Moderner Sport: Fußball – völkerverbindend?

Veröffentlicht: Juli 2, 2016 in Politik
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Als völlig fußballuninteressiert gefror mir vorhin doch das Blut in den Adern! Das geschah beim Anblick der Startseite von GMX, als ich meine Mails anschauen wollte. Da stand nämlich:

gmx-weghauen

Darum hauen wir Italien weg!“

Das ist die Sprache des Ersten Weltkriegs, „jeder Stoß, ein Franzos!“ Es ist natürlich die Frage überflüssig, ob GMX Mitarbeiter in der deutschen Nationalelf hätte. Das alberne „Wir“ ist ja auch keine Seltenheit bei Spielen der Nationalelf. Ich bin auch weit entfernt davon zu glauben, dass solche verbalen Exzesse eine deutsche Spezialität wären. Aber, muss man sich bei solcher mainstream-medialen Aufrüstung noch über Hooligan-Wahnsinn wundern?

Fußball, wie viele andere Sportarten, ist ein widerliches neoliberales Geschäft geworden, aber dieses Geschäft befördert Haltungen, die gerade in heutigen Zeiten, die wieder von Säbelrasseln und beim Ende des Kalten Krieges undenkbarer Kriegsstimmung geprägt sind, hochproblematisch sind. „Der Russe steht vor der Tür“, „der faule Grieche will uns das letzte Hemd ausziehen“, und dergleichen Widerlichkeiten mehr, da versetzen solche Sprüche doch in die Stimmung, sie alle „weghauen“ zu wollen, Wahnsinn!

Mich bestärkt dieser Wahnsinn darin, mich dem Prinzip „Brot und Spiele“ zumindest dergestalt zu entziehen, dass ich auf die Spiele verzichte!

Andreas Schlüter

Kommentare
  1. Brian sagt:

    Hat dies auf Berlin – Griechenland rebloggt.

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