Bundestagswahl 2013: der STEINIGE Weg zur Großen Koalition

Veröffentlicht: Dezember 10, 2012 in Politik
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Nun ist er also gekürt, der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück! In Vielem erscheint er dem Bauchgefühl wie ein Klon des fröhlich paffenden Altkanzlers, des gefühlten Echos der SPD-Version altbundesrepublikanischer „Sozialer Marktwirtschaft“, Helmut Schmidt. Das ist sicher auch die psychologische Strategie der SPD-Führung. Und wer sowohl politisch als auch ehrlich ist, muss zugeben, der innere Schweinehund verleitet einen leicht dazu, eine gewisse Bewunderung für die mediale Rüstung des „Viel Vortragenden“ zu verspüren. Hinter diesem unterschwelligen Gefühl der Bewunderung, unterstützt durch den fast an Loriot-Figuren gemahnenden schnoddrigen Witz des Kandidaten, verschwindet leicht die Erinnerung an die „Finanznähe“ desselben, an die HARTZ IV-Schweinereien und das einvernehmliche Regieren mit Merkel während der Großen Koalition. Und der Mann zeigt „klare Kante“, wie der Müntefering so gern formulierte, für eine Große Koalition stünde er nicht zur Verfügung! Mist nur, dass genau diese Konstellation sonntagsfragenmäßig mit Flammenschrift an der Wand steht. Da mag eine recht unscheinbare Führung der LINKEN sich immer wieder von der Opportunisten-Fraktion zur Anbiederung drängen lassen, Rot-Grün-Dunkelrot wird nichts („zum Glück“, denkt da ein aufrechter LINKER, wissend, dass dafür Grundprinzipien endgültig über Bord geworfen werden müssten). Was ergibt sich also aus dem Spannungsverhältnis zwischen vollmundiger Ankündigung und arithmetischer Vorausschau?

sonntagsfrage-juli-2013

Die „Stones“: Aufstellung der Steinschleuder

Wenn nun aber der Kandidat nach der Wahl feststellt, dass es nicht für Rot-Grün reicht; die CDU doch nicht mit den Grünen will (weil die sich „gegen“ die deutschen Wirtschaftsinteressen ökologisch wenigstens scheinprofilieren müssten); und wenn er nicht so offen wortbrüchig werden könnte, na, was dann?! Da kann man nur Eines vermuten: Steinbrück ist die „volkstümliche“ Variante eines SPD-Kandidaten (rein psychologisch gesehen), er kann eine Bresche schlagen für ein gutes – aber nicht ausreichendes – Ergebnis. Na, und wer wird dann Vizekanzler unter Merkel? Der andere „Stone“, Frank-Walter Steinmeier!

Andreas Schlüter

Kommentare
  1. Kandidat hin oder her, die Linke sollte einen reinen Oppositionswahlkampf führen. Die parlamentarischen Demokratie braucht eine starke Opposition.

    • Schlüter sagt:

      Den klaren Oppositionswahlkampf hätte ich auch gern! Ich würde jedem, der der Verhältnisse überdrüssig ist natürlich klar raten, DIE LINKE zu wählen. Meine Partei wird aber nur dauerhaft Einfluss auf die Verhältnisse nehmen können, wenn sie aufhört, sich anzubiedern!
      Danke für die Rückmeldung!

  2. klaus janich sagt:

    hallo andreas!
    man könnte glatt wetten drauf abschliessen. allerdings sind wir gleicher meinung.
    was für ein propagandistisches schmierentheater der „alternativlosen“.
    mal schauen, wie weit sich die „linken“ opportunisten diesmal anbiedern.

    beste grüsse! klaus

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