wird Putin selbstverständlich klar sein, dass auch Trumps Initiative (zumindest hinsichtlich seiner Unterstützer, siehe Artikel) eine bestimmte geostrategische Stoßrichtung hat und keineswegs nur von purem Friedenswillen getragen ist.
      Viele Grüße
      Andreas

  2. sascha313 sagt:

    Wer ist denn da der nette ältere Herr neben dem Trumf? Das Gesicht kommt mir bekannt vor: https://sascha313.wordpress.com/2015/04/20/der-kriegsverbrecher-kissinger-die-blutspur-eines-massenmorders/

    • Schlüter sagt:

      ich muss immer wieder an eine Gesprächsrunde mit dem furchtbaren Guido Knopp denken, in der die Rede auf Kissinger kam. Der anwesende Alfred Grosser hatte den Mut, kühl zu sagen: „über Massenmörder rede ich nicht!“ Das hat mir hohen Respekt abverlangt!
      Beste Grüße

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