Vortrag im Afrikahaus: Der Nahostkonflikt und Afrika

Veröffentlicht: Oktober 1, 2013 in Politik
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Am Donnerstag, den 10. Oktober, um 19:00 Uhr Vortrag von Andreas Schlüter

im Afrikahaus,  Bochumer Straße 25, 10555 Berlin

„Der Nahostkonflikt und Afrika“

a-schlueter

Videoaufzeichnung meines Vortrags:

https://wipokuli.wordpress.com/2013/10/11/der-nahostkonflikt-und-afrika-videoaufzeichnung-des-vortrags-am-10-oktober-2013-in-afrikahaus-in-berlin/

Andreas Schlüter, Jahrgang 1947, ist Diplom-Soziologe mit langer Erfahrung in der Bildungsarbeit. Er hat enge persönliche Bindungen an Afrika und seine verschiedenen Großregionen.

Noch in seiner Schulzeit ist er sich bewusst geworden, wie sehr Afrika (und weitere Teile der übrigen Welt) gezwungenermaßen zum hohen wirtschaftlichen Standard in der Weltgegend seines Aufwachsens durch Ausplünderung, Kolonialismus und Neo-Kolonialismus beigetragen hat. Eine wichtige Rolle hat in seinem Leben auch und gerade die Auseinandersetzung mit den deutschen Verbrechen und ihren Auswirkungen auf den Nahen Osten gespielt.

Er musste feststellen, dass mit dem Ende der Naziherrschaft Rassismus, Unterdrückung und Menschenverachtung nicht beendet waren.

 afrikahaus

Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Themen „Nahostkonflikt“ und „Afrika“ nicht viel miteinander zu tun zu haben, aber es gibt vielfältige Verbindungen zwischen ihnen. Nicht nur, dass es zwischen Afrika und dem Nahen Osten eine lange geschichtliche Verknüpfung gibt, es sind auch beide Regionen von westlicher Dominanz und neoliberaler „Globalisierung“ zur Ausplünderung ihrer Rohstoffe schwer beschädigt. Darüber hinaus dient das Thema Nahostkonflikt interessierten Kreisen zu einer systematischen Spaltung in antiimperialistischen und antirassistischen wie generell linken Bewegungen.

Auf der einen Seite wird hinsichtlich der unglaublichen deutschen Verbrechen an den europäischen Juden gerne die Einzigartigkeits-These gepflegt, auf der anderen Seite wird bei Bedarf von interessierter Seite gerne die Parallele gezogen, so, wie man in den westlichen Medien zur Katastrophe in Ruanda die Tutsi zu den „Juden Afrikas“ erklärt hat, um Kagame und der ruandischen Regierung „freie Hand“ im Kongo zu geben. Man spricht vom „neuen Antisemitismus“, meint aber nicht die anschwellende Propaganda gegen die Mehrheit der Semiten, die Araber (die auch große Teile Nordafrikas bewohnen), und übersieht geflissentlich zionistisch radikalisierte junge Juden in Israel, die „Tod den Arabern“ grölen. Dafür erklärt man die Israel-Kritik aus der südlichen Hemisphäre (auch aus der afrikastämmigen Welt) eben zum „neuen Antisemitismus“. Dies und vieles mehr wird in dem Vortrag und der Diskussion behandelt werden.

http://www.afrikahaus-berlin.de/c_3_0_0.php?PHPSESSID=8jleouluv8cvab49n89lmk2rf3

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