Interessanter Schlagabtausch

Veröffentlicht: Juni 10, 2011 in Politik
Schlagwörter:, , , , , , , , , ,

Wenn man sich vor Augen führt, wie Jüdinnen und Juden sich dagegen wehren, von der völkerrechtswidrigen, rassistischen und chauvinistischen Politik des Staates Israel vereinnahmt zu werden, sich gegen die Behauptung wehren, dass dieser Staat im Namen aller Jüdinnen und Juden dieser Welt agiere, und man schaut sich das derzeitige Agieren hoher Parteiebenen meiner Partei (DIE LINKE) an, kann einen tiefe Scham überkommen. Es ist anscheinend die Solidarität zur „politischen Klasse“ des Staates Israel wichtiger, als die Solidarität linken Jüdinnen und Juden gegenüber!

Ich halte es anders

Ich halte es da anders, und so habe ich auf der Website „Lafontaines LINKE“ einen Kommentar eingestellt (http://tinyurl.com/6glhseo ):

„Jetzt ist mal Schluss!

Verständnis habe ich unabhängig von meiner Position dafür, wenn man der Auffassung ist, dass in diesem Lande keine Unterstützung der BDS-Kampagne möglich sei, wie grundsätzlich diese international für sinnvoll und gerechtfertigt gehalten werden mag (auf Apartheid-Südafrika, dessen offenster Verbündeter Israel war, hat das wichtigen Druck ausgeübt) und wie sehr sie auch von israelkritischen Menschen jüdischer Abstammung unterstützt wird.

Der Kauf von Waren, die Israel illegal in den besetzten Gebieten gewinnt, ist jedoch völkerrechtswidrig!

Die ablehnende Haltung gegenüber der international so anerkannten Gaza-Flottille scheint mir darüberhinaus ein Schlag gegen unabdingbaren Internationalismus! Da spielt wohl doch zunehmend ein Schielen nach dem Etikett “Koalitionsfähigkeit” eine Rolle, nur, wer vergibt dieses?

Ganz und gar empörend finde ich es jedoch, wenn im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen von Genossin Enkelmann der Begriff der “Relativierung des Holocaust” ins Spiel gebracht wird. Wer macht denn in der LINKEn so etwas? Schwadroniert man so saublöd herum, denkt doch der “kleine Max”, an den Vorwürfen gegen uns muss doch was dran sein! Ist hier vorzeitige Demenz am Werk?

Und zur Disziplin hinsichtlich linker Grundlinien:

“Eine kompromisslose Absage an den Antiimperialismus ist die Voraussetzung für die Neukonstituierung einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik”, behauptet der BAK Shalom in seinem Grundsatzpapier zusammen mit der permanenten Diffamierung von Antikapitalismus durch den Zusatz “regressiv”. So eine Position spottet allen linken Grundsätzen. Da muss ein Unvereinbarkeits-Beschluss hinsichtlich der Mitgliedschaft in der LINKEn und diesem BAK der Linksjugend her!

Vielleicht sollten die “staatstragenden Elemente” in unserer Partei mal darüber nachdenken, ob sie nicht die wirklich linken GenossInnen so irgendwann wegsprengen, und sich in dem Zusammenhang fragen, wer insbesondere ihre Wahlkämpfe trägt!

Und, ich muss es immer wieder sagen, folgen wir nicht dem Weg der Olivgrünen, so sehr das mach Einer/Einem als verlockend erscheinen mag!

Mit wirklich empörten Grüßen

Andreas Schlüter“

Bemerkenswerte Reaktionen

Da haben sich offenbar einige richtig geärgert und wurden außerordentlich böse. So auch MZ:

  1. „MZ sagt:

8. Juni 2011 um 13:38

@ Alle: Und könnt ihr mir mal bitte alle erklären, was der BAK Shalom mit der ganzen Sache zu tun hat? Ja, ich weiß, dass es den gibt, ich kenne seine Positionen und sein Verhalten in der Partei. Aber hier (und bei allen ähnlichen Debatten) wird immer so getan, als wäre es der BAK Shalom, um den es geht, der irgendwas gemacht hätte, anstatt sich der konkreten Problematik hier zu stellen. Der BAK Shalom ist doch an dieser Stelle hier ein reines Luftschloss, der Versuch, einen imaginären Gegenpunkt in der Debatte aufzubauen um vom eigentlichen Inhalt derselben abzulenken.

Wie Mümmel bereits fest gestellt hat, braucht man kein Antideutscher zu sein, um zu erkennen, dass einige Leute in der Partei beim Thema Israel über das Ziel hinaus schießen. Ich finde deswegen das permanente Einführen des BAK Shalom in den Diskurs und die damit getätigte Zuschreibung aller Gegenpositionen zu diesem als lästig und nervig. Ich behaupte ja auch nicht andauernd , ihr seid alle bei Marx21, bloß weil ihr den Sachverhalt anders seht, als ich (auch weil ich weiß, dass das einfach nicht stimmt). Also lasst das bitte!“

Er weiß natürlich, das der BAK Shalom der Linksjugend ´solid eine ganze Menge mit diesen Entwicklungen zu tun hat! Böse wurde auch diese/r TN, Sissy Fuß:

  1. Sissy Fuß sagt:

8. Juni 2011 um 17:24

@MZ: Warum hier plötzlich der BAK Shalom in die Debatte eingeführt wird?
Erstens: Wo die Argumente ausgehen, man sich aber trotzdem im Recht fühlt, da wittern einfach gestrickte Leute gern eine Verschwörung.
Den zweiten Grund hat Kurt Tucholsky erkannt: “Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.”

@wirklich empörter Andreas Schlüter: Ja, das ist das Wirklich-Links-Kriterium nach Steinberg, Pirker und Schlüter – wer nichts gegen Israel hat, jedenfalls nichts Wirksames, der kann auch kein wirklicher Linker sein. Nun könnte man ja, wenn man wie Andreas Schlüter so ein Afrika-Faible hat, sich auch mal mit den Greueln von Westsahara bis Somalia befassen, aber dafür bleibt vor lauter Wirklichlinkssein leider keine Zeit, zumal man die Verwirrung noch lange nicht verarbeitet hat, in die man durch die unerwarteten und unverstandenen Aufstände in den arabischen Ländern gestürzt wurde.“

Auch ich finde Manches nicht witzig

Und so sah ich mich zu einer Replik genötigt, die auf die Verdrehung der Tatsachen und den Versuch des Lächerlich-Machens einging:

„Liebe “Genossin” Sissy,

Du verirrst Dich hier wohl in eine Projektion, darf ich Dich an Dein Zitat erinnern?

Kurt Tucholsky hat völlig richtig erkannt: “Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.” Und so genau ist es mit den Kritikern von Israels völkerrechtwidriger Besatzungspolitik sowie dem praktizierten Rassismus und Chauvinismus gegenüber den Palästinensern, die Kritiker werden selbst zu gefährlichen Elementen erklärt!

Deine Freunde vom BAK Shalom sind wohl weit eher gefährdet, die Realität zu übersehen, und die sieht so aus:

http://tinyurl.com/5tesjb4 und Jerusalem Day http://youtu.be/gTwWKdfi8G8 !

Deine albernen Verweise auf meine enge Anbindung an Afrika zieht nun schon mal gar nicht, denn da findest Du wohl auf meiner Website genug zu vielen anderen Schweinereien, die von diversen Akteuren in der Welt begangen werden.

Ich glaube aber, es hat nicht viel Sinn, Dich zum “in Dich Gehen” aufzufordern, denn solche Politferkeleien gehören vielleicht zu Deinen Aufgaben.

Dennoch Grüße“

Man dachte dann, nun wär´s endlich zu Ende, denn:

  1. Sissy Fuß sagt:

9. Juni 2011 um 19:41

@Schlüter: “Ich glaube aber, es hat nicht viel Sinn, Dich zum “in Dich Gehen” aufzufordern, denn solche Politferkeleien gehören vielleicht zu Deinen Aufgaben.” Danke, reicht. Keine Grüße.“

Auch Wohlmeinende können sich vergreifen

Das man sich auch „wohlmeinend“ vergaloppieren kann und an den Betroffenen vorbei mit kühnen Vorschlägen daneben greifen kann, schien mir dieser Beitrag zu zeigen:

  1. „Clara sagt:

9. Juni 2011 um 19:49

@Sebald

Die Diskussionen darüber wie eine vernünftige Zweitstaatenlösung aussehen sollte gehen leider in den unverschämten Antisemitismusvorwürfen regelmäßig total unter.
Ich fände es ja eigentlich besser, wenn Palästina an einen Stück entsteht, die Palästinenser also den Gazastreifen aufgeben würden und dafür noch das Gebiet oberhalb des Westjordanlandes bekommen, neben dem ganzen Westjordanland versteht sich.
Leider liegen da die Golanhöhen, trotzdem fände ich diese Lösung vernünftiger, da der Gazastreifen auch nach der Umsetzung der Zweistaatenlösung abgeschottet bleiben wird und die Menschen dort ansonsten weiterhin eingesperrt sind, ich denke das ist jetzt schon absehbar.
Außerdem finde ich das sich Jerusalem überhaupt nicht als Hauptstadt eines Staates eignet, diese Stadt die Wallfahrtsort für drei Religionen ist sollte vor allem eine friedliche Begegnungsstätte sein.
Tel Aviv und Ramallah würden sich als Hauptstädte wesentlich besser eignen, denke ich.
Am besten wäre meines Erachtens, wenn Jerusalem ein eigener Stadtstaat werden würde, indem alle Bewohner gleichberechtigt sind, da man ansonsten, wenn es bei einer Zweitstaatenlösung aufgeteilt wird, eine Grenze durch diese Stadt hindurch ziehen müsste, da wäre es doch besser, wenn beide Seiten auf ihren Anspruch verzichten.“

Ermahnung

Ich hatte den Eindruck, dass man das etwas zurechtrücken müsse und wollte zur Nachdenklichkeit mahnen:

„Liebe Clara,

ich glaube, es steht uns bei allem Verständnis für kluge Gedanken nicht an, “Verschiebungspiele” zu Menschen anzustellen. Ein etwaiger Gebietsaustausch zwischen (Rest)-Palästina und Israel ist ausschließlich Sache der jeweiligen legitimen Repräsentanten der beiden Staaten und der Menschen, die sie vertreten, Grundlage sind das Völkerrecht und die entsprechenden UN-Resolutionen. Ich glaube auch, dass es einfach nicht sachdienlich ist, am recht deutlich feststellbaren “Nicht-Wunsch” der beteiligten Palästinenser wie Israelis vorbei mit dem Gedanken einer “Ein-Staaten-Lösung” herumzuspielen.

Aber: wer offenbar keine andere Lösung als die “eines Staates” anstrebt, das scheint die “politische Klasse” Israels zu sein. Netanjahu ist ein Repräsentant der Ein-Staaten-Lösung, weil er den palästinensischen Staat offenbar nicht will, es sei denn, in Form eines “Vatikan-Staats”, oder aber als “Bantustan”-Einsprengesel, für die Einem tatsächlich nichts anderes als die Bezeichnung “Ghetto” einfallen kann. Dass das bei dem Unwillen, von einem ethnozentrischen Konzepts des “jüdischen Staates” abzugehen und angesichts der demografischen Entwicklung letztendlich immer noch auf den “Transfer” der Palästinenser “über den Jordan” abzielt, können nur vorsetzliche Unterstützer kolonialer Politik oder Harmlose, aber in der Sache Ahnungslose übersehen!

Wer die Aufnahmen vom “Jerusalem-Tag” gesehen hat, kann auch die Gefahr einer faschistischen Entwicklung in Israel nicht mehr übersehen: http://tinyurl.com/5tesjb4 und Jerusalem Day http://youtu.be/gTwWKdfi8G8 . Und dies in einem Lande, das mit 200 bis 300 Atomsprengköpfen in der Klasse Englands und Frankreichs “spielt” und weit von jeder akuten Gefahr entfernt ist, in seiner Existenz durch andere Staaten bedroht zu sein!

Nun aber zu unserer LINKEn: es scheint auch noch so zu sein, dass wir ein Politbüro bekommen haben, das aus dem BAK Shalom und seinen SchirrmherrInnen Petra Pau und Bodo Ramelow besteht, es graust Einen! Das grenzt an Selbstkastration, was den Willen in der LINKEn zu anti-imperialistischer Politik angeht!

Wenn zu Recht davon geredet wird, dass Europa nur gemeinsam links werden kann, dann ist DIE LINKE wohl auch noch dabei, sich international (was den Antiimperialismus angeht) zu isolieren. Schlimmer aber noch, wir lassen die unzähligen Jüdinnen und Juden, die sich voller Verzweiflung und Ekel gegen die Vereinnahmung durch die selbsternannten zionistischen “Großmeister” und die rassistische Politik des Staates Israel wehren, im Regen stehen! So ernst nimmt es unsere Partei mit der Solidarität.

Andreas Schlüter“

Zuviel Calvados

Zuviel Calvados schien jedoch der TN gleichen Namens genossen zu haben, denn vielleicht gereizt durch meine abwägenden Einlassungen und musste noch mal bei „Sissy Fuß“ unterkriechen und mir schließlich auch noch den Opportunismus unterstellen, der offenbar Viele zur engen Orientierungen an „Mainstream-Meinungen“ treibt:

  1. „Calvados sagt:

10. Juni 2011 um 00:56

@ Diplomsoziologe Andreas Schlüter

Man ist ja daran gewöhnt, daß die “antizionistische” Gemeinde sich hier in der Zurschaustellung von Geist und Geschmack regelmäßig selbst übertrifft, aber dieses Dein Argument, an @Sissy Fuß gerichtet…

“Ich glaube aber, es hat nicht viel Sinn, Dich zum “in Dich Gehen” aufzufordern, denn solche Politferkeleien gehören vielleicht zu Deinen Aufgaben.”

… also das, @Diplomsoziologe Andreas Schlüter, das ragt aus dem üblichen Niveau Eurer Textbeiträge noch wirklich heraus, und ich fände es fast schade, wenn es im Niemandsland dieses Blogs so einfach verschütt gehen sollte.

Deshalb mein Vorschlag: Schreib es Dir auf, dieses Argument, damit Du es auch ja nicht vergißt… und trag es bei Gelegenheit mal einer Abgeordneten Deiner Wahl vor, am besten gleich der MdB Buchholz. Es sollte mich nicht wundern, wenn Du es damit noch zum “wissenschaftlichen Mitarbeiter” bringst.“

Nun wird’s bunt

Aber das alles reichte noch nicht. Wer diese meine Website kennt (die bei den Kommentaren angegeben wurde), kann natürlich die Absurdität der folgenden Unterstellungen klar ermessen, aber, wer das Diffamieren zu seiner Methode erkoren hat, lässt sich von sowas nicht beirren:

  1. „Aries sagt:

10. Juni 2011 um 09:22

@schlueter:

Wie vorher geschrieben: wer wie du durch zusammenarbeit offen nazigedankengut der querfrontdenker (nazis plus linke) unterstuetzt, hat hier im forum nichts zu suchen!

Bezeichnend: auch du scheinst bei der sl zu sein, die nehmen in berlin wohl jeden. Langsam wird mir klar dass wir in der linken wohl diverse braune haben, die nur ultralinks angemalt sind.“

Angemessene Reaktion

Darauf reagierte ein weiterer TN, wie ich finde, sehr angemessen:

  1. „Jens Raabe sagt:

10. Juni 2011 um 12:00

Aries

mit leuten wie Dir in den eigenen Reihen braucht man keine außerparteilichen Feinde mehr! Dein Angriff auf @schlueter – unter aller Sau…“

Und es kam das Ende:

  1. „tos sagt:

10. Juni 2011 um 12:26

@alle: und auch hier halten wir es für sinnvoll, die aussprache jetzt zu schließen.“

Was „lernt“ uns das?

Es gibt viele Genossinnen und Genossen, die sehr ernst um eine linke Sicht auf die Internationale Politik ringen und für die Imperialismus Imperialismus ist, für die Rassismus Rassismus ist, und für die Kolonialismus Kolonialismus ist. Sie treten mit offenem Visier auf und lassen Ehrlichkeit walten. Daneben treten „GenossInnen“ auf, gern unter einem Pseudonym, die sich vornehmlich auf die Diffamierung verstehen und gerne ehrabschneiderisch operieren.

Man kann sie nicht nur in Verdacht haben, eine Art 5. Kolonne, welcher Kräfte auch immer, zu sein, nein, sie scheuen auch nicht davor zurück, letztlich die realen Kräfte in unserer Gesellschaft zu verharmlosen, die faschistischem Gedankengut und somit dumpfen antijudaischen wie allgemein antisemitischen Gedanken (also gegen Araber, die die Mehrheit der Semiten ausmachen, wie gegen Juden sind) anhängen. Es geht diesen Leuten nicht darum, rassistisches Gedankengut und Faschismus zu bekämpfen, sondern darum, die einzige nennenswerte Partei in dieser Gesellschaft, die noch auf soziale Gerechtigkeit wie auf Friedenpolitik setzt, zu diffamieren, bzw. sie auf den Weg der SPD und der oliv-Grünen zu zwingen, indem sie Leute, die um Klarheit kämpfen, mit Dreck bewirft.

Wollen wir uns das gefallen lassen?

Was der israelische Professor Moshe Zuckermann von dem unwürdigen Herumgeeiere meiner Partei hält:

http://tinyurl.com/62eubs3

Andreas Schlüter

 

Kommentare
  1. klaus janich sagt:

    ein problem ist: wie und wo bei einem teufelskreis einhaken? darum handelt es sich nämlich bei der sattsam bekannten rassistischen winselpropaganda. gewisse personengruppen beansruchen/behaupten mit dem hinweis auf das grausame schicksal ihrer vorfahren/vorgänger für sich selbst in anmassender weise privilegien (zb. verbot jeder kritik, das recht ausserhalb des [völker]rechts handeln zu dürfen, usw.).
    dabei gebietet es die vernunft, dass die nachgeborenen nicht für die verbrechen ihrer vorfahren verantwortlich sind. vernunft ist aber nicht die sache von rassisten. sie nehmen einfach ganze gruppen in ewige sippenhaft.
    gegen diese typisch rassistische anmassung gibt es nun 2 dumme reaktionen.
    ……A) „gutmenschentum“ >>> ewige reue >>> ewige wiedergutmachung (in der vergeblichen hoffnung auf vergebung) >>> bis hin zum realitätsverlust/blindheit in bezug auf die gegenwart.
    ……B) trotz >>>wut/hass >>> bis hin zur realitätsverweigerung in bezug auf die vergangenheit ( zb. holocaustleugnung)
    beide verhaltensweisen können bis zum fanatismus getrieben werden und sind auf verquere weise bester humus für neuen alten rassismus.
    die vernunft wird bei derartigen irrationalem verhalten immer ins hintertreffen geraten.
    es ist kaum möglich mit fanatisierten menschen face-to-face einen sachbezogenen disput zu führen. es bleibt nur, diese personen argumentativ bloss zu stellen, politisch zu isolieren, und zu hoffen, dass die vernunft sich letztendlich durchsetzt.

    • Schlüter sagt:

      Lieber Klaus,
      man darf bei seinem Ärger über die Verdrehungen natürlich nicht die Spur verlieren. Ich sehe mich als in diesem Land lebend und von den weniger werdenden „Segnungen“ profitierend, sehr wohl in der geschichtlichen Verantwortung (nicht in der Schuld), auch für die unglaublichen Verbrechen. Was aber widerlich ist, ist der Ablasshandels-Glaube, durch Teilnahme oder Unterstützung an/von Verbrechen an den Palästinensern, die für die deutschen Untaten keinerlei Verantwortung tragen, die unglaubliche nationale Schuld tilgen zu können. Nein, man erhöht sie noch!
      Herzliche Grüße, Andreas

      • klaus janich sagt:

        lieber andreas!
        da stimme ich dir voll zu. es ist eine geradezu erpresserische vertauschung von schulderkenntnis (damals) und verantwortungsbekenntnis (heute) die diesen ablasshandel versucht zu rechtfertigen. es ging mir in meinem kommentar um die persönliche motivation heutiger personen. man kann altes unrecht nicht mit neuem unrecht korrigieren. das ist der dreh- und angelpunkt. ich enke ,da sind wir uns einig.
        gruss, klaus

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s