Lateinamerika und „Habemus Papam“: was soll zugedeckt werden?

Veröffentlicht: März 16, 2013 in Politik
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Nicht wenige am Weltgeschehen Interessierte haben sich beim Rücktritt von Papst Benedikt XVI. gefragt, was die Gründe hierfür über die verkündeten hinaus gewesen sein mögen. War auch er in einige der klerikalen Skandalthemen, seien es sexuelle, finanzielle oder ähnliche verwickelt, sei es auch nur im Sinne oberster Verantwortung als Pontifex Maximus, der es nicht schaffte, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Hierüber soll an dieser Stelle nicht weiter spekuliert werden. Aber:

„Habemus Papam“

cover-up-operation

Nun ist ein neuer Papst “gewählt”, ein “Lateinamerikaner”! Einige Euphorie rauscht durch die westliche Presse, auch ein Grund für Lateinamerika und die südliche Hemisphäre, euphorisch zu sein? Hat die sogenannte Wahl nur etwas mit geistlichen und seelsorgerischen Aspekten zu tun?

Man sollte sich einiger Dinge erinnern! Es gibt viele Verbindungen zwischen der katholischen Kirche und den mächtigen Eliten des Westens. Johannes Paul II. spielte nicht nur eine wichtige Rolle in seinem Heimatland Polen beim Zusammenbruch des Ostblocks, sondern auch bei den Bemühungen der US Machtelite, das vom Sowjetsystem „inspirierte“ polnische System nicht in eine Wirtschaftsdemokratie verwandeln zu lassen, sondern das polnische Volkseigentum in die Hände entfesselten Neoliberalismus geraten zu lassen, entsprechend dem Schema, dass Naomi Klein in „Die Schock-Strategie“ so treffend beschreibt.

Man sollte nicht glauben, dass die Kardinäle nur nach religiösen Gesichtspunkten wählen würden. Der Machtapparat insbesondere der USA, die Geheimdienste, kennen ihr „Privatleben“ sehr genau und haben genug „Einsicht“ darein, um in hohem Maße „dirigieren“ zu können, was vor sich geht! Wenn man also um die skrupellosen Einflussmethoden auf die Kirche und durch sie auf die Gesellschaft weiß (wie sie sich z. B. in der „P2“ – Propaganda Due), muss man sich fragen: warum jetzt ein „lateinamerikanischer“ Papst (der übrigens italienische Eltern hatte)? Und man falle nicht in die Grube: „die Mehrheit der Katholiken lebt ja in Lateinamerika“! Die Mächtigen nehmen keine Rücksicht auf Mehrheiten, sie „rechnen“ höchstens mit ihnen.

Die Antwort könnte sehr einfach sein: Lateinamerika unternimmt sehr große Anstrengungen, sich aus der Umklammerung durch den „Großen Bruder“, die Machtelite der USA, zu winden! Linke Regierungen sind auf dem Vormarsch, herausragende politische Führungsfiguren erlangen Kultstatus. Eine große Persönlichkeit ist soeben gestorben und es hängen Fragen in der Luft (http://tinyurl.com/ad9xpug). Die Idee, die Ressourcen eines Landes zur Ernährung seiner Bewohner zu nutzen, greift um sich. Auf der anderen Seite ist der Katholizismus eben in Lateinamerika tief verwurzelt. Mit einem neuen Papst aus dieser Weltregion, der für seine Willfährigkeit der „Macht“ gegenüber während der argentinischen Militärjunta bekannt ist (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.franziskus-und-die-militaerjunta-die-zwei-gesichter-des-neuen-papstes.cf93d61c-ea30-48be-889d-953b1f4b4e81.html), könnte sich der „Große Bruder“ Chancen ausrechnen, die Lateinamerikaner ein wenig von „gefährlichen Ideen“ wegzuführen!

Andreas Schlüter

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