Kurs halten: ein Lichtblick, ein Wermutstropfen und ein Trost

Veröffentlicht: Oktober 9, 2011 in Politik
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Gestern, am 8. Oktober, fand im Audimax der Humboldt Universität die Konferenz „Kurs halten“, von „Linken in der LINKEn“ organisiert, statt, ein Lichtblick in sich selbst. Einen guten Überblick über Vorträge und Diskussionen findet man hier: http://uweness.eu/besetzt-die-banken.html !

Zum größten Bedauern des Auditoriums war Oskar Lafontaine durch eine Halserkrankung verhindert. Fraglos war allseits ein Feuerwerk der Denk- und Rhetorik-Schärfe wie auf dem Landesparteitag der LINKEn in NRW erwartet worden: http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/parteitag_2011/ . Den Trost gab zum Einen der Kommentar des Überbringers der schlechten Nachricht: Oskars Stimme bleibt nie lange weg!

Sahra Wagenknecht, „Geist vom Geiste Oskars“

Der große Trost war uns aber gleich am Anfang der Konferenz zuteil. Es ist ja eine bedauerliche Tatsache, dass wir nicht über ein ganzes Bataillon von Personen verfügen, die Oskars Gabe der Darstellungs-Präzision haben, und die die wichtigen Anliegen, ja die Existenzgrundlage und absolute Existenznotwendigkeit der LINKEn so eindringlich und überzeugend darlegen können. Man ist geneigt zu sagen, fast die ganze Führungsriege meiner Partei sollte bei Oskar in die Schule gehen! Wir hatten aber das Vergnügen, jemanden genau von diesem Kaliber, nämlich Sahra Wagenknecht zu erleben, die mit ihrer Rede deutlich belegte, dass sie „Geist von Oskars Geist ist“!

Sahra Wagenknecht und DIE LINKE

Kampfgeist forderte sie, und wie nötig der ist! Und diesen forderte sie u. a. anstelle der Lust an internen Querelen (die wir insbesondere von sogenannten „Reformern“, die uns eben diesen „wegreformieren“ wollen, erleben  Verf.>). Aber sie gab eben dafür ein hervorragendes Beispiel, indem sie die wichtigen Felder linker Politik mit analytischer Schärfe, rhetorischem Schliff und großem emotionalen Engagement vortrug. Und sie machte Eines klar, es geht nicht darum, unserer Vorsitzender Worte zu verdrehen, um sich bei der bürgerlichen Presse ein paar Pluspunkte für die innerparteiliche Profilierung zu ergattern, sondern es geht darum, offensiv die so bitter nötige Schärfe erklärend zu unterstützen.

Sahra machte klar, dass Regierungsbeteiligung ein Weg in den neoliberalen Einheitsbrei sei, wenn durch sie nicht die „HARTZ IV-Drangsal“ und die Lohndrückerei, die Banken-Zockerei, der Privatisierungs-Wahn und die kapitalistisch motivierte Kriegspolitik beendet werden könne. Nur, wenn konsequent die Interessen der Bevölkerungsmehrheit vertreten werden, können wir unsere Daseinsberechtigung als Partei erfüllen. Dies seien die absolut nötigen „roten Haltelinien“ unserer Politik. Hier der Link zur Rede von Sahra: http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/1091.kurs-halten.html

Die Stärke linker Politik muss aus der Gesellschaft kommen

Prof. Dr. Heinz Bierbaum, MdL des Saarlandes, stellvertretender Landesvorsitzende und einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden, machte es in Stellvertretung für Oskar deutlich: wir müssen über die Partei hinaus Bewegung sein, die Stärke LINKEr Politik müsse aus der Gesellschaft heraus kommen!

Andreas Schlüter

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