Imperialismus: Monsanto, eine kriminelle Vereinigung?

Veröffentlicht: Februar 20, 2011 in Politik, Wissenschaft
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1901 wurde die Firma Monsanto von John F. Queeny gegründet und produzierte damals Saccarin (Süßstoff) und Koffein. In den Vierziger Jahren kam die Produktion von polychlorierten Biphenylen (eine Stoffklasse aus dem „dreckigen Dutzend“ von Stoffen, die seit 2001 durch die „Stockholmer Konvention“ verboten sind) hinzu. Die Produktion und die damit verbundene Verseuchung forderte nicht nur am Produktionsort viele Krebstote, sondern hat die ganze Welt bis in die Polregionen verseucht. Die Schadensersatzurteile sind am Profit gemessen wohl als jämmerlich zu beurteilen. 1960 erweiterte man den Geschäftsbereich drastisch auf Agrochemie und verändertes Saatgut. Im Vietnamkrieg war Monsanto intensiv an der Herstellung des Entlaubungsmittels „Agent Orange“ beteiligt. Eine Klage der vietnamesischen Opfer dieses „Teufelszeugs“ wurde im März 2005 von einem US-Gericht abgelehnt.

bio-hazard

Die Krake wächst

Seit 1974 nahm Monsanto die Produktion von „Roundup“, einem Unkrautvernichtungsmittel, oder besser gesagt, Pflanzenvernichtungsmittel, auf. Angeblich sollte es biologisch abbaubar sein und die Umwelt nicht belasten, was gelogen war, es wird noch davon die Rede sein. 1994 wurde die Produktion eines Hormons zur Steigerung der Milchproduktion von Kühen aufgenommen. Die Vorgänge um dieses Produkt liefern eine Geschichte der Einschüchterung von Experten (inklusive der Vernichtung wissenschaftlicher Karrieren) und Korruption insbesondere im Sinne des „Drehtürprinzips“, des Wechsels von Funktionsträgern der US-Administration und dem Konzern. 2008 verkaufte man Rechte und Produktion an Eli Lilly & Company. 1997 wurde Calgene, ein weiterer Lanwirtschaftskonzern (Hersteller einer besonderen Tomatenzüchtung) übernommen. Anfang 2005 wurde Semenis übernommen, ein Hersteller von Obst- und Gemüsesaat. Insgesamt wurden über 50 Saatguthersteller von Monsanto übernommen.

Gift und „Gegengift“

Wenn man Gifte wie „Roundup“ herstellt, ist es ein „genialer“ Coup, auch die „Gegengifte“, beziehungsweise resistente Pflanzen herzustellen. Und so machte sich Monsanto daran, durch Genmanipulation resistente Pflanzen zu erzeugen, sogenannte „Roundup-Ready“-Pflanzen, angefangen mit Soja. 1996 ging es richtig los. Die Bush-Administration hatte vorbereitet und Clintons Regierung zog danach willig mit. Hinzu kamen weitere Genmanipulationen, um weitere Resistenzen zu erzeugen (die oft die Resistenz gegen Schädlinge verminderten). Die so erzeugten Pflanzen waren natürlich patentiert und ein rigides System wurde eingeführt, dem nicht wenige US-Farmer  zum Opfer fielen, die von der „Monsanto-Polizei“ gnadenlos auch schon wegen des Verdachts der illegalen Aussaat (es darf nichts von der Ernte als Saatgut zurückbehalten werden, dieses muss erneut von Monsanto gekauft werden) verfolgt wurden. Aber auch der nächste Schritt wurde getan: die „Terminator-Technologie“, eine gentechnische Veränderung von Pflanzen, die verhindert, dass Saat, die nicht in bestimmter geheimer Weise biochemisch behandelt wird, eigenständig auskeimt. Diese Technologie wurde von Delta & Pine entwickelt, eine Firma, die 2005 ebenso wie die Firma Emergent Genetics Inc. (Hersteller von Baumwollsaat) von Monsanto übernommen wurde. 2009 kam Westbred, Hersteller von Weizensaatgut, hinzu.

Der Griff nach der Welt

In den übrigen Industrieländern gibt es immer wieder Auseinandersetzungen um die Fragen der genveränderten Pflanzen, auch, wenn durch Druck selbst von Tony Blair seinerzeit offenbar in Großbrittanien Monsanto-freundlich eingegriffen in die Auseinandersetzungen eingegriffen wurde. Aber besonders schutzlos sind viele Länder der „Dritten Welt“ bzw. „Schwellenländer“ den Machenschaften ausgeliefert. So versucht Monsanto, den Saatgutmarkt Indiens zu beherschen, mit katastrophalen Folgen insbesondere für die Baumwollfarmer. Eine breite Selbstmordspur von in ihrer Existenz vernichteten Kleinbauern zieht sich durch den indischen „Baumwollgürtel“.

Insbesondere die lateinamerikanische Maisproduktion wird durch die einkreuzungsmäßig bedingte Zerstörung uralter Maissorten schwer geschädigt, unsägliche Monokulturen breiten sich aus. Und dann der Griff nach Afrika! Südafrika gestaltet mittlerweile seine Bestimmungen zu Monsantos voller Zufriedenheit). der ehemalige Vizepräsident von Monsanto, Robert Hosch, und Kent Lawrence, Jurist aus dem Umfeld Monsantos, stießen zur „Bill and Melinda Gates Foundation“, die sich mit philantropischem Gepränge anschickt, Afrika fest in den Griff der Gentechnologie zu bringen, insbesondere durch die „AGRA“-Initiative für eine „zweite Grüne Revolution“ soll dies geschehen. Sogar die für Afrika äußerst wichtige kassava-Pflanze (maniok) will man gentechnisch verändern.

Ansehen sollte man sich im Interbet den ARTE-Bericht „Mit Gift und Genen“:

Dieser Film belegt eindrucksvoll, dass dieser Konzern im Verbund mit anderen US-amerikanischen Konzernen die Nahrungsketten der Welt unter seine Kontrolle bringen will.

Offenbar kann man die obige Frage nur mit „ja“ beantworten, eine kriminelle Vereinigung mit erheblichem terroristischem Potential!

Andreas Schlüter

Kommentare
  1. KMF sagt:

    Die Spitze des Eisberges (sprich: Terrors) sind die Bilderberger allen voran: Roggefeller, Kissinger,
    Rothschild, BillGates, Milton Friedmann, Konzerne wie Monsanto, Bayer u.a., Organisationen wie IWF, WWF und neuerdings wahrscheinlich die ESM-Gaunerbank. Alle Vorgenannten haben bereits Millionen Morde und Suicide rund um den Erdball durch ihre Politik zu verantworten. Ziel dieser
    Geld-Elite ist die Errichtung einer globalen EINE-(militärische) Weltregierung, die bereits vor 100 Jahren von Nahum Goldmann ausgedacht und im seinem Buch beschrieben wurde.

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