Der Nahostkonflikt hält seit Jahrzehnten immer wieder die Welt in Atem. Er steht nicht nur geografisch im Zentrum einer Region, um deren Ressourcen und „Gestaltung“ globalstrategisch gerungen wird, er spielt auch eine gewichtige Rolle als Nebelwand und Verwirrfaktor in der Auseinandersetzung um demokratische und humanistische Ziele und Ideale. Viele Akteure behaupten, ihn lösen zu wollen. Spätestens seit Ende der 70iger Jahre hat der palästinensische Mainstream sich zur „Zwei-Staaten-Lösung“ bereit gefunden. Trotzdem werden die Palästinenser in den westlichen Medien notorisch als Hindernis für diese Lösung dargestellt. Kenner der Situation wissen tatsächlich, dass sich letztlich sogar auch die Hamas zu dieser Lösung bereitfinden würde, wenn die Grundlage die Grenzziehung von vor 1967 wäre, ungeachtet irgendwelcher Gebietsaustausche, sofern sie beidseitig fair ausgehandelt wären.

Und Israel?

Die notorische Missachtung von UN-Resolutionen und Völkerrecht im Verein mit den USA in der Nahostfrage einmal außen vor gelassen, wird von Israels Regierung immer wieder gefordert, die Grenzen des Staates Israel zu definieren. Diese Forderung ist erfüllt! Man wird aber nicht einmal mit einem Mikroskop das Gebiet finden können, das man den Palästinensern zugedacht hat, nicht einmal einen „Vatikanstaat“:

Karte des israelischen Einwanderungs-Ministeriums

Quelle: http://www.moia.gov.il/Moia_en/Offices/Map.htm , zur Vergrößerung auf das Bild klicken!

Nach vielen Monaten funktioniert dieser Link nicht mehr!

Andreas Schlüter

Kommentare
  1. jürgen engert sagt:

    nun, es wird immer wieder auf die grenzen von 1967 hingewiesen. diese dienen natürlich als basis für verhandlungen, wobei eine genaue grenzziehung eben am ende dieser verhandlungen steht. in der berühmten 242-resolution steht schließlich auch etwas von israels sicherheit, die gewährleistet sein muss.
    mich wundert nur, dass bis 1967 kein aufschrei für die benachteiligten palästinenser erfolgte, schließlich waren judäa und samaria ,später westbank, von jordanien bestzt, so wie ostjerusalem.
    in der geschichte gab es niemals einen palästinenserstaat.die palästinenser sind eigentlich eine „erfindung“ arafats in den 60er jahren. sieht man sich die karte dieser region an, dann existierten 1947 weder israel noch ein staat palästina. 1948 wurde der staat israel gegründet. die araber zogen es vor, israel mit krieg zu überziehen. in den folgejahrenholte man sich wiederholt „blutige nasen“. jordanien besetzte die heutige westbank und beteiligte sich 1967 am vernichtungskrieg gegen israel. glücklicherweise konte sich israelbehaupten .die nachfolgende besetzung dieses gebietes bedeutete keine besetzung eines anderen staates, sondern einen teil palästinas, der bis zum ende von WK1 osmanisches gebiet war.
    nach San Remo erhielten die araber den löwenanteil palästinas, ca. 83%, das königreich jordanien. restpalästina sollte zum etwas größeren teil an israel fallen, der andere teil an die pal. araber. aufgehetzt von den arab. staaten missbrauchte man die „palästinenser“,um sofort nach staatsgründung israel zu überfallen
    da die sowjetunion und deren vasallen israel als „imperialistischen vorposten“ ansahen unterstützte man deren vorhaben, israel anzugreifen. klerikalfaschismus, frauenverachtung, verfolgung homosexueller spielten keine rolle,bei einigen „antiimps“ bis heute nicht.
    ckt man schon ,dass terroristen geehrt werden, dass eine mutter den mörder einer schlafenden 13jährigen als märtyrer bejubelt.es wurden ja nur Juden getötet.
    diese „antiimps“, die israel als Das Böse schlechthin darstellen,schweigen in der regel zum vorgehen chinas in tibet,nehmen Assad in schutz,machen das nordkoreanische atomregime nicht zum gegenstand ihrer empörung oder nehmen schulterzuckend hin, dass im iran homosexuelle an baukränen baumeln.

    und der gipfel ist dann natürlich, dass der terrorangriff auf das WTC, das Pentagon und der absturz bei Shakleton den USA selber und/oder Israel zugeschoben werden.

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