Vorbemerkung

Ein absoluter Schwerpunkt linker Politik ist die Frage sozialer Gerechtigkeit, ohne deren tragfähige Beantwortung es auch keine Freiheit für die Mehrzahl der Menschen geben kann. Daneben steht zusätzlich zum Antifaschismus als Voraussetzung für Freiheit an herausragender Stelle auch die Friedensfrage.

Im 6. Absatz der Präambel des mit großer Mehrheit angenommenen Programms der LINKEN heißt es:

„Wir gehen aus von der Tradition der Demokratie und des Sozialismus, der Kämpfe für Menschenrechte und Emanzipation, gegen Faschismus und Rassismus, Imperialismus und Militarismus. …“.

Im Abschnitt „- für Frieden und Abrüstung, gegen Imperialismus und Krieg“ lesen wir:

„DIE LINKE fordert die Achtung von Völkerrecht und Menschenrechten, eine Stärkung der zivilen Entwicklungsunterstützung, Konfliktprävention, friedliche Konfliktlösung und ein Ende der ökonomischen Ausbeutung der Dritten Welt.“

Diese Prinzipien, sollte man meinen, gehören bei aller Pluralität unserer Partei zu den Grundlagen, die ein Mitglied anerkennen muss. Dies scheint aber nicht wirklich für alle Mitglieder zu gelten, offenbar auch dann nicht, wenn es sich um eine Landtagsabgeordnete der LINKEN in Thüringen handelt, obwohl sie exponiert in der Öffentlichkeit steht und in unserem Namen spricht.

Ein empörender Vorgang

Am internationalen Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, stellte die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König auf ihrer Website (http://haskala.de/) Reklame für die Israelische Luftwaffe ein:

“Wir, Piloten der israelischen Luftwaffe, fliegen im Himmel über dem Lager des Schreckens, entstanden aus der Asche von sechs Millionen Opfern, tragen wir ihre stummen Schreie, salutieren ihrem Mut und versprechen, Schild des Jüdischen Volkes und des Staates Israel zu sein.”

Diesen Text ergänzte sie durch ein Video, das die unglaublichen deutschen Verbrechen des Holocaust letztlich als indirekte Rechtfertigung für das völkerrechtswidrige Bombardement des Gaza-Streifens missbraucht und Staaten der Region unterstellt, sie beabsichtigten einen zweiten Holocaust gegenüber den Israelis:

 

http://haskala.de/2012/01/27/27-januar-internationaler-holocaustgedenktag/

Das Vorgehen stellt einen Schlag ins Gesicht von Genossinnen und Genossen unserer Partei dar, die unser Programm und unsere Grundsätze ernst nehmen, aber auch gegenüber den Menschen, die täglich die israelische Besatzung zu erdulden haben. Zudem ist dies ein schwerer Affront gegenüber denjenigen Israelis, die für Frieden und Gerechtigkeit in ihrem Land und gegen die Besatzungspolitik ihres Staates kämpfen, sowie gegen unsere Freunde von der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ (http://www.juedische-stimme.de/?page_id=4). Überdies unterläuft Katharina Koenig unseren Kampf gegen Rassismus und Kolonialismus.

Der Kontrast zwischen der bewegenden Rede von Marcel Reich-Ranicki im Bundestag anlässlich des Holocaust-Gedenktages, die gleichzeitig eine stillschweigende Absage an jede Form der „Okkupation“ des Grauens für die Rechtfertigung staatlichen Unrechts im Nahen Osten war, und dieser dreisten Instrumentalisierung des Shoa-Gedenkens durch Katharina Koenig könnte nicht größer sein.

Offensichtlich gehört die Abgeordnete zu der Gruppe von Parteimitgliedern, die geschichtliche Verantwortung gegenüber dem millionenfachen Morden an den europäischen Juden mit bedingungsloser Unterstützung israelischer Landraub-, Kolonial- und Kriegspolitik verwechseln oder gar wissentlich vermischen. Dieses Agieren mit dem Propagandamaterial der Israelischen Streitkräfte fügt sich nahtlos ein in ihre Mitgliedschaft im Bundesarbeitskreis der Linksjugend ´solid, dem BAK „Shalom“, der in Vielem Positionen vertritt, die dem Programm der LINKEN entgegenstehen (http://davidnoack.net/v2/bakshalom/).

Ganz offenkundig hat sie darüber hinaus ein Gewalt-Problem. Sobald es um „israelische“ Gewalt geht, schlägt ihr „linkes“ Herz merkwürdig höher, wie man an einem Bild sehen kann, dass sie bei Twitter einstellte. Man beachte den „launigen“ Kommentar unter dem Bild im Foto-Stream, der tiefe Rückschlüsse darauf zulässt, wes Geistes Kind sie wohl sein mag:

https://twitter.com/#!/KatharinaKoenig/media/slideshow?url=http%3A%2F%2Ftwitpic.com%2F9rlvep

dieses Bild hat Katharina König jetzt rausgenommen! Es zeigte einen israelischen Fußballer, der einem deutschen Spieler gegen den Kopf tritt, mit der Unterschrift „da soll noch mal wer sagen, israelische Fußballer könnten nicht treffen!“

Wehret den Anfängen!

Eine meiner Sorgen, die ich seit meinem Eintritt in das Projekt der vereinigten LINKEN 2006, (damals in die Linkspartei/PDS) hege, ist, wir könnten den Weg der Grünen ins „Olivgrüne“ nachgehen. Solchen Entwicklungen gegenüber hochgradig sensibilisiert, beschloss ich sofort zu reagieren. Ich schrieb am 1. Februar einen Brief an den Bundesvorstand, in dem ich (mit Bitte um Weiterleitung an die Bundesschiedskommission) den Ausschluss von Katharina König beantragte (ausschlussantrag-k-koenig).

Am 27. Februar ging mir dann ein Schreiben der Bundesschiedskommission zu, dass den Eingang bestätigte, und das Informationen über das weitere Prozedere ankündigte. Interessant war die Reaktion der MdL König, die über Twitter Kunde vom Ausschlussantrag gab, dazu ein Foto vom Schreiben der Bundesschiedskommission mit der Benachrichtigung vom meinem Antrag, in dem mein Name als „Andreas SXXXXXXXXX“ „unkenntlich gemacht wurde (http://tinyurl.com/bltjhfy). Der Ausschlussantrag hat auf jeden Fall der MdL König offenbar in keiner Weise zu denken gegeben, in Verbindung mit ihrem eigenen Fehlverhalten hat sie den Antrag wohl nicht gebracht. Sie fühlte sich daher auch nicht bemüßigt, den erstaunlichen „Beitrag“ von der Website zu nehmen.

Ende April teilte mir die Bundesschiedskommission mit, dass der Vorgang an die Landesschiedskommission Thüringen weitergeleitet wurde. Ein Telefonat mit dem Vorsitzenden der Schiedskommission Mitte Mai brachte die Auskunft, ich würde Ende Mai Näheres erfahren. Dann kam die Ankündigung, man würde auf der Sitzung der Landesschiedskommission im Juni den Fall behandeln. Im Juni hat die Landesschiedskommission beschlossen, einen „Berichterstatter“ einzusetzen (worüber ich aber bisher nur auf Anfrage telefonisch Auskunft erhielt). Wozu? Die Fakten liegen wohldokumentiert auf dem Tisch!

Eine eindeutige Aussage

Wie mit solchem Verhalten umzugehen ist, regelt klar dieBundessatzung in §3, Absatz 4:

„Ein Mitglied kann nur durch eine Schiedskommission im Ergebnis eines ordentlichen Schiedsverfahrens entsprechend der Schiedsordnung und nur dann aus der Partei ausgeschlossen werden, wenn es vorsätzlich gegen die Satzung oder erheblich gegen Grundsätze oder Ordnung der Partei verstößt und ihr damit schweren Schaden zufügt.“

Der Schaden für unsere Partei, insbesondere für die Glaubwürdigkeit hinsichtlich der Ernsthaftigkeit, mit der das Programm beachtet wird, kann wohl nicht bestritten werden.

Der geschilderte Vorgang ist beschämend für meine Partei. Die Wahlkämpfe waren auch sicher nicht dazu angetan, den „Fall“ eilig zu klären. Nun haben wir eine neue Parteispitze. Diese wird sich jetzt auch mit den Versuchen, nicht einmal nur „stillschweigend“, sondern lautstark unser Programm auszuhebeln, befassen müssen. Wichtig scheint mir aber, dass  die Mitglieder die Parteiführung in der Verteidigung des Programms unterstützen.

Es muss jetzt Tacheles geredet werden!

Es ist wohl an der Zeit, dem Anspruch des Programms genüge zu tun und seitens der Mitgliedschaft mit Kraft darauf zu dringen, dass allen Versuchen, unsere Partei auf den Weg der „Olivgrünen“ zu drängen und ihr Antiimperialismus und Antimilitarismus auszutreiben, entschieden Einhalt geboten wird. Es ist die eindeutige Aufgabe unserer Partei, für den Frieden zu kämpfen. Innerhalb der Partei muss dies gegebenenfalls mit dem Ausschluss von Militaristen geschehen! Im Falle der Katharina Koenig und dem ihr nahestehenden BAK Shalom geht es aber wohl auch um mehr als den Nahen Osten. Es ist evident, dass es der Abgeordneten und anderen auch darum geht, antikapitalistische und antiimperialistische Positionen aus der Partei zu verdrängen. In Gesprächen habe ich oft gehört, dass die LINKE mit solchen Positionen, wie sie von Katharina König vertreten werden, für die Betreffenden nicht mehr wählbar wäre.

Es gehört nun mal auch zu den demokratischen Rechten eines Bundesbürgers, für die menschenverachtende Politik der israelischen Regierung zu sein. Dieses Recht kann man hervorragend in der SPD, der CDU, bei den Grünen und in der FDP wahrnehmen. Ein demokratisches Recht, unter systematischer Missachtung von Programm und Grundsätzen einer Partei dennoch ihr Mitglied zu bleiben, gibt es nicht.

Andreas Schlüter

Mitglied DIE LINKE

Berlin Tempelhof-Schöneberg

Zum BAK Shalom: „Es reicht, ein Unvereinbarkeits-Beschluss muss her“:

https://wipokuli.wordpress.com/2012/01/13/es-reicht-ein-unvereinbarkeits-beschluss-muss-her/

Kommentare
  1. […] Ist DIE LINKE noch eine Friedenspartei? Zeit, Tacheles zu reden! […]

  2. […] zum Antifaschismus als Voraussetzung für Freiheit an herausragender Stelle auch die Friedensfrage. Lesen Sie […]

  3. Harald sagt:

    Ich bin gerade erst auf diesen Blog gestoßen.
    Die Arbeit und das Engagement von Andreas ist lobenswert und zu begrüßen.
    Für militaristische und antiemanzipatorische Positionen darf in der LINKEN kein Platz sein.
    Ich werde auch den Ausschluss von Frau König aus der Partei beantragen und hoffe, dass das noch viele tun.
    Notfalls muss man ein antimiltaristische und/oder antiimperialistische Plattform gründen, obwohl ich eigentlich keine Lust auf die Plattformelei mehr habe. Wenn es aber um die Stärkung von inhaltlichen Positionen geht, die in der Partei sonst zu kurz kommen, aber für ihr Profil unverzichtbar sind, dann muss man es wohl tun.

  4. Sarja sagt:

    Es ist eine unsägliche Tradition aus SED-Zeiten, dass jeder der eine andere Meinung hat aus der Partei geworfen werden soll. Daher ist die Schiedskommission auch nicht feige, sondern nimmt eine Vermittlungsrolle zwischen zwei streitenden Flügeln ein.
    Der hier praktizierte Stil ist unwürdig, unsere Partei lebt vom offenem Dialog, vom solidarischen Umgang miteinander auch besonders mit Leuten die eine andere Meinung haben und die man nicht besonders mag.

    Jeder sollte in eine Diskussion hineingehen mit dem Grundsatz: „Der andere könnte Recht haben“.

    Also nicht Rechthaberei, sondern seine eigene Grundsätze und Argumente in der Diskussion prüfen. Hast du das gemacht, Andreas? Oder nur aufgeregtes Wellen schlagen und andere denuzieren?

    • Schlüter sagt:

      Es ist auch eine unsägliche Tradition, mit Verweis auf unselige SED-Zeiten der LINKEN jede Möglichkeit nehmen zu wollen, sich gegen das Herumtrampeln auf Grundlinien, die durch eine übergroße Zahl der Mitglieder verabschiedet wurden, zu wehren, und DIE LINKE auf diese Weise zu „kastrieren“! Selbstverständlich sind wir eine pluralistische Partei, aber Antikapitalismus, Antifaschismus, Antiimperialismus und eben Antimilitarismus sind die Grundlinien, ohne die es keine LINKE geben kann. Ich habe die Typen kennengelernt, die dauernd posaunen: „in unserer Partei muss es Platz für jeden geben, außer Faschisten“. Da können wir gleich die ganz große Parteivereinigung aus CDU, FDP, SPD, Grünen und Piraten vollziehen, wozu dann noch eine LINKE? Kopfschüttelnd, Andreas

    • Sehe ich auch so. Ich kenne Katharina König nicht, aber ihrer Homepage nach zu urteilen ist sie eine aktive engagierte Antifaschistin. Kritik ja, aber nicht gleich Ausschluss-Antrag.

  5. Interessiert Dich eh nicht sagt:

    „Ein absoluter Schwerpunkt linker Politik ist die Frage sozialer Gerechtigkeit, ohne deren tragfähige Beantwortung es auch keine Freiheit für die Mehrzahl der Menschen geben kann.“

    Bei allem Respekt, kannst Du mal erklären was das heißen soll? Insbesondere „Mehrzahl“? Ich bin linker. Ich arbeite nicht politisch für die Mehrzahl, das sind im Zweifel nur 50, irgendwas %. Und die Frage ist dann wovon? Der Bevölkerung eines Landes? Eines Kontinentes? Der Welt?

    Jede Menge Fragen. Und dann kommt jemand und erzählt mir, er sei Kommunist, und die These der „anitimperialistischen Volksfront“ kann man zwar kritisch sehen aber es ist eben eine kommunistische These. Und damit ist für ihn alles gut. Supi!

    Das es eine „These“ der Komintern aus den frühen 50’ern ist, mit der antifaschistischen Volksfront nichts zu tun hat, vielleicht Azad, Mubarak und andere Arschlöcher eine direkte Folge sind, tausende GenossInnen dafür Haft, Folter, Tod fanden, völlig egal. Ist halt ne These, wer was anderes sagt, akzeptiert nicht die Meinungsvielfalt in der LINKEN.

    Bloß nicht diskutiern, bloß nicht auf die Argumente des gegenüber eingehen. „Kritik und Selbstkritik ist die Würze der proletarischen Revolution“, sagt Rosa. und sie hat so verdammt recht! Leider fehlt in den aktuellen Debatten stets ein Teil der Würze: die Selbstkritik!

    • Schlüter sagt:

      Bei allem Respekt für Deine Meinung, ich habe nicht den Eindruck, dass Du über mich und das Anliegen dieses Artikels redest. Zur Frage, was „Mehrzahl“ für linke Politik bedeutet: hast Du schon einmal etwas vom Begriff „Gemeinwohl“ gehört? Ich schlage vor, einmal die dokumentierten Reden von Lafontaine zu diesem Thema anzuhören. Mehrzahl bezieht sich auf den jeweiligen Wirkungskreis einer linken Bewegung uznter Einbeziehung internationaler Solidarität. Vom eklatanten Auslöser für diese Auseinandersetzung redest Du gar nicht, und das scheint mir bezeichnend.
      Ein schönes Wochenende

      Andreas

  6. klaus janich sagt:

    hallo andreas !

    gelinde gesagt ist es sehr erstaunlich wie rotzfrech BAK shalom und co in dieser linken partei auftreten dürfen. aber blankes entsetzen erfasst mich bei der konfliktscheu der schiedskommission und anderer verantwortlicher genossen. die frechheit der ersteren wird wohl durch die feigheit der letzteren gefördert.

    gruss ! klaus

  7. Paul sagt:

    Du freust Dich bestimmt über jeden Kommentar unter deinen peinlichen Artikeln und deshalb überlasse ich Dir diesen auch noch.

  8. Paul sagt:

    Ist das trollig.

  9. erwin sagt:

    Lena Kreck und andere führende BAKShalomi sind Dutzfreunde der Kipping…

    • Schlüter sagt:

      Das ist ja die Crux an der Geschichte, dass führende LINKE in Kumpanei mit vielen dieser „Programm-Deinstallierer“ machen, einige halten sogar ihr schützendes Händchen über sie. Ich habe übrigens nach meinem Ausschlussantrag schon Erfahrung mir einigen üblen Tricks und Mobbereien gemacht, aber das ist im Angesicht der Sache selbst völlig nebensächlich.
      Auch allgemein nocjhmals vielen Dank für den Zuspruch und die Unterstützung in der Sache!
      Andreas

  10. klaus1953 sagt:

    Daß die Eisenbahn von Jerusalem nach Tel Aviv durchs besetzte Westjordanland führen werde und Palästinenser sie nicht würden benutzen dürfen, fand Lederers Mitstreiterin Katharina König unerheblich. „Da wird, mein Gott, eine Eisenbahn gebaut“, eine „Kleinigkeit“, befand die Völkerrechtsverächterin. (2) Der „jüdischen Bevölkerung“ – sie meinte die mörderischen Kolonisatoren, deren Polizei und deren Armee – denen also habe niemand zu sagen, wo sie sein und wo sie nicht sein dürften.

    Die Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat um 1948 nannte König eine „infame Lüge“. Einige Palästinenser seien vertrieben, die übrigen aber von arabischen Führern zum Wegzug bewegt worden mit der Ankündigung, die Juden würden ins Meer geworfen werden, und dann könnten die Palästinenser alle zurückkehren. (3)

    Niemand auf dem Podium, niemand im Saal widersprach, obwohl bekannt ist: Nicht Juden, sondern die palästinensiche Bevölkerung von Jaffa wurde 1948 ins Meer geworfen; und obwohl ebenfalls bekannt ist: Kein einziger arabischer Führer hat je gedroht, die Juden ins Meer zu werfen. Die das Gegenteil behaupten, wie nun wieder Katharina König von Der Linken, haben ihre Behauptung nie belegen können.

    Königs Gelüge ist nicht nur infam, es ist dämlich obendrein: Benny Morris, einer ihrer israelischen Gesinnungsgenossen, hat die Fakten rund um das Jahr 1948 sorgfältig recherchiert und nahezu sämtliche palästinensischen Angaben über die zionistischen Vertreibungsverbrechen bestätigt. (4) Nur fand er nicht, daß es sich dabei um Kriegsverbrechen handelte. In Ha’aretz erklärte Morris 2004:

    There is no justification for acts of rape. There is no justification for acts of massacre. Those are war crimes. But in certain conditions, expulsion is not a war crime. I don’t think that the expulsions of 1948 were war crimes. You can’t make an omelet without breaking eggs. You have to dirty your hands.

    Ich glaube nicht, dass die 1948er Vertreibungen Kriegsverbrechen waren. Man kann kein Omelett machen, ohne Eier zu zerbrechen. Man muss sich die Hände dreckig machen.

    Siehe auch Die Welt vom 6. März 2004

    Lüge, Infamie und Dummheit sind in der Partei Die Linke kein Grund für einen Parteiausschluß – im Gegenteil. NeoCons sind gern gesehen in der Linkspartei. Der landesweit berüchtigte Denunziant und Lügner Benjamin Krüger, Fraktionsangestellter im Bundestag mit Karriere, sekundierte dem Podium aus dem Publikum, indem er verkündete, gegen einzelne Gegner der israelischen Staats- und Regierungspolitik in Der Linken liefen Ausschlußverfahren.

    Die haben Aussicht auf Erfolg: Lena Kreck, Moderatorin der Lederer-König-Veranstaltung, sitzt in der Partei-Schiedskommission.

    Anmerkungen

    (1) Podiumsdiskussion: DIE LINKE ein halbes Jahr nach der Antisemitismusdebatte – Ist das Glas halb leer oder halb voll? Mit Dr. Klaus Lederer – Landesvorsitzender DIE LINKE Berlin, Mitglied im Abgeordnetenhaus; Prof. Dr. Mario Keßler – Historiker aus Berlin und Potsdam; Katharina König – Sprecherin für Jugendpolitik, Netzpolitik & Antifaschismus DIE LINKE im Thüringer Landtag. Moderation: Lena Kreck und Stefan Gerbing – beide Redaktion prager frühling. 25. November 2011, Berlin, Karl-​Liebknecht-Haus. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt.

    (2) Wörtlich: „Und da frag‘ ich mich, was, was will man denn … sollte man nicht an Grundlegendes, Ursachen herangehen… und sich nich‘ auf Kleinigkeiten, wie, meine Güte, da wird ’ne Eisenbahn gebaut, oder, oder oder, festzusetzen…“ Audio-Mitschnitt der Podiums-Statements durch den Bundesarbeitskreis BAK Shalom ab Minute 39:16.Nachtrag vom 2. Dezember 2011, T:I:S

    (3) Vom BAK Shalom nicht ins Netz gestellt. Nachtrag vom 2. Dezember 2011, T:I:S

    (4) Benny Morris: The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited. Cambridge Middle East Studies 2004

    http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#neokonservativ

  11. Taronal sagt:

    BAK Shalom und antideutsche Nationalisten : Raus aus der Linken !

    Es ist beschämend mit welcher Hirnlosgkeit dem Kriegstreibertum der jetzigen Israelischen Regierung gefolgt wird.
    Jedes Opfer des Holocaust dreht sich im Grab herum um nicht ein zweites mal Opfer zu sein.
    Juden wollen Frieden mit ihren Nachbarn, Zionisten und deren Speichellecker wohl eher nicht.

  12. Schlüter sagt:

    Ich möchte mich an dieser Stelle nicht nur bei den Kommentatoren, die sich hier geäußert haben, für das Interesse und den Zuspruch zu Artikel und Maßnahme des Ausschlussantrages bedanken, sondern auch bei den vielen, die sich so engagiert auf Twitter und Facebook hinter meine Aktion gestellt haben.
    Herzliche Grüße
    Andreas Schlüter

  13. Ich unterstütze den Antrag auch.Wo kann man mitzeichnen?
    LG

    • bzw.wie kann man dich unterstützen?

    • Schlüter sagt:

      Die Unterstützung freut mich sehr! Da mein Antrag (sich) ja immer noch (tot) läuft, gäbe es die Möglichkeit, sich mit anderen GenossInnen zusammenzuschließen und auf der Grundlage der von mir dokumenbtierten Fakten einen ähnlichen Antrag zu stellen, wozu jedes Mitglied das Recht hat. Das würde das Prozedere fraglos unterstützen. Herzliche Grüße, Andreas

  14. Schlüter sagt:

    Ich danke sehr für das bisherige Interesse an und die Kommentare zu diesem Artikel! Ich denke, jeder in der LINKEN, dem das Programm am Herzen liegt, sollte sich nicht scheuen, von seinem demokratischen Parteirecht Gebrauch zu machen, den Ausschluss gegen solche zu beantragen, die das Programm zu „deinstallieren“ suchen.
    Herzliche Grüße
    Andreas Schlüter

  15. Paul Menner sagt:

    Ich habe ja schon dort im Blog einen Kommentar abgegeben und natürlich keine Antwort bekommen, sowie Frau König inzwischen auch ihr Gästebuch in der Form zensiert, dass sie keine Beiträge mehr freischaltet. Das weiss ich weil ich über (harmlose, in der Sache richtige) Kommentare informiert wurde, die sie offenbar wegdrückt.

  16. Jens sagt:

    absolute Zustimmung! Danke

  17. Reinhild Schward sagt:

    … Zeit Tacheles zu reden!

    ich bin gegen die kriegstreibenden Äußerungen der Genossin König und fordere sie auf – auch im Interesse der Friedenskämpfer der Partei DIE LINKE – sich von ihrer irrigen Haltung zu verabschieden und stattdessen für Frieden und Demokratie der Israelis wie auch der Palästinenser einzutreten.

  18. eyesonly2012 sagt:

    Reblogged this on eyesonly2012 und kommentierte:
    Fanatismus einer linken Freundin Israels

    • N.N. sagt:

      BAK Shalom und antideutsche Nationalisten : Raus aus der Linken !

      @Reinhild Schward sagt:
      ich bin gegen die kriegstreibenden Äußerungen der Genossin König und fordere sie auf….

      Merkwürdiges Verständnis des Begriffes Genossin.
      Sind Kriegstreiber/innen Genossen oder Genossinnen?
      Die konsequente Forderung, Frau König verlassen Sie die PDL,
      bevor Sie der Partei weiteren Schaden zufügen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s