Newroz und DIE LINKE, eine gute Tradition

Veröffentlicht: März 21, 2011 in Politik
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unsere Vorsitzende, Gesine Lötzsch, spricht

Herkunft der Newroz-Feier

Das Newroz-Fest ist Neujahrs- und Frühlingsfest, wird am 20. Oder 21. März gefeiert und stammt aus der altpersischen Kultur. Im Persischen heißt es Nourus, was „neuer Tag“ bedeutet. Gefeiert wird es mit großen Feuern nicht nur im Iran, sondern auch bei Kurden, Türken, Aserbeidschanern und Usbeken, so ist die Feier als soziales Ereignis seit geraumer Zeit auch im Irak und Syrien von Bedeutung. Das Fest hat sich trotz der Divergenzen zwischen seiner Orientierung am Sonnenkalender und der islamischen Orientierung am Mondkalender sozial im Islam etabliert und ist besonders durch persische Kontakte nach Ostafrika, speziell die afrikanisch-persische Bevölkerung der Shirazi in Tansania, bis dort verbreitet. Die größte Bedeutung hat diese Feier aber im Iran und bei den Kurden als Übergangsritual.

Aus der Tradition des Widerstands gegen Unterdrückung in der Iranischen Kultur sowie den Legenden um den grausamen assyrischen Despoten Zahak und dem Sieg des Schmiedes Kaveh hat das Fest einen zusätzlichen Impuls als Symbol des Kampfes gegen Unterdrückung erhalten. Dieses spielt besonders in der kurdischen Kultur eine starke Rolle, da das kurdische Volk eben durch lange Zeiten mit Unterdrückung und Negierung seiner kulturellen Eigenständigkeit konfrontiert ist.

Als 1992 in der Türkei die neue Demirel-Regierung erstmalig Newroz-Feierlichkeiten erlaubte und die PKK unter Öcalan zum Volksaufstand aufrief, kam es zu einem furchtbaren Massaker. Dies brachte auch in Deutschland wegen ausgedehnter Militärlieferungen an die Türkei das Vorgehen der Bundesregierung in den Focus und verhalf dem Newroz-Fest auch bei bedeutenden Teilen der linken Bewegung in Deutschland zu erheblicher Bedeutung.

DIE LINKE feiert Newroz in Berlin

Am Sonntag, dem 20. März, war es dann wieder soweit, in guter Tradition richtete DIE LINKE Berlin am Waterlooufer 5, 10961 Berlin, mit breiter Unterstützung insbesondere auch kurdischer Vereinigungen (siehe unten) die Newroz-Feier aus. Dabei hatten wie jedes Jahr Tacettin Dagci mit der Basisorganisation Migration und Antirassismus (DIE LINKE Tempelhof-Schöneberg) einen besonders wichtigen Anteil an den Vorbereitungen.

 Auch unsere Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch war dabei und stellte in einer Rede punktgenau die Bedeutung der Feier im linken Kontext klar heraus. Der Geist des Newroz-Festes ist der Geist der Freiheit, der kulturellen Gleichberechtigung und der Toleranz. Es ist nicht nur wichtig, in dieser Gesellschaft eine gemeinsame Sprache für den gesellschaftlichen Diskurs zu haben, es muss auch das Recht geben, seine Herkunftssprache zu nutzen und zu entfalten. Sie trat vehement dem Geist der Ausgrenzung und Diskriminierung entgegen, wie ein Sarrazin ihn propagiert und damit durch die Medien auch noch Verbreitung und verkappten Applaus erfährt.

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